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MMe Grenzdote raMM MI» Amtlgtk Postscheck-Konto Leipzig Nr. 873 SS Otadtbank Adorf i. D. 118 SonaerKag/Freitag, den lOli. Avril 1S41 107. Jatzvg Tegr. 1834 / Auf 22L Postschließfach Nr. L fRr Adorf (VogtlZ.Bkkd Glftr», Rad1«MbKd Br««bach, Arnsgrü«, Drrgerr, Freiderg, Ober-- und Ll«tergerte«grün, Hermsgrüu, Jugelsbvrg, Leubeth»» MLtzlha«fe«, Nrber»re«th, Nemte«grü», Schönberg, Siebenbr««», Sohl, Wohlbach nnd das übrige obere Vogtland. Unterhaltsame Sonntagsbeilage / Landwirtschaftliche Beilage für Hof, Land und Garten. Grenzbote' ist da« zur Veröffentlichung der amtlichen Bekanntmachungen der Amtshauptmannschaft Oelsnitz i. V. und des Stadtrates zu Adorf i. V. behördlicher seits bestimmt« Blatt; außerdem enthält der »Adorfer Grenzbote* auch amtliche Bekanntmachungen des Finanzamts Adorf i. V., des Amtsgerichts und des Gerichtsvollziehern M Adorf i. V. und anderer Behörden. Sonn- nnd Feiertage. Bezugspreis halbmonatlich 1.20 RM. »tnschl. Trügerlohn. 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Trotz der Schwierigkeiten, die das serbische Bergland mit seinen steilen Felsen, mit seinen engen Pässen und seinen unzulänglichen Straßen bietet, sind schnelle Trup pen und Infanterie-Divisionen unter dem Beseh! des Ge- neralseldmarschalls List aus Bulgarien heraus 100 Kilo meter tief in das Becken von Uesküb (Skoplje) vor- gestoßen, haben sie den Vardar überschritten, 20 000 Ge fangene gemacht, darunter sechs Generäle, und mit der Trennung der jugoslawischenArmee »on den griechisch-englischen Streitkräf ten einen großen strategischen Erfolg errungen. Gleich zeitig ist es den gegen Süden vorgehenden Truppen ge lungen, die nach dem früheren griechischen Ministerpräsi denten Metaxas genannte griechische Verteidigungs linie zu durchstoßen! Sehr bald aber jagteeineSon- dermeldung die andere. Saloniki genommen! Deutsche Truppen am Aegäischeu Meer! Wassenstreckung der griechischen Armee ostwärts des Vardar! Deutsche Truppen an der albanischen Grenze! Risch genommen! usw. So mutz die Welt sich wieder einmal davon überzeugen, daß der Angriffsgeist deutscher Soldaten stärker ist als natürliche Hindernisse jeder Art und stärker auch als Boll werke aus Stahl und Eisen. Und dazu haben die Briten auch in Rordasrika mit dein Verlust von Dcrua wieder um eine empfindliche Niederlage erlebt. Als Belgrad die Wohl zwischen Krieg und Frieden hatte, da wurde es von den Briten ausgeputscht mit Hilfe- »crsprechuugen nnd irregeführl mit Phantasien über die Konsequenzen des Vormarsches von General Wavcll in Rordasrika. Als dann die deutschen Divisionen Zum Sturm antrateu, da frohlockte London, dieses Mal sei man nicht überrascht worden, und die Sensation des Tages sei eben nicht der Vorstoß der deutschen Truppen, sondern die Mit teilung, daß eine britische Armee in Griechenland siehe. Wenige Stunden später donnerten über Belgrad, dem Zen trum der jugoslawischen Mobilmachung und militärischen Versorgung, die Motoren der deutschen Stukas, erlebte das jugoslawische Heer den ersten wuchtigen Angriff deut- jchcr Soldaten, gingen den Serben Positionen verloren, die sie zumindest viele Monate hindurch hatten halten wollen und sollen. So erfährt nunmehr auch Belgrad, muß nunmehr auch Griechenland sich davon über zeugen, daß englische Hilfeversprechungen, und das selbst dann, wenn sie von Zusicherungen der Vereinigten Siaa- ren ergänzt werden, nur verderbliche Geschenke find. Das, was die „Chicago Tribune" einen großen Er folg der Diplomatie Englands und der Vereinigten Staa ten nennt, nämlich den Eintritt Jugoslawiens in den Krieg ist in Wahrheit eine