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Rrr bi- früh 10 Uhr ei««ehe»-e J«ser«te fi«de« «sch i« -ex «be»-S erscheiNe«de« »l«U, für briefliche AnSkuuftSrrtetluug 10 » (und Porto). A«f»«hxe Rr. 1«S >905 Montag, den 24. Juli abend» Der russisch-japanische Krieg. GroMrst Michael Alexaudrowilsch, sowie der deutsche Mariueattachö Korvettenkapitän Hiutze. teilnahm. Der Minister brachte einen Trinkspruch auf den gerade schwer genug zu kämpfen. Demgegenüber will das gar nichts bedeuten, daß Reichsländer auf fast sämtlichen 1 finnische« Gewässern mit dem deutschen Kaiser zusammeu- zutreffeu. Die Reise erfolgt ans der Jacht „Porlar- «l, Bautzener Nachrichten ericheinen, mit Ausnahme der Soun- und Festtage, täglich abend-. Preis d«S vierteljährlichen Abonnements 3 JnsertionSgebühr für den Raum einer Pettt-SpaltzeU« gewöhnliche» Satzes 15 In geeigneten Fälle» noter Gewährung von Rabatt; Ziffern», Tabellen» und anderer schwieriger Satz entsprechend teurer. NachweWgebÜhr für jede Anzeige und Insertion 20 4, Sagan, früher im Königl. Sächs. Schützen-Regiment Nr. 108, am 18. Juli 1905 im Feldlazarett 13 Kalkfontein an Herzschwäche nach Skorbut gestorben. Reiter Georg Vollandt, geboren am 6. 9. 82 zu Eisenacb, früher im Kü rassier-Regiment Nr. 2, am 18. Juli 1905 im Lazarett Dawignab an Typhus gestorben. Die nächste Feldpost nach Afrika verläßt Berlin wieder am 28. Juli. Sie benutzt den englischen Dampfer, der am folgenden Tag von Southampton a^geht. Der Dampfer ist am 15. August in Kapstadt. Wann die Feld post dort Gelegenheit finden wird, zurück nach Swalop- mund befördert zu werden, steht hier noch nicht fest. Die Feldpost befördert nur Briefe und Karten. Oer Eiugeboreutu-Ausßuud tu BottschrUttweftafrit«. * Berlin, 22. Juli. Ein Telegramm aus Windhuk meldet: Reiter Fritz Zirkler, geboren am 3. 7. 81 zu steru". In Begleitung des Kaiser- befindet sich -er Inserate nehmen die Geschäftsstelle des Blattes uud dl« SnnonceubureauS ao, desgleichen die Herren Wald« in Löbau, Glantz tu Weißenberg, Lippitfch in GchirgiSwald«, Gustav Sröling in Bernstadt, Buhr in Königshain bet Ostrttz, Reußuer tn Ober-TunuerSdors und vou Ltudenau in Pulsnitz. der Amtshauptmannschaften Bautzen und Löbau, de- Landgerichts Bautzen und der Amtsgerichte Bautzen, Schirgiswalde, Herrnhut und Bern stad?, des Hauptzollamts Bautzen, ingleichen der Stadträte zu Bautze» und Bernstadt, sowie der Stadtgemeinderäte zu Schirgiswalde und Weißenberg. vrgs« -er H«»-eISo ««- G-wertel«»«er z« Litt««! verantwortlicher Redakteur: ArnoZschuppe. (Sprechstunden wochentags von 10—11 und von 3-4 Uhr). — Telegramm.Adresse: Amtsblatt Bautz«. Fernsprechanschluß Nr. 51. Soukursverfahre«. In dem Konkursverfahren über dar Vermögen des Handelsmanns Karl Friedrich Hänsch tn Ober- -aderwltz ist zur Abnahme der Schlußrechnung des Verwalters, zur Erhebung von Einwendungen gegen das Schlußverzeichnis dec bei der Verteilung zu berücksichtigenden Forderungen und zur Beschlußfassung der Gläubiger über die nicht verwertbaren Vermögensstücke der Schlußtermin auf de« 21. August 1905, vormittag- 10 Uhr vor dein hiesigen Königlichen Amtsgerichte bestimmt worden. Herrnhut, den 22. Juli 1905. Der Gerichtsschreiber des Königlichen