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von hier, der bisher bewußtlos darnieder lag, ist nun seinen Verletzungen erlegen. — Altenburg, 25. August. Im benachbarten Orte Rödigen goß ein 22jähriger junger Mann in einen großen, leeren Karbidbehälter trotz Verwarnung Wasser durch eine Oeffnung, wodurch sich der in dem Behälter befindliche Kar- bidftaub entzündete und unter heftigem Knall explodierte. Dem jungen Mann, der gerade durch die Oeffnung sah, wurde hierbei das Gesicht schwer verbrannt und es ist fraglich, ob ihm das Augenlicht erhalten werden kann.UK^WMMN Die Heimat. Roman von L. I d e l « r. l3I. ^oit(etz»n» > „Wo ist Ihre Schwester, die Lore Krasnek?" fragte der Wachtmeister. „Nicht hier!" war die ruhige Antwort. „So wird sie steckbrieflich verfolgt werden!" sagte der Beamte. „Und sie kann sich vielleicht noch retten!" dachte Melanie, aber sie sprach diese Hoffnung nicht aus. Auf dem Gutshofe rotteten sich Knechte und Be diente zusammen, die Wolfsjäger griffen nach den stets geladenen Büchsen un!d die Angelegenheit nahm für die wenigen Gendarmen schon eine bedenkliche Wen dung Die Bewohner von Wirfek waren nicht gewillt, ihre Herrin, die sie allezeit förmlich vergöttert hatten, ohne weiteres der verhaßten russischen Polizei auszu- liesern. Merensky trat an die Seite der Gräfin und flüs terte ihr zu: „Auf dem Hofe stehen mindestens fünf zig Mann bewaffnet. Was sind dagegen diese wenigen Gendarmen? Wir wollen sie überwältigen und bin den, und wir versprechen, Blutvergießen, wenn irgend möglich, zu vermeiden. Dadurch wird Zeit gewon nen, und bis Militär kommt, sind Sie in Pchußen Und in Sicherheit. Wir stlehen alle mit Gut und Blut zu unserer gnädigen Gräfin:!" Der treue Mann wußte, was auf dem Spiele stand, denn er führte die Korrespondenzen seiner Herrin. „Ihr armen Toren," sagte Melanie weich unjd blickte mit ihren schönen, dun-len Augen de^ Dipner freundlich an, „ich sollte euch alle ins Unglück stürzen, um mich zu retten? Ich würde entfliehen, und ihr müßtet es büßen! Das will ich nun und nimmermehr! Das Spiel ist aus, und es mag so gut sein. Lebe wohl, Merensky, Hache Dank für deine Treue! Grüße jeden einzelnen von Melanie Lowoff!" Sie reichte ihm die Hand, Merensky sank auf die Knie und drückte seine Lippen darauf; der äußerlich so kühle, leidenschaftslose Mann empfand tief im Her zen eine glühende Neigung für seine schöne Herrin; nie hätte er es gewagt, seine Augen zu ihr zu erheben^ aber er war bereit, für sie in den Tod zu gehen. Als er sich wfeder aufrichtete, war in seinem Herzen das Todesurteil des Verräters besiegelt. Die Gräfin wandte sich an die Beamtep. „Ich bin bereit, Ihnen zu folgen und mich vor dem Richter zu verantworten; aber ich verlange, daß man mir wenigstens Zeit läßt, mich in meinem Schlafzimmer umzukleiden. Ich bin auf eine so weite Fahrt in der; Kälte augenblicklich nicht eingerichtet." „Laßt sie nicht gehen!" schrie Zrrncke. „Sie ent flieht! Sie springt aus dem Fenster! Es stechen «in!e Menge ihrer Leute aus dem Hof, und diese verhelfen ihr zur Flucht!" „Hund!" knipfchte Merensky in maßlosem Zorne. Die Beamten sahen einander an; sie Verstandes den Sinn dieser Bitte. An eine körperliche Flucht der Gräfin Lowoff glaubte niemand von ihnen, wohl aber floh die Seele aus dem Bereiche der irdischen vor den himmlischen Richter. Eine lange, bange Pause entstand; endlich sagte der Wachtmeister halb flüsternd zu einem der Poli zisten: „Wir wollen sie gehen