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ft», o»ö «ay«,b«a 15 Pf. pf^, »» spk«ch«aü,t Nabatt. N»z«ka«aa»» «ahm, bl, spütestmm »>/, Uyr »am mlttaaa. -ilr r«hl«r lm «a» kamt «««oh, nicht ,«leist«« ««»««, ««an »l« «utzad» »« stnz«I^ i»b« Sa» lttbartft ZDZZZ Hur üus Er^aLl>LraL r«^MZL mit -er wöchentlichen Unterhaltungsbeilage: Muer Sonntagsbla« ,^„ ' " - - - - - - - öl« Nutzab, »« N^iig» bvrch Zernsorech«» «rsdlatc::: — anufkrlptMlcht -«uiUch liaba« «ft unb I^S , Htzy iau» vl«rt«l- >«yr»<y n.L, u<r., moaoiua) 7, «rlchelnt tSgllch ln b«n Mlüagal.. »«., mit fiuanahm« »»« Son^- nab f-'irtas««. Unser« 2«ituns»au,» . - ^poftanstattr^un^sri'eNrüg«! Gprechsim»-» -« Ne-akü-n «u Nnsnahm» -« Sonntag, nachmittag» s—s Uhr. — Lelegramm--»-«sse r Lagebla« -»«»«zgeblrge. sternsprech« SS. nchm«n o«st«Uuns«n «ntg«,«». -llr unverlangt eingefauüte Manuskript» kann Gewähr nicht geleistet werSen. n. Jahrgang. Nr. I4S. Montag, äen 2S. Zum ISIS. ^ver amtliche siriegrberlckl von beute! Oberste Heeresleitung r s », n rmnantftyes «rmeetorp» an der russische« tsrenze. bemerkt Oberstleutnant Bukarester Blätter melden: Im rumänischen Kronrat dun schließlich falle, si Zrettag, der im Köntglichm Palais stattfanv, wurde die fühmng des Krieges t am Freitag, der im Königlichen Palais stattfanv, wurde die Großes Hauptquartier, 20. Juai vorm. Westlicher Kriegsschauplatz. vl» tlampstütigkeit an unser« nach Westen gerichteten Zront gegenüb« Ser evglilchea un- Sem UorSstügel -er stanzöststhea firm« war wie an Sen beiöen letzten Tagen be-eotenS. westlich -es Loten Mann« scheiterten n-chtlich» sein-- llche Vorstöße im Artillerie- ua- Masthinengewehrfeu«. Necht» -« Maa» en-eie aben-r rin Eingriff sehr stark« «rüste -egen -le ürutschen Stellung»« aus -em Micken «alt» Er-e mit einem völligen Misserfolg -« Zranzosen. Sie stn- unt« grossen Verlusten teilweise nach tzanSgemeu-e in unse ren Linien üb«all zurackgeworfen worSev. deutsche Zli»g«geschwaS« griffen englljche Lag« köstlich von Voullen») mit Sombea an. Westlicher Kriegsschauplatz. stdgesehea von teilweise reg« sirtillerietütigkett un einigen Gefechten klein«« -»Stellungen auf -em nör-llcheu Teil» -« Zront ist nicht» Neuer zu berichten. Heeresgruppe -es Generals von Llnstngen. wtttlich von rokul del Laturev «lauern hettl-e kür un« erk-I-relchr sslimpke an. Vie «ekan-eaenrahl lrt »eit <len> iS. Zunl »uk -> VMrlrre 110-7 Mann, aie Leute aul »wel «ereblltze, »4 Marchlnengewedre -erliegen. Vie Lage bei üer Unoee aer general« «ras«» vo» Lotbmer lri nicht ver« ltaüert. Salkau-Krkegsschauplatz. Nicht« Neu«. lw.T.ö.) ralstab die Gefangennahme von vier feindlichen Kompagnien meldete, von denen aber tatsächlich etwa zusammen nur 70 Mann einyebracht worden waren. Der russische Generalstabsbericht hatte einfach aus 70 An gehörigen vier verschiedener Kompagnien vier volle Kompagnien gemacht, also um mehr als 20 fach übertrieben. Die Kriegslage im Oste«. An der Ostfront hält in Wolhynien das V 0 rdr.tn - gen der Heeresgruppe Linstngen an. Nach dem die feinvlltchen Angriffe, die unsere Linie zwischen So- kul und Kolkt durchbrechen wollten, um der von Kolkt nach Norden verlaufenden Front in den Rücken zu kommen, nach gelassen haben, konzentriert sich daS Interesse jetzt haupt sächlich auf LtnstngenS raumgewtnnenden Angriff, der die allgemeine Richtung auf Luzk hat. Nach dem gestrigen Be richt ist die Linie Subilna—Watyn—Swiniatsche erreicht und zum Teil überschritten. Auch hier ist die Zahl der Ge fangenen ständig im Wachsen. Keine Unterschätzung Rußland». Der Korrespondent des Berl. Lok.