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sirr die Ortsbchörde und den Gtmemderal zu Bretnig Lokal-Anzeiger für die Ortschaften Bretnig, HauSwalde, Großröhrsdorf, Frankenthal und Nmgegen» 8»«far«t« bitte« mir für bie Mtttwoch-Rummer bi» Dien»tag vormittag V,I1 Uhr, für die S»»»aße«d»Rn«mer bi» Freitag vormittag l/,11Mhr ei«t»sende«. Fchrisllellung, vruck «nö Vertag von A. LchUktg, Lretnig Rr. M. 18. Jahrgang Sonnabend, den 12. Dezember 19V8 Dienstag den 15. d. M Ler Wegebau A«rschutz dieser Zeit hat sich der Junge mit dem Mäd chen vor dem Laden aufgehalten. Diese Ge- HSchsterßniedrtgsterH Preis. ß § Prei! 6i Näh« de» Odergraben«, wo die einem Geschäfte etwas besorgte. Tante in Während Marktpreise iu Kamenz am 10. Dezember 1908. 4 25 2 2 14 2 nannter Zeit daselbst einfinden. v r e t n i g, am 8. Dezember 1908. sl Hl- I s ».7° 5 4^ llseil? ^es n littel! ul! >str. 1 abend» 7 Uhr im Gasthau» zur Nase hrer nach vorher bekanntgegebinen Bedingungen nur an hiesige Bewohner vergeben werden. Bewerber von hier wollen sich zu odenge- Imserate, die 4gespalteue Korpurzeile io Pfq., sowie Bestellungen auf den All gemeinen Anzeiger nehme» außer unserer Expedition auch unsere sämtlichen Zeit«ng»bote» jederzeit gern entgegen. — Bei größeren Aufträge« und Wiederholung;« gewähren wir Rabatt «ach Nebereinkunst. seiner Geliebten, der Hauttochter Elsa Bartsch, «in, tötete da» 7 Monate alt« Kind derselben durch einen Dolchstich in die Brust nnd ver letzte di« Mutter der Geliebten durch Messer stiche schwer. Hierauf gab er auf die durch da« Fenster flüchtende Elsa Bartsch einen Schuß ab, dir diese aber nur leicht am Rücken streift«. Kurz darauf wurde der Mörder in der Nähe der Mordstälte mit «iner Schnitt wunde am Hals« ausgefunden und noch lebend m da« Städtische Kcankenhau» eingeliesert. Di« Ursache der Tat dürste darin zu suchen sein, daß Möller al» Vater des getöteten Kinde» zur AlimentSzahlung verurteilt worden war. — Ei» Kindetraub ist in Dreisen am Freitag nachmittag gegen 5 Uhr ausgesührt worden. 8« handelt sich um «inen vierjähr igen, aus den Namen Teddy hörenden Jungen, der seinem Vater entführt worden ist. Die Tat schtint von Beauftragte« der von dem Manne geschieden«» Ehefrau au»geführt worden zu sein. Bn der Scheidung war dem Manne der Jung, zugesprochen worden. Man hat beobachtet, daß vor d«m Raub« einige Herren, anscheinend Privatdetektiv«, sich über die Aurgangtzeit und die Gewohn heiten de« Vater« de« Jungen eingehend er kundigt hab«a. Am Freitag nachmittag ist der Junge in Begleitung einer Tante und «ine« kleinen Mädchens auf der Hauptstraße in Neustadt entlang gegangen bi» in die Lertlichet «w» Säckstkcke«. Bretnig. Vom Wagen w«g wurde am Donn,r«tag abend gegen r/,7 Uhr im König- schen Gäßchen der Butterfrau Philipp ein Korb, in welchem sich 1 Tuch, 8 Pfd. Butter, 1^/z Pfd. Speck und einige Puppen befanden, gestohlen. Der leere Kord wurde später wieder ausgefunden. — Tanzbelustigungen. Vor Weihnachten dürfen Tanzbelustigungen an öffentlichen Orten und Prioatbälle, auch wenn sie in Lokalen geschloffener Gesellschaften abgehalten werden, nur bi» mit Freitag, den 18. Dezem ber, stattfinden. Die Abhaltung von Kon- zirtmusik und theatralischen Vorstellungen ist jedoch auch in der stillen Woche gestattet. Am