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Denn bei nüchl mannahme müh. Zehn Fahre Ju 52.— Ihr Schöpfer 20 Jahre Chcfkonßtakteur. ihrem Rahmen ein großer, breiter Mann Das erstemal spürt sie, was das Wort „Hei- j Gesicht in ihre Hände. „Wie recht hatte er da- mat" einem Menschen bedeuten kann, trotzdem stand, der noch immer das Jungengesicht hatte V) — tnagrn wenn iqr m Schlag aussetzen Gesicht so-aussehen kann. Ist es nicht gerade, öffnete und in'als sprühe das silberweiße Haar? das selig-stille Gesicht der Mutter sieht, als sie den warmen Schein, der.seinen Ursprung in der inneren Glückseligkeit hat, wahrnimmt, wird ihr kleines Herz traurig. Das erstemal ist es wohl, daß sie nicht teil hat an der Freude der Mutter. Wie muß sie gelitten haben die langen Jahre, wenn ihr Ju den Luftschutzraum gehört eine elektrische Beleuchtungk Peinliche Verdunkelung ist aber auch dort nötig! Jane hatte sich vorgenommen, wenn Mut ter und Stephan sich ausgesprochen haben, wenn man mich hineinholt, wie will ich froh und glücklich sein. Nun wird Mutter nicht im mer mahnend die Augen heben, wenn sie ein mal laut und lärmend ist. Aber nun kommt es anders. Als Jane in Rastatt (Baden). (Nachdruck verboten!) Sie MtlinökiMr Roman von Ludwig Clausen lirheber-Nechtschutz Romanverlag K. L H. Greiser, wie vor zwanzig Jahren. „Stephan... Bruder!" hörte Jane die Mut ter sagen, wie sie sie noch nie gehört hatte, dann schloß sie die Tür. Ganz allein mußten die beiden sein, nichts durfte sie stören, nicht einmal die Anwesenheit eines Kindes. Auf Fußspitzen schlich sie nach der kleinen, kalten Küche. Was machte es ihr aus, wenn sie einmal ein wenig fror? Mutter hatte in nerlich jahrzehntelang gefroren und es nie spüren lassen. Nun durfte man ihr diese Stun de nicht nehmen. Und sie hatte ja auch soviel zu denken. An Holger, an seine Mutter, die so hartherzig sein konnte zu dem eigenen Sohne. Wie dankbar wäre sie gewesen, hätte man sie ans Herz genommen, und tausendfach hät te sie es vergolten. Doch sie wollte vorläufig nicht daran den ken. Bald würde sie mit dem Onkel zusam mensein können, und vielleicht einmal den großen Bauernhof, der Mutters Heimat einst gewesen, kennenlernen. Schön müßte es sein auf so einem Bauern hof. So träumte Jane, trotz der großen Ent täuschung, trotz der Kälte der kleinen Küche. Jugend ist ja so elastisch. mals. Und ich glaubte seinem einfachen, un verbildeten Verstand, seiner Menschenkenntnis nicht!" ein hartherziger Vater sein Kind vom Hofe vertrieb. Wie tief Mutter nur mit ihren Gedanken zu Haus ist. Jane möchte lächeln, aber es wird eine kleine, armselige Grimasse. „Wie lange ist wohl der Karo schon tot, der einst mit uns allen so fröhlich herumsprang, wenn wir ihn von der Kette losmachten?" fragt eben die Mutter lächelnd und eifrig den Bruder, und Jane schüttelt innerlich ein we nig den Kopf über diese Frage. Ein Hund...? Was kann er schon sein? Daß Mutter gerade daran denkt? — Sie weiß ja nicht, wie treu ein Hund sein kann, treuer als ein Mensch, und wieviele selige Kindheits erinnerungen an dem zottigen Karo hängen, der bestimmt nicht einmal rasserein war. Und ob der kleine Grenzpfad jenseits des Grabens noch bestände, und die Wiesen-Ver- gißmeinnicht immer noch so blau wie früher blühten, hört Jane die Mutter fragen, und alles kommt ihr so nichtig vor, daß sie immer mehr verstummt. Ihr Schweigen muß nun doch der Mutter auffallen. Und die wendet sich auch mit viel liehevollerer Miene als sonst zu Jane, streicht ihr leicht übers Haar und sagt versonnen: „Siehst du, Jane, das alles kannst du nicht verstehen ... hältst mich vielleicht für kindisch". Die