-Anz. von der wol- hynischen Front sagt, daß wir uns gar nicht schnell ge nug von der Meinung befreien könnten, die in Deutschland, als er eS verließ, recht verbreitet gewesen sei: als wären die Russen am Ende ihrer Kräfte. Mensch en und Material seien bet ihnen noch immer reichlich vorhanden, und ihre KampfeSsttmmung zurzeit noch so, daß ihnen die Wiedereroberung Warschaus als gewisses Ziel vorschwebe. Das seien natürlich kindliche Phantasten. Immerhin täten wir unseren braven und stets bereiten Truppen Unrecht, wenn wir glaubten, was sie au^ wieder leisten, erfordere weniger Mut, WtllenSkras Entbehrungen al- früher. EHer sei das Gegenteil der Fall. Ein rumänische» Armeekorps an der russische« Grenze. Ueber 11000 Rusten gefangen. Erfolglose französische Gegenangriffe rechts -er Maas. — Schwere blutige Verluste -er Zranzosen. — Russische Höheustelluugen in tvol- hpnien erstürmt. — Italienische Magriffe lm Plöckern-Mbschultt un- aus -er Hochfläche Sette Eommuul gescheitert. — Ver italienische Hilfskreuzer Principe Umberto un- ein französischer Zerstörer von einem österreichisch-ungarischen H-Soot versenkt. — Mmerika un- Mexiko. Mobilmachung des 4. rumänischen Armee korps zum Schutze der russisch-rumänischen Grenze be schlossen. Die diesem Korps angehörenden Offiziere, die sich zurzeit auf Urlaub befinden, bekamen den Befehl, sofort zu ihren Regimentern einzurücken. Die Züge in der Rich tung gegen Pascant sind mit etnrückenden Reservisten über- kE Vie krsrittlmmg aer panrerwerker Tblauniovl. Unmittelbar nachdem die französische Kammer in tage langen Geheimsttzungen sich von der Regierung über die Verteidigung von Verdun hatte Rechenschaft geben lassen, nachdem sie Herrn Briand, wenn auch unter einigen Schwie rigkeiten, ein langes Vertrauensvotum ausgestellt hatte, wurde das Panzerwerk Thiaumont erstürmt, wurden 2673 Franzosen gefangengenommen. Das ist kein gutes Omen für die neue Periode der Verteidigung Ver duns, die Herr Briand mit Unterstützung der Kammer ein leiten will. Das Panzerwerk von Thjaumont schließt sich unmittelbar südwestlich an die Verteidigungswerke von Douaumont an und hatte den besonderen Zweck, dem Feind den Zugang zu dem Höhenrücken Kalte Erde zu wehren. Dieser Höhenrücken verläuft in südwestlicher Rich tung und nähert sich bei den Batterien, die dem Fort Bel- leville vorgelagert sind, dem inneren Ring der dauernden Befestigungen von Verdun. Außerdem haben die tapfe ren bayrischen Truppen den größten Teil des Dorfes Fleury genommen. Fleury liegt nicht ganz zwei Kilo meter nördlich von der Panzerfeste Souville, einem Haupt pfeiler des inneren Befestigungsgürtels von Verdun. Auch südlich der Feste Vaux wurde Raum gewonnen, d. h. der Angriff weiter gegen die Feste Tavannes vorgetragen. ES sind also ganz erhebliche Fortschritte gemacht worden, die um so schwerer ins Gewicht fallen, als die Franzosen nach dem Fall von Vaux sicher kein Mittel unversucht gelassen haben, den deutschen Angriff einen Damm entgegenzusetzen. Wenigstens haben die französischen Militärkrttiker bet der Besprechung des Falles von Vaux