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»«m »I, Mutz,», SÄttWLKÄ» «tza!1«i, PNst,8i, «,«M fv» «HIN««, «l »»« »ö»ir«L»,q,u»«tz i»»/«. -,z»0«p»«t»r durch uni frei in« tzau« monatUa, pfa. Lei örr «rschüstostrlle ad» .. ,d»ltmonatl!chtz»pfg.u.wiich«nt- lich ISpW- d«> LerPoiibesteUrun» < Idst adgekolt vl»rtel,ührllch 2.10 j^k., monotttch 7» pfg. durch Se» t 'Ieftcüger frei ins Hau» vtertet- ' .l'rllch r.Z2 rnr., monatlich S4 pfg. » scheint täglich in üen MIUagsstun» t,in, mit Muonahm« vonSontt-un- Vc ^rtagen. Unsere Acitungeaus- zer imä Ausgabestellen, sowie 1'ostaustalreu unä Hriefträgcr " »utaegc" Anzeiger für das Erzgebirge mit öer wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Mer Sonntagsblatt. Sprechstunde der NeSakiioi, m:l ?!ilönabme örc Sonnlaoe nachmittags 4—5 Uhr. — Telcgramin-ftüresse: Tageblatt flueerzgeblrge. Zernstrichrr SS. - Z:!r unverlangt ririgesanüte Manuskripte kann Gewähr nicht geleistet werden. Nr. 2S7. Freitag, äen 22. Dezember ISIS. 11. Jahrgang. ver Zchieier der LukuM noch nicht gelNel. inser Friedensangebot und die Feinde: England erwartet neue deutsche Vorschläge; Italien zum Frieden geneigt 2 — Eine Note Elsons an die Kriegführenden, ihre Bedingungen zum Eintritt in Friedensverhandlungen bekannt zu geben. — Frankreich vor einer neuen Kabinettskrisis. — Eine neue englische Anleihe in Amerika. — Wachsende Wirkung unseres Llnterseeboot-Kreuzer- Krieges. — (Reichs Dezember-Beute unserer Ll-Boote. — Neue russische Mißerfolge bei Msstscanesci. / Nocd Krille enUchetüung! Der 19. Dezember sollte die Entscheidung veS Pier- . rbandes über das deutsche Friedensangebot bringen. >e ist bis heute noch nicht endgültig Mallen, ja Briand . ud Lloyo George sind sich nicht einmal einig, au schein Lage ihre gemeinsame Antwort der Welt be mutgegeben werden soll. Daraus ersieht man von uem, daß es sehr schlecht um die Sache des Bierver- rudes bestellt sein muß. Die einzige Hoffnung setzen ohd George und seilie Aiitschuldigen in Paris und Äom auf ihre Uebermacht, mit der sie uns das gleiche chicksal zu bereiten gedenken, dem einst Napoleon zum 'pfer siel. Sie vergessen aber, daß damals die Haupt- . fr gerade das deutsche, um seine Befreiung vom srem- > en Joche kämpfende Volk trug. Und auch darauf hos- n sie noch, daß es mit unserer Kraft zu Ende gehen tonne. Sie werden sich täuschen, wie sie sich in diesem Kriege schon so oft getäuscht haben. Wir haben noch wfte zur Verfügung, von denen sie keine Ahnung wen, und von denen wir Gebrauch machen werden, 'Uls unsere Feinde endgültig unser Friedensangebot wlehnen werden, woran wohl kaum mehr zu zweifeln i c Trotzdem wagt eS Lloyd George .Friedensbedin- ingeu aufzustellen, nachdem wir ihm und seinen Mit- , huldigen in Paris, Petersburg und Rom die Brüche i einem ehrenvollen und dauerhaften Frieden ge lingen haben. Betritt er sie nicht, so trifft ihn die Huld für die Blutopfer, die des Sieges Fortsetzung > heischt. Denn eS ist Wohl kaum anzunehmen, daß ein weben unternommener Schritt Wilsons bei den nteutemächten einen anderen Erfolg haben dürste, als .ns deutsche Friedensangebot. Herr Wilson nämlich, der sich bis jetzt abseits der Friedensvermittlung hal- ^.n wollte, fühlt sich plötzlich berufen, eine Art bessere Vorsehung zu spielen, worüber heute vormittag fol gende Drahtnachricht bei uns einging, die wir . bereits durch Sonderblatt verbreiteten: Amerikanische Leitungen und^ das Londoner Preßbüro veröffentlichen sine