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Adorfer Grenzbote : 18.11.1940
- Erscheinungsdatum
- 1940-11-18
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- Museum Adorf
- Digitalisat
- Museum Adorf
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1895452716-194011188
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1895452716-19401118
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1895452716-19401118
- Sammlungen
- Saxonica
- LDP: Bestände des Museums Adorf
- Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Adorfer Grenzbote
-
Jahr
1940
-
Monat
1940-11
- Tag 1940-11-18
-
Monat
1940-11
-
Jahr
1940
- Titel
- Adorfer Grenzbote : 18.11.1940
- Autor
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„Stockholms Tidningen" schreibt, nie habe man in London jo viele schwere Feuersbrünste zählen können seil der großen Brandnacht vom 8 September. Sprengbomben seien ausnahms los in sämtlichen Bezirken Londons abgeworfen worden. Ein bündiger niemals abreißender Strom deutscher Flugzeuge sei die ganze Nacht über die britische Hauptstadt dahingebraust. „^benska Dagbladet" bezeichnet den Angriss aus London als mindestens ebenso schwer wie den vernichtenden Schlag der deut schen Luftwaffe gegen Coventry. Mindestens 200 deutsche Bom ber seien in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend über Lon don gewesen. ..Dagens Nyheter" glaubt von einer neuen Taktik der deut schen Flieger bei ihrem leisten Angriff auf London berichten zu können. Anstalt wie gewöhnlich in großen regelmäßigen Wellen ihre Tod und Verderben bringende Fracht über London abzu laden. seien die deutschen Bomber diesmal in einzelnen unregel mäßigen Gruppen über London erschienen. Unablässig und pausenlos zerhämmert die deutsche Luftwaffe in kühnem Angriff den britischen Widerstand. Das zeigt am besten ein Ergänzungsberichl von „Stockholms Tidmn- aen" zur Vernichtung der britischen Rüstungszentra! Coventry. Danach schreibt „Daily Herald" in riesigen Ueberschristen zum deutschen Angriff auf Coventry: „Die Katastrophe, die über Coventry hereinbrach, ist ein neues Rotterdam ein neues Guernica und Louvain. die in das schwarze Buch des modernen Bombenkrieges eingetragen worden ist. Ganze Straßen sind dem Erdboden gleichgemachl worden. Es ist schlimmer, als wenn ein Erdbeben über Co ventry dahingegangcn wäre." „Stockholms Tidningen" berichtet dann weiter, daß es im Geschäftszentrum von Coventry oft völlig unmöglich sei. fest- zusteüen, ob sie Trümmer einstmals eine Straße oder eine Häuserreihe dargestelll haben. Es sei so schlimm, daß die Feu erwehrleute bei den Aufräumungsarbeiten Dynamit ge brauchen müßten, um sich den Weg zu bahnen. Unaufhörlich seien die deutschen Bomber immer und immer wieder über Co ventry erschienen. Die Luft sei vom Donnern der Motoren und Krachen der Lusiabwehrgranaten förmlich zerrissen wor ben. Die Pausen seien niemals länger alH drei Minuten ge wesen Viele Männer des britischen zivilen Luftschutzes seien bei ihrer Arbeit umgekommen. Feuerwehrleute seien vom Luftdruck explodierender Bomben in die Höhe gehoben uno von den Flammen weggeschleudert oder auch direkt ins Feuer hin- eingeworsen worden. . . Am frühen Morgen habe man gesehen, wie Laseninhaber aus een Trümmern versuchten, hervorzukramen, was noch hervorrukramen war. Sie hätten dann ihre Waren aus den Gehsteigen zum Verkauf angeboren. Alle in dieser Hin'icb» be stehenden Beschränkungen seien aufgehoben gewesen Der Ver kehr sei von