werden, damit jede Gefahr der Selbsterhitzung ausgeschlossen ist. Wiederholtes Umschichten ist trotzdem unerläfslich. Deklassieren. Die hinreichend im Fett gelagerten Leder werden nun auf beiden Seiten vom aufsitzenden Fett und von der Seifenpaste befreit. Zuerst wird die Aasseite vorgenommen und mit einem scharfen Stahlschlicker das Fett abgestolsen, wobei aber die eingear beiteten Flanken und dünnen Seitenteile, welche jetzt zusammen getrocknet sind, nicht berührt, sondern geschont werden müssen. Nach peinlich sauberer Ausführung dieser Arbeit erfolgt die Dekrassierung der Narbe. Hierzu wird ein scharfes, glatt poliertes Blanchiereisen, ohne Draht, gebraucht, womit die aufsitzende Paste sorgfältig und rein entfernt wird, damit beim nachfolgenden Blanchieren keine ungleichen Stellen entstehen können. Blanchieren. Die dekrasierten Leder werden zum Blanchieren auf der Aas seite mit dünnem Seifenwasser mittelst der Bürste leicht angefeuchtet und zum gleichmäfsigen Anziehen einige Zeit auf dem Bock hängen gelassen. Damit die Leder in dem gewünschten Feuchtigkeitsgrade zum Blanchieren gelangen und nicht wieder zu trocken werden, sollen stets nur so viel Leder angefeuchtet auf dem Bock hängen, als man in einer gewissen Zeit blanchieren kann. Der ange feuchtete Stapel wird gewendet und mit dem zuerst angefeuchteten Leder begonnen. Die Leder werden der Länge nach blanchiert, die Flähmen und eingearbeiteten Seitenteile ganz leicht und zwar nur soweit, dafs die Fleischseite freigelegt wird. Das Nachblanchieren erfolgt der Quere resp. Breite nach, und zwar ohne die Felle vorher aus trocknen zu lassen. Hierbei dürfen die Flähmen nicht mehr berührt werden. Es wird dazu auch ein leichteres Blanchiereisen mit feinerem Draht verwendet als zum ersteren Blanchieren. Das Blanchieren kann auch auf einer Blanchiermaschine aus geführt werden. Narbenstofsen. Die blanchierten Leder erhalten nun eine nochmalige Bear beitung der Narbe. Diese wird jetzt in kurzen Stöfsen, wie beim Nach-