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1882 Nr. 177 Mittwoch, den 2. August BaiitzemrKAWm Monats beginnenden Äugust-Markte in Wirksamkeit treten. Bautzen, Len 26. Juli 1882. . r .'in..! in : !>. 'BlUji li: d KcUU.J-i.ZlN t'cl 5'Ni^. M. Reußner in Ldet^uilttcrSdorf. Alle al- svltd bekanntca dln nvueenbiucauö nelnncn. olm^ Peei^erlnjlnlng, Imcrate für dic „B.in^ener Nnclutchlen" en:- . 'N. . r ! ! >>('. lenTeniptr u> B.'nyen ^nucn^vb.i. knicke in ^'dnu, ^li'pil'ch ui §>1lirgiS- n-.udc. Huiunz in '^eisenber,,. Der Stadtrath. Buchheim. Die Psarrstrlle zu Taubenheim in der Oberlausitz ist vacant. Das Einkommen der Stelle beträgt an Fixum excl. Wohnung: 1547 44 an Pachterträgen, welche sich indeß erhöhen lassen: 908 X! 25 Bewerber wollen ihre Gesuche und Zeugnisse baldmöglichst einreichen bei der Covaturherrschaft daselbst. Bekanntmachung. In der Ausstellung der Verkaussstände während der hiesigen Jahrmärkte hat sich eine Aenderung nothwenbig gemacht und es ist deshalb angeordnet worden: .. m c.^ >. , . 1) daß die vor dem Reichenthore ferlhaltenden Schneider ihre Berkaufsstande künftighin aus dem oberen gepflasterten Theile des Kornmarkte» nehmen, 2) dab die Klempner, welche bisher ihren Stand an der Kirche zu Maria und Martha hatten, die bisherigen Stände der Schneider vor dem Reichenthore einnehmen und damit an die Eisenwaarenhändler sich »»schließen und endlich . ..... 3) dasi die Kurzivaarenhändler, welche bisher zerstreut rn verschiedenen Straßen feilgehalten haben, ihre Stände auf dem freien Platze am Kornmarkt nehmen und an die daselbst stehen den Buden heranrücken. Dies wirb mit dem Bemerken bekannt gemacht, daß diese Standveränderungen mit dem am 5. nächsten der Amtshauptmannschaften Bautzen und Löbau, des Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Sch rg ' ' Bernstadt, Ostritz und Reichenau, des Hauptsteueramtes Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautzen und Bems a , sow e er Stadtgemeinderäte zu Ostritz, Schirgiswalde und Weißenberg. Organ der Handels- und Gewervekammer zu Zittau. mmsttllcnden Briesen bestätigt, so ist die „Besreiung" Ziffer 3 zur Tarisnummer 4 aus diese 9 Ru^Bricsc "welch^'eine Rechnung rc. der in Tarisnummer 1b bezeichneten Art enthalten, findet die Besreiuna" Ziffer 3 zur Tarifnummer 1 keine Anwendung. IN die Bm^ der in Ziffer 3 der „Befreiungen" für Tarisnummer l bestimmten Ent ' ,'ernung vo>! mindestens 15 km ist die Entfernung des Bestimmungsortes vom Absendungsorte und für diese diejenige Entfernung als maßgebend zu erachten, welche für den Postverkehr gilt. Bautzen, am 31.Juli 1882. Königliches Hauptsteucramt. Haupt. Bekanntmachung. Herr Weißgerber Christian August Wilhelm hier beabsichtigt in dem Hause Cat.-No. 419 in der Gerberstrabe (No. 30> eine Weibgerbereianlage zu errichten. Dies wird mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntmb «ebracht, dab Einwendungen gegen diese An- läge soweit sie nicht aus privatrechtliche» Titeln beruhen, binnen 14 Tagen hier anzubringen sind. Bautzen, den 29. Juli 1882. Der S t a d t r a t h. Löhr, Bürgermeister. Die „Bautzener Nachrichten" encheinen tauber Sonu. u. Icsl- Iaa§> läßlich abends 7 Uhr ,ür den folgenden Tag. Rbanne- »icntSPi cis vicrtelfährl. 3.