Polizisten in völlig zerrissenen und vom Staub «raugefärbten Uniformen geregelt worden. — Suner kommt nach Deutschland ML. Berlin, 15. November. Aus Einladung des Reichsministers des Auswärtigen wird sich der spanische Außenminister Serrano Suner binnen kurzem zu Be- sprechungcn nach Deutschland begeben. Die Plutokraten brauchen Geld Der Präsident des nationalen englischen Sparausschusses Sir Robert Kinderley, richtete am Sonabend erneut über den englischen Rundfunk einen Notruf an die britische Oef- sentlichkeit, mehr Geld zu spenden. Sparen unter den gegen wärtigen Verhältnissen in England bedeute Opfer bringen. Feder Engländer müsse entschlossen sein, vieles zu entbehren, was er gern hätte. Kreta soll Piratenneft werden General Wavell plaudert die englischen Pläne aus. einer Mitteilung des Londoner Nachrichtendienstes ist General Wavell. der Befehlshaber der britischen Streit kräfte im Naben Osten, nach einer Inspektionsreise auf Kreta nach Kairo zurückgekehrt. Er erklärte dort, Kreta solle eine rrestung der britischen Macht im Mittelmeer werden. General Wavell ist in der Bekanntgabe seiner Wunsch- lräume etwas voreilig, denn es dürfte jedem Einsichtigen heute schon klar sein, daß dieser Krieg einen Abbau der bri tischen Piratennester in aller Welt und insbesondere im Mit telmeer bringen wird. Allerdings beleuchtet sein Plan mit Kreta wieder recht deutlich die englische Methode, andere Völ ker in den Krieg hineinzuhetzen, um sich an ihrem Besitz zu bereichern. Ebenso wie seinerzeit das griechische Cypern geraubt wurde, soll fetz, Kreta in das System der britischen Zwingburgen eingereiht werden Auch in der Aeußerung des Generals Wavell tritt jener brutale imperialistische Bcherr- schungsw'.lle zutage, der seit Jahrhunderten unzählige Rei- bungspunkre unter den Völkern geschaffen hat, mit dem jetzt endgültig aufgeräumt wird, dann» die Welt endlich N-' Frieden erhält. Kanadischer Frachter gesunlen New-Yorker Schiffahrtskrciscn zufolge ist es wahrschein lich, daß der kanadische Frachter „Beaverford" bei dem Angriff aus den britischen Geleitzug gesunken ist. „Beaver ford" war 10 042 BRT. groß. Kabinett Mein Sire» VMa Schnelle Neubildung der ägyptischen Regierung. König Faruk von Aegypten hat bereits 24 Stunden nach dem plötzlichen Tode des Ministerpräsidenten Hassan Sabre Pascha ein neues Kabinett gebildet. An der Spitze der neuen Regierung steht Hussein Sirry Pascha, der gleichzeitig das Innen- und das Außenministerium übernommen hat. Ver schiedene Ministerposten wurden neu besetzt, so wurde de> frühere Arbeitsminister Abdel Kawi Ahmed zum Finanz Minister ernannt. Der neue Ministerpräsident Hussein Pascha bekleidete 1935 im Kabinett Mohammed Mahmud Pascha den Posten des Arbeitsministers und war" 1939 im Kabinett Ali Mahei Pascha Finanzminister. Antoneseu-Bekuch in Nom beendet Der rumänische Regierungschef General Antonescu hat nach eingehenden Besprechungen mit dem Duce und dem italienischen Außenminister Graf Ciano mit dem rumä nischen Außenminister Sturdza die italienische Hauptstadt wieder verlassen. Zum Abschied hatten sich auf dem Bahnhoj der Duce. Außenminister Graf Ciano, Parteisekretär Mini ster Serena, Minister für Volksbildung Pavolini und zahl reiche Vertreter von Partei, Staat und Wehrmacht, der deutsche Geschäftsträger Fürst Bismarck sowie die rumänischen ^Gesandten beim Quirinal und beim Heiligen Stuhl mit dem Botschaftspersonal eingefunden. Säuberung rumimWer Betriebe Verwendung der entlassenen