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die 4gespaltene Korpuszeile 14 Psg., sowie Bestellungen auf den All Rabatt nach Nebereinkunft. JersevOte bitten wir für die Mittwoch-Nummer bi» Dien«tag vormittag V,H ^dr, für die Sonnabend-Nummer bis Freitag vormittag */i11 Uhr einzusendeu. Schriflieitung, Nruck und Vertag von A. Lchuvig, Bretnig 18. Jahrgang. Sonnabend den 11. Januar 1808. -ir. 4. Der Allgemeine Anzeiger erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. die 4gespanene »^puszeue ro psg-, ,°wle «-u-uungsn aas oen »u- Abonnementspreis in«, de» allwöchentlich beigegebenen „Illustrierten Nnterbaltung«blatte»" gemeinen Anzeiger nehmen außer umerer -rpeE vierteljährlich ab Schatter 1 Mark, bei freier Zusendung durch Boten in« Hau» 1 Mark jederzeit gern entgegen. — Bei grögeren Aufträgen und Wledsrholungrn gewahren wir 2V Pfennige, durch die Post 1 Mark extl. Bestellgeld. Rabatt nach Nebereinkunft. Staatsanwaltschaft verhaftet dem Nervenfäden zum kranken Zahn führen, Irerschaft. Es sind die» die Herren: Matthau» wurden durch Abkommen der bürgerlichen Par teien die bisherigen drei Vorsteher, Vie Herren Dr. Rothe, Baulat Enke und Justizrat Schnauß, wieoergesählt. der Zwickauer worden. Leipzig, Vorstand»wahl — In der Umgebung von Freiberg wohnen )ie drei ältesten Emeriti der sächsischen Leh scher in Neusalza verlor innerhalb weniger Tage Vater und Mutter. Sm Sonnabend wurde Herr Ritscher zur letzten Ruhe bestattet und am Montag folgt« ihm seine Gattin im Tode nach. — Schmerzlose» Zahnziehen. Dr. A. Neu- manu-Kneucker schildert in der „Wiener klini schen Rundschau" eine neue Methode, die e« ermöglicht, kranke Zähne de« Oberkiefer» ohne Narkose schmerzlo« zu entfernen. Die Me thode, die man wissenschaftlich Leitung«anäst- lesi« nennt, besteht darin, daß in eine von dem kranken Zahn entfernte und daher nicht empfindliche Stelle de« Zahnfleische« eine ge ringe Menge eine« Nebennierenextrakt« einze- pritzt wird. Dadurch erreicht man eine der- rtige Empfinbung«losigkeit de« Nerv«, von Kirchennachrichten von Bretnig. 1. Sonntag nach Epiphania«: 9 Uhr: Predigtgottesdienst, Text: Psalm 139,1—12. Ertrag der Kollekte für die Heidenmission: 78 Mk. 4. Psg. 7. Jan. Bei der heutigen im Stadtoerordnetenkollegium Mark Einnahmen geqenüberstehen. Der Woh- nung«au«schuß zerfällt in die Unterau«schüfse für Bürger-, Mafien- und Gasthof«quartiere. Di« Stadt ist in 28 Bezirke geteilt. Der Finanzausschuß ist mit der Bildung eine« Ga rantiefond« beschäftigt, der 500 000 Mark be tragen soll. 200000 Ma>k haben die Mit glieder der Frankfurter Turnvereine bereits gezeichnet. Die Festschrift wrrd in 50000 Exemplaren aufgelegt. Sie erfordert einen Kostenaufwand von 14000 Mark und wird derselben Festkarte mit Fistzeichen freigegebev. Da« Festzeichen wird nur an Turner abge geben. E« werden 45 000 Stück angefrrtigt. Hau«walde. Bei der hiesigen Spar kasse wurden im Monat Dezember 1907 in 80 Posten 8460 Mk. 11 Psg. eingezahlt, dagegen erfolgten 22 Rückzahlungen mit 4139 Mk. 14 Psg., 7 Bücher wurden »»»gestellt und 1 Buch abgetan. — Im Jahre 1907 erfolg ten 799 Einzahlungen mit 88 276 Mk. 41 Psg. und 168 Rückzahlungen mit 32689 Mk. 99 Pfg. Schmiedefeld, 7. Jan. Ein Sittlich keitsattentat wurde heute am Kellen Mittage in unmittelbarer Nähe unsere» Dorfe» an einer Konfirmandin verübt, deren Schulweg au« dem Dorfe hinau« nach einem Bahnwär terhäuschen führt. Der