dem französischen Volke derartige Trostgründe vorgebracht. Noch auf ein andere- Moment sei aufmerksam gemacht. Die russische Heereslei tung hebt seit einigen Tagen in ihren Berichten mit ge wissem Nachdruck hervor, daß die deutschen Truppen tn Wolhynien Verstärkungen von der Westfront erhalten hät ten. Die Russen wollen damit den Franzosen beweisen, daß ihre Offensive die französischen Truppen an der Westfront entlastet habe. Angesichts des neuen deutschen Erfolges vor Verdun stellt diese Bemerkung der russischen Heeresleitung eine ungewollte, dafür aber um so schärfere Kritik der fran zösischen Heeresleitung dar. Man wird diesen russischen Be richt in Frankreich vermutlich mit recht gemischten Gefühlen aufnehmen, wenn man sich nicht überhaupt die Freiheit nimmt, in diesem Fall Zweifel tn die Berichterstattung des Bundesgenossen zu setzen. Wir können es dahingestellt sein lassen, ob wirklich deutsche Truppen von der Westfront nach dem Osten gekommen sind. Wir begnügen uns, damit fest zustellen, daß die russische Entlastungsoffensive, wie unser Erfolg auf dem rechten Maasufer zeigt, nur in der Ein bildung der russischen Heeresleitung besteht. Die Franzo sen- die ja den Verlust von Thiaumont zugeben, wie aus dem Bericht Joffres hervorgeht, werden an dieser Tat sache auch nicht vorübergehen können. Die Sorge um Berdu» wächst. Die Beunruhigung, die infolge der letzten Ereignisse vor Verdun von neuem in den Pariser Blättern zutage tritt, wirkt um so mehr, als die französische Fachkrittk noch vor wenigen Tagen die den gegenwärtigen Kämpfen vor angegangene Pause als die Erlahmung ve-.deutschen An griffes hinstellte. Man sucht zwar durch die Erklärung.zu beruhigen, daß die Armeen vor Verdun nicht wie bisher allein gegen den gemeinsamen Gegner tn schwerer Schlacht stehen, sondern baß neue Faktoren bald den Gang der Er- ägniffe ändern werden; gewiß aber sei, daß die Truppen NivelleS wiederum einen harten Strauß mit der deut- " hweren Artillerie auSzufechten hätten^ und ihres gan- iteS und ihrer ganzen Ausdauer benötigten/um ihr zu widerstehen. Der TempS tadelt die Untätigkeit Kurv- patktnS an der Dünafront, die Htnderburg gestatte, Ver stärkungen an andere Fronten abzugeben. Im Radical '"mtnant BrtS abermals, selbst wenn Ver dun schließlich falle, so sei dieses Ereignis für die Fort führung des Krieges nicht entscheidend. Die Lösung de» Wie ein russischer Generslstabsberichl entsteht. , Wir erhalten von einer gut unterrichteten Per- 1 sönlichkeit nachstehende Schilderung, wie ein russischer Generalstabsbericht entsteht: Im russischen Hauptquartier, das zur Zeit in einem Städtchen westlich Kischinews untergebracht ist, ar beiten an der Fertigstellung des Generalsstabsbertchtes neben mehreren höheren Offizieren auch Beamte des aus wärtigen Amtes, an ihrer Spitze der Geheime Staatsrat Palen. Nachdem die Meldungen von sämtlichen russi schen Kriegsschauplätzen eingelaufen sind, werden diese im Hauptquartier zusammengefaßt und von dem Geh. Staats rat Palen, der von seiner vorgesetzten Behörde mit weit reichenden Befugnissen ausgestattet ist, redigiert, und dann dem Großen General st ab in Petersburg weitergegeben. Hier erfährt der Bericht nochmals eine ge naue Durchsicht, dann geht er an das Auswärtige Amt und an das Ministerium des Innern. Beide Behörden prüfen den Bericht