Juden für öffentliche Arbeiten. Der rumänische Arbeitsminister Jasinski ordnete an, daß sämtliche Unternehmungen und Betriebe ihre jüdischen Ar beitnehmer bis zum 31. Dezember 1941 zu entlassen haben. Unternehmungen, die sich dieser Anordnung nicht fügen, können vom Staat übernommen werden. In die durch die Entlassung der Juden frei gewordenen Plätze sind mit Vor- rang rumänische Flüchtlinge aus den abgetretenen Gebieten nnzupeuen. Die entlassenen Juden werden bei öffentlichen Arbeiten verwendet werden. . RMßM Ss5 KlUM MMt Erfolgreicher Fried: in einem gesicherten Lebensraum Aus Anlaß des 2600jährigen Bestehens des japanischen I Kaiserhauses richtete der Führer au die japanische Nation fol gende Botschaft: „Ich entbiete der befreundeten japanischen Nation anläß lich des 2600jährigen ununterbrochenen Bestehens ihres Kaiser- ' Hauses die Grütze Deutschlands. Ich gedenke mit dem deutschen Bolte in Bewunderung der Leistung, die in diesem langen Zeitraum an hem Bau des japanischen Reiches vollbracht wor den ist. Mil Stolz dars das japanische Bolt sich daran erinnern. Saß kein Feind jemals als Herr seine Insel betreten konnte and daß gerade dadurch seine Rasse jahrtausendelang rein erstatten blieb. Mil Befriedigung darf Japan sehen, daß sein Einfluß im ostasiatischen Raum, und feine Geltung in der Well ständig ge wachsen sind und daß cs hcutc als führende Macht Ostajiens Anspruch daraus erheb:« dars, zusammen mit den führende« Mächten anderer Erdteile die Neuordnung einer besseren und gerechteren Welt zu gestalten. Ich spreche daher mit ausrichtlgcr Freude heute dem ver bündete« japanischen Volk meine Glückwünsche aus. Japan, dos mit dem deutschen und italienischen Volk in einein harten : mips sür seine Lebensrechtc steht, wird schöpfend aus seiner heldcnhastcn Tradition — das Ziel erreichen, das ihm das Schicksal gestellt hat: Einen ersolgreichen Frieden in einem gesicherten Lebens rau in." FubUäumsemOang in der karmnMen VoMall Der Führer war aus der lapauischen Bolschvfi bei einem Empsang zugegen den der Kaiserlich Japanische Botschafter in Berlin Kurusu. anläßlich des 2600jährigen Jubiläums des japanischen Kaiserhauses gab An dem Empsang nahmen der Reichsautzenminister von Ribbentrop der Stellvertreter des Führers. Reichsminister Nndols Hetz Grotzadmiral Dr e. h Raeder, Generalseldmarschall Milch, die Reichsminister Dr. Goebbels und Lammers. Reichsorganisaiionsleiier Dr Ley, Reichsführer ff Himmler, Reichspresfechcs Dr Dietrich Staats minister Dr. Methner, der Staatssekretär des Auswärtigen Amtes von Weizsäcker und der Königlich Italienische Ge schäftsträger Zamboni teil. Molotow im Kreml Danktelegramm an den Führer und den Reichsaußenminister. Der Vorsitzende des Rates der Volkskommissare und Außenkommissar Molotow ist aus der Rückfahrt von Berlin mit seiner Begleitung wieder in Moskau eingetroffen. Vom Bahnhof aus begab sich Molotow direkt in den Kreml. Zum feierlichen Empfang des sowjetischen Regierungs chefs und Außenkommissars halte sich von sowjetischer Seite eine große Anzahl maßgeblicher Persönlichkeiten aus Staat, Partei und Armee eingeiunden, darunter die stellvertretenden Vorsitzenden des Rates der Volkskommissare Mikojan. Bul ganin, Kaganowitsch, Mechlis, der Kriegskommissar Marschall Timoschenko, die Volkskommissare sowie die feilenden Beamten des Außenkommissariats. Ferner waren erschienen sämtlich- Angehörige der deutschen Botschaft mit Gesandten von Tip- velskirch an der Spitze sowie die