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Frankenberger Tageblatt, Bezirks-Anzeiger : 24.05.1934
- Erscheinungsdatum
- 1934-05-24
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1786999250-193405242
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1786999250-19340524
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1786999250-19340524
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Frankenberger Tageblatt, Bezirks-Anzeiger
-
Jahr
1934
-
Monat
1934-05
- Tag 1934-05-24
-
Monat
1934-05
-
Jahr
1934
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4 r. kanerin ltei und verl ß .) L - l i Mann davon. vpfer des «reozworts ch 4 - Haft und wankelmütig. Sie wsHselt« ihrs Be gleiter, ohne sich zu binden. Im übrigen ve> brachte sie ihrs Zeit damit, auf der Promenade Junger volksgenoff«! WaS ist i» langen teben ein Halbjahr Arbeitsdienst? Ehrendienst am Vs» «. grohe Alngheitl Denn nur so fällt Dir der Arbeitrxah zu. Also melde Dich Lhemnitz, Langestr. 84! licher als das anders. Die Schiedsrichter gingen di« ganze lang« Reihe brnunter, maßen den Um fang von Wads und Knöchel, auch dis Läng« zwischen Knie und Spann wurde berücksichtigt, und eifrig schrieb man dis Matze aus. Darüber hinaus entschied natürlich der äußere Eindruck, und hier gingen die Meinungen der Jury bs- gofülltem Rucksack vom Dorftoich her entfernt«. Der wackere Beamte wurde gleich mißtrauisch Und forderte den Fremden auf, den Inhalt des Rucksacks vorzuzeigen. Der Käß aber den Ruck- L« Rekordzeit von Snglasd nach Australien geflogen Ms neuseeländisch« Fliegerin Jean Batten, die n» 1ö Tagen von England nach Australien geflogen Ist und damit bett bisherig«, Rekord für t« Memfiug aus dieser Strecke, den di« 'Lngiän, darin Amy Johnfon im Jahr« 1S3O aufgchekll Hatto, »W BH La« untttdoten hat. Asttsr den mondänen Bssuchem der «leganten Hotels an der französisch», Rtviora befindet sich fett «einiger Zett «ine schwerreich« Amerikanerin, die schon im Jahrs 19S7 durch ihr« «zentrischen Einfälle großes Aufsehen erregte. Damals hatte «s sich die sensationslüstern« Dame, di« noch thron Mädchennamen Mabel Boll trug, in den Kopf gesetzt, über den Ozean zu fii«g«n. Sie setzt« alle Hebel tu Bewegung, um dieses heiß erstrebt« Ziel Lieve auf den ersten «Gust Gigolo erobert da- Herz einer MiMoniirln Seit 1869 werden in Preußen di« Todesfälle durch den Blitz verfolgt. Man hat so fsstgestellt, daß von einer Million Einwohner durchschnittlich 4—5 im Jahre durch den Blitz erschlagen wer den. Das «gibt für das heutige Preußen rund 180 Personen im Jahresmittel. Aon 100 der artig Getöteten sind 66 männlich und 84 weib lich. Hauptsächlich werden Angehörig« der Land bevölkerung dis Opfer, während sie im Freien arbeiten. Die größt« Anzahl vom Blitze 'Erschla gener wissen u. a. die Jahre 1884, 1885, 1889, 1906 und 1910 auf; hier wurden in Preußen 217, 204, 207, 256 Und 236 Menschen erschlagen. Auf «in« Million Bewohner entfiel«» danach z. B. im Jahr« 1884 : 7,7 und 1885 : 7,2 Blitz tötungen. Dvg«gsn betrug dies« Zahl 1904 in Preußen nur 82, das find 2,2 Personen aus «ins Million. In Frankreich worden von einer Million Be wohner rund 3,3 jährlich vom Blitz getötet. Im allgemeinen hat die Zahl der Opfer verhältnis- mäßig avgsnommen. Wahrscheinlich ist man vor sichtiger geworden. Die Geschwindigkeit und Wir kung des Blitzes ist so «chMich daß «in vom Blitz G«töi«ter nichts davon verspürt. Der Augen blick dauert nämlich nicht eins tausendstel Se kunde. Etwa 40 v. H. der vom Blitz Ereilten finken nach dem Schlags sofort um: Blitzschlag« auf den Kopf wirken fast immer tödlich Nr emp fiehlt sich, bei den vom Blitz getroffenen Men schs» zunächst künstliche Atmung