Amtsgerichts. Technische Hochschulen uud Ausländer. Eine bemerkenswerte Verordnung zur Ausländelfrage haben die Senate der Technischen Hochschulen in Preußen erlassen. Die Verordnung verfügt die Einschränkung des Studiums der Ausländer durch Erschwerung von Aufnahme bedingungen für das kommende Semester und richtet sich in der Hauptsache gegen die Ueberfüllung der preußischen Hochschulen mit russischen und polnischen Studie renden. Unserer Meinung nach sind auch die Anforderungen zu gering, die an Ausländer gestellt werden, die die Technische Hochschule in Dresden besuchen wollen. In den Auf nahmebedingungen, die in dem von der Technischen Hoch schule herausgegebenen Verzeichnisse der Vorlesungen und Hebungen enthalten sind, heißt es: Ausländer können nur dann als Studierende ausgenommen werden, wenn sie einer Technischen Hochschule oder Universität ihres Heimatlandes bereits als ordentliche Studierende angrhört oder doch den zum Eintritt tn ihre heimatlichen Hochschulen erforderlichen Bedingungen genügt haben und ein den vorgenannten Zeugnissen gleichwertiges Reifezeugnis besitzen. Unter den vorgenannten Zeugnissen sind zu verstehen: für Sachsen die Reifezeugnisse der Realgymnasien, der humanistischen Gym nasien und der Gewerbeakadrmie in Chemnitz, für Deutsche oder Nichtsachsen außer den beiden ersten Arten der Reife zeugnisse diejenigen von neunklassigen Oberrealschulen und der bayrischen Industrieschulen. Man sicht hieraus, daß den Ntchtsachsen unter den Deutschen die Zulassung zum Stu dium an der Technischen Hochschule gegenüber den Sachsen um einiges erleichtert ist. Noch mehr trifft das bei den Reichsausländern zu. Denn wie wenig oft Reifezeugnisse außerdeutscher Mittelschulen wert sind im Verhältnis zu unseren Reifezeugnissen, ist bekannt genug. Dem hat die Technische Hochschule wenigstens in etwas Rechnung ge tragen, wenn sie weiter vorschreibt: Reifezeugnisse von russi schen Realschulen mit der Ergänzungsklasse sowie Abgangs zeugnisse russischer siebenklassiger Kommerzschulen, wcnn deren Inhaber nicht schon mehrere Semester hindurch an autzenerDAalhMm verord»««gSSlatt der «reiSha»pt»a»schaft va»tze« gleich al- Soafiftorialvehörde der Oderlaafitz^ einer russischen Hochschule studiert haben, genügen nicht zur , Aufnahme als Studierender. Wie wenig das Studium an russischen Hochschulen zu bedeuten hat, ersieht man zur Ge nüge aus dem fast gänzlichen Versagen der russischen Ma rineingenieure im Feldzuge gegen Japan. Unseres Erachtens kann Reichsausländern das Studium gerade an Technischen Hochschulen Deutschlands nicht genug erschwert werden. Zu dem Unterhalte der Technischen Hoch schulen tragen alle Steuerzahler bei, natürlich auch solche, durch ihre technischen und gewerblichen Erzeugnisse im k" .rrnzkampfe mit dem Auslande stehen. Wie kommen ' gerade wir Deutschen dazu, deren Technische Hochschulen -llen auf dem Erdkreise anerkanntermaßen in tech- n. . Ad wissenschaftlicher Hinsicht bei weitem am höchsten sichen, uns ^urch unser eigenes Geld die Bildung der Aus länder an denselben zu vcrvoükommen und die Konkurrenz des Auslands großzuziehen? Wir haben in jeder Richtung Mittwoch, de« 2«. Juli 1905, vormittags 1« Uhr sollen tn Kirschau die