Eine weitere Kombinierung unter weitgehender Extraktverwendung wäre folgende: Aus 100 Teilen Quebrachoholzextrakt, 50 Teilen Würfelgambier und 25 Teilen Eichenholzextrakt stellt man sich eine gemischte Extraktbrühe her. Eichen- und Fichtenlohe werden in fester F orm gegeben. Auf 100 kg Blöfse wären dann notwendig: 20 kg teigförm. Quebrachoholzextrakt ä 48°/0= 8,8 kg Gerbstoff. 10 „ „ Würfelgambier a600/= 5 „ „ . 5 „ „ ' Eichenholzextrakt 30°0= 1,5 „ 40 „ „ Eichenrinde ä 8°/0 = 3,2 40 „ „ Fichtenrinde a 9°/0 = 3,6 ” ” 115 kg Material. 22,1 kg Gerbstoff. Den ersten Tag nach dem Eintreiben erhalten die Blöfsen: 4 kg Eichenrinde, 4 kg Fichtenrinde, nach drei Tagen wird aus gefrischt und dasselbe Quantum Lohe sowie 1 kg obiger Extrakt mischung, d. h. 2 1 von der im Verhältnis von 2:1 hergestellten Extraktlösung zugegeben. Bei jedem weiteren Frischmachen verbleiben die Lohmengen dieselben, nur von der Extraktbrühe wird jedesmal 1 kg == 2 1 mehr gegeben. Bei der Kalkulation über die Gestehungskosten der verschie denen Gerbmaterialien finden wir, dafs mit reiner Eichenrinde die Gerbung am teuersten ist. Man kann unter Zugrundelegung der nachstehend angegebenen Gerbmaterialmengen und der je weiligen Tagespreise der verschiedenen Gerbmaterialien die Kosten der Gerbung leicht feststellen. Die im obigen angegebenen Gerbstoffmengen genügen voll ständig zum Sattgerben der Blöfse, nur darf seitens des Betriebs leiters die richtige Verteilung des Gerbstoffquantums natürlich nicht aufser acht gelassen werden. Das Gerbsystem mufs schon vor Beginn der Gerbung voll ständig feststehen und die Gerbstoffe müssen bereits vorher auf die einzelnen Stadien berechnet sein, so dafs die Arbeiten vollständig systematisch durchgeführt werden können. Selbstredend darf die Partie dann nicht etwa mechanisch durch die Gefäfse hindurchgeschleppt werden, genauste Beobachtung ist in allen Stadien trotzdem unerläfslich. Die mit Extrakt gegerbten Oberleder benötigen, falls dieselben nicht eine Nachgerbung mit