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Eine» leichten Grauens konnte man sich nicht erwehren, wenn man bedachte, daß . diese Turcoregimenter zum Einbruch in unsere schönen deutschen Ge filde bestimmt waren, und man dankte im Stillen der deutschen Tapferkeit, die diese Fremdlinge nur alS ungefährliche Gefangene unsern Boden betreten ließ. Auf dem Wege nach der Caserne verkauften . einzelne Franzosen Epauletten und sonstige Montirungsstücke um geringe Silbermünzen an Einzelne von den Zuschauern. — 18. Septbr. (Dr. I.) Die Züge mit verwundeten und gefangenenFranzosen dauerten auch heute fort. In den Mittags- stunden traf ein Zug mit über 1000 gefangenen Franzosen ein, wo- von die eine Hälfte nach der Festung Königstein weiter fuhr, während die andere nach der hiesigen Caserne abgesührt wurde. Unter den be reits in der Caserne internirten Gefangenen befindet sich auch ein Zunge von 13 Jahren, ein sogenanntes enksnt ä« troupe». Der selbe hatte bei Sedan seine Mutter, eine Marketenderin, und seinen Vater, einen Liniensoldaten, verloren; sein Bataillon hatte er nicht verlassen wollen, obwohl ihm dies von deutscher Seite freigegeben wurde. — Die Jnfanteriecaserne ist scharf bewacht; zur weitern Bewachung des Barackenlagers bei Uebigau sind u. A. drei Geschütze bestimmt, die stets scharf geladen, ihre Mündung den Thoren des Lagers zukehren werden. z Dresden, 18.Sept. Heute wurde der dritte diesjährige wendische Gottesdienst in hiesiger Kreuzkirche abgehalten. Trotz des unfreundlichen Wetters hatte sich eine große Menge Andächtiger, zum Theil aus weiter Ferne, eingefunden. Hr. Past. Immisch aus Göda hielt die Predigt. Communicanten waren 256, welchen Herr Past. Jäckel aus Uhyst a. T. zwei Beichtreden hielt. — Der vierte Gottesdienst findet am 2. Aventsonntage, den 4. December d. I., statt. Leipzig, 17. Septbr. (D. A. Z.) Gestern Mittag sand die erste öffentliche Verhandlung vor dem hiesigen Bundes-Ober- Handelsgericht unter Vorsitz des Präsidenten Or. Pape und unter Theilnahme von neun andern Mitgliedern des Gerichtshofs statt. Als ildvocaten fungirten die hierher übergesiedeltcn Bundcs-Oberhandels- gerichtsanwälte'Justizrath Stegemann und Advocat Illgner. — (L. Z.) Vorgestern Abend traf die telegraphische Antwort aus die am 3. d. M. vom hiesigen Rathe und den Stadtverordneten an Se. kgl. Hoheit den Kronprinzen Albert gerichtete Adresse ein. Sie ist von Neuilly, den 15. Sept., datirt und lautet: „Herrn Bürger- meister vr. Koch, Leipzig. Bitte, dem Rath und den Stadtverordneten von Leipzig meinen aufrichtigsten Dank für die treuen Wünsche auS- zusprechen. Albert, Herzog zu Sachsen." — Von dem Direktorium der Leipzig-Dresdener Eisenbahn ist eine höchst dankenswerthe Einrichtung getroffen worden. Auf dem Platze, wo die hier durchkommenden gefangenen Franzosen ge speist werden, ist eine Auswechselungscasse errichtet worden, welche den Franzosen Gelegenheit giebt, ihre einheimischen Münzen gegen deutsche Münzen zum vollen Werthe umzuwechseln. Im Laufe des gestrigen Tages sind an dieser Casse bereits gegen 700 Thlr. um gesetzt, auch französische Briefmarken gegen baares Geld entgegen genommen worden. Diese Einrichtung verdient die vollste Anerkennung, da aus diesem Wege den leider so häufig vorgekommenen Uebervortheilungen am Wirksamsten entgegengetreten wird. — Das „L. T." schreibt: Die neuliche Mittheilung, betr. den Reiter Mucke aus Neu-Reudnitz, bei der 1. Schwadron des 3. sächs. Reiter-Re giments, bedarf einer Berichtigung. Dem tapfern Reiter wurde im Reiter gefechte am 28. v. M. bei Buzancy sein treues Roß unter dem Leibe rschossen und er selbst verlor bei dem Falle seinen Helm. Plötzlich ah er seinen Lieutenant von Mülkau, aus Zwickau stammend, von acht afrikanischen Jägern umringt und fast schon vom Pferde gezogen, )a sprang der brave Mucke hinzu, nur den Säbel in der Faust, schlitzte dem einen der Franzosen den Leib auf, hieb dem zweiten den Kopf ab, ergriff seinen Lieutenant am Beine und schlug zu gleicher Zeit einem dritten Franzosen den Kops mitten durch. Unterdessen war der Lieutenant auch zum Hauen sähig geworden, und so blieb von den acht Franzosen nur einer übrig, der die Flucht ergriff. Auf dem Rück wege trafen Beide noch auf einen französischen Lieufenant, dem der lMch NjL, druG mIiMw mehrere Industrielle der benachbarten Fabrikdörfer: Ebersbach, Eybau, Gersdorf, Hirschfelde, Leutersdorf, Oderwitz, Reichenau