folgenden Gegenstände gegen Barzahlung meistbietend versteigert werden: 87 Ztr. bunte Wolle, 26 Sack Kopse, 2 Faß Maschinenöl, l elektrische Batterie, 1 Geldschrank, 2 Kommoden mit Glasaufsatz, 1 Sosa, 1 massiver 2türtger Kleiderschrank, 1 Regulator, 1 größerer Spiegel, 18 Bünde Meyers KonversattonS-Lexikon. Sammelort der Bieter im Gasthof zum Stern. Schirgiswalde, den 21. Juli 1905. Der Gerichtsvollzieher des Königlichen Amtsgerichts. unbedeutende Zahl von neuen FriedeuSbaNeitea bilden müssen. Auch da« bedingt eine Steigerung der FriedensprSsenzstärke und damit deS Rekrutenkoutlvgeuts. Die russischen Streitkräfte im Norden von Korea nehmen immer mehr zu; eine Schlacht steht bevor. Psychisch-Kranke in der russischen Feldarmee. Daß der AlkoholiSmus in den Reihen der im Osten befind- -c» » u,„k "glichen russischen Offiziere wütet, ist feststehende Tatsache, sehr von ihnen wegen solch« Erkran- chlnesische Note, bttresM die ^riedensverh^ von, Kriegsschauplatz in die Heimat zurückbefördert lungen, hat die russischeReg^ g«'" wE diese s Aber nicht minder traurig ist die Ercheinung, daß Schr-cken des grausamen Krieges nun auch einer großen Ut °on Kriegern ihrer Sinne beraubt haben. So bc- bei 0'^^" Fragen der Entschei- der Hauptarzt des Sanitätszuges der Großfürstin * VariS 22 Juli Witte der s-br schlechter Launei Pawlowna, A. O. Dulat, der eben vom Kriegs- Rothschild, der ihm Kreditbriefe überbrachte, und fuhr darauf -'g " n Eile zu Rouvier. Nachmittags hatte er eine Unterredung . ich "d" Pwgeffwn zunehmew Man mildem amerikanischen Gesandten, der eine große N zweimal im Monat erforoerltch sein Wicbtiakeit beiaemesten wnd w^de, Psychisch Kranken in besonderen Zügen zurückzu- , A r- -- mr-.. - befördern. Jetzt sind aber solche Transporte nicht weniger Paris, 23. Jult. Herr von Witte antwortete einem zwei- bis dreimal in der Woche notwendig. ranzösischen Politiker auf seine Frage, ob Rußland endlich _ . Kriege gehabt, nicht überschreiten wollte, 2. wird mau, aach den Er- iahrungeu, die mau im Kriege gemacht, kaum darau denken, die im Lause des Krieges mobil gemachten Reservedivisiouen wieder aus den Stand vou KadreS, bloßen Rahmen, zurückzusühreu. Man wird viel mehr eine Anzahl derselben, mit Rücksicht aus Schulung, Qualität, Be reitschaft als aktive Divisionen belbehalteu, das bedingt aber schon eine höher« Friedeuspräsenzstärke, 3. wird man nach Beendigung de« Krieges auch die Neuordnung der Feldartillerie beschleunigt vollziehen müssen. Dabei dürste man mit schildgeschiitzten Rohnückläuskanvnen die Zahl der Geschütze der mobilen Batterie l heute 8) vermindern und eine nicht deutschen Technischen Hochschulen einen besonderen söge nam.Qn Hochschulbeitrag, in Dresden z. B. 50 Mark für das Sommersemrster 1905, zu entrichten haben. Hierzu treten aber auch noch Bedenken politischer Art, denen jo nun, wie man aus dem eingangs Erwähnten sieht, von fetten der preußischen Hochschulen anscheinend Rechnung getragen werden soll. Man soll hier nicht kommen mit der billigen Phrase: Wissenschaft ist Gemeingut aller und inter» national. Die Stärkung und Erhaltung deS Volkswohl- 'tandes und die Ordnung im eigenen Hause gehen über olche ideale Anschauung. Durch Erschwerung der Zulassung ivn Ausländern an unseren Technischen Hochschulen wird Unserer deutschen Industrie sicher ein Dienst erwiesen. , S-.