Mutter steht, sie hat recht, denn Jane wird verlegen, aber das macht ihr nichts aus. Tröstend und verheißungsvoll fährt sie fort: „Erst wenn. du selbst alles einmal gesehen hast, wenn du mit allem verwurzelt bist, wirst und kannst du erkennen, wie schön meine Hei mat war." „Und immer noch ist und bleibt!" setzt Ste phan fest und bestimmt hinzu. Seine Augen gehen im kleinen Stübchen umher. „Mir scheint, du könntest sie wieder gebrauchen. — Komm mit nach Hause, Schwester! Der Buch haldenhof wartet auf dich." „Und der Vater?" fragt Frau Zörny bang-" und senkt den Kopf. „Wird er nnch auch m,t offenen Armen aufnehmen?" Sie birgt das Smuk kann leineFIiichtlmge geSkviichrs Absage aus finanziellen Gründen. In Aegypten wird neuerdings den Hütern englischer Geld sacke der Boden zu Heitz. Daher richtete die englische Regie rung an die Südafrikanische Union das Ersuchen, eine größere Zahl englischer Flüchtlinge — zunächst etwa 3000 Familien - So blöde mir gemein Neues Produkt der englischen Lügcnzentrale — Soziale Betreuung als „Spionagclätigkeit" Millerit in der westlichen AM'ivWre Deutscher Dampfer innerhalb der amerikanischen Sichcrhcits- zonc gekapert Die amerikanische Presse meldet die Ausbringung des deutschen Schiffes „Weser" durch den kanadischen Dampfer „Prince Robert" aus der Höhe von Manzanillo Die Mel düngen bezeichnen das kanadische Schiss als „Hilfskreuzer" Der in den amerikanischen Meldungen angegebene Ori liegt innerhalb der Sicherheilszone, die aus der Panama- kouserenz unter Führung von USA durch sünuUche-amerikani- scheu Staaten proklamiert worden ist Die Kaperung eines friedlichen deutschen Handelsschiffes stell« natürlich einen aus gesprochenen Kriegsaft dar. Der Uebersall ans den Dampfer „Weser" ist daher eine grobe Mißachtung der ameri kanischen Sicherheitszone, die sogar durch das Schiss eines Landes erfolgte, das selbst zur westlichen Hemisphäre gehört. Es steht nicht einmal fest, ob das auj- bringende Schifs ein reguläres Kriegsschiff oder nichi vielmehr ein bewaffnetes Handelsschiff war das mit der Kaperung eine reine Piraterie begangen haben würde. Es wird inter essant sein, zu beobachten, ob und wie die amerikanischen Staaten aus diese neue Verletzung der von ihnen proklamier ten Sicherheitszone durch die Briten reagieren werden, die «m Vertrauen aus die englandfreundliche Haltung eines großen Teiles dieser Staaten und aus vie geheime und offene Unter stützung durch die'Vereinigten Staaten gar nichi daran denken, die Wünsche der westlichen Hemisphäre zu achten oder irgend welche Rücksicht aus die von den amerikanischen Staaten prokla mierten Grundsätze zu nehmen Totschläger md Lolche Gangsterwaffen für die „Verteidigung" Englands. Die pausenlosen deutschen Vergeltungsschläge gegen Eng land veranlassen die englischen Kriegstreiber, der Bevölkerung alles vorzusetzen, was nur irgendwie geeignet sein könnte, ihre Stimmung zu heben. So veröffentlicht Reuter jetzt eine New- Norker Nachricht, wonach das amerikanische „Komitee für die Verteidigung britischer heimatlicher Erde" eine Entschließung „Lie Deutsche« sind Wilde!" Schimpfkanonade in der „Times". In der „Times" beschwert sich Mr. Holdsworth vom Or ford-College über eine „schwache Haltung" gegenüber den Deutschen Den Deutschen gegenüber, meint er, seien keine moralischen Bedenken am Platze, denn „die Deutschen seien Wilde, deren Wildheit durch den Umgang mit zivilisierten Rassen gesteigert worden sei". Die „Wildheit der Deutschen sei getarnt durch Annahme einer oberflächlichen Zivilisation und Verwendung — wenn es ihnen in den Kram passe — der Sprache der Moral und des internationalen Rechts, während