und Herzmassag« auzmoenden. Im alten Preußen ergaben sich im ^Jahresmittel 1230 zündende und 443 kalte Sm aller Arbeiter spricht Von Peter Burlach. Sagt mir, was Ist denn da«: Da« Meer . . .? Ich hab, es noch nle gesehen. Ich hört« nur, daß seine Wogen schwer Und rollend durch di« Stunden gehen. Und einmal saate einer, der »« kannte, Zu mb: »Du müßtest es mal sehen, Da« Meer! Dann kannst du erst der Erde Schönheit ganz ver stehen!" Da spürte tch, wie tn mir Sehnsucht brannte. Nun bin ich alt geworden, meine Lungen Sind von dem Staube der Fabrik verbraucht Wie e« wohl tft, Wenn rot die Sonne tn da» Meer «intaucht? Ich glaub« auch, daß mtr da« Sterben leichter wär', Wenn mein« große Sehnsucht sich erfüllt« Und «« vor meinen Augen plötzlich.sich enthüllter Dar Meer .. .! Nur mein« Träum« hat sein Rauschen stark durch» klungen vi»h«r Doch immer näher braust «« zu mir her! Und Ihr! Ihr werdet e« einst alle sthen, mein« Jungen, Da« Meer! Wieviel Menschen vom Blitz erschlagen werden Von Tr. N. Zirchow Nenyork. i In Englewood, «in sm kleinen Städtch«» des! zon Gegend, ja, st« war sozusagen der gut« Geist dss Viertels um dis Jerusalemer Kirche. Ge treulich stand st« oben am Eingang zu ihrem Gemüsekslkr, li«f eilfertig treppauf und trepp ab, holte Kartoffeln und Koh! von unten her- auf oder auch Essig und «in Paket Perfil. Sie wog Mepfel und Tomaten ab und bedient« all« Kunden mit gleicher Liebenswürdigkeit Und Ge nauigkeit. Kern Wunder, daß fie so viels gut« Freunds halt«, daß die Kohtenträger von o«m Geschäft um die Ecks mal ein Bier bei Friedel Vor einigen Tagen Moch geschah «in Ereigüis, das stkbft di« blasiert«! und verwöhnt« Gräfin de la Porosrie In IHv« RUH« erschütterte. Im Gar ten kysor Villa wurde «m sun ger, eleganter Ein- täntzor in schwerverletztem Zustande ausgefunden. Wie et» Lauffeuer verbreitete sich das Gerücht, dar junge Mann habe seinem Leben «in Ende mach«» wollen, da die Dtamanteuckdnigtn sein« Liebe nicht «widert«. Dec Eintänzer wurde sofort kN ein Krankenhaus gebracht. AIS di« Gräfin von dem Unglück erfuhr, erklärte sie, daß De den jungen Mann «st seit einigen Tagen kenne. Im übrigen hätte st« nicht die geringste Ahnung davon gehabt, daß der Eintänzer sie Neb«. Nun geschah etwas völlig unerwartetes: die DiamantmSnkgin, die sich durch den Selbstmordversuch de» jungen Eintänzers offenbar geschmeichelt fühlt«, zog ihren bezauberndsten Strandpyjama an, fetzte sich an den Mokant ihres Rokls-Royc« Md fuhr vor dem Krankenhaus vor, kn dem der bedauems werte Gigolo untergebracht war. Die Amen- kmbbelkn »In paar 1«!t« Vntrr heraus, hi« sich «kN paarmal im Kreis« herumdrehtm Md dann tür schwankend und flügelschlagsnd, genau so wie di« ^r^sdekAmierikav^ eckcht ^.^Egste V«r anderen Tier« den W«g nach Haufs suchten. Der lehnten ihr verlockendes An« Beamt« untersucht« den Rucksack weiter Md sandab. «ins Handvok» Mais und «inen geheimnisvoll«» j MabSl Boll hat nichts unversucht gelassen, chemischen Stoff, den er nicht sogleich mit Namen um die öffentliche Aufmerksamkeit auf ihr« -Erschei nenden konnte. Jedenfalls lag hier Diebstahl mmg zu lenken. Da sie sich Ser feder Veranftal- vor, und mit Hilf« der Landjägers! konnte d«r tung alle ihre Juwelen umzukhängen Pflegte, er- Bursche «i»gefangen werden. Er leugnete auch hielt fie den Beinamen „die Diamantenkömgm". gar nicht lang«, sondern erzählt«, insgeheim ein Im Jahrs 1931 -heiratete Mabel Boll einem pol- wenig stolz aus sein schlauss Köpfchen, wie er Nischen Edelmann, von denn sie sich jedoch schon die Enten mit dem Mais an sich gelockt hatte, i Nach wenigen Monats» scheiden ließ. Sie Meb der vorher mit einer Kahiumlösung präpariert fortab dis