militärische Tragödie Ser biens, ein Bankerott der Belgrader Politik und die Ouvertüre zu einer neuen Katastrophe Großbritanniens. Jene Männer, die im Weltkrieg aus dem Balkan im Feuer gestanden haben, wissen, wie groß die Schwierig keiten sind, die sich hier in Gestalt natürlicher Hindernisse und ungünstiger klimatischer Verhältnisse einer vormar schierenden Armee in den Weg stellen. Der Angriffsgeist jener Männer war ebenso feurig wie der jener Regimen- ter, die jetzt ans dem Balkan mit der Waffe Weltgeschichte schreiben. Trotzdem kam damals die Infanterie nur 9,6 Kilometer am Tag vorwärts. Heute aber sind in einem Gelände, das ohne Zweifel für die Verteidigung geradezu ideal ist, stark befestigte feindliche Bastionen einfach über rannt und große Trnppenverbände zerschmettert worden. Unterstützt wurden die Operationen des HeereS durch die Luftwaffe, die die feindlichen Flugzeuge iu allen Phasen des Kampsgeschehens nicdergehalten und zerschla gen hat. > l Während so über die von England in den Krieg ge hetzten Völker des europäischen Südostens das Verderben hereinbricht, hat auch die Bevölkerung der britischen Insel abermals die wuchtige Wirkung deutscher Angriffe kennen gelernt. Starke Kräfte der deutschen Luftwaffe haben Tausende und aber Tausende von Brand- und Spreng bomben auf kriegswichtige Ziele aller Art abgeworsen und damit die britische Kriegsmaschinerie empfindlich getroffen. Daneben meldet der OKW.-Bericht auch Erfolge im Kamps gegen die britische Versorgungsschisfahrt. So blickt das deutsche Volk dankbaren Herzens auf seine Soldaten, die unserem Reich mit harten Schlägen Freiheit verschaffen, zugleich würdigen wir aber auch den tapferen Kampf dec Italiener, die in Albanien starke feindliche Kräfte gebun den haben und so vollen Anteil an den Erfolgen des neuen Feldzugs haben. ! SaloM gemmmen WGenltreüung der griechischen Armee oWörk des Vardar - Deutsche Truppen am Aegäischeu Meer OM. Berlin, 9. April 1941. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Starke deutsche Panzerverbände stießen aus Jugosla Wien nach Süden vor und haben Saloniki genommen. Nach diesem Durchbruch bis zum Aegäischeu Meer sind die grie chischen Truppen in Thrazien zwischen Vardar und der türkischen Grenze abgeschnitten. * Nach dem Durchbruch durch den Nupel Paß, der von den Griechen zäh und erbittert verteidigt wurde, und nach der Einnahme von Saloniki hat die ostwärts des Vardar kämpfende griechische Armee in Erkenntnis ihrer hoffnungslosen Lage heute morgen die Kapitulation an geboten und die Waffen gestreckt. * Nach dem Durchbruch durch die stark befestigte Vie taxas-Linie haben deutsche Truppen Lanthi genommen und dieKüstedesAegäischenMecrcserrcich!. Der Vormarsch geht weiter. An der MamMn Grenze 1)776. Berlin, 9. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Nach der Einnahme von Uesküp und Veles haben deutsche Truppen den Vardar in Richtung auf die alba nische Ostgrenze überschritten und Tetovo und Pri- > c p genommen. Mich mrd Msrims besetzt 0776. Berlin, 9. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: Schnelle Truppen und Panzerverbände der Gruppe von Kleist haben heute um 11 Uhr Nisch genommen. Im Vorgehen aus der Steiermark wurde Marburg besetzt und ein Brückenkopf auf dem Südufer der Drau gebildet. * Roch stand das deutsche Volk ganz im Bann der vom OKW.