zeitlichen Gräberfeldes von Dresden-Strehlen, der bei Bauarbeiten im Großen Gar ten zwischen dem 7. und 18. November 1874 geborgen worden war. Eine trefflich und farbig bebilderte Publikation der zuletzt genannten Bestände (Geinitz 1876) folgte bald darauf als freudiger Dank für die Mithilfe beim Aufblühen der jungen Museumsabteilung. Die Preuskersche Sammlung selbst kam erst auf Umwegen 1879 in das von Gei nitz gegründete Institut, das auf Grund der nunmehr bedeutenden Bestände den ehrenvollen Auftrag erhielt, sich an der Ausstellung vorgeschichtlicher und anthro pologischer Funde Deutschlands vom 5.-21. August 1880 in Berlin zu beteiligen und auch den Katalog mitzugestalten. Vorher waren in Abständen zuerst ein großer Teil und dann Nachlieferungen sowie inzwischen hinzugekommene Neuerwerbungen der Preuskerschen Sammlung an die Königliche Antiken-Sammlung abgegeben worden. Der ehemalige Preusker sche Besitz umfaßt vaterländische Altertümer, die von ihm in mehr als 30 Jahren durch eigene Entdeckungen, durch Grabungen, durch Geschenk, Tausch, aber auch Kauf zusammengetragen worden sind, d. h. in der Zeit, in der er von Großenhain aus als Staatsbeamter (1824-1853) die Umgebung seines damaligen Wohnortes, aber ebenso die geschichtsträchtigen Räume um Dresden, Meißen und Oschatz so wie die Oberlausitz intensiv erforschte. Freilich liegt der Grundstock der Preusker schen Sammlung noch mehr als zwei Jahrzehnte weiter zurück, als nämlich 1802 Urnen von der Fundstelle Heiterer Blick bei Bautzen und ein Bronzebeil vom Lö bauer Berg zu seiner großen Freude aufgefunden worden waren. Selbst vor der Großenhainer Zeit wurde während des Militärdienstes in und nach den Befreiungs kriegen bis zum Jahre 1824 genügend Material erlangt, das auch französische und rheinländische Stücke ebenso wie solche aus der späteren Provinz Sachsen, aus Thü ringen, Schlesien, Hannover, Holstein, Mecklenburg und Rügen sowie anderen Ge genden des deutschsprachigen Raumes enthielt. Preusker selbst führte einiges Fund gut auf die Kelten zurück, anderes auf die Römer und Slawen, während er wegen des Hauptanteiles der Materialien seinen Besitz als „Sammlung germanischer Alter- thümer“ bezeichnete. Nach dem Übertritt in den Ruhestand und damit auch der Aufgabe einer zur Aufstellung der umfangreichen Sammlung unbedingt notwendigen großen Dienst wohnung überließ der em. Rentamtmann Preusker seine Bestände im Jahre 1853 dem obengenannten Museum. Er verband das mit Bedingungen, die auch in einer Verordnung des Königlich Sächsischen Ministeriums des Innern vom 3. Oktober 1853 bestätigt wurden. Diese Festlegungen enthalten die Zusage, daß alle Bestand teile unverändert beieinander bleiben müßten, und daß damit auch das Andenken des Sammlers gesichert werden sollte. Die Überschreibung der Kulturgüter war er folgt, um diese dem Heimatland, aus dem sie meist stammten, geschlossen zu erhal ten und um künftiger Forschung als Quellenmaterial zur Ermittlung „früherer Kul turzustände“ und deren Entwicklung zu dienen. Die relativ große Kollektion erreichte deshalb einen so beachtlichen Umfang, weil neben eigener Sammlungs- und Grabungstätigkeit erfolgreiche Aufrufe an die