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Ber»rH»»«ßSHl«tt Ver Rrei-tzR>-t«smlfch«st VaAtze« z»Eleich il» A«»ßß,ri<l»ehSrVt Ver vrerlL»ßtz. A V t - 5 f « ? t oer AmtShauptmannschafte« Bautzen und Löbau, det Land^erichtt Bautzen und der Amtsgerichte Bautze«, Schirgiswalde, Herrnhut und Bernstadt ^eS Hauptzollamts Bautzen, ingleichcn der Ttadträte zu Barchen und Bernstadt, sowie der Stadtgemeiuderäle zu Schirgiswalde und Weißenberg, vr,«x »sr Hindel»- »x« G r » e r d s l > » » e r r« Litt««. Bera «wörtlicher Redakteur Georg G. Mouse sBrrtreter K. Zschupp es (Sprechstunde» Wochentag« von 10—11 r«d von S—4 Uhr). — Telegramm-Adressr: AmtSdlatt Bautzen. Fernsprechanschluß Nr. »1. Die Bautzener Nachricht« erlcheve«, «N «»«»ahme ö», Bon» »«d gefttaz« U,Iich atmd« Pnlü de« »lerteliiltrllchen «»onnesent« S.ch J»I«rIIo,»,e»ktz, I»r »» »««« «in» Pettt- SPaliz'Il« gaoSjnltche« Satze» IS 1» geels«,!« Mill» »*t« Vesötr», von Rabatt Ziffer»-, Latellen« »»d «derer Ichwintger Satz «»ilprechend tenrer. Na-oeUtetzützr für jede «»zeige und Insetttou 20 V, f»r brunch« ,ii«t»»,t«E»»i io Pf«, tun» «ort»). WM' N« tt4 frStz 1O Uhr eixgehexste Jxserxt« sixdrx XX- i« de» «te»d- er- scheiueudeu Vlxü« dlxfXtßMtz. ^MW J»I»r«t« »dm» dl« »«icyrfisftell« de« Glatte« «d die x»»o»re»bur«v»» «, de»»1«Ich« di« Herr« Wald« I» SSt«, «I«tz in W,stz«b«q, LtpPttlch Io Schkgl»wold«, «aßav Kröli», in «mißadl, B»h, In Kön^Ihai» »ei Ostritz, «nch»er in Ob,r-Lu««r»dori «d v°» LIndena» in «»>«»>-. Rr. 23 1A»L Lo««abeud, den 88. Januar abend« Folgende im Grundbuch? für Zejcha aus den 9!amen Johann Karl Zchuppang elngettageneu Grund stücke sollen am 18. März 1V05, vormittags /,10 Uhr, » der GerichlSstelle tm Wege der Zwangsvollstreckung versteigert werden. 1. Blatt 24, nach dem Flurbuche l Hektar 82,0 Ar groh, aus 5000 Mk. geschätzt ES umsastt die Flurstücke Nr. 22 (mit Stallgebäudel 23, 24 26, 164, 172, 307, 3?3, 374, 393, 442, 452, 476 «Felder, Garten und Wiesent des Flurbuchs sür Zescha mit 60,41 Steuereinheiten. Die auf Flurbuch Nr. 22 unter Kat-Nr. 23 ausgesühit gewesenen Gebäude, Mühle und Scheune, sind durch Biand zerstört. ES ist dasür eine Brandschäden Bergutung von 12500 Mk. sestgeietzt. 2. Blatt 69, nach dem Flurbuche I Hektar 34 Ar groß, auf 1450 Mk geschätzt. E« umsaßt die beiden Felder Nr. 172 und 307 des Flurbuchs sür Zescha mit 28,02 Steuereinheiten Die beiden Grundstücke stehen im wirtschaftlichen Zusammenhänge und sind als Gesamtheit aus 6450 Mk geschätzt. Die Einsicht der Mitteilungen des GrundbuchamIS sowie der übrigen die Grundstücke bctressendeo Nachweisungen, insbesondere der Schätzungen, ist jedem gestattet. Rechte aus Befriedigung aus den Grundstücken sind, soweit sie zur Zeit der Eintragung des am 10. November 1904 bet Blatt 24 und am 27. Dezember 1904 bei Blatt 69 verlautbarten BerstcigerungS- vermerkeS au« dem Grundbuche nicht ersichtlich waren, spätesten« im BcrsteigerungStermine vor der Aus sorderung zur Abgabe von Geboten anzumeldeo und, wenn der Gläubiger widerspricht, glaubhaft zu machen, widrigenfalls die Rechte bet der Feststellung de« geringsten Gebots nicht berücksichtigt und bei der Verteilung deS VersteigerungSerlöseS dem Ansprüche deS Gläubigers und den übrigen Rechten nachgcsetzt werden würden Diejenigen, die ein der Versteigerung entgegenstchendeS Recht haben, werden aufgesorderl, vor der Erteilung deS Zuschlags die Aushebung