-d-- m-chm w°,d,: _D°« °M.N Sott und d-- 3°. SckMMM °°d SMplMMÜMM-. Nachdem eine Zeitlang die Gerüchte vom Abschluß eines Ma-bdru« «erboten., - Waffenstillstandes zwischen Rußland und Japan in der Ei« Zusammentreffen zwischen Zar UN- Presse aufgetaucht waren, wurde bekannt, daß beide Staaten Kaiser Milkelm > in Unterhandlungen treten würden, ohne vorher die Feind- ' 1 » » > seligkeiten einzustellen. Dies ist nach Mitteilungen von! * Petersburg, 24. Juli. (W. B.) Der Kaiser : orientierter diplomatischer Seite in der Hauptsache auf die hat seine Reise nach Kinnlau- augetreteu, um iu -eu t Weigerung Japans zurückzuführen, das noch mehrere ' Trümpfe auf dem Kriegstheatrr in der Hand hatte und noch - hat und diese natürlich als wirksame Unterstützung der Friedensbedingungen nicht vorher aussptelen wollte. Jmmer- hin ist aber zu erwarten, daß beide Gegner noch vor Ab» i schluß der Friedensverhandlungen einen Waffenstillstand vereinbaren werden. Dies wird vermutlich dann geschehen,! * Björle, 24. Juli. (W. v) Der deutsche Kaiser gefunden haben werden, die den Frieden nach weiteren Bjvrke, gegenüber vou Kronstadt, em- Unterhandlungen so gut wie sichert. Man nimmt trotz getroffen. anderslautender Meldungen nach wie vor in hiesigen leitenden Kreisen an, daß eine friedliche Vereinbarung zwischen Japan * Kopeuhage«, 24. Juli. (W. B.) Zu Ehren der und Rußland zustande kommt, da das FriedensbedürfniS deutschen Marineoffiziere fand gestern beim Minister des auf^idm Seiten unzweifelhaft in starkem Maße vorhanden ist. Ueußern ein Diner statt, an dem auch Prinz Waldemar Durch Kaiserlichen Ukas ist, wie schon kurz berichtet, das > " - - in diesem Jahre etnzustellende russische Rekrutenkon-. m, - ° tingent auf rund 475300 Mann festgesetzt worden. Das deutschen Kaiser und auf die deutsche Marine aus, den ist um rund 28000 Mann mehr als der letzte Jahrgang Großadmiral von Küster mit einen Trinkspruch auf König (447000 rund), und dieser übertraf seinen Vorgänger schon Christian erwiderte. um 120000 Köpfe. Die Steigerung deS 1904 eingestellten * Belgrad, 24. Jult. (W.B.) Die gestrigen Wahlen schub. Von Interesse ist es aber, nach den Gründen für dlc!^^ w Kragujewatz versuchten Sozialdemokraten, m das ncüe — zweifellos ja ohne jede Härte durchführbare —I Wahllokal einzudringen. In Belgrad wurden drei Mitglieder Steigerung des Rekrutenkontingents um rund! der Regierungspartei und ein Sozialdemokrat gewählt. 28000 Mann zu fragen, da der neuere Rekrutenjahrgang! für den Krieg ja keinen Wert haben dürfte, wenn die jetzt! beginnenden Frtrdensverhandlungen zu einem befriedigenden Ende führen. Da trete» uns das» mehrere Gründe entgegen: I wird! mao voa den Leuten die sonst »och aktive Dienstverpflichtungen hätten, I eine große Anzahl bei der Demobilmachung eatlafsen müssen, weil sie au Ihrer Gesundheit Schaden erlitten, «Io bedeutend«! Teil d«r Leute, die sonst noch aktiv weiter zu diene- hätten, Ist auch durch Tod, Ber-1 wunduugev, Kraukhetteo abgegaugm. EIu Ersatz für ste wäre not-1 wendig, selbst wenn mau dl« FrledenSPräfeuzstärke, die mau vor dem'