lassen. Als ich in L. einmal schwer erkrankt am Typhus lag und mein, Weib und meine Kinder inD Elend gerieten, weil die lange, schwere Krankheit alle unsere Mittel aufgezehrt hatte, da hörte die Gräfin Lowoff von unserer Not, und sie sandle uns nicht war Lebensmittel und Kleider für die Kinder, nein, sie kam selbst und sprach meinem ar men, ganz verzagten Weibe neuen Mut und üeue Hoff nung ein. Als ich gesund wurde und dieses Barm H er zigkeitswerk, das sie an uns, den ihr ganz fremden Menschen, getan hatte, erfuhr, gelobte ich mir, ihr das niemals zu vergessen, und jetzt ist der Augenblick ge kommen, in dem ich ihr die Wohltat vergelten kaum Ich will Ihnen Sibirien ersparen, Frau Gräfin," sagte er laut in achtungsvollem Ton und legte salutierend die Hand an Oer Mütze, gehen Sie, wir werden warten!' Freundlich dankend nickte ine Dame dem russischen Beamten zu; dann ging sie ruhig mit der.gewohnten königlichen Haltung in das Nebenzimmer. Merensky aber schlug die Hände vor das Gesicht und wleinte laut auf. Noch einmal durchschritt die schöne Frau alle ihre vielen, in blendender Pracht strahlenden Gemächer; vor manchem Bilde, vor manchem Kunstwerke, das sie geliebt hatte, blieb sie noch einen Augenblick stehen; dann betrat sie mit einem heiteren Lächeln ihr Schlaf zimmer. „Lebe wohl, Graf Hochkamp!" flüsterte sie. „Es ist anders gekommen, als ich es prir noch gestern/ er träumte, aber es ist vielleicht besser so! Wer weiß, ob wir auch wirklich glücklich miteinander geworden wären!" Nach wenigen Minuten krachte ein Schuh. Als die Gendarmen dem Schalle nacheilten und in das Schlaf zimmer drangen, saß die Gräfin auf einem seidenen Diwan, der Kopf war auf die Lehne gesunken und die Augen schon geschlossen, aber um ihren Mund spielte noch das frohe Lächeln. Ein schmaler Fadens roten Blutes sickerte langsam auf das kostbare weiße Bä ¬ renfell zu ihren Füßen. Sie hatte sich mit sicherer Hand durch das Herz geschossen und war nun aller irdischen Sorge über,hoben „Gott wird ihrer Seele gnädig sein," sagte der Wachtmeister, „und wenn sie auch im Irrtum handelte, es wird so mancher um sie trauern und dankbar ihrer gedenken" Zarncke stand betroffen vor der Leichs; ans dies? Art der Flucht hatte er — der Feigling — niemals gedacht. „Wie kann ein Mensch sich selber töten!" murmelt? er; er wollte leben, leben um jeden Preis. Wer als er sich umwandte, sah er in das wutverzerrte Gesicht Merenskys, dieser hob den Arm, ein blitzender Gegen stand sauste hernieder, und taumelnd sank der Ver räter in die Arme der ihn erschrocken auffäugenden Polizisten. Kaltblütig warf der Sekretär das blutige Dolchmesser zu Boden und reichte selbst seine Hämde den Gendarmen zum Binden dar. „Ich habe nur die Wett von einem Scheusal be freit!" sagte er und ließ sich ruhig nach L. transpor tieren. Als Roderich das traurige Schicksal der schönen Frau, der er so viel zu verdanken hatte, erfuhr, war er unsäglich erschüttert. Er dachte an sie, wie sie an der Spitze ihrer Jäger uinter die Raubtiere gesprengt war, unerschrocken und mutvoll, wie eine Lichtgestrtt, die der Himmel sandte. Er konnte die Leiche der schönen, unglücklichen Frau nicht mehr sehen und kein Vaterunser an ihrem Grabe beten, denn er reiste n/och denselben Tag, au dem. sie gestorben war, mit seinem getreuen Stein für immer nach Deutschland zurück, körperlich und seelisch fast krank von all den schrecklichen Erlebnissen, die ihm der Be sitz jenseits der Grenze gebracht hatte. Die