oder die einstweilige Einstellung de« Bersahren« herbeizuführen, widrigenfalls sür das Recht der BersteigerungserlöS an die Stelle de« versteigerten Gegenstandes treten würde. Bautzen, den 20. Januar 190S. König l. Amtsgericht. Auf Blatt 496 d«S Handelsregisters, die Firma H. Schomburg L Söhne, Aktiengesellschaft z? Margaretheuhütte bet Bautzen, Zweigniederlassung deS in Berlin bestehenden HauptgcschäslS betreffend, M heute eingetragen worden: „Prokura sür die Zweigniederlassung ist erteilt dem Kausmann Anton Richter und dem Kaufmann Carl Weber tn Margarerhenhütte Diese dürfen die Firma der Zweigniederlassung nur gemeinsam vertreten " Bautzen, am 27. Januar 1905. Königs. Amtsgericht. vekauntmachxnq, die Abhaltung eines Meisterkurses für das Schneidergewerbe in Bautzen bktrefsend. Die Gcwerbekammer zu Zittau veranstaltet tm Febnrar diese« JahreS tn Bautzen einen technischen MelstrrkursuS sür Herren- und Damenschneider unter der Leitung de« Fachlehrer« Herrn Adalbert G o r«ki au« Dresden. Die Eröffnung findet am 6. Febmar 1905 in den oberen Räumen deS AloerthoseS in Bautzen statt. Lehrgegenstände tm Kursus sür Herrenschneider: a) das Zuschneiden aller Herren- und Knabengarderobe, Sportsachcn, Uniformen und Livreen. b> da« Mastnehmen am anormalen Körperbau, sowie die Anfertigung von Anproben nach de« genommenen Masten. Lehrgegenstäode im Kursus sür Damevgarderobe: Da« Zuschneiden von 35 modernen Taillen, Jackett«, Mänteln, Morgeoröcken, Prinzeß- und Resormklcidern, sowie da« Zuschneiden von Kinderkletdern. Da« Lehrgeld sür den etwa vierwöchigen Kursus beträgt: für Herrengarderobe 35 Mk., für Damcn- garderobe 15 Mk. Anmeldungen zu diesem technischen MeisterkursuS nimmt Herr Obermeister Otto Fröhnel in Bautzen, Lotzestraste 2, entgegen. Die Gewerbekammer zu Zittau. Reiche, Vorsitzender Rollsust, Syndikus. Generalversammlung Montag, den 30. Januar löOö, abends 8 Uhr, im Hotel „zum weißen Uoß" (Saal). Tagesordnung: l. Wahl deS Ausschusses sür die Prüfung der 'Rechnung deS vergangenen Jahres. 2. Neuwahlen sür den Vorstand. Bautzen, am 18. Januar 1905. Ortskrankenkasse Bautzen. Der Vorstand. WtearduS Smidt. Rußland und Frankreich. Angesichts der schweren russischen Wirren, auf die jetzt die Aufmerksamkeit der ganzen Welt gerichtet ist, liegt gewiß die Frage nahe, welchen Eindruck die Nachrichten darüber auf das im fernen Ostasien im Felde stehende russische Heer gemacht haben werden. Es läßt sich wohl vermuten, daß die Truppen Kuropatkins, die nach übereinstimmenden Be richten des Stillliegens oder dec entscheidungslosen Schar mützel müde sind, jetzt mehr als je nach neuem Kampf ver langen, damit womöglich bald ein großer Erfolg erzielt werde, der die Aussicht auf einen annehmbaren, ehrenvollen Frieden und auf die Heimkehr ins Vaterland eröffnen würde. Aber nicht weniger drängt sich die Frage auf, welche Wirkung von den russischen Ereignissen auf das mit Ruß land verbündete Frankreich zu erwarten sein mag. Jeder mann weiß, daß s. Zt. für den Abschluß des französisch russischen Bündnisses bei den Franzosen die Feindseligkeit gegen das Deutsche Reich, das Verlangen nach Revanche durch russische Hilfe den Ausschlag gegeben hat. Und ob gleich Rußland diesem nun durch ein volles Menschenalter festgehaltenen französischen Rachegelüste niemals seinerseits Genügt getan hat, ist die Hoffnung, daß es doch infolge einer politischen Verwickelung einmal dazu sich bewegen lassen könne, bis heute in Frankreich keineswegs aufgegeben. ES fragt sich nun: wird diese Hoffnung, die selbstverständ lich ebenso mit der gewaltigen russischen Militärmacht wie mit der zarischen Autokratie rechnete, auch jetzt, nach den bishxr vorliegenden Ergebnissen der russischen Kriegführung und angesichts der gegenwärtigen inneren Wirrsal des ver bündeten Reiches, ungeschwächt fortleben? ?. Der Eingeborenen-Aufstand in Deatsch.