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Heerklotz, Stadtrath. Stadtpolizeibehörde Bautzen, am 13. April 1871. Sile stände Ausde lung. lich, d« v Bank Mem (Akmal Kanon welche! sionen Journ tige B begri Munit 499 g L tOM Nord- Eintri L >8,00< UM dc gleiche, gegriff« L im B« müsse der in an w! das N massen verhaft K reichisü wurde empfai die per mind Aahlui wahrst 2 garia" lands S ung d llo, Bond« I35z, Mk, vr. Ge ist da! stehent Vergrr des 5j zunehmen. Jedermann, der in seine Häuslichkeit zurückkehren und jede feindselige Haltung aufgeben würde, solle vor jeder Verfolgung Seitens der Regierung sicher gestellt sein, ausgenommen seien hiervon nur die Mörder der Generale Thomas und Lecomte. Schließlich ver sprach Thiers, daß der Nationalgarde der Sold noch einige Wochen hindurch fortbezahlt werden solle. Paris, 13. April, Abends 10 Uhr. (W. T. B.) Die Kanonade hat heute Abend aufgehört, abgesehen von einigen vereinzelten Kanonen, schüssen. — Eine Proklamation der Commune löst das 1., 5„ 12., 13., 14., 11. und 171. Bataillon der Nationalgarde wegen ihres UebelwollenS und ihrer feindseligen Haltung gegen die Commune auf. Dieselben werden sofort reorganisirt werden. Jeder, der sich weigert, der Commune in der Nationalgarde ferner zu dienen, soll entwaffnet und, wenn sonstige Veranlassung dazu vorliegt, verhafte/ werden. — Die Commune verbietet ausdrücklich, eine andere Fahne aufzupflanzen als die rothe. — Einer Mittheilung des Generals Cluseret zufolge sollen die Soldaten, welche der Commune nicht dienen wollen, zu den Arbeiten bei der Ausbesserung der Enceinte und der unterbrochenen Eisenbahnstrecke nach Lyon Herangehen werden. — Delegirte der Commune haben heute verschiedene Waaren- Niederlagen besichtigt, um eine allgemeine Aufstellung der in den selben vorhandenen Artikel zu bewerkstelligen. — Die Commune Hai heute Abend durch öffentlichen Anschlag verkünden lassen, daß alle Angriffe der Versailler zurückgeschlagen seien; der Erfolg sei ein vollständiger; die Positionen des Feindes, welcher sich nur schwach vertheidigt habe, seien genommen. Ein Decret der Commune ordnet an, daß die Säule auf dem Vendomeplatze demolirt werde. Gustav Courbet wurde be auftragt, die Gemäldesammlungen in Paris wieder in normalen Stand zu versetzen und die öffentlichen Galerieen dem Zutritte de« Publicums wieder zu öffnen. « Parts, 14. April, Nachm. Der Kampf bei Asniüres wird ohne Resultat fortgesetzt. Die Versailler haben den bei der Brücke ge legenen Theil von Neuilly besetzt und stehen auf Ile de la grande jatte. Die Föderirten suchen die Versailler über die Seine zurück zudrängen. Auf der Südseite nichts Neues. Eine Haussuchung hat im Hotel Thiers stattgefunden, die Papiere wurden mit Beschlag belegt, das Silberzeug in die Münze gesandt; auch viele Kirchenbuch- suchungen haben stattgefunden und sind die in denselben befindlichen Silbergeräthe weggenommen worden. Versailles, 13. April, Abends. (W. T. B.) Die National versammlung nahm mit 445 gegen 124 Stimmen die Bestimm- i ung an, daß jedes Arrondissement von Paris 4 Municipalräthe zu wählen habe. In der heutigen Sitzung der Nationalversammlung stellte Brunei den Antrag, die Regierung über die Haltung interpeÜiren zu dürfen, welche sie im feindlichen oder freundlichen Sinne gegenüber Paris, der vielhundertjährigen Hauptstadt Frankreichs, einzunehmen gedenke. Die Versammlung beschloß, daß die Interpellation erst nach einem Monat zur Verhandlung kommen solle. — Man erwartet für morgen den Erlaß einer Proklamation Seitens des Marschalls Mac Mahon. — Pierre Leroux ist gestern am Schlagfluß gestorben. Wie daS Journal „Soir" meldet, ist die Eisenbahn nach Or leans bei Juvisy unterbrochen und sind alle nach Haris führenden Straßen von Regierungstruppen besetzt. Versailles, 14. April, Morgens. Die „Aaence Havas" versendet folgende Depesche: HM Morgen bWüN LiedenM'eine Kstige Telegraphische Korrespondenz. Hildesheim, 14. April. (C.