deutschen Waffenattachös, der italienische Botschafter Rosso, der japanische Botschafter Tatekawa, der chinesische Botschafter, die Gesandten der Slo- wakei, Rumäniens, Jugoslawiens, Bulgariens, die Geschäfts- träger Ungarns und Dänemarks. Gleichzeitig trafen in Moskau der deutsche Botschaftei von der Schulenburg und der Leiter der deutschen Wirtschaftsdelegation, Gesandter Dr. Schnurre, ein, von denen sich der sowjetische Regierungschef und Außenkom- missar beim Verlassen des Bahnhofs herzlich verabschiedete. Während der Rückfahrt nach Moskau hat Präsident Molo tow beim Verlassen des deutschen Reichsgebiets an den Führer und an den Reichsaußenminister von Ribbentrop Danktele gramme gerichtet. Das Telegramm an den Führer hat folgen den Wortlaut: „Im Begriff, die Grenze Deutschlands zu verlassen, bitte ich Sie, Herr Reichskanzler, meinen Dank entgegenzunehmen für die freundliche Aufnahme, die mir in Deutschland er- wiesen worden ist. Molotow. Maltinia, den l4. November 1940." Das Telegramm an den Reichsaußenminister lautet: „Empfangen Sie, Herr Reichsminister, meinen aufrichtigen Dank für die weitherzige und warme Ausnahme, die mir und meinen Reisegefährten in den erinnerungsreichen Tagen unseres Verweilens in Deutschland erwiesen worden ist." „Aus den SWNmnen erstund der Gerst der Erhebung" kic italienische Presse zum 5. Jahrestag des Sanktionsbeginns . gegen Italien. Zum fünften Jahreslag des Sankiionsbeginns. der in zanz Italien ein besonders scicrlichcs Gepräge erhalle« wird letonl „Giornale d'Jtalia". dieser Tag stelle den siegreichen Unbeginn der europäischen Erhebung gegen die britische Lyrannei dar. Der 18. November 1935, an dem Grotzbriian- aien unler der Mitwirkung Frankreichs deni Genfer Bund die Sanktionen anszwang, sei aber, wie der Direkior des Blattes aussühri, zugleich der Ausgangspunki des Krieges in Europa gewesen Mit zynischer Berechnung habe London da mals daraus spekulier!. Italien durch die Abschnürung seines Außenhandels zur Aufopferung seiner letzte« Goldreserve« zu zwingen und so das italienische Heer ohne Schwertstreich aus Geldmangel zur Kapitulation zu zwingen Ter typisch britische Mechanismus habe aber Schiffbruch erlitten Sa dic britischen Bankiers und Spekulanten nicht die gewaltige« inneren geistigen Kräfte Italiens in Rechnung gestellt hätte« Mit dem siegreiche« Einzug der italienischen Truppen in Ad dis Abeba sei aber auch der jahrhundertealte Mythos der bri tischen Unbesiegbarkeit zusammengebrochcn während dic Sank tionen zugleich das Ende der .europäischen Solidarität" dar stellten. „Aus den Sanktionen", so schreibt das Blatt wörtlich „ist zusammen mit der Autarkie der unbeugsame Geist der Er Hebung gegen dic lastende Ungerechtigkeit der europäische« Ordnung erstanden." „Corriere della Sera" bezeichnet dic Sanktionen gegen Italien als die erste Niederlage der Demo kratien. SozjMMWe Erfolge Nasseus Nationalrat Lantin! beim Duce. Der Duce empfing den Nationalrat Lanlini, den PräsU dritten des nationalsaschistischen sozialen Fiirsorgeinstiluls, der ihm eingehend Bericht über die Tätigkeit dieses Instituts er stattete Aus den von Lantini vorgetragenen Zahle« ist eine beträchtliche Steigerung der Tätigkeit dieser Einrichtung er sichtlich. So wurden z. B. im Jahre 1939 über 110 000 neue Invaliden- und Altersrenten bewilligt und sehr große Sum men für die Bekämpfung der Tuberkulose verwendet. Ferner wurden im Jahre 1939 über 5,5 000 Ehestandsdarlehen bewil ligt. Lantini berichtete