Note, welche Wilson an alle Kriegführen den tesegrapblertS; um sie gabe der B.? dlngungen Zu veranlassen, die den endgültigen Abmachungen über den Frieden vorangehen müßten und an denen die neutralen Staaten verant wortlich teilzunehmen bereit seien. Der Präjindsnt betont, sein Schritt sei nicht nur durch das Friedensangebot der Mittel machts hevvorgerufen, er schlage Keinen Frieden vor, er biete nicht einmal feine ^Vermittlung an, sondern er wolle durch den Austausch der Ansichten den Weg für eine Konferenz freimachen. WaS Herr Wilson mit diesem! seinem Vorschlag be zweckt, ist vorläufig noch nicht ganz klar ersichtlich. Aus einer Erklärung Lansing« zu der Wilson'schen Note kann man aber -wischen den Zeilen herau-lesen, daß Amerika im weiteren Verlauf» des Krieges um seine Freunde in der Entente, recht besorgt zu sein - scheint, denn wenn Lansing sagt, Amerika treibe näher an den Rand des Krieges, so ist nicht anzunehmen, daß eS die Absicht haben könne, sich den Mittelmächten awznschlie- ßen im Kampfe gegen jene- Staaten, die ihm bislang durch Munitions- und Waffenbezug zu einem glänzen den Geschäft verhalfen. Tie Reutersche Drahtnachricht über die Lansing'sche Erklärung, die vom 21. Dezem ber ouS Washington datiert ist, und die wir ebenfalls heute Vormittag durch Sonderausgabe bekannt gaben, lautet: IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII>!IlI>IIIIIIIIIllIIIINIIIIIIIIIII!IIIII»IIII!IiI»III»IiIIIIIIUiII!IIIIlIIIIN>!lIIIlIIIIIlIIII WMMt Wer die MgslW Amtlich Wird au« Berlin gemeldet vom 21. De zember abends: Außer Artillerieseuer in einzelnen Abichnitten ans keiner Front größer« Kampfhandlungen, (rr. 7. MUWMMWWeute (Amtlich.) Großes Hauptquartier,, 22. Dezember. Westlicher Kriegsschauplatz. Stahe der Küste, stn Sommegebiet und was de« Ostufer der Maas war die SsttUstrieKWkeit tu den Rachmittagstunde» gesteigert. A» der User wurde ei» belgischer Poste« aNftzehobsn. Oestlicher Kriegsschauplatz. Front de- Ge«eralfeld«arschallS Prinz Leopold vo« Bayern. Läng» der Düna «nid am Stochmv hielt das Ms- fische Artillerieseuer längere Zeit an. Zier Borstoß von zwei feindliche» Kompagnien südöstlich, von Riga wurde abgcwiefen. Nordwestlich von Zalosee dränge» deutsche Stoß^ Krupps in die beiden vorderen StellUnge« der Russen und in das Tors Zwyzhn ei« und lehrten «ach Speen- iguug von vier Miucnwerseru mit 34 Gefangenen Nud zwei Maschinengewehren zurück« Front des Generaloberst Erzherzog Josef. Vst RschtongM des Gegners am SslMswM sterd- lich des Trotosulto»^») WelÄNtö. Front des GcruralfeldmarschaUS von Mackensen. Fu der großen Walachei hat sich die Logo nicht geändert. Tie Tobrudschaarmce machte Fortschritte und nahm den Russen SüO Gesängen« ad. Mazedonische Front. An der Struma P.itrouillengesechte. Der erste Generalquartlermeister (W. T. B). Lubendorsf. IIII>IIIIIIIIIIIIII!IIIIIl<lIlIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII!IIINIIII»IlIIIIIII!MIMMI!IIIIIII»IIttiIII»IIII<!IIIN Ltaatssckrciar Lansing erMrt«, WUfonS Rote basier« nicht aus den Interessen «moristrs, sondern daraWs, daß Amerikas Knüste dusch di« beiderseitige» Krieg» führend«» im««r mehr in Mitleidenschaft gpzoge» wür den. Amerika treibe näher an den Rand de» Krieges und müsse deshalb die Absichten der Kriegführende» erfahren, um seine zukünftige Haltung darnach einzu richten. Weder das deutsche Angebot noch die Reds Lloyd Georg«- fei dabei berücksichtigt. Lansing erklärte weiter, Amerika« Neutral,tätspolftik