Attentäter, ein etwa 25 Jahre alter Landstreicher, angeblich ein Lackierer au« dem Kreist Bunzlau, warf da« Mädchen auf den Acker. Wie weit da» Kind verletzt ist, wird erst durch den Arzt festge stellt werden. Da« Gesicht de» Mädchens ist tief zerkratzt, auch einen schweren Schlag oder Stoß auf den Mund hat e» erhalten. Der hiesige Königl. Slraßenwärker und sein Ar beiter bemerkten die Untat unt verfolgten den Attentäter, der quer durch Schmiedefeld über Kleinschmiedefeld nach derDre»dner Chaussee flüchtete. Dort gelang e« zu Hilse eilenden Männern, ihn zu fassen. Gefesselt wurde er nach Slolpen geschafft. Ob-rcunner-dorf. Wegen Blutschande mit seiner 17jährigen Tochter wurde der Rentenempfänger Ducke au» Kottmarsdorf ver haftet. Bautzen. Ein kalte« Bad. allerdings ein unfreiwillige«, nahm am Montag nach mittag ein «twa 8 Jahre alter Junge, der sich mit einigen Kameraden auf dem schwachen Eise auf der Spree am Wehr un weit de» Restaur. „Drei Linden" tummelte. Die Ei»decke brach und der Knabe verschwand vollständig im eisigen Wasser. Schnell ent schlossen legt» sich einer seiner Spielgefährten auf» Ei» und zog den mit dem nassen Ele ment Ringenden heran«. — Im Tode vereint. Die Familie Rit- Anton Maier in Hartmann«dorf bei Frauen stein, zuletzt Kirchschullehrer daselbst, geboren 1. Oktober 1812 in Dre«den, emeritiert 8. August 1879; Johann Christlieb Lehmann in Höckendorf, zuletzt Kantor daselbst, geboren 3. März 1815 in Kiebttz bei Mügeln, emeritiert 16. Oktober 1882; Karl Friedrich August Schwenke in Sadi«üorf, zuletzt Kantor daselbst, geboren 9. Dezember 1816 daselbst, emeri tiert 1. Januar 1886. Schneeberg, 7. Jan. Ein de» Sitt- lichkeitsverorechen» überführter und geständiger 17 jähriger Bergarbeiter, begangen de» öfte ren an einem 7 jährigen Schulmädchen, wurde hier verhaftet. — Der Mordversuch eine» 23 jährigen Fabrikarbeiter« au« Aue an einem hiesigen Mädchen Hal sich al» ein allerdings gewagter Scherz erwiesen, indem der Fabrik arbeiter au« Aerger, daß seine Geliebte da« Verhältnis mit ihm lösen wollte, vor ihrer Haustür, nachdem da« Mädchen aber schon im Hause war und geschlossen hatte, 6 Revol- oerschüsse in die Luft feuerte, um dadurch seine Geliebte zu erschrecken. — Eine tiefbetrübende Entdeckung mußte am Montag abend da» in der Schloßstraße in Reichenbach wohnende Bäckermeister Dienersche Ehepaar mahrnehmen, al« e» von einem Lu«gange gegen ^/,11 Uhr in die Wohnung zurückkehrte. Da die Heimkehren- den noch Licht in der Badestuoe bemerkten, öffneten sie diese und da bot sich ihnen ein erschütternder Anblick: die 19jährige blühende Tochter lag levlo» im Wasser. Der sofort herbeigerufene Arzt konnte nur noch den vor längerer Zeit infolge Herzschlage» eingetrete- nen Lod konstatieren. Leipzig, 8. Januar. Um 44000 Mark geprellt! Der 47 Jahre alte Kaufmann Hup- felo au» Bockenhain hatte in Hamburg ein Patentgeschäft, da« aber nicht gut ging. Er brauchte mehr Geld, al« er eindrachte. Da wußte er einem bekannten Herrn in Zwickau unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zu be reden, Geld mit in da» Geschäft zu stecken. Und so zog er dem Betrogenen nach und nach 44000 Mark aus der Tasche. Da« Geld wurde durch gewagte Spekulationen verschlun gen. Erst viel zu spät sah der Zwickauer Herr ein, daß er einem leichtfertigen Speku lanten zum Opfer gefallen war. Jetzt ist nun Hupfeld in einem hiesigen Hotel auf Ersuchen Bertlich-- «Sebs»»-». Bretnig. Wir