ersten W«ihnacht«feirrtag ist ferner nach den Bestimmungen ve» Gesetze« vom 10. September 1870, die Sonn-, Fest- und Buß- tag«feier betreffend, die Abhaltung öffentlicher Versammlungen aller Art, auch die Ver sammlungen der Gemeindeoertreter, sowie der Innungen und anderer Genossenschaften ver boten. Ma»kenbälle und Kostümfest« dürfen nur in der Zeit vom 7. Januar di» mit Fastnacht im nächsten Jahre also bi« mit 23. Februar adgehalten werten. Weiter sei da ran erinnert, daß in der Zeit vor Ost«rn Tanzvergnügungen allrr Art nur di« Sonn tag Lätore, der im Jahre 1909 auf den 21. März fällt, abgehalten werden dürfen. Großröhrtdorf. Am vorvergange- nenen Mittwoch wurde bekanntlich in da« Eisen- und Emaillewarengeschäst von Bruno Kunath hier «ingebrochen und dabei ein Fahr rad gestohlen. Jetzt ist der Dieb in der Person sein«» srüh«ren Schmiedegesellen namen« Methner ermittelt und f«stgenommen worden. Er hat die Tat «ingestanoen. Hautwalde. Am Mittwoch verhaftete die Gendarmerie den 68 Jahre alten Arbeiter C. Boden von hier. Derselbe hat sich eine» Sittlichkeitsoerbrechen«, begangen an einem 6jährigen Mädchin, schuldig gemacht. — Wie wir hören, findet der nächstjährige Maskenball im Gasthof zum goldnen Löwen in Hau«walde statt. Pulsnitz. Der hiesige Christmarkt wird am Sonntag, den 20. Dezember d. I., von mittag« 12 Uhr adgehalten. Bischofswerda, 9. Dezember. Mit Hilfe der Feuerwehr, de« Gemeindevorstande« und einer Anzahl Bewohner von Frankenthal wurde gestern morgen bei »iner Durchsuchung de» dortigen Walde» in einem Dickicht der mit 28 Jahren Zuchthaus vorbestrafte, wegen Brandstiftung jetzt wieder gesucht« Handarbeiter und Zigarrenmacher Arnold gen. Leschke au» Frankenthal in einer verschanzt«» Höhle aufgefunden und festgenommen. Leschke trieb sich seit vier Wochen in der hiesigen Gegend umher und hat während dieser Zeit mehrere Diebstähle verübt. In seiner Höhle wurden verschiedene Gegenstände, u. a. einige Tafeln Honig, die er in Bretnig gestohlen ha'en will, vorgefunden. Löbau, 10. Dezember. Der früher bei der hiesigen Nähmaschinen- und Fahrravhand- lung I. T. Urban beschäftigt gewesene 22 Jahre alte Mechaniker Bernhard Möller drang gestern abend ^6 Uhr in di« Wohnung Der Allgemeine Anzeiger erscheint wöchentlich zwei Mal: Mittwoch und Sonnabend. Abenncmentrprei« inkl. de» allwöchentlich beigegebenen „Illustrierten Unterhaltung «blatte«" kintlljöhrlich ab Schalter 1 Mark, b«i freier Zusendung durch Boten in« Hau« i Mark r« Pfennige, durch die Post 1 Mark exkl. Bestellgeld. w ssstt gier em- »al. legenheit ist von d«n Entführern bemerkt worden. Der eine hat d«n Jungen erfaßt und ist mit ihm anscheinend durch da» Allee« gäßchen geflüchtet, um auf dem Markte «ine Drosch!« zu besteigen und mit dem geraubten Jungen nach dem Hauptbahnhofe zu fahren. Der Complize de» Kinde«rLuber« ist vom Hotel au» in einer anderen Droschke mit dem Gepäck ebenfalls nach dem Bahnhof gefahren und man vermutet, daß der Junge nach d«r Schweiz gebracht mord«« ist, wo die geschie dene Frau leben soll. — Einen regelrechten Raubzug durch den Ort Gröbern bei Meißen Haden Einbrecher in der Nacht vom Montag zum Dienstag unternommen. Nicht weniger al» 7 Gehöft« wurden heimgesucht. Goldene Uhren, Trau ringe, Schießwaffen, Bargeld und andere» ist