-Bericht mitgeteilten Ereignisse, und schon folgte im Rundfunk eine Sondermeldung der anderen, die Kunde gab von neuen Ruhmestaten deutscher Divisionen. Ebenso schnell, wie es den von Bulgarien aus eingesetzten Truppen gelungen war, die jugoslawischen Streitkräfte von den griechisch-englischen Verbänden zu trennen, ebenso schnell ist es dann starken deutschen Panzerverbänden ge lungen, von Jugoslawien aus südwärts bis nach Salo niki und damit an das Aegäische Meer vorzustoßen, womit die zwischen dem Vardar und der türkischen Grenze befindlichen griechischen Truppen a b g e s ch n i t t e n waren. Im Bewußtsein, daß damit in diesem Raum jeder weitere Widerstand völlig sinnlos wäre, hat darauf dw ost wärts des Vardars eingesetzte griechische Armee die W n f - sen gestreckt. Aber schließlich ist der ganze Kampf Ju goslawiens und Griechenlands ein sinnloser Untergang, ein Akt des Wahnsinns. Weitere Erfolge von großer Be deutung werden aus Nordjugoslawien berichtet, wo es ge lungen ist, M arburg zu besetzen, nnd aus Mittclserbicn, wo nunmehr anch über Risch die deutschen Fahnen wehen. An dem gleichen Tage, an dem so die deutschen Truppen dem Feind vernichtende Schläge beigebracht haben, brachten die serbischen Verschwörer es fertig, in ihrem ersten Heeresbericht zu behaupten, die deutsche Armee sei überall unter schweren Verlusten zurückgeschla gen worden, „an allen Fronten habe sich die Lage zugun sten Jugoslawiens entwickelt". Ein derartiges Verhalten ist einfach zu erbärmli ch. Kläglicher sind Wohl noch nie Lügen durch die Wucht deutscher Taten zerrissen worden! SaMM. die drMgrWe HtM Griechenlands Saloniki, an der Mündung des Vardar, ist nach Athen und Piräus die drittgrößte griechische Stadt. Sie zählt rund 300 000 Einwohner und hat eine über ihre reine Bevölkerungs- zahl hinausgehende wirtschaftliche nnd geschichtliche Bedeu tung. Sie liegt an der innersten Stelle des Golfes von Saloniki zwischen dem Festland und der vielgegliederten Halbinsel Chalkidike. Saloniki, das klassische Thessalonike, hat eine reiche Geschichte hinter sich. Slawen, Avaren, Bulgaren, Sarazenen und Normannen plünderten die Stadt wiederholt, >430 wurde die Stadt türkisch und fiel erst 1912 an Griechenland zurück. Im Weltkrieg bildete Saloniki den Hauptstützpunkt der englisch französischen Orientarmee, die unter dem französischen Befehls- Haber Sarrail, später unter General Fauchet d'EspSrep den entscheidenden Flankenstotz gegen die Mittelmächte führen sollte. Die Ententetruppen wurden Ende 1915 m den Vardarbergen von den vereinigten deutsch-bulgarischen Truppen vernichtend geschlagen und über die griechische Grenze nach Saloniki j zurückgeworfen. Nach dem Weltkrieg führte Griechenland vn ! Gebier von Saloniki und Ostthrazicn eine große Umsiedlung ! durch, wobei die starken türkischen und bulgarischen Bevöl- l terungsteile durch die 1,2 Millionen griechischen Flüchtlinge f ans Kleinasien ersetzt wurden. Anstatt sich in friedlicher Arbeit j mit der wirtschaftlichen Entwicklung dieses Koloniftenlandes zusriedenzugeben, hat sich Griechenland wie im Weltkrieg s» ! auch diesmal wieder zum willkommenen Objekt der englische« Balkanpläne hergegeben und dadurch den Aufbau dieses „Nen- griechenland" benannten Gebietes wieder preisgegeben. Saloniki, das wieder den Hauptstützpunkt der englische« Landungstruppen bilden sollte, ist dem raschen Ansturm der deutschen Truppen erlegen und mit ihm das gesamte östlich davon gelegene thrazische Gebiet Nordgriechenlands, das nach dem Fall der wichtigen Hafenstadt nicht mehr zu halten war. Die Kapitulation der in diesem Gebiet stehenden griechischen Heeresteile ist die Frucht der deutschen Strategie, die mit einem wuchtigen Schlag die englischen Kriegsauswei tungspläne in diesem TeU Europas in wenigen Tagen über > den Hausen geworfen hat. Die ebenfalls von den deutschen Truppen genommene nordgriechische Stadt Lanthi liegt am Südrande des Rodopegegebirgcs an der Bahn