weisen auch an dieser Stelle auf den nächsten Mittwoch im deut schen Hause stattfindendea Vortrag de« Evan gelischen Bunde» hin und laden gleichzeitig herzlich zu dessen Besuch» ein. Für den, der Interesse für die evangelische Bewegung in Oesterreich hat, wird dieser Abend manche« Wissenswerte bieten. Vor allem soll dieser Abend einmal ausklärend wirken und Bedenken nnd Mißtrauen zerstreuen, da« von vielen evan gelischen Kreisen Deutschland« diesem Bunde noch entgegengebracht wird. Der Vortrag ist für Männer und Frauen bestimmt und wir betonen, daß auch Frauen jederzeit Mitglieder de» Evangelischen Bunde» werden können, ge nau wie beim Gustav-Adolf-Verein. Die deut sche evangilische Frau ist sicher am ersten mit dazu berufen, mitzuhelfen, daß das Evan gelium in die österreichischen Familien getragen werde. Ganz besonder« herzlich seien vor allen die noch evangelisch denkenden Arbeiter kreise, Männer wie Frauen, zu diesem Abend eingeladen. Ist e« doch der österreichische Ar beiter, der sich am meisten mit dem Evange lium erschlossen hat. Und wer ein Herz hat für .jene, sollte hier mithelfen und Mitglied de« Evangelischen Bunde« zu werden suchen. Der jährliche Mitglied«b«itrag soll mindesten« eine Mark betragen. Dafür erhält jedes Mit glied den evangelischen Bundesbotin, der mo natlich erscheint und ein in jeder Beziehung lesenswerte» Blatt ist. Der Ueberschuß kommt den Evangelischen Oesterreich« zugute. Neu anmeldungen zum Eoangelifchen Bund nimmt jederzeit Pfarrer Kränkel in Bretnig entge gen. Bretnig. Heute Sonnabend abend« r/z9 Uhr findet im Schützenhause «ine Protest- Versammlung mit der Tagesordnung „Die geplante Banderollensteuer sowie die Schäden der indirekten Steuern überhaupt* statt, wo rauf auch an dieser Stelle aufmerksam ge macht wird. Weitere« siehe Inserat. — Falsche Fünfmarkstücke. In letzter Zeit sind in Dresden an einigen Kassenstellen fal sche Geldstücke zu 5 Mk. angehalten worden. Die Münzen haben ein graue» Äu«sehen, auch die Randschrift ist sehr mangelhaft. Im übri gen sind di» Geldstücke sehr gut hergestellt. Sie haben ein,», h,sien Klang und Silbcrglanz, weshalb sie von den echten Münzen schwer zu unterscheiden sind. Angehalten wurden Falschstücke mit den Münzzeichen O und Sie trugen die Jahreszahlen 1874, 1875 und 1903 und Bildnisse Kaiser Wilhelm» I., Kai ser Wilhelms H„ de» König» Ludwig von Bayern und de» König» Wilhelm von Würt temberg. gegenv. Vor dem Feldzug von 1812 befand e« sich in der Gegend von Pegau, 1822 kam r« in die Städte Oederan, Dippoldiswalde, Roßwein und Marienberg; 1831 wurden mehrere Schwadronen nach Freiberg verlegt. 1858 rückten die drei Freiberger Schwadronen in Großenhain ein, 1867 kam eine neugebildete Schwadron hinzu und 1868 wurde da» Re giment vollzählig durch Uedersiedelung der etzten Schwadron von Radeburg nach Großen- jain. Kirchennachnchten von Großröhrsdorf. Geburten: G 7 Gerhart, 8. d. Fa brikarbeiter« Alfred arg Schölzel 183. — Älwrn Johann«», de» Bahnarbeiter» Ernst Alwin Kreischet 86 g. — Minna Wella, T. d. Packer« Iuliu« Max Schäfer 125 w. — Kurt Alwin, Sohn de« Lagearbeiter« Max Alwin Sinde 125 g. —Klara Margaret«, T. 0. Musterzeichner« Carl Albert Mauksch 166. Aufgebot«: Fabrikarbeiter Alwin Ernst Petzold 91c und Alma Hulda Käppler 269. daß der Zahn auch bei entzündeter Beinhaut völlig schmerzlo» entfernt werden kann. — Da» Dre»dner Residenztheater ist von der