Gräfin Lowoff ruhte schon wochenlang in der Familiengruft an der Seite ihres alten Gemahls, den! sie nie geliebt hatte, und Zarncke lag noch immer auf den Tod im Krankenhause zu L. Der Dolchstich Me renskys hatte die Lunge getroffen, und nur sein ro- ' buster Körper ließ ihn die schwere Verletzung endlich, k überstehen. Er wurde auf Kosten der russischen Regie- !s rung, der er durch den Verrat ja einen betdontenden s Dienst geleistet hatte, vorzüglich verpflegt, Und als der ; Nihilist Petar Petruschkin wirklich ergriffen und bald - darauf hingerichtet wurde, arhielt Zarncke die Hälfte . des Blutgeldes. Mit diesem Geld und der Summe, die er dem Gra- fen Hochkamp zuletzt noch gestohlen hatte, konnte er schon eine ganze Weile leben. Da er aber voraussicht lich fortan kränklich blieb, kam er auf den Rat der Be amten in L. beim Zaren um eine lebenslängliche Pen sion ein, da er ja in kaiserlichen Dienstzen verunglückt sei. Diese wurde ihpr bewilligt, und mit reichen Geld mitteln versehen, verließ auch Zarncke Rußland für immer. Peter Petruschkin war enthauptet, aber Love Kras- nek gelang es, nach Preußen zu entkommen, Die Poli zei war ihr dabei jedoch hart auf den Ferssen, und wäh rend der eiligen Wucht im Winter auf offenen Bau erns uhrwerken und in den verschiedensten Verkleidunf- gcn nahm ihr schon weit vorgeschrittenes Brustleiden reißend zu. In einer Keimen westpreußischen Stadt überfiel sie ein Lungenblutsturz, d^m sie nach wenigen Tagen erlag. Sie starb in eiuem elenden Gasthaus und wurde auf dem kühlen, ärmlichen Friedhof als eine Fremde begraben, von der niemand wußte, wer sie eigentlich war. Dort ruhte sie nun von ihren vie len Irrfahrten aus, ungekannt und unbetrauert. (Fortsetzung folgt.) Bermschte Nachrichten. — Schwerer Eisenbahnunfall. Der Ex preßzug der Chicago-Montreal-Bahn kollidiert? bei Du rand (Michigan) mit einem Schnellzuge der Grand Trunk Railroad. 18 Schlafwagenpassagiere wurden ge tötet, eine größere Anzahl verletzt. Der MaterMlscha- den ist bedeutend. Einzelheiten fehlen noch. — Große Waldbrände in Amerika. Ein heftiger Schneefall, der am Mittwoch in der Umgebung von Missoula niederging, hat erheblich, zur Eindämm ung des Waldbrandes beigetragen. Im Umkreise von Setser Creek wurden die Leichen von 20 staatlichen Forstbeamten gefunden. Die aus Avery (Idaho) abge gangene Hilfsmannschaft ist an Rauchvergiftung zu grunde gegangen. Man hat ihre völlig verkohlten Lei chen aufgefunden. Die Zahl der Opfer im Nordwestjen beträgt insgesamt 85. Der Bundesforstrufseher Weigle hat erklärt, 114 seiner Angestellten seien in de^ Wald bränden umgekommen, 74 würden vermißt. Diese Ver lustziffer nimmt nur auf den Forstbezirk von Coeur' d'Alene Bezug. — Schweres Schiffsunglück. Das Fischer boot „St. Pierre" aus Porte! wurde von dem hol ländischen Küstendampser „Ary Scheffer" angerannt und buchstäblich entzwei geschnitten. Von der aus 40 Mischern bestehenden Besatzung des „St. Pierre" sind 7 ertrunken. — Verhafteter Schwindler. In Lübeckwur- de der Kaufmann Abraham Haape aus Finnland ver haftet, der von deutschen Stahlwarensirmen Waren lieferungen im Betrage von 100000 Mark erschwindelte- — Einbruchsdiebstahl. In der Billa Tichw in Baden bei Wien wurde Mittwoch nacht eingebrochen. Die bis jetzt noch unbekannten DiÄe raubten^ Wertpa piere, Schmuck und Bargeld in Höhe von 300000 Kro nen. — Folgenschwerer Jähzorn- Zwei Schü ler einer höheren Lehranstalt in -Riemscheid gerieten; wegen eines Drachens in