und Seifhenners dorf betheiligt haben, lieferte das erfreuliche Erträgniß von fast 9000 Thlrn. In Folge dessen konnten am 12. d. M. 5 vollgepackte Eisenbahn waggons, unter Führung der Kaufleute Rudolph Meusel und Pau Ermlich von hier, nach dem Kriegsschauplätze abgehen. Dieselben werden ihren Weg über Belgien nehmen und vorzugsweise die Lazarethe in der Nähe von Sedan, dem Schauplatze der letzten blutigen Kämpfe, aufsuchen. Die Sendung besteht aus: 400 Stück wollnen Decken >2,000 Paar wollnen Socken, 648 Stück wollnen Jacken, 432 Stüc wollnen Leibbinden, 360 Paar Unterbeinkleidern, 240 Stück Hemden 50 Dutzend Taschentüchern, 240 Ellen Flanell, 230 Ellen Shirting, 556 Ellen Handtüchern, 516 Paar Schuhen, 150 Stück Keilkissen, 300 Stück Rollkissen, 340 Pfd. Zucker, 300 Pfd. gebranntem Kaffee, >000 Pfd. Chocolade, 3000 Pfd. Brot, 100 Pfd. Butter, 300 Pfd. Cervelatwurst, 150 Pfd. Schinken, 360 Flaschen Portwein, 180 Flaschen Rothwein, 200 Flaschen Rum, 5 Eimer Liqueur, 37 Pfd. Fleisch- eMt, 500 Pfd. Salz, 120 Pfd. Seife, 330 Pack Stearinkerzen, >08 tausend Cigarren, einer großen Partie Rauch-, Schnupf- und Kautabake, Tabak- und Cigarrenpfeifen, Tabakdosen, für 200 Thlr. Gummiwaaren, Watte rc., für 400 Thlr. Bleipflaster, Badeschwämme, Gyps, Medicamente, 1300 Pfd. Chlorkalk rc. rc. und konnte auch noch cine erhebliche Baarsumme beigegeben werden. * Großschönau. Am 13.Sept. Abends ist der 61 Jahre alte Inwohner und Steinschläger Johann Christian Friedr. Quärisch aus Kottmarsdorf, in Seifhennersdorf wohnhaft, muthmaßlich in trunkenem Zustande., von der Dorfstraße in die Mandau gestürzt und hat durch Ertrinken den Tod gefunden. Der Verunglückte hinter läßt zwei erwachsene Kinder. Dresden. Se. Maj. der König haben allergnädigst geruht, den Eommandeur der 2. Infanterie-Brigade Nr. 46, Oberst v. Montbe und den Kommandeur der 4. Infanterie-Brigade Nr. 48, Oberst von Schulz zu Generalmajoren zu ernennen, sowie die von dem Com- mandeur der 3. Jnfantcriebrigade Nr. 47, Generalmajor Tauscher und die von dem Eommandeur des 4. Infanterie-Regiments Nr. 103, Oberst». Rohrscheidt, krankheitshalber erbetene Versetzung in den Disponibilitätsstand mit der gesetzlichen Pension und der Erlaubniß zum Forttragen der bisherigen Uniform mit den vorgeschriebencn Ab zeichen zu bewilligen und Ersterem hierbei das Comthurkreuz 2. Classe des Verdienstordens, Letzterem das Comthurkreuz 2. Classe des Albrechts ordens huldreichst zu verleihen. — Ihre königl. Hoheit die Frau Kronprinzessin hat den Kriegsnservelazarethen zu Wurzen und Großenhain einen Besuch ab gestattet. — >7. Sept. (D. I.) Seit gestern Nachmittag sind mehrere tausend gefangene Franzosen durch und in unsere Stadt ge kommen. Zunächst trafen gestern ^4 Uhr 1640 Gefangene der ver schiedensten Waffengattungen ein, welche nach kurzem Aufenthalte hier nach den schlesischen Festungen weiter spedirt wurden. Hierbei machte ein «Raseur ä, ebeval den Versuch, dem sich die Langebrücker Höhe langsam hinaufwindenden Zuge zu entspringen, was ihm zwar gelang, aber kurz darauf zu seiner Einfangung durch mehrere Eisenbahn- albüter führte. Bald daraus entdeckte man in verschiedenen Localitätev des schlesischen Bahnhofes noch andere Deserteure, die sämmtlich in strengen Gewahrsam genommen wurden. Zur Ankunft der für das Ba rackenlager bei Uebigau bestimmten Gefangenen hatte sich trotz der Mitter nachtstunde eine außerordentlich zahlreiche Menschenmenge eingefunden, welche die ganze Länge des Leipziger Bahnhofes bis auf die Anton straße hinter einer starken Postenkette Spalier bildete und die Fran zosen, welche in der nächsten Zeit so unerwartete Mitbewohner Dresdens hin werden, neugierig, jedoch in der besten Haltung verharrend, musterte. Der Zug traf gegen Z12 Uhr mit 1569 Franzosen und unter Bedeckung von 137 Mann Preußen vom 88. Regiment hier nn, wurde in 4 CorpS abgetheilt und marschirte sodann unter starker Bedeckung nach der großen Jnfanteriecaserne. Es waren Artilleristen, die unter General Lebrun gestanden hatten, durchgehends große, stramme ,.iv""nssMaten, ein Mittelschlag, Linieninfanterie, deren außer- ordentuche Kleinheit vielfache Ruse der Verwunderung erweckte, und 300 TurcoS, die interessanteste Truppe, die man sehen konnte. > oA bestanden diese Afrikaner aus kräftigen, stattlichen fische? Costüm, der um den Kopf gewundene Tur- - pe ' bMe Jacke mit gelben Streifen besetzt, die offene Brust, l üben,