Pächterin, der Witwe de» früheren Di rektor» Karl für den Prei» von einer Million Mark käuflich erworben worden. Der Schwie gersohn der nunmehrigen Besitzerin Wrtt ist beteiligt und leitet das Institut, welches von allen Dresdner Theatern jetzt am besten flo riert, auch künftig weiter. Bärenstein, 7. Jan. Eine unange nehme Ueberraschung wurde am letzten Sonn abend dem hiesigen Einwohner D. zu teil, der gegen Abend nach de« Tage« Last und Mühe ein gemütliche« Ruhestündchen auf seinem l Sofa abhalten wollte. Ein anderer Einwoh- , ner G. nämlich wollte einen großen leeren > Holzschluten nach seiner Stätte zurückschaffen, > verlor aber auf der abschüssigen Straße, die vom Rathause zur Kirche hinunter führt, die Gewalt über da« Fahrzeug, dessen Deichsel gegen da» nächste Wohnhaus rannte und nun zum größten Schrecken de» zuerst Genannten plötzlich mit Donnergepolter durch die Wand in der Wohnstube erschien. Der Besitzer soll sich für die Zukunft derartigen Besuch ener gisch verbeten haben. — Am 1. Januar waren 50 Jahre ver flossen, seitdem Großenhain für sein erst.« Husaren - Regiment „König Albert" Garnison wurde. Großenhain ist ein« der ältesten Garnisonstädte Sachsen«. Es war bi« nach dem 30 jährigen Kriege sogar eine ansehnliche Festung, die seit 1491 durch ihren Wallgraben genügend geschützt wurde. Da» gegenwärtige Regiment ist 1734 von dem Oberstleutnant Vitzthum von Eckstädt al» Cheveauxleger« - Regiment errichtet worden, nachdem derselbe Befehlshaber bereit» 1733 eine Abteilung Freischützen zu Pferde m« Leben gerufen hatte. Et erhielt oen Herzog von Kurland zum Chef. Beim Beginn oe» siebenjährigen Kriege» befand sich da» Regi ment in Posen, sodaß e« nicht mit bei Puna gefangen genommen würbe. 1757 zeichnete e« sich vor allen anderen Truppen bei der ersten Niederlage, die Friedrich der Große in der Nähe von Kolin erlitt, au«. 1799 erhielt da« Regiment den Prinzen Clemen« zum Chef. 1811 wurde e« in ein Manen-Regiment um- zewandelt, wobei polnische Lanzier» al» Lehr meister dienten. 1813 bildete das Regiment den Stamm zu einem neuen Manen-Regiment. 1820 legte da« Regiment die Lanzen wieder ab und bekam den Ramen „1. Leichtes Reiter- Regiment Prinz Ernst von Sachsen". 1857 wurde Kronprinz Albert Chef de» Regiment», und er blieb e« bi» zu seiner Thronbesteigung im Jahre 1873. Am 1. April 1876 wurde e« in ein Husaren - Regiment umgewandelt. Zu Ende de« 18. Jahrhundert« lag da« Regiment erst in den Städten Lauban, Löbau und Bernstadt, dann in Grimma und Um- — Zahlung«einstellungen. Konkurs wurde eröffnet: über das Vermögen des Kaufmann» Iuliu» Bruno Felix Fahr in Leipzig, Schen kendorfstr. 55, Inhaber» de« Herren- und Knabengarderobegeschäst« unter der Firma W. Palm rn Leipzig, Reich«str. 33/35 und in L.-Gohli«, äußere Hallesche Straße 73/75, über da« de« Schnitt- und Wollwarenhändler» Ernst Friedrich Zimmermann in Frauenstein und über den Nachlaß de« M. enzeugarbei« ter» Heinrich Wilhelm Fisch „ in Frauen stein. Konsumverein Donzdorf in Liqu. — Da« elfte Deutsche Turnfest wird in die sem Jahre tn Frankfurt a. M. abgehalten. Die Wobnung«frage ist bei einer Beteiligung von mindesten« 40 000 Turnern die schwie rigste. Die Ausgaben des Ausschüsse« sind auf 100000 Mark berechnet, denen 80 000 llgememe Amtsblatt für die Ortsbehörde und den Gememderat ?u Bretnig. Lokal-Anzeiger für die Ortschaften Bretnig, Hanswalde, Großröhrsdorf, Frankenthal und Umgegend.