Saloniki—Konstantinopel und ist nur knapp 25 Kilometer von der Küste des Aegäischeu Mee res entfernt, die ebenfalls von den deutschen Truppen er reicht ist. EilendaMnotenlmntt NW Nisch ist die Hauptstadt der jugoslawischen Provinz M»- rawa in Ostserbien und bildet einen wichtigen Eisenbahn knotenpunkt der Strecken Belgrad—Saloniki und Belgrad- Istanbul. Auch Nisch hat im Laufe der Geschichte ein wechsel volles Schicksal erlebt. Jahrhundertelang serbischer Besitz, wurde es am Ausgang des 14. Jahrhunderts von den Türken er obert. Im Jahre 1689 war Risch der Schauplatz eines glän zenden Sieges des Markgrafen Ludwig von Baden über die türkische Armee. Durch den Berliner Kongreß von 1878 wurde Nisch den Serben zugesprochen. Während des Weltkrieges war Nisch bis Oktober 1918 von den Bulgaren besetzt. Neuer Sieg in MMW Bei El Mcchili sechs britische Generale und über 2lM Mann gefangen genommen VAK. Berlin, 9. April. Das Oberkommando der Wehrmacht gibi bekannt: Am 7. April, dem Tage der Eroberung von Dernau das erst nach hartem Kampf unter Führung von General leutnant Rommel genommen wurde, fiel auch El Mechili, 80 Kilometer südwestlich Dcrna, in die Hand der deutschen und italienischen Truppen. Dabei wurden sechs Generale und zwei in General- stellüng befindliche Obersten sowie über 2000 Mann de» Gegners gefangengenommen. Die Beute an Material iA noch nicht zu übersehen. Fvr Migariev «so «ngehenrer BeNeMng Filsfs über die Kriegshandlungen aus dem Balkan Der bulgarische Ministerpräsident Bogdan Fil off gab ln der Vollsitzung der Kamemr eine wichtige politische Erklärung ab. in der er zunächst ieststellte daß sich seit dem S. April Deutsch land und Italien mit Jugoslawien im Kriege befinden. Nach einem Hinweis auf den Beitritt Jugoslawiens zum Dreimächte pakt fuhr er fort: „Heule bedauern wir ebenso wie unkereFreunoe vom Dreimächtepakt, daß ein schönes Wek. das dem Valkan frieden gedient habe in Trümemr gegangen ist. Aber deswegen kann uns niemand auch nur den leisesten Vorwurf/machen. Die Grundlinie unserer Außenpolitik bestand darin, zur Verwirk lichung unserer gerechten Forderungen den Weg des Friedens zu beschreiten. Wir haben alles getan, um diesen Frieden zu erhalten, ja noch mehr. Auch beute nahmen noch an den kriege rischen Operationen, die zwischen Deutschland und Jugoslawien begonnen haben, keinerlei bulgarische Truppen teil. Diese Tatsache ist der Regierung in Belgrad bekannt, Wir konn ten mit Recht darauf rechnen, daß dieses unser Verhalten richtig bewertet würde. Anstatt dessen, so erklärte Filoff weiter, hätten jugoslawische Luftstrcitkräste einigemal Bomben über bulgarisches Gebiet abgeworsen, und zwar nicht aus militärische Ziele, sondern auf offene Städte und die friedliche Bevölkerung im Zentrum von Küstendil und Sofia, wo sich unter den getöteten und verletzten Opfer vornehmlich Kinder und Frauen befanden. Unabhängig davon hätten lugoslawiiche Truppen ohne lei seste Broookaiion von bulgarischer Leite längere Zeit hindurch bulgarische Grenzposten angegriffen Der Mmnterpräsidsient ichloß: Tanz Bulgarien verfolgt die Kriegsbandlungen mit angehaltenem Atem die sich letzt in Maze donien eniwickeln. Es befinden sich Ereignisse in Vorbereitung, die für das ganze bulgarische Volk von ungeheurer Bedeutung jein können Die Regierung verfolgt in oolle.r Ruhe und größter Aufmerksamkeit die Entwicklung der Ereignisse und ist bereit, wenn es nötig ist, die Ehre, die Rechte und die Interessen des bulgarischen Volkes mit allen zur Verfügung stehenden Mittel« zu schützen. »klanglose Angelegenheiten lagt England zu Saloniki und Thrazien Die britischen Militärkreiie tavoen zwar, wie ück Allo-