3642 Börsenblatt s, d. Dtschn. Buchhandel. Fertige Bücher. .V 123, 29. Mai 1916. I Earl Ludwig Schleich j I Vom Schaltwerk der Gedanken I Geheftet 4 Mark Gebunden 5 Mark l^rofessor TarlLudwigSchleich, in dessen genialischer persön- lichkeit Vkaturwiffen und Dichterschaft, 2lr;t und Künstler, zu denkbar fruchtbarster Vereinigung verbunden sind, gibt mit seinem Buche „Vom Schaltwerk der Gedanken" ein Essaywerk, das auf seden, der nur einigen Sinn für das blitzende Spiel der Gedanken, Ideen und Phantasten besitzt, einfach begeisternd wirken muß. Diese Wirkung ist umso verblüffender, weil gerade dieses Spiel der Gedanken und Ideen das (wissenschaftlich aufgerollte) Thema dieses Buches selbst abgibt. Deni gebildeten Laien vor allen, gehört dieses Buch, dem denkenden Menschen, der sich für dieses Denken, wie für alle anderen Funktionen seiner wunderbaren Existenz überhaupt interessiert. Schleich hat eine fabelhafte Fähigkeit, den Menschen von innen heraus darzustellen und verständlich zu machen. Er hat da eine Bildkraft, die eine stofflich einzigartige Dichterschaft erzeugt. <L> Ein Gipfel wird erreicht in dem sprühend geistreichen Dapitel „Ignatius von Loyola und der preußische Drill", das Anweisungen zu einer absoluten geistigen Selbstbeherrschung, ein System neuartiger Willensgymnastik andeutet. In anderen Zxapiteln sind ebenso geistreich entferntere Konsequenzen gezogen, die zu fesselndsten Problemen führen. Ein zweiter und höchster Gipfel wird erreicht in dem Rapitel über die Hysterie als metaphysisches Problem, das sich mit atemversetzendcr Spannung liest. Hier wird die Aussicht frei zum letzten Horizont dieses Buches, das an die Allmacht der Idee glaubt. -s Denn letzten Endes handelt es sich hier um nichts weniger als um materialistische Versuche. Das wissen die Leser Schleiche von vorn herein. „Vleue Einsichten und Betrachtungen über die Seele" nennt sic der in seiner Art gottgläubige gelehrte Verfasser im Untertitel. Es ist wohl das geistigste Buch, das während dieses Krieges erschienen ist. B. Z. am Mittag, Berlin. > S. Fischer »Verlag .Berlin ^ Wl!ll!!!l!l!ll!l!!!l!l!!!!l!llIllll!llll!!!l!!l!lllllll!!ll!!!!l>Hllll!Mll!iIH!!!l!>l!ll!l!!ll!!llll!ll!!!!>l!!l>!!lll!!lll>!ll!!!!ll!!l!!l!>!!!lll>!ll!!lill!lll!!ll!llllll!!!!l!ll!!!!!l!lll!!lll!!l!!!l!ll!l!>l!ll!l!!!ll!!ll!!!!ll!!!V