-Südwestafrika. Der nächste von der Woermann-Linie nach Deutsch- Südwestafrika abgehende Truppentransportdamp- fer, die „Belgrano", Kapitän Schweer, verläßt am W. Januar, 10 Uhr vormittags, den Hamburger Hafen. Der Transport besteht aus 4 Offizieren, 20 Militärärzten, 4 Oberapothekern, 1 Feldintendanturrat, 1 Feldintendantur- srkretär, 1 Feuerwerkslentnant, 1 Fcldlazarettinspektor und 7 Feldlazarettrendanten sowie 106 Mann. Oberst Leut wein reist Donnerstag nach der Riviera ab, wo er sechs bis acht Wochen sich aufzuhalten gedenkt. * Hamburg, 27. Januar. Mit dem Dampfer „Eduard Woermann" sind heute die Leichen der in Deutsch-Süd west-Afrika gefallenen Offiziere Graf Arnim-MuSkau und Egmont von Leckow angekommen und werden morgen bezw. Sonntag nach den Stammgütern der Familien, MuSkau tn Schlesien unv GlinSk in Posen, befördert, wo die Beisetzung erfolgen soll. »er n»fßfch-i«p«ische »Meg. * Paris, 27. Januar. In der heutigen VormittagS- sitzuna der Hullkommission, tn der Admiral Fournier den Vorsitz führte, erklärte Fischer White, er habe kein unbekanntes Schiff unter der Fischerflottille gesehen, kein japanisches Schiff sei unter ihnen gewesen. Nur drei rus sische Schiffe hätten geschossen. Or. Colmer bestätigte die von White gemachten Aussagen. Gillard, der Besitzer eines der Fischerboote, erklärte, er habe vor dem Feuern der russi schen Schiffe keinerlei Signal vernommen; die Nacht sei klar gewesen. Der englische Vertreter O'Beirne und der russische Vertreter Neklud o ff tauschten alsdann eine Reihe von Bemerkungen über die Frage ans, ob die Kommission den Zeugen Flechter über die Anwesenheit von zwei russi. schen Agenten in Hull vernehmen solle, die dorthin gekom men seien, um die Fischer zu bestimmten Aussagen zu ver anlassen. Die Kommission beschloß, diese Frage erst nach der Vernehmung eines weiteren Fischers zu entscheiden. Nachdem dieser vernommen war, wobei er nur die Aussagen der anderen Fischer bestätigte, wurde die Verhandlung auf nachmittag vertagt. * London, 27. Januar. Der Korrespondent des Reut. Bur. bei der Armee Kurokis meldet: Nach einer langen Zeit milder Witterung ist strenge Kälte eingetreten. Die Ebene ist mehrere Zoll hoch mit Schnee bedeckt, der seit gestern zu fallen angefangen hat. Der Boden ist zu hart, als daß man schnell Verschanzungen anlegen könnte. Die fremden Militärattaches, die eine Woche in Port Arthur zugebracht haben, hatten dort die Erlaubnis er halten, dir Forts zu besichtigen und ungehindert zu photo graphieren; auch Prinz Karl Anton von Hohenzollern hat sich einige Tage in Port Arthur und Dalny auf gehalten. * Petersburg, 27. Januar. Eine Depesche des Ge nerals Kuropatlin an den Kaiser vom 25. d. M. meldet: 1. 25. Januar: Die Offensive gegen den Feind hat auf der rechten Flanke bei 16 Grad Kälte begonnen. 2. 25. Januar: Wir haben Khailatosa und Kheigou- taya, sieben Werst südwestlich von SandrpaS, besetzt. 3. 