weiter über die bevölkerungspolitische Kolonisierung Libyens, wo über 1000 Siedlungen an italie nische Familien übergeben wurden. Totaler Sieg Lee Kemal „Geschosse und Munition" erbrachten über l5,5 Millionen NM Als im Winter 1933/34 das deutsche Volk zum erste» Winterhilfswerk ansgeruseii wurde, fand dieses Werk in vieler Ländern unseres Kontinents ein spöttisches Echo Nur wenig, verstanden den tiefen Sinn dieser sozialistischen Einrichtung die heute in mehr als sieben Jahren ihrer Tätigkeit schon Lei stungen vollbracht Hai, dic sie für immer als Hüterin der Ge meinschafi kennzeichnen werden. Niemand spöttelt mehr über das WHW. Es Hai sogai bei Franzosen, Belgiern, Holländern, Schweizern und andere« Völkern Nachahmer gefunden, die sich ausschließlich an das deutsche Vorbild hallen. Das deutsche Volk opferi freudig im WHW. Monai für Monat, und das wunderbare daran 'st, daß die Leistungen vergangener Jahre durch den Opsergcist der Gegenwart immer wieder übertroffen werden So ist auch dic dritte Neichsstrnßcusammlung im Zweittw Kriegs WHW. ein totaler Sieg der Heimat Die Ab rächen „Geschosse und Mumtion". die am 2. und 3. Novcinüci : den Formationen vcr Partei angebolen wurden, erbrachte« als vorli^jiges Ergebnis >5 553 739,95 Reichsmark. Verdiente Arbeiter geehrt Kriegsvcrdicnstkrcuzr in Reichswertc« „Hermann Göring" überreicht. Im Auftrag des Reichsmarschalls des Großdeui- schcn Reiches würde in den Betrieben der Reichswcrke" „H e r - mann Göring" einer Anzahl von Arbeitern und Ange stellten das ihnen vom Führer verliehene Kriegsverdicnstkreu- 2. Klasse im Rahmen von Belricbsfeicrn überreicht. Tie Verleihung dieser Auszeichnung ersolgle an Mitarbeiter d.r Werke, die sich unter den schwierigsten Arbeiisbcdingungn besonders verdient gemacht haben. Sächsische Arbeiter beim Führer Bei der Abordnung verdienter Rüstungsarbeiter und -arbei- terinnen, die in dieser Woche vom Führer empfangen wurden, war auch der Eau Sachfen vertreten, und zwar durch die 24fäh- riae Näherin eines Dresdner Textilwerkes, Katharina Welz, und den Werkzeugschlosser einer weltbekannten Leipziger Ma schinenfabrik, Wilhelm Ja adle. Die ZiMiM zur IMdimg Aufruf an dic Dculschstämmigen ans Bessarabien, der Bukowina und der Doürudscha. An die Deutschstämmigcn aus Bessarabien, der Bickowin ind der Dobrndscha ergebt der folgende Aufruf, in dem e« a. a. heißt: Die innerhalb und außerhalb des Deutschen Reiches wohn haften deutschstämmigen rumänischen Staatsängeüörigcn . die nach Bessarabien, der Nordbnkowina, der Südbukowin-' sowie der Dobrndscha zuständig sind, haben ans Grund dc: mit Rumänien abgeschlossenen Umsicdlungsvertragcs von 22. Oktober l940 das Reckst, sich der Umsiedlung anzuschließen Die im Deutschen Reich wohnhaften deutschstämmigcn rumäni ichen Staatsangehörigen haben zunächst eine Bescheinigung dc: Volksdeutschen Mittelstelle, Berlin W. Keithstraßc 29. darübc, bcizubringen. daß sie zur Umsiedlung zugclassen werde« Teutlchstämmig rumänische Staatsangehörige, die sich außer halb des Deutsche« Reiches aiifhalten, haben dic Bescheinig,,!', über ihre Zulassung zur Umsiedlung vor dcr zuständigen dc«! scheu konsularische« oder diplomätischcn Behörde zu bean tragen Unter Vorlage der vorgenannten Bescheinigung über dir Zulassung zur Umsiedlung kann bis zum 1. 