Streit. Dabei zog der eine ein Messer und stieß es seinem Kameraden in die Brust. Der Betroffene wurde schwer vorletzt in die elterliche Wohnung gebracht, wo er seinen Verletzungen bald da rauf erlag. — Schon wiedergegeben. Toni spielt mit eint» gen Altersgenossen. Sie bekommt dabei eine tüchtige Ohr feige ab. Das Kindermädchen sieht dies und eilt herbei. »Die hättest Du dem Jungen aber wiedergeben müssen!' sagt sie. ,O", erwidert Toni, .die hatte ich ihm schon wtedergegeben — vorher nämlich!' Wettervorhersage für den 27. August 1810. Nordostwind, heiler, warm, meist trocken. Fremdrittiste. Uebernachtel haben im RathauS: Ernst Krug, Kaufmann, Barmen. Max Mayer. Kauf- mann, Dresden. ReichShos: Ludwig Traudt. Kaufmann, Berlin Ulrich Ficht ner, Oberlokomotivführer, Hof in B. Reinhardt Ott« und Frau, Kaufmann, Arno Baer, Kaufmann, sämtl Leipzig LouiS Bretschneider, Lokalrichter, Aue. Richard Schneider, Kaufmann, Plauen A Theiß. Kaufmann, Dres den. H. Schwalm, Gastwirt, Leipzig. Theodor Bochel und Tochter, Priva tier, Dresden. Stadt Leipzig: Georg Walther, eanä. tecbn , Leipzig. Hilde gard Walther, e-raä. teedn., DreSden-Löbtau. Alfred Junghans, Kauf mann. Plauen. Felix Leuchner, Kaufmann, Greiz M Raab, Kaufmann, Radebeul. Dr. Schreiber und Frau. Kgl. Baurat, Dresden. Stadt Dresden: E. Freiberg, Monteur, Chemnitz. Karoline Dittrich, Händlerin, Altenburg. Friedr. Groß, Kaufmann, Schmölln S-A. En gl Hof R. Müller, H. Vollmer, T und I. Schneider, Schüler auS Cöln. Carl Klemm Händler, Chemnitz. Kirckliche Flachrlchtm aus der Barochie osikmkolL vom 21. bis mit 27. August ISIS. Aufgeboten: 71) Hermann Arthur Meusel, Kaufmann hier, ehel. S. de» weil. Julius Hermann Meusel, Strumpfwirkers in Burgstädt mit Clara Unger hier, edel. T. de« Ernst Heinrich Unger, Gastwirts hier. 72) Gustav Walther Spitzner, Geschirrsührer in Blauenthal, ehel. S. deS weil. August Friedrich Spitzner, MaurerS daselbst mit Hilda Helene Baumann in Blauenthal, ehel. T. de« Karl Wilhelm Baumann, Fabrikarbeiters daselbst. 73) Johannes Ernst Dittrich, Obergärtner hier, ehel S. d«S weil. Ernst Dittrich, Hütteninspektors in Greulich mit Helene Elisabeth Werbig hier, ehel. T. deS Karl August Werbig, ans. HandelSmannS hier. 74) Hierony mus Wilhelm Unger, Kaufmann hier, ehel. S. deS Hieronymus Wilhelm Unger, Holzschleifereibesitzers hier mit Helene Martha MeichSner hi«r, T. des Gotthold Heini ich MeichSner, KonditoreibesitzerS in Zwickau. Getraut: kk) Max Kurt Unger, Hausmann hier mit Olga Elise geb. Gläß hier. Getauft: 2W) Alfred Johannes Pfefferkorn. 211) Anna LiSbet Schönfelder. 2!2) Alfred Walter Stemmler, unehel 213) Rudolf Erwin Steinert. 214) Lott« ElSdet Radecker. 213) Wally Johanne Zöbisch, unehel. 2IS) Irma Elfriede Schönfelder. 2!7) Friedrich Gustav Han» Karl Löber. 2>8) Marta Elsa Spitzner. Gestorben: 124) Emilie Friederike Glyher, verw. gewes. Köhler geb. Unger. Witwe de« Ernst Friedrich Glyher, VordruckerS hier, 73 I 10 M. 9 T. 12b) Ungetanste ehel. T. de» Karl Erdmann Hutschenreuter, Maschi« nensticker» hier, I T. 126) Dora Adele, ehel. T. de« Aloi» Kunz, Maurer» hier, S M. 127> Elisabeth, ehel. T. de» Johann Zitterbart, MaurerS hier, 3 M. 21 T. I2b) Doris Marianne, ehel. T. deS Gustav Arno Mothe», Fabrikarbeiters hier, 2 M. 12 T. Am 14. Sonntage nach Hrtnitatis. Vorm. Predigttext: Phüipper 3, 12-16, Pastor Ru dolph. Die Beichtrede hält der Pfarrer. Nachm. 