26. Januar: lieber die Verluste beim Angriff auf Khai latosa und Khrigoutaya liegen keine genauen Mitteilungen vor. Der erstgenannte Ort wurde genommen, ohne daß Schüsse abgegeben wurden: unsere Truppen machten nur von den Bajonetten Gebrauch. Khrigoutaya wurde tapfer verteidigt und war erst abends 10 Uhr endgültig genommen, llnsere Kavallerie verfolgte zwei Dragoner-Regimenter, die ich eilig in südöstlicher Richtung zurückzogen. Auf der inken Flanke unseres Heeres besetzte eine russische Abteilung nach Zurücktreibung des Feindes den Engpaß an der Straße Khouajensan-Exfansan; eine andere, dem Feind in sie Flanke geschickte Abteilung zwang die Japaner bei Hinohecheng zum Rückzüge und erbeutete 200 Stück Vieh. Muk den, 27. Januar. Seit gestern hat eine all gemeine Schlacht begonnen. Der Kampf ist besonders -eftig im Zentrum. Söul, 27. Januar. 20000 Japaner sollen mit der >azu gehörigen Artillerie nach dem Norden von Korea mar chieren. Ein Zusammenstoß mit den Russen wird bei ^amheung erwartet. Eine Meldung aus Gensan bestätigt, daß der Kommandant von Wladiwostok in Voraussicht eines bevorstehenden Angriffes von der Landseite alle Posten bis Sungtschin erheblich auch mit Artillerie verstärkt hat. Die Japaner, deren Militärbahn bis Poenghan im Gange ist, arbeiten eifrig an der Fortführung der Strecke bis Wldschu. Letzt« Mrldnnae«. * Pari«, 28. Januar. Hull-Kommission. Nach Wiederaufnahme der Sitzung wurde gestern der Zeuge Flechter vernommen, der dieselben Aussagen machte, wie die übrigen Zeugen. Hierauf wurde die Sitzung auf heute vertagt. * London, 28. Januar. „Standard" meldet aus Tokio vom 27. d.: General Kuropatkin stieß bei Taschao auf Japaner. Er hat beide Flügel verstärkt; auf dem rechten Flügel sammelt er Kavallerie in Stärke von 20000 Mann an. * London, 28. Januar. Japan bestellte in Glasgow 18 Lokomotiven. * London, 28. Januar. Die „Morutngpost" mel det aus Shanghai vom 27. d.: Die Japaner haben eine wirklich wirksame Blockade über den Hafen von Wladiwostok begonnen. * Petersburg, 27. Januar, nachts. (Russ. Telegr.-Ag.) General Kuropatkin telegraphiert dem Kaiser unterm heutigen Tage: Diese Nacht eingegangenen Nachrichten zu folge wurde der japanische Gegenangriff gegen unsere Truppen, die gestern die Stellungen bei Sandepou ange griffen hatten, abgeschlagen. Unsere Kavallerie ma- növerierte gegen die linke Flanke der Japaner und griff die Japaner im Rücken an, dann setzten unsere Truppen den Angriff auf die Stellung bei Sandepou fort. Um 7 Uhr abends hatten unsere Truppen, von Sappeuren unterstützt, nach heftigem Kampfe alle künstlichen Hindernisse über wunden und drangen in daS große, stark befestigte Dorf Sandepou ein. * Petersburg, 28. Januar. (Petersburger Te- legrapheaageutur.) Nach eiuer Meldung aus Tfchau- djanantum vom 26. d. daaerte die Schlacht bet Sandepov den ganzen Lag. Die Rnssea verloren bei der Einnahme der vefestignug 45 Offiziere vnd ISO« Man« au Toten und verwundete«. Sie «ahme« 162 Japaner gefangen und erbeuteten Waffen, Wage« «ad Mnatttoa. «elegraphtsche K»rresp,«de«i. Parts, 27. Januar, abends. In der Deputierten ammer-verlas Ministerpräsident Rouvier eine Erklä rung der Regierung, in welcher es heißt: DaS Mini- terium stellt sich die doppelte Aufgabe, nämlich die Gemüter u beruhigen und Eintracht unter den Republikanern zu chaffen, und zweitens so schnell wie möglich die Reformen »urchzuführen, deren dringende Notwendigkeit die Kammer