Abb. 1. 1-3 Arnstadt, „Kiesgrube Greßler“, Körpergrab 1936; 4, 5 Großeutersdorf, Lkr. Jena, „Kirchberg“, Brandgrab 25. Bereich Ur- und Frühgeschichte der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Nr. 25468-25470; 35966-35967. 1:2. Bild als Helmsdorfer Gruppe 3 entgegentreten wird. Auch mit der Verbreitung über die Saale nördlich der Buntsandsteintafel erweist sich die Unstrutgruppe als echte Nachfolgerin der Hügelgräberkultur (vgl. Peschel 1978, S. 90, Abb. 1). Im Formen bestand wird deutlich, daß die ambivalente Bindung der nordthüringischen Hügel gräberkultur fortdauert, einmal an den alten danubischen Herd der Bronzezeit, zum anderen an die osthessische Provinz. Von der Hügelgräberkultur her erhält sich zu nächst auch die Sitte, die Toten unverbrannt zu bestatten. Man kann an diesem Sachverhalt sehen, daß die Unstrutgruppe als Nachfolgerin der örtlichen Hügelgräberkultur hier und die Osterländische Gruppe der Lausitzer Kultur da wurzelhaft wenig miteinander zu tun haben. Ist diese jedenfalls fremder Herkunft, so entsteht jene im Lande selbst. Über das Verhalten zueinander ist mit dieser schematischen Gegenüberstellung wenig gesagt, als Ansatzpunkt immerhin soviel, daß die Handlungsträger beider Gruppen anfänglich einander fremd gewe sen sein müssen. Die Gräber der Frühzeit - und nur um diese Frühzeit soll es hier gehen - sind überall gut mit Bronzen ausgestattet. Diese Tatsache läßt den Unter schied recht bildhaft werden. Die Totenausstattung des Mannes innerhalb der Lausitzer Kultur besteht aus Nadel und Messer. 4 Sie begegnet an der Saale in Großeutersdorf, Grab 25 (Abb. 3 Zusammenfassend Schmidt 1978, S. 127 ff.; Schmidt/Nitzschke 1979, S. 167 ff.; Peschel 1978, S. 113, Anm. 4. 4 Zu den Messergräbern vgl. Coblcnz 1963, S. 275 ff.