nochmals auf seine Wirkung auf das russische Volk, die verbündeten und neu tralen Länder, und dann erst, wenn von keiner Seite mehr Bedenken geäußert werden, kann der Bericht veröffentlicht werden. In der Hauptsache besorgt aber Staatsrat Palen das Geschäft des Frisierens des russischen Generalstabs- berichtes. Von ihm wird jede Kampfhandlung, die für die Russen nur ein klein wenig erfolgreich war, zu einem großen Stege aufgebauscht. Wenn die russische Regierung aus Gründen innerer und äußerer Politik Siege braucht, werden diese schon im russischen Hauptquartier angefertigt, oft ohne daß die kommandierenden Generäle etwas davon wissen. Auch die Zahl der Gefangenen wird hier be stimmt und in Petersburg dann noch etwa» erhöht, ivenn die Volksstimmung Aufmunterung nötig hat. Generale von einiger Wahrheitsliebe, wie General N ußki und Kur 0 patktn, haben schon mehrere Male gegen diese Art der Berichterstattung Verwahrung ein gelegt. Unter anderen wurde im Februar der Armee des Generals Nußki ein Sieg angedichtet an einem Orte, wo gar kein Kampf stattgefunden hatte. Es wurde da behuup- let, General Rußki hätte 5000 Gefangene gemacht, 14 Ge schütze und sonstiges Kriegsmaterial erbeutet. General Nußki war selbst nicht wenig erstaunt, als er diesen Bericht las, denn bei seiner Armee herrschte seit Wochen vollkom mene Ruhe. Er fühlte sich bei den fremden MilttärattacheeS, die seiner Armee zugeteilt sind, kompromittiert und verlangte Aufklärung. Er erhielt die Mitteilung, daß die Berichte des Generalstabes nicht widerrufen werden, sollte in den Veröffentlichungen ein Irrtum vorliegen, so wären eben Gründe vorhanden, die die Ausgabe dieser Mitteilungen er forderlich machten. Charakteristisch ist eS, daß die russische Negierung Generalstabsberichte tn verschiedener Fassung herausgibt. So behauptete ein Generalstabs- bertcht vom 18. Juni 1916 — also während des russischen Rückzuges tn Galizien — daß bei Lemberg für die russische Armee erfolgreiche Kämpfe stattgefunden hätten und 18 000 Gefangene eingebracht worden seien. Dieser Be richt befand sich in einer Reihe von Zeitungen im Innern Rußlands. Vom Falle Warschaus und Iwan gorod s, ja von der Räumung ganz Polens weißman tn manchen Gegenden des wetten russischen Reiche» bis heute noch nichts. Diese Ereignisse sind in den ent» fernteren russischen Provinzen vollkommen unbekannt. Die dortigen Gendaren haben Weisung, alles ungünstige aus den Berichten herauszustreichen. Die in der letzten Zeit be sonder- eingehenden Detailfchilderungen im rus sischen GeneralstabSbertckt sind ebenfalls eine Spezialität des Staatsrat- Palen, der durch diese Schilderung eine ganz besondere Glaubwürdigkeit erwecken will. In der Zählung der Gefangenen verfährt der Verfasser de» russi schen GeneralstabSbertchte» recht summarisch. Er zählt nach gefangenen Kompagnien und Regimentern, auch wenn von diesen Kompagnien und Regimentern kaum der achte Teil als Gefangene etngebracht worden ist. Eine Einzelzählung wird gar nicht oder doch nur sehr selten vorgenommen. So kommt eS, daß der russische Generalstabsberickt maßlos über treibt, weil er einfach den B'stand der gefangenen Kom pagnien oder Regimenter au-rechnet, ohne Rücksicht darauf, ob die Mannschaften vollzählig vorhanden sind. So kam es auch, daß vor nicht allzu langer Zeit der russische Gene-