1 1942 vor de: zuständigen rumänischen diplomalischen oder konsularischen Bc Hörde dic Erklärung abgegeben werden, daß der zur Umsied lung zugelassenc Antragsteller ans der rumänischen Staa.i' angehörigkeit wegen Umsiedlung seiner Volksgruppe entlasse, werden möchte Der Aittragstcllcr wird von dieser rumäni sehen Behörde eine Bescheinigung über die Entlassung erhalten Rumänische diplomatische und konsularisch: Behörden besuche!' sich im Deutschen Reich in folgenden Städten: Berl!« /Breslau Duisburg, Frankfurt IMoim. Hamburg. Köln Konchzpere tPr.i, Leipzig, München Bayreuth, Wien Da die Arbeite, über die Erfassung, Registrierung und Bewertung der den Um sicdlern gehörigen Vermögenswerte bereits un Gamze sind wird anheimgestellt, den Antrag mck Zwwiung zur Umsied lung sobgld als möglich zn stellen. Alle näheren Auskünfte über die B"ftUsni,a zur Umüeo lung erteilt die Volksdeutsche -"< > t t c l st e l l e, Ber Un W. Keithstraßc 29, über vermogensrcchUjche Fragen d Deutsche Umsiedlnngs Treulmnd-Gcicmchcift mbH.. B:rUa W 8. Mobrenstraße 42 bis 44 Wer ist ei» KriegzWdsing? Eine Abgrenzung gegen den kleineren Sünder Staatssekretär Dr. Freisler vom Reichsjustizministc- rium-gibt in der „Deutschen Justiz" eine Abgrenzung des Typs jenes Kriegsschädlings, auf den 8 1 der Kriegswirtschaftsver- ordnun« abzielt, gegenüber den kleineren Sündern, die «aw den Vcrbrauchsregelungsbestimmungen zn bestrafen sind, wen« sie sich gegen die Bewirtschaftungsvörschriften vergehen- genannte 8 > besagt: Wer Rohstoffe oder Erzeugnisse- dw zum lebenswichtigen Bedarf der Bevölkerung geb°"u, vc^ beiseite schafft, oder zurückhält und dadurch bofwi 'g die Deckung dieses Bedarfs gefährdet, wird ""'L oder Gefängnis bestraft. In besonders schweren Fallen kann au, Todesstrafe erkannt werden Wer ist nun Kuegsschicber im Sinne dieses § 1? Der Staatssekretär erklärt, daß derjenige, der die Ver sorgung des deutschen Volkes voswillig gefährdet, nicht weniger verwerflich handle als deriemge, der etwa unter Aus- Nutzung der Verdunkelung einer Frau die Handtasche raubt. Beim Strafmaß müsse .dem Rechnung getragen werden. Lebenswichtiger Bedarf der Bevölkerung sei während des totalen Krieges jeder Rohstoss und ,edes Erzeugnis, das direkt oder indirekt für den Sieg einsetzbar sei. Die Gefährdung des lebenswichtigen Bedarfs der Bevölkerung liege nicht nur in der Menge der dem ordungsmätzigen Umsatz ent zogenen Güter, sondern sie könne in der Kraft der Ansteckungs keime solchen Verhaltens liegen. In dieser Hinsicht könne es eine große Bedeutung für die Bedarfsdeckung der Bevölkerung eines Ortes oder eines Stadtteils haben, wenn» eines von mehreren Lebensmittelgeschäften auch ohne Marken „u nicr o e «> Ladentisch hervor" an „gute Kunden" bewirt schaftete Giller verkauf», die anderen aber nicht; wenn eines von mehreren Speisehäusern eines Ortes oder Stadtteiles merkbar größere Portionen ansgeben könne, als den abgcfor- oerten Marten entspricht. Die Ansteckungsgefahr liege auf der Hand. Die Gefährdung könne auch darin liegen, daß das Vertrauen der Bevölkerung in das gute Funktionieren der gerechten Verteilung der Bedarfsgüter untergraben wird. Wenn man diese Dinge sich vor Angen halte, werde man dic Bestimmungen der Kriegswirtschaftsverordnung richtig an- wenden können. Man werde dann auch beachten, daß unbedeu tende Taten nicht mit Bestrafung wegen „kriegsschädlichen Ver haltens" geahndet werden sollen. Dic Böswilligkeit müsse aus der inneren Haltung des Handelnden gewonnen werden, wobei die Forderungen an das Verhalten zum kämp fenden eigenen Volk im Vordergrund stehen müßten.
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