1 Uhr: Unterredung für die Jünglinge der drei letzten Jahrgänge. Der Pfarrer. Abend- 8 Uhr: JünglingSverein im Diakonate, Pastor Rudolph. Katholischer Hottesdienk in Eibenstock. Vorm. 9 Uhr: Hochamt mit Predigt im Saale deS „Schützenhauses'. Vorher Beicht-, nachher Taufgelegenheit. Kuchennachrichten aus Schönheide. vom. XIV post liillUitti» (Sonntag, den 28. August 1910). Früh 8 Uhr: Beichte und heiliges Abendmahl, Pastor Ruppel. Vorm. 9 Uhr: Gottesdienst mit Predigt, Pfarrer Wolf. Vorm. I I Uhr: Kindergottesdienst für das 3. u. 4. Schul jahr, Pastor Ruppel. Kirchennachrichlen von Karlsfeld. 14. Sonntag «- Irinilati, (den 28. August 1910). Vorm. 9 Uhr: Lesegottesdienst. Neueste Nachrichte«. — BadKösen,26. August. Der bekannte Kunst- geweMer Professor Schulz ve r un g lüchtie in der Nähe von Bad Käsen bei einem Zusammenstoß Sines Automobils mit einem Fuhrwerk. Die Insassen dies Automobils, darunter Schulz, wurden schwer verletzt. Nur der Direktor des Kösenkr Kurtheaters kam mit leichteren Verletzungen davon. Eine auf dein Fuhr werk sitzende Frau Erlitt ebenfalls schwere Verhetzungen., Das Automobil wurde stark beschädigt. — Wien, 26. August. Bei den Manöver«, die unter Erzherzog Eugen zwischen Trient und dem See Loppio stattfanden, ereigneten sich mehrere schwe re Unfälle. Zwei Kaiserschützen, die als Vorpa trouille aus geschickt waren, stürzten in eiwe tiefe Schlucht und erlagen bald darauf ihren schweren! Ver letzungen. Ein Oberleutnant und ein Generalstwbs- haupttnann erlitten auf unwegsamem Terrain Arm- und Beinbrüche. Viele Soldaten mutzten sich krank melden. Dor Erzherzog ließ die Manöver abbyschen. — San Sebastian, 26. August. Ein furcht bares Explosionsunglück in dem Vorort von Bilbao, Basurto, ereignete sich gestern abend gegen 1lü/r Ahr in dem Augenblick, als die letzten Stücke eines großen Feuerwerks abgebrannt werden sollten. Die Böllerschüsse fingen an zu donnern, als ein vielstimmi ges Schmerzensgeschvei den Garten erfüllte. Einer der größten Böllermörser war explodiert und Hattie ein entsetzliches Unglück angerichtet. Die Eisenstücke des! Mörsers flogen wie Geschosse umhier. Ueberall lagen Verwundete, denen Zahl man auf 50 schätzt. Unter den Opfern der Katastrophe befindet sich auch eine 50 Jahre alte Frau, die ihr kleines Kind auf dem Arme hielt. Ihr Gesicht war buchstäblich zur Hälfte wegge rissen worden; sie starb bald nach der Auslieferung ins Hospital. Dem Kinde wurde die Brust aufgerissin. Es starb aus der Stelle. Einem 15jährigen Burschen wurde der Hals zerschmettert, einem anderen drangen Eisenstücke tief in die Brust. Beide starben kurz nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Viele Schwerverletzte ringen im Spital mit dem Tode. Am meisten wurdseu die Zuschauer verletzt, die in der vordersten Rieche am Absperrungsseil standen. Nach den letzten Meldungen beziffere man Lie Zahl der Schwerverletzten aus 60. Die Katastrophe hat,üine große Erregung in Bilbao her- vorgeru verhaft« 5 Genick Lon unt ruhigt d ste- In worden, gend 4 s Fall vor Dienstm ab und l< sondere Z Go««ab Tonn Mo«, D starke Bete Käufer zur Ai „S Zu der staltfindend der Verein»! Neumarti Mütze und Orden, C sind anzulej Vollzählik der Kammei ve stellen Go« ' 22 Uhr a zur Teilnahr frei«. 1 Halle" gestelb GeW tiroler Obs fe«, Toma Pflaume«, Posten Weick verschiedene feine Äepfel, g<» »emüs ««d Tafelt sch«itt, sta PSNi«g«, s u vra«»fch empfiehlt Bllchhalt mit Kenntnisse Sprach«, zum sucht. Off. m kett und Geh unter II. Vss. So« treffen auf dem liche 8rü«W, Si«legeg«rt „us Zwickau «