ihnen in di« Hände g«fallen. Nachdem man jetzt «inen Urheber zahlreicher Einbrüche in Meißen selbst dingfest gemacht, scheinen seine Spießgesellen ihr Operationsfeld in die Um gebung verlegen zu wollen. — Al» der auf dem Rittergute Groß- zössen bedienstete Knecht Mätzold am Sonntag früh erwachte, bemerkte er in seinem Schlaf raum «in eigenartiger Geräusch. Noch «he er über die Ursache nachdenken konnte, lag er schon unten, einen Stock tiefer, im Schweine stall. Er war samt seinem Bett durch dis Decke gebrochen. Außer einer Verletzung am linken Ohr und linken Auge hat der Mann keinen nennenswerten Schaden davon- getragen. Schlechter aber ist der „Durchfall" den Schweinen bekommen, denn zwei Haden auf der Stelle, wahrscheinlich durch Erstickung, den Tod gesunden, und da« dritte mußte geschlachtet werden. Der Verletzte wurde dem Stadtkrankenhause in Borna übergeben. — Ein gefühlvoller Vater. Letzthin fuhr ein Einwohner au« Falkenau mit seinem 5- jährigen Töchterchen und einem Handwagen in den Hausdorfer Wald, um Holz zu holen. Doch bed»ul«te er dem Mädchen, mit dem Wagen zu warten, bi« er wiederkomme. Dann ging er nach Hausdorf und kehrte nachts halb zwölf Uhr nach Falkenau zurück, um sich ruhig schlafen zu legen. Al« er von seiner Frau gefragt wurde, wo bie Tochter fit, antwortete er, sie befinde sich in Haut dorf bei einem Bauer. Am anderen Vormit tage fand ein Arbeiter da« wimmernde und halberfrorene Mädchen im Walde und nahm e« mit nach Falkenau, wo e« jetzt schwer krank darniederliegt. Di«se Tat eine« gefühl vollen Vater» wird hoffentlich ihre g«rechte Strafe finden. Chemnitz, 10. Dezember. Da« „Chem nitzer Tageblatt" meld«t: Der Gemeindekaffierer Bleul aus Weißbach, der kürzlich auf dem Wege nach Zwickau, wo er 3600 Mark Staat.gelder ablrefern sollt«, angeblich räu berisch überfallen wurde, ist gestern in einem Teiche ertrunken aufgefunden worden. E» liegt wahrscheinlich Selbstmord vor. Man ver mutet, daß Pleul den räuberischen Ueberfall gar nicht erlitten, sondern nur vorgeschützt hat. — Auf Grube „Minna Anna" bei Großweißandt ereignete sich ein bedauerlicher Ungiückrfall. Beim Wagenschieben kam der bejahrte Arb«it«r August Wießner zu Fall und schlug mit beiden Händen auf di« Schie ne» auf. Im selben Augenblick passierte ein abgestoßener Wagen dieselbe Stell«, deren Räder dem Unglücklichen beide Hände glatt ab quetschten. Nur an «iner Hand blieb der Daumen stehen. — Die Selbstmörderbrücke. Zum dritten Male im Laufe einer Woch« sollte die Fried rich Lugustdrücke in Plauen i. V. der Schau platz eine« gräßlichen Selbstmorde» werden. Eine junge Frau wollte sich in der Nacht nach einem häuslichen Streite mit ihrem Satten in die Tiefe stürzen. Al» sie im Begriff war, da» Geländer zu überklettern, wurde dis Lebensmüde im letzten Augenblicke von einigen jungen Leuten, die au» der Turn stunde nach Hause gingen, zurückg,rissen und in Sicherheit gebracht. — Der Doppelmord in der Windmühlen- straße in Leipzig. Di« verschiedenen Verneh mungen, die bi« jetzt mit dem v«rhastet«n Carl Helmsing vorgenommen worden sind, haben ein negative» Resultat gehabt. Der Verbrecher bleibt dabei, daß er von dem Morde nicht» miss«. Wenn ihm der Berliner Kriminalkommissar Vonberg bei seiner Ver haftung in Magdeburg nicht die falsche An gabe gemacht hätte, daß er wegen eine» Ju- wslendiebstahleö gesucht werd., und wenn er ihm den eigentlichen Zweck gesagt hätte, so würde er sofort die wahre Sachlage geschil dert haben. Ec habe da« auch gleich g-tan, als er von Berlin nach Hannover transpor tiert worden sei und daraus gemerkt habe, wohin die ganze Angelegenheit ziele. Bis 1.50. illust.) 