-B.) Die Bischosswahl hat gestern stattgefunden. Zum Bischof von Hildesheim ist gewählt der im Jahre 1821 geborene seitherige Domkapitular und Capitels-Vicar Daniel Wilhelm Sommerwerk, genannt Jacobi. Trievt, 14. April. (W. T. B.) Der Kaiser empfing gestern Nachmittag die Deputationen von 48 Landgemeinden und be- suchte alsdann die öffentlichen Anstalten; überall wurde der Monarch von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt. Dem Bürgermeister von Trient drückte der Kaiser seine besondere Zufriedenheit über den Em pfang, der ihm hier geworden, aus. In seiner Antwort auf die An- spräche einer Deputation, welche politisch-administrative Fragen be rührte, betonte der Kaiser vornehmlich seinen Standpunkt als consti- tuüoneller Monarch. Abends wurde die von der Commune ver anstaltete Festredoüte besucht und fand auch hier der Kaiser bei seinem Erscheinen eine enthusiastische Begrüßung. Die Straßen waren fest- licd erleuchtet. Heute früh fand Revue über die Truppen, Besichtigung des Domes und deS Gymnasiums statt. Die Abreise nach Innsbruck erfolgt um 1 Uhr. Brüssel, 13. April. (W. T. B.) Die Züge nach Paris geh-n jctzt nicht weiter als bis zur Station Ereil an der Oise. (Eisen- bahnknotenpunkt Halbwegs zwischen Compiägne und St. Denis.) Paris, 12. April. (W. T. B.) Der Pfarrer der Madeleine- Kirche, Deguerry, befindet sich im Gefängniß zu Mazas; die Nach richt seines Todes bestätigt sich nicht. — Man meldet wieder zahlreiche hier vorgekommene Verhaftungen; unter den Verhafteten befindet sich, außer mehreren Geistlichen, auch der Buchhändler Lacroix, welcher angeklagt ist, Leute, welche sich dem Dienste entziehen wollten, bei sich verborgen zu haben.— Es wurden seit gestern mehrere Nationalgardisten entwaffnet, weil sie sich weigerten zu marschiren. — Amouroux ist wieder in Freiheit gesetzt; er wurde zum Secretair der Commune ernannt. Parts, 13. April, Abends 6 Uhr. (W. T. B.) Die Commune hat beschlossen, Bergeret in Haft zu belassen, dagegen Assy in Freiheit zu setzen. — Die Delegirten der republikanischen Liga haben einen Bericht an das Comitä über den Erfolg ihrer Sendung nach Versailles erstattet. In demselben heißt es: Nachdem die Delegirten Thiers von dem Programm der Liga in Kenntniß gesetzt hatten, habe ihnen derselbe erwiedert: Als Chef der allein in Frank reich berechtigten Regierung habe er keine Veranlassung, sich über irgend ein Abkommen in Erörterungen einzulaffen, er sei indeß ge neigt, die Ansichten, welche er als Chef der Exekutivgewalt hege, mit- zutheilen. Er übernehme jede Garantie sür die Existenz der Republik, jo lange er im Besitze der Exekutivgewalt sei. WaS die kommunalen Freiheiten angehe, so handle es sich hier um nicht mehr und nicht weniger, als daß Paris sich denselben Bestimmungen füge wie alle andern Städte und zwar in Gemäßheit der von der Nationalver sammlung erlassenen Communalgesetze. Man würde die Organisation der Nationalgarde von Paris in Angriff nehmen, aber es sei nicht möglich, die Stadt von jeder Besetzung durch die Armee principiell auszuschließen. Er könne Denjenigen, welche gegen die Nationalver sammlung kämpfen, nicht die Eigenschaft als Kriegführende zugestehen; eben deshalb sei er nicht im Stande, noch habe er die Absicht, über Abschluß eines Waffenstillstandes zu unterhandeln. Wenn jedoch die Nationalgarden das Feuer einstellen würden, so sollen auch die Truppen der Regierung ihrerseits das Gleich? tbun, er behalte sich jedoch aus drücklich die Befugniß vor, die Feindseligkeiten jederzeit wieder auf- Bekanntmachung. Montag, den 17. April m o., sollen zwischen Demi- und Zockau größere Parthieen an den Bahnböschungen geschlagenes Birkenreißig gegen Baarzahlung versteigert werden. Die Auction beginnt oberhalb Haltepunkt Demitz, Vormittag 8 Uhr und wird beendigt in Zoöka« — Bahnhaus No. 4t- — gegen jlO Uhr. Ingenieur Bureau Löbau, am 16. April 1871. Der Königliche Betriebs-Ingenieur: Preßler. »74 Erledigt hat sich die wegen des Armenhäuslers Gottlieb Golds in Schönbach unterm 3. ds. Mts. erlassene Bekanntmachung. Königliches Gerichtsamt Neusalza, am 13. April 1871. Flohr. Diebstahl. Am 9. d. M. früh ist eine neusilberne Spindeluhr mittlerer Größe mit weißem Zifferblatte, römischen Ziffern, stahlblauen Zeigern, sogenannten Doppel boden und an der Rückseite zum Aufziehen eingerichtet, entwendet worden, was zur Entdeckung des Diebes und Wiedererlangung des Gestohlenen hiermit bekam« gemacht wird.