sie in Wirklichkeit Moral und Recht verab scheuten". - Und das wagt das Blatt eines Landes zu schreiben, dessen ganze Geschichte eine einzige Chronik von Verbrechen aller Art, von Brutalität und Grausamkeit ist Wir Deutschen haben es gewiß nicht notwendig, unsere Kulturleistungen unter Beweis zu stellen England aber hat, wählend es in der einen Hand die Bibel hielt, mit der anderen schon immer geraubt, geplündert und gemordet. England ist es gerade, das die Moral und das Recht verabscheut und noch niemals ge zögert hat, wenn es hoffte, durch Scheußlichkeiten und Ver brechen Vorteile erlangen zu können. Sie warf einen Blick ans die Uhr. Gleich halb acht Uhr. Um acht Uhr wollte der Onkel oben sein und klingeln. Da mußte sie sich da zuhalten. Das Abräumen ging rasch, und fünf Minuten vor acht Uhr hatte sie das Wenige an Geschirr abgewaschen. Mit unsicherem Eesichtsausdruck stand sie vor der Mutter und faßte nach deren Hand. „Mutter...", begann sie zaghaft, „wir be kommen heute Besuch." Frau Zörny zog die Stirn streng in Falten. Sollte dieser Besuch mit Janes anderem We sen Zusammenhängen ...? „Besuch?" fragte sie unmutig. „Wer kommt denn?" „Ach, Mutter, wenn du wüßtest!" Janes Augen sahen zärtlich auf die Mutter. Beklemmung legte sich auf Frau Zörnys Herz. „Nun rede doch endlich!" drängte sie. „Bitte, Mutter, rate mal", bat Jane kindlich. „Wir haben niemand, an den ich denken könnte", wich Frau Zörny aus. „Aber, Mutter... hast du mir nicht erst vor einiger Zeit erzählt, wieviel Angehörige du hast?" Vorwurfsvoll ruhten Janes Augen auf der Mutter Gesicht. „Ich? Angehörige? Jane ...?" Frau Zörny rief es in schwerer innerlicher Not aus, gerade, als die Flurglocke anschlug. „Mutter, ich hole ihn... den Onkel Ste phan", sagte da Jane einfach und verschwand aus dem kleinen Zimmer, um dem Onkel Ein- Da; Mko wurde zu groß! Englands Kttstenschisfahrk such« StaatSschutz Der Reutersche Handelsdienst berichtet, daß demnächst die Requirierung der britischen Küstenschifsahrt durch die Regierung bevorstehe, nachdem jetzt auch die Schisfseigentümer selbst das Schissahrtsministerium um diese Maßnahme ersucht hätten. Bet Beginn des Krieges sei die Küstenschiffahri infolge der an- wachsendcn Handelsbeanspruchung durch den Krieg ein blühen des Geschäft gewesen, späterhin jedoch infolge der unter Eng lands Kontrolle gekommenen großen Tonnagemengen der Ver bündeten Länder gelähmt worben Mit dieser Bedründung liegt der Reutersche Handelsdienst zweifellos falsch. Wenn die Küstcnschiffahrlsreedereien heute ihre Geschäfte dem Staat übergeben wollen, bann ist dies ausschließ lich in der für diesen Verkehr nunmehr geradezu ins Riesen hafte gewachsenen Gefahr begründet. Die deutschen Untersee boote und vor allem auch die deutsche Luftwasse haben der briti- schen Küstenschiffahri in wachsendem Maße derart empfindliche Schäden zngefügt, daß die Reedereien dieses ungemein erhöhte Risiko nicht mehr allein tragen wollen und können. aufzuneymen. Im Schatten der schützenden Smutsdiktatur glaubten diese Herrschaften ihr bequemes Leben fern von den Kriegsereignisscn fortsetzen zu können Die Unionsregierung mußte aber zu ihrem Bedauern aus finanziellen Gründen das Projekt ablehnen. Die südafrikanische Finanzkraft hat nämlich durch Vie gewaltigen Aufwendungen für den englischen Krieg bereits erheblich gelitten, wie dies jeiner Zeit von den nationalen Kreisen warnend voraus- gesagt worden war. ervftnet. um dte deutschen Erfolge zu verkleinern, leitet der Nachrichtendienst seine Meldungen ein: „Die Aktivität der deutschen Luftwasse über London ist in der vergangenen Nacht im ganzen gering gewesen." Daß die