2.^. 2.-. K. Üilckor' antik-t. insir.tz. !8, cki« ur3^ Bekanntmachung. D«s Schlage« -er Stratzeafteime auf der Pul«nitz-Ohorn-Vr«tniger Straß« in der Flur vritnig soll Mancher unserer werten Leser wird ne nicht wissen, wa« er seiner Frau, Mutti Schwester oder Tochter al» Weihnacht«gesch« machen soll. Immer gern gesehene Gesches sür unsere Damen sind Boa», Stola» u LUaußsedern, welche jederzeit einen praktisch Wert haken und in jeder Preislage zu hau und für jeden Geldbeutel geeignet sind. A empfehlen unseren werten Lesern deshalb genaue Durchsicht de» iu heutiger Nunnt befindlichen Inserate» der Firma Manusast iünulichec Blumen Hermann Hes Dresden, Scheffel st raße. t seits ets» m enei. gene ar 1 g.frc. ckti, aut- " lltin sät». daß atzen rchen rein Nun» >reÄ sand, „mo- dei. tooer w"« NI . i.go l irren 2,7° ? Allgemeiner Anzeiger Amtsblatt Mu feil , Mob wr. en.^k «i oA icdäcll' el bei SM letzt liegt gegen Hilmsing allerding« auch noch nicht der geringste vewei« vor, daß er in irgend welcher Art an dem Verbrechen beteiligt gewesen sei. Die Handschrift der beiden Postanweisung«», die von den Mördern aufgegeben worden find, weist jeden falls nicht die geringste Sehnlichkeit mit der Helmsingschen Schreibweise auf. Immerhin bleiben noch so viel verdächtige und belastend« Momente bestehen, daß man an die Mitwiflen- schaft de» Festgenommenen glauben muß. Jedenfalls wird der Verbrecher für längere Zeit von den Behörden mit Beschlag belegt wcroen. Gegen ihn schweben nicht nur eme Anzahl Verfahren weg«n Falschmeldungen; er wird auch von Magdeburg au» wegen Rückfalltbetrug» verfolgt und hat dort »ins längere Strafe zu gewärtigen. Etwa» eigen tümlich ist e«, daß Helmsing in Magdeburg schon lang« zur Vigilanz gestellt war und daß er trotz mehrfacher Anzeigen, in denen er mit dem Leipziger Mord in Verbindung gebracht wurde, nicht verhaftet werden konnte. Kirchennachrichten von Lretnig. 3. Advent: 8'/, Uhr Beichte und Abend» mahl. 9 Uhr Predigtgott»»dienst, Text: Matthä«» 11, 2—10. Nachmittag» 5 Uhr Abendmahl»gott«»dienst. Getauft: Elsa Hilde, T. de» Fabrik- ardeiter» Robert Otto O»wald. Kirchennachrichten von Großröhrsdorf. T«burt«n: Erna Els«, T. de» Färber« Edwin Albin Hirschfeld Nr. 134n. — Her^ mann Fritz, S. de« Tischler» Hermann Richard Ziegenbalg Nr. 68. Aufgebote: Arno Alfred Brück»«» Fabrikarb. Nr. 125 b4 und Anna ClarZ Ledrich, Niederstem«. — Paul Bruno Koni« Fabrikweber Nr. 317b und Änna Flora Schöna Nr. 311. — Ernst Curt Mißbach, Brau« in Radeberg und Mete Olga Ziegenbalg 63bl Eheschließungen: Paul Ma» Schöne, Ofensetzer Nr. 29 mit Anna Flor» Schöne Nr. 57k. I Sterbefälle: Scheren» Anna Mari» Guhr ged. Ziegenbalg, Witwe Nr. 314H 42 I. 8 M. 7 T. alt.I 50 Kilo Korn «. !k. 810 ».!?. 7^80 Heu 50 Kilo Weizen 10 - 9 60 Stroh 1200 Psü. Gerste S - 8 75 , . (höchster Laser 8 - 7 60 * "sniedrig. Leidskorn 11 - 20 50 Erbsen 50 Kilo Hirse sl5!- 14 — f Kartoffeln 50 Kilo