vielumworbone, mondäne Gräfin du la worden war. Katte er di« Tier« erst einmal durch Porosri«. Unter diesem wohlklingenden und hoch- dis Mrkmtgd«s chemischen Mittels betäubt, dann trabenden Namen setzt« fie ihr luxuriös« Leben konnte er sie mit Leichtigkeit in den Rucksack stecken, fort. Sie war immer von einem Schwarm von In der nächsten Zeit werden die 'Enten wieder Bewunderern umgeben, die auf jede Weiss vev- nüchtern nach Haus« kommen und g«radew«gs den suchtest, dis Sympathien der exzentrischen Frau zu heimatliche» Stall finden, so, wie es sich für erobern^ Aber, d:v^reich«- Gräfin, war^ kaunsn- anständige 'Enten geziemt. ----- tranken Md die Herr«» Wachtmeister auf ihrem Rundgang durchs Revier allemal «inen Plausch mit der flinken kleinen Gemüsefrau hatten. Man uzte sich, man duzts sich frischweg von d«r Leber, und wollte einer mal frech werden, daun sagte sie es ihm ganz gehörig, dem auf den Mund war Friedel wahrhaftig nicht gefallen. Einer trieb «S aber gar zu toll, daS war der Wurstmars. Der holte sich aus Friedels Gemüfskeller jeden Tag den Mostrich zu seinen Würstchen und versäumte .nie, sich mit der munteren Person „herumzu- kabbeln". Er sagt« etwa: „Sie lächerliche Fliest!" Tann gab si« schlagfertig zurück: „Sie vertrock net«! Bückling!" Nach dieser zärtlichen Einleitung - - -- -- - - " , saßt« er sie unters Kinn und sah ihr in di« Aug«n. r°esmss Parfüm-Wakon zur Usbergabe an de Nana", wehrt« Medel dam ab, „man nich glückliche Geminnsrm bereit, der Vorhang wurde '^-H hitzig, Herr!" und wandte sich d«m hsrabgelaffs». Ein Schm der höchsten Ueoer- Mostrichtopf zu. Wollte er dann immer noch ra^ung, dann «str Gelächter das mcht wieder. ^in« Ruhs geben, dann sagt« sie bloß gelassen: Mfhörsn wollte, di« Jury setzte stZ vor Schreck «oll .h den Mostrich in die Bisag« bauen?" fchs«" mal W, l°nd der schöne Jüngling bsß.K^ch haute sie wirklich. Ta hatte «r ihr den erstarrt das Fknon fallen. — — — -Auf den , Mostrichtopf wsqgsnomnrm, war damit d!« Trepp« preisgekrönten Bemon stelzt« hohnlächelnd ein, hllaufaestürmt und lachte sich eins. Da schwang - wieder. Bahnstelghändlerl Was wird so ein Mann verdienen? Was wird er erlebt haben, eh« er dazu kam? Er war damals begabt, er hatte ein gutes Elternbaus. Kurz vor der Reifeprüfung erklärte er dem Klassenlehrer, er wolle Philologe werden. So ist das Leben! Ich habe mich vor hin ein wenig geschämt für ihn. Ich besitze selbst nicht viel, ich habe geschäftliche Sorgen, und ich habe Schulden, aber das steht mir Karl doch nicht an. Er wird denken, datz ich reich sei, er wirdIich an dieser Scheidewand stoßen, die einen V-Zug von einem Bahnsteig kennt/ Ich will an dieser Stell« der Geschichte zugeben daß ich mir dieses Erlebnis merkte, um darüber, zu schreiben. Ich hätte es auch getan. Aber ich wurde daran gehindert, es so anzufangen, wie ich es zuerst fad, vom Standpunkt des Herrn aus- der mit mtr im Speisewagen aß. Ich lernte dett Händler kennen! Das war es, was mich hin derte. Ich sah ihn zufällig wieder. Ich ging auf ihn zu. Ich kaufte irgend «twas von ihm, und ich fragte nach der Bahnhofsbuchhandlung. Das war nur ein Trick. Ich kragte dann sofort nach einem Buch. Ob ich dieses Buch in der Bahn, bofsbuchhandlung finden werde. Und zwar fragte ich nach einem Gedtchtband von Rilke! -Das werden Sie dort nicht finden. Solch« Bücher kauft man nicht auf dem Bahnhof!' .Sie kennen es?' -Ja.' -Sie find ein merkwürdiger Bahnsteighändler f Ich will offen sein. Sie haben neulich einen Schulkameraden wiedergesehen. Ich habe mit fiesem Herm gesprochen. Ich glaube, es geht ihm nicht so gut, wie Sie vielleichtdamalsdachten.' .Vielleicht gebt es mir nicht so schlecht, wie er damals glaubte!' »