deutschen Flieger der Londoner Feuerwehr jeden falls genug zu tun geben, geht aus einer Meldung der „Daily Mail" hervor. Das Blatt schreibt, eine einzige Feuerwache habe seit Beginn des großen Bombardements 300m al ein- greisen müssen. An einem Tage habe sie zu gleicher Zeit 30 Brandherde bekämpft. Bisher seien 20 Feuer- wehrleuie bei Aufräumungsarbeiten umgekvmmen. Montague Smith fordert in der „Daily Mail' die Lon doner aus, nicht zuviel von Luftangriffen zu reden. „Warum immer von Bomben sprechen? Gründen wir eine Gesellschaft gegen Luftkriegsgespräche!" Das Wetter. Bierpreise und die Einkommensteuer seien doch auch schöne Gesprächsthemen. Ob . dieser krampfhafte Versuch, die niedergedrückte Stimmung der Londoner Bevölkerung zu heben, Erfolg haben wird, ist aller dings zweifelhaft. England; RMung;vrogramm verettelt Auswirkung der deutschen Luftangriffe erfordert völlig neue Dispositionen. Während die offizielle britische Propaganda in den ersten beiden Wochen der deutschen Großangriffe immer wieder be hauptete, die deutschen Flieger hätten der englischen Rüstungs industrie nur unwesentlichen Schaden zugesügt, ist man jetzi im britischen Jnformationsministerium weit stiller geworden. Dies beruht nach einem in Rio de Janeiro vorliegenden vertraulichen Bericht auf der Tatsache, daß der P r o- duktionsausfall nach und nach bedenkliche Formen annimmt. Das ganze für den Herbst und Winter aufgestellte große englische Rüstungsprogramm sei — das könne man schon heute sagen — über den Haufen geworfen worden. Man müsse völlig neu disponieren und den Terminkalender von Grund auf ändern. Besonders die letzten deutschen Angriffe hätten neben der Rüstungsindustrie Londons, die natürlich am schwersten betroffen worden ist, mehrere der wichtigsten Rüstungsbetriebe der Midlands, vor allem auch einige Flugzeugwerke, schwer beschädigt. In einigen dieser Werke könne nur noch in ganz beschränktem Umfang gearbeitet werden, in anderen, die nicht direkt getroffen wor ben seien, fehle es an wichtigsten Teilfabrikaten, so daß auch hier die Produktion ins Stocken komme. Wenn man die Situation ganz vorsichtig und zurück haltend beurteile, müsse gesagt werden, daß die Produktions kapazität der britischen Rüstungsindustrie stark im Ab finken sei. - zu gewähren. Hände an die Schläfen gepreßt, die Die »rr wie in großer Bedrängnis aus Augen st^ Met, so wartete Johanna Zörny die Tür gen. - den sie mit aufgezogen hatte auf den Bruder, ^ne Mutter, bis ... ja, bis und betreut wie e. "rhause jagte. Vian aus dem Bar». ^em .„Da- Serz schien mit ^u wollen, als fich di« Tür gefaßt habe, daß sämtliche „kleinen Wassen", die von der Polizei in den gesamten Vereinigten Staaten beschlagnahmt wurden, Großbritannien als „Hilfeleistung für feine Vertei digung" übermittelt werden sollen. Es handelt sich hierbei in der Hauptsache um Pistolen. Totschläger und Dolche, die amerikanischen Gongsterbanden abgenommen worden sind; sie würden also in diesem Falle nunmehr den britischen Gangstern zur Verfügung gestellt werden, eine immerhin recht beachtliche Tatsache. Da; lammt davon! Die Folgen der naiven britischen Soldatenspielcrei Die naive Soldatenspielerei der britischen Heckenschützen hat nach hier eingetroffenen Meldungen zu einem folgen schweren Zwischenfall geführt. Ein „Abschniltskommandeur" der Heckenzchützen in Rate Hill, der 44jährige schwerhörige Georg Locker, parkte mit seinem Wagen nachts an dem Rand einer Wiese und wurde dort von einer Streife angernsen. Weil er keine Antwort gab, erschoß ihn die Patrouille. Be- ihm befand sich die Frau eines anderen Heckenschützen, die ihn wegen seiner Taubheit aus Zwischenfälle aufmerksam machen sollte. (!) Der Vorgang vollzog sich aber so rasch, daß die Frau gar nicht zu einer Antwort auf den Anruf der Sol daten gekommen war. Einer der erfolgreichsten deutschen Flugzeugkonstrukteure Dipl.