sei unverändert gebliebe». Einerseits also treibt Amerika am Rande des Krie. geS, andererseits ist seine Neutralitätspolitik unverän dert geblieben. Zu den vielen Widersprüchen in der Politik der Bereinigten Staaten ein neuer! Wenn nicht alles täuscht, dürfte die Wilson'sche Not« also keinen we sentlich anderen Erfolg haben als das deutsche Friedens angebot, wobei allerdings immicr im Auge behalten werden mutz, aß uns der Krieg an Usbarraschungen gewöhnt hat. Vielleicht auch steht Herr WLlssn Entente in ihrer Sehnsucht nach Frieden bei, oielki. ch daß sie gern auf unser Angebot einzHhen möchte, nicht offen aber dies zugestehen will und -er Vermittelung eines Dritten bedarf. Denn sie wird wohl wisse«, -atz unsere Bedingungen bei jetziger Ablehnung de- deut schen Friedensangebotes nach Monaten weiteren, blu tigen Ringens, nachdem wir all« uns zur Verfügung stehenden Krieg-mittel namentlich auch! gegen England auSgeimtzt haben, anders ausfallen werden al» jetzt; sie werden härter sein, al- die jetzigen gewest« wären und ihr wahrscheinlich noch weniger WfMen. Wir,sttzen darum der endgültigen Entscheidung mit RuM, und Entschlossenheit entgegen. Vevtschfand foU BorschlLg« «ach»». H Weftminisi« Gazette schreibt? D« Fest- stv bst «R wort Lloyd George» «ichr ast kategorische Wei-«««W über da» FriedensanbeSvt zu verhandest, betrncht«, fondenl ast versShxtßche Antwort aus de« vorfchstgr de« Deutsch land »«» gemacht Hst. Setzt liegt e» an rentschland, da» de« weg derUottiotto« ergriffest hat vorfchlire t« machen- Tie Gutente dem FMdin »ich- abgenr-gt- Wie verlautet, wird die gernLinschTftliche Antwort note der Entente auf das FriedensangAot der Mittel- möchte den Hinweis darauf enthalten, daß die Entente dem Frieden an sich nicht abgeneigt sei. Si» ävolle aber nicht verhandeln, -ohne datz L!eutschlsnd mit festen Vorschlägen komme. Tüe Entente-Antwort wird auch einen besonderen Abschnitt über die Frage der Ver antwortlichkeit bei den eichelnM LrstMHrendM NLchLLK «NthsltkK. WestzköSfis Äs Thronicle berichtet von KEsammüIung, die eine Frieden-demonstratwn beabsichttgt« und die von der wütenden VokkSmerw.H gestört wurde. Di« Redner wurden weggejagt, Dw Hauptorganisatoren wurden von der Polizei in Schuh licnonmven und nach! der nächsten Polizetstation in Lvudon gebracht. Unter ihnen befand sich Mttz Sylvia Pankhurst. Lite Tatsache, daß Miß Pankhurst sich unter den Veranstaltern dieser Kundgebung befunden hat, ist durchaus nicht so lächerlich, als es auf den ersten Augenblick scheint. Miß Pankhurst hat im Verlaufe diese- Krieges schon wiederholt an.Protestkundgebun gen teilgenommen, sie richteten sich! aber stet- gegen die angeblich zu M ppe Haltung der Regierung un verlangten eine en rischere Führung de» Krieges. Wenn also jetzt dieselbe Miß Pankhurst an einer Friedensversammlung teilnimmt, so beweist dies, wie stavk sich in großen Kreisen Englands ein Sttm- mungSumichwung bemerkbar macht. Tagesbefehl Generals ManginS gegen eine« vorzeitigen Frieden. Ein aufreizender Tagesbeschl des vor Verdun un ter NWelle kommandierenden früheren Afrikaner» Ge neral Mangin an seine Soldaten erregte in Pari außerordentliche- Aufsehen und Hleftigsten Widerspruch der sozialistischen Presse. Mangin fordert die Truppen zu heftigem Widerstand auf, falls die Parla, mente jetzt Frieden schlössen. Tn Deutschland außerstande sei, auf den: Schlachtfeld« den Sieg dayon- zutrage», wolle e» Frankrqich jetzt mit grober List vor-