//. nicrlion»betrag sitr den RaumeincrPciit Spalljciie -.1 Rachwcisgediihr f>. Inserat eo oiebiihr für briefliche NMkunUScrIeilung lü ,r und B. v. vlndeuau m PuiSuitz und Porto,. Uieincre. bi» früh!, Uhr I - - I L. E. Wiedemann «n Reichen- eingehende Jnlcrate Itndcu uoet) LA I I back O-i! i» dem abends anszugedcilden orrorsnnngSvlatt der Kreishauptmmwschaft Bautze« zugleich als AonfistorialbchörSe der Oderlaufitz. Bekanntmachung. Zur Beseitigung von Zweifeln und Aleinungsverschiedenhciteu hinsichtlich der Auslegung und An wendung des Gesetzes vom 1. Juli 1881, betreffend dic Erhebung von Reichsstempelabgaben (Reichs-Gesetz blatt S. 185), bat der Bnndesralb in seiner Sitzung vom 5. Juli d. I. die nachstehenden Beschlüsse gefaßt: I. Genußschcinc und ähnliche zum Bezug eines Antheils an dem zur Bertheilung gelangenden Reingewinn einer Aeücnuntcrnehmung berechtigende Wertbpapierc sind, wenn dieselben dem Eigenthllmer oder Inhaber auch einen vcrhällnißmäsngen Antheil an dem Vermögen der Ge sellschaft gewähren, wie Aetieu bezw. Acticnantheitschcine zu besteuern, wenn dies nicht der Fall ist, als Schuldverschreibungen. Als Capitalwerth der letzteren ist zutreffenden Falls der 25fache Betrag der durchschnitt lichen Jahresrentc, eventuell der Eourswerth und, falls ein solcher nicht besteht, der Schätz ungswert!) anzusehcn. 2. Zu den Auichasfungsgeschäften im Sinne der Tarisnummer 4 gehört auch die Annahme von Wechseln, Coupons, Dividendcnscheinen oder Werthpapiercn zur Gutschrift in laufender Rech nung oder auf eine bestimmte, aus einem Waarengcschäst oder einem sonstigen Rechtsgrunde entsprungene Schuld. 3. Die Anwendbarkeit der Tarisnummer 4K ist nicht aus dic von einem Contrahcnten des Ge schäfts ausgestellten und für einen solchen bestimmten Berechnungen, auch nicht auf Guthaben, Verpflichtungen oder Ansprüche beschränkt, welche auf Geld gerichtet sind. Die Tarisnummer 4 b umfaßt sowohl dic Berechnungen des Gläubigers über sein Guthaben, als solche des Schuldners über seine Verpflichtung. Es ist nicht erforderlich, daß die Berechnung außer dem Betrage des Anspruchs auch die Grundlagen enthält, aus denen der erstere rechnerisch ermittelt ist. Eine von beiden Angaben genügt. Der Zweck der Ausstellung einer Berechnung ist ohne Einfluß auf die Stempelpflichtigkeit derselben. Auch guittirte Rechnungen und Quittungen, welche den Inhalt der Rechnungen im Sinne des Tarifs haben, sind stempelpslicht g. Die Rechnung ist auch dann im Sinne des Tarifs über ein „abgeschlossenes" Ge schäft ausgestellt, wenn sie vor dem Abschlusse des Geschäfts in Erwartung des letzteren an- gescrtigt, aber erst glcichzeitig mit dem Abschlusse oder infolge desselben ausgehändigt bezw. angenommen wird, wie dies beispielsweise bei den Rechnungen der Falt ist, welche den zur Discontirung angebotenen Wechseln bcigesügt zu werden pflegen. Auf Contoeorrent- und Rechnungsauszüge ist die Tarisnummer 4 b alsdann anwendbar, wenn im Debet oder Credit ein Anspruch ausgerechnet wird, welcher aus einem der in der gedachten Nummer bezeichneten Geschäfte entsprungen ist. 4. Noten über Auszahlungen für Rechnung eines Andern fallen nicht unter dic Tarisnummer 4, soferu nicht etwa ein Kaus fremder Banknoten oder fremden Geldes vorliegt. 5. Auf Schriftstücke der Tarifnummer 4b findet die Vorschrift im 8 9k des Gesetzes vom I.Juli vor. Js. keine Anwendung. Bank- oder Crcdilinstitnten, welche Geschäfte der Etaatseasse in deren Vertretung aussühren, kommt die gedachte Vorschrift nicht zu gute. G Schlußnoten w. und Rechnungen rc. über die in der Tarisnummer 4 bezeichneten Geschäfte sind auch dann stempclpflichtig, wenn das Geschäft Zins- oder Dividendcnscheine (Coupons) zum Gegenstand hat. 7. Bei der Berechnung des Wcrthes des Gegenstandes des Geschäfts nach der „Befreiung" Ziffer 1 zu Tarisnummer 4 sind die lausenden Zinsen mit in Rechnung zu stelle». 8. Wird der bereits vorher brieflich oder mündlich durch Hcrstelluug des Conseuses erzielte Ab schluß eines der Tarisnummer 4 a angehörigen Geschäftes in dic Gcschäftsbedingungcn zusam- Erledigt hat sich der unter dem 25. dss. Mts. wider den Tischlergefellen Gustav Ehrenreich Werner « M»» KS,„glich-- Amis,--Ich.. Wetzltch. Voll. Lelegraphtsche Korrcsponoenz. Kopenhagen, 31. Juli. Der König von Griechen land und der Kronprinz von Dänemark sind heute nach mittag aus Petersburg hier eingetroffen. Bern, 31. Juli. In der Volksabstimmung wurde das Epidemiegesetz mit dem Impfzwang mit 200000 gegen 50000 Stimmen verworfen. Das Patentschutzgesetz wurde ebenfalls abgelehnt. Bern, 31. Juli, nachmittags. Das Gesamtrcsultat der Abstimmung crgiebt bezüglich des Epidemie-Gesetzes 246267 Nein, 66 978 Ja; der Zusatz zu Artikel 64 der Verfassung behufs Einführung des Erfindungsschutzes ist mit 150036 gegen 139001 Stimmen verworfen. Gegen das Epidemiegesetz (mit Impfzwang) stimmten alle Kantone, ausgenommen Neuenberg, gegen die Einführung des Erfind ungsschutzes stimmten zumeist die nicht-industriellen Kantone. Paris, 31. Juli. Wie der „Agence Havaö" aus Is mail! a gemeldet wird, seien die englischen Berichte über die Haltung Lcsseps' unrichtig. Lesseps sei lediglich zu dem Zwecke mit Arabi in Beziehung getreten, um für 120 griechische Auswanderer und einen Transport von Kairo nach Jsmailia, bestehend aus 35 Kranken, 11 barmherzigen Schwestern, einem Arzt und 4 Krankenwärtern, Schutz zu erwirken und die Aufrechterhaltung der Ordnung in der Provinz Zagazig sicherzustellen. Lcsseps glaube noch immer, daß die Neutralität des SuczkanalS von den Ägyptern nicht verletzt werden würde, wenn dieselbe nicht europäischerscits angetastet würde. Er habe gegen einen Akt der englischen Marine protestiert, welcher im Widerspruch stehe mit den Reglements der Kanalgesellschaft. Paris, 31. Juli. (N.-Z.) Der Sturz des Kabi netts Frey ein et hat das größte Aufsehen und fast überall Unzufriedenheit erregt, da er Frankreich in eine sehr ernsthafte Krisis versetzt. Daß Gambetta an die Gewalt kommt, steht natürlich nicht zu befürchten. Die Neubildung des Kabinetts ist aber äußerst schwierig; gerüchtweise ver lautet, der französische Botschafter in Berlin, Baron de Courcel, sei von JuleS Gr6vy zum Minister des Äußern ausersehen, obgleich er keiner der beiden Kammern angehört. Paris, 31. Juli, mittags. Präsident Grövy hat wegen Bildung des neuen Kabinetts bis jetzt noch niemand zu sich berufen, auch Brisson und Leroyer nicht; eS wird angenommen, daß derselbe die nächste Sitzung der Deputierten kammer abwarten wolle, um zu sehen, ob sich in derselben dabei ein Anzeichen bezüglich des von ihm zu beobachtenden Verhaltens ergeben werde. Paris, 31. Juli, nachmitt. Auf Antrag eines De putierten der radikalen Partei vertagte sich die Depu tier tenka mm er bis zum Donnerstag, um die Bildung des neuen Kabinetts abzuwarten. Die „Agence Havas" läßt sich aus Alexandrien melden, Arabi Pascha habe befohlen, alle Personen, welche mit Passierscheinen von Lcsseps versehen sind, am Kanal frei passieren zu lassen, auch stände solchen Personen der Weg nach Kairo offen. London, 31. Juli. Wie verlautet, wünschte der Prinz von Wales an der ägyptischen Expedition teilzunehmen hat diesen Wunsch aber auf Veranlassung der Königin auf- gegeben. — Der Dampfer „Orient" ist mit dem ersten Bataillon der schottischen Garde und mit dem Herzog von Connaught, dem General Willis und dem Stabe der ersten Division des ägyptischen Expeditionscorps an Bord gestern nach Alexandrien abgegangen. — Die „Times" glaubt, eine Kombinierung von Arabi Paschas Truppen mit türki schen Truppen würde, wenn letztere in Ägypten landeten, zur Gewißheit werden; England könne dadurch gezwungen werden, entweder Ägypten den erfolgreichen Verschwörern preiszugeben oder in Opposition oder Kollision mit den tür kischen Truppen zu geraten. Eine Kooperation mit der Türkei sei nur möglich, weun die Türkei nur ein mäßiges Truppenkontingent absendc, das unter dem Befehl eines eng lischen Kommandeurs operiere. London, 31. Juli. (K. Ztg.) Es sind sehr lebhafte Gerüchte verbreitet über die bevorstehende Abdankung Gladstones, veranlaßt angeblich durch die von den Lords zu der Pachtrückstandsvorlage gestellten Abändcrungsanträge, in Wirklichkeit aber durch den Gang der äußeren Politik, da Gladstone im Herzen stets mit Bright sympathisierte und mit der „Daily News" alle Zwangsmaßregeln gegen Arabi und Ägypten verabscheute, schließlich aber durch Cham berlain, Dilke und den Druck der öffentlichen Meinung gegen seinen Willen in eine Aktionspolitik gedrängt ward. Gran ville würde im Falle eines Kabinettswechsels Premier, Dilke Minister des Äußeren werden. London, 31. Juli, abends. Unterhaus. Auf eine Anfrage Barttelots erwiderte der Premier Gladstone, keine die Entsendung türkischer Truppen nach Ägypten betreffende Frage könne zum Gegenstände einer Interpellation gemacht werden, da keine der präliminaren, absolut wesentlichen Be dingungen bisher geregelt sei. Konstantinopel, 30. Juli, abends. Die Pforte soll von Lord Dufferin Auskunft über die große Strenge erbeten haben, mit welcher die englischen Behörden in Ägyp ten zu Werke gingen, sogar aus dem Gefolge des Khedive seien zwei Personen erschossen worden. Lord Dufferin habe infolge dessen von Lord Granville Erklärungen verlangt, durch welche die Pforte zufriedengestellt werden könne. Konstantinopel, 31. Juli, mittags. Der englische Botschafter Lord Dufferin hat, wie verlautet, auf das Ersuchen der Pforte um Mitteilung der Ansicht Englands über die türkische Intervention erklärt, England könne seine Truppen nicht aus Ägypten zurückziehcn, die Unthätigkeit des Sultans nötige England, die Aufgabe der Wiederher stellung der Ordnung in Ägypten zu übernehmen, England acceptiere aber eine türkische Kooperation, wenn dic Porte eine formelle Erklärung abgebe, welche jede Zweideutigkeit bezüglich ihrer Absichten ausschlicße. Alexandrien, 30. Juli. Admiral Seymour begab sich heute an Bord des „Helikon" zur Vornahme einer Re kognoszierung vor Abukir, er fand die Forts gut gerüstet und die Besatzung in großer Thätigkcit. — Die gestern zur Wiederherstellung der zerstörten Eisenbahn nach Millaha ab gegangene Expedition wurde von Arabis Truppen nicht an gegriffen und hatte besten Erfolg. — In mehreren Häusern n der Nähe eines vorgeschobenen Postens der Engländer kamen gestern abermals Plünderungen vor, ein Plünderer wurde auf frischer That betroffen und alsbald niedergeschossen, zwei andere wurden verhaftet. — Gerüchtweise verlautet, ion Arabi Pascha würden größere Streitkräfte in der Nähe des Suezkanals zusammengezogen. Alexandrien, 30. Juli, abends. Vor Port Said liegen nunmehr sieben französische Panzerschiffe. Die Ägypter werfen daselbst Befcstigungswerke auf und hat sich )er Gouverneur von Port Said auf ein englisches Kriegs chiff begeben. Alexandrien, 31. Juli. Der Khedive hat die Engländer ermächtigt, längs des Kanals alle Punkte zu icsetzen, welche sie zur Vertreibung der Insurgenten für er- orderlich erachteten. — Bei den Vorposten bei Namlch ist alles ruhig. — In Jsmailia sind Abteilungen englischer und französischer Marine-Infanterie gelandet worden. Deutsche- «eich. Dresden, 31. Juli. Der Professor vr. His inLeipzig t zum Rektor der Universität daselbst für das nächste lniversitätsjahr gewählt worden und hat diese Wahl die er forderliche Bestätigung erhalten.