-Ing. Ernst Zindel, Chefkonstrukteur der Junkers Flug zeug- und Motorenwerke, Dessau, Schöpfer der berühmten Ju 52, der Ju 90 und des modernsten Kampfflugzeuges der Luftwaffe, der Ju 88, feiert am l. Oktober sein LOjahriges Arbeitsjubilänm bei den Junkers-Werken. Am gleichen Tage begeht das Standardflngzeug des Weltlnftverkchrs, unsere Ju 52, ihr zehnjähriges Jubiläum. „Ein Mensch, welcher liebt, wird wahr scheinlich nur die guten Seiten dessen, den er liebt, sehen", begütigt Stephan und streicht zärtlich über der Schwester weißes Haar, wel ches sie nicht einmal häßlich eMejiwn läßt oder auch älter. Im Gegenteil, ste steht würdig und vornehm aus, und sie wird wunderbar auf den Buchhaldenhof . „Aber ich kann noch nicht wieder hinkom men", schüttelt Frau Johanna den Kops. „Muß mich erst daran gewöhnen. Aber... vielleicht nimmst du .wne mit? Der Vater wird sicher gut zu ihr sein." Jane sitzt steil aufgerichtet in ihrem Stuhl. Nach Mutters Heimat soll sie? Auf den gro ßen Bauernhof, wo es alles gibt? Pferde, Kühe, Schweine, Hühner, Tauben und noch mehr? Sie bringt vor seligem Schreck gar nichts heraus, und ste vergißt das erstemal, an Holger zu denken, so überwältigend ist das .--Aber wenn Großvater mich doch nicht will? fragte sie angstvoll und sieht die Mut ter dabei an - Doch auch die schüttelt lächelnd den Kopf. „So ist mein Vater denn doch nicht , antwor tete sie zuversichtlich. „Geh nur mit dem Onkel Stephan. Und wenn der Fried Hochzeit macht..." , , „Der Fried?" fällt Jan« atemlos ins Wort. „Ist das der Onkel Gottfried. „Freilich, Kind. Und er heiratet jetzt ein schönes Mädchen... und ein reiches Mädchen. Die Margret Bungter , antwortet an der Stelle der Mutter der Onkel Stephan. „Sicher wird sie dir gefallen." „Damals war sie so ein kleines Dingel mit Hungezopfen und kam immer zur Mutter gelaufen, um sich etwas Süßes zu holen , schaltet Frau Johanna ein, und ihre füllen sich bei der Erinnerung av die tote Mutter mit Tränen. lFvrtsetzung folgt.1 Der englische Nachrichtendienst berichtet aus Bergen, daß dort von deutscher Seite die Röntgenuntersuchung aller Kinder unter der Aufsicht eines deutschen Professors angeordnet worden sei. Die Ergebnisse der Untersuchung würden in einer beson deren Kartothek festgehalten. An diese Meldung knüpft der englische Rundfunk folgende blöde, offenbar an die norwegische Adresse gerichtete Vemerkunq: „Dies ist eine neue Form deutscher Spionagetätigkeit und entöehrt jeglicher medizinischer Erund- lage^ ... Akzentuierung sozialer Betreuung von deutscher Seite lnr Zuge einer verantwortungsbewuitten Eesundheitsfuhruna, deren Segnungen übrigens aum andren Volkern bereits zuteil geworden ist, offenbart wieder einmal oft britische Mentalität in Reinkultur. Für den Engländer ist es einfach unfaßbar, daß man auch ohne egoistische Gründe für ein anderes Land eine soziale Betätigung entfalten kann. Diese Ver ständnislosigkeit treibt ihn dazu, gemeine Verdächtigungen aus zustreuen, obgleich nicht der aerinste Grund hierfür vorliegt. Denn bei nüchterner Beurteilung der gemeldeten Fürsorge- maßnahme müßte es selbst dem stursten Briten einleuchten, daß man durch Röntgenuntersuchungen bei Kindern wohl die An lage für Tuberkulose, nicht aber für die Landesverteidigung wich tige Anlage feststellen kann. Aber offensichtlich sind die hin ter dem englischen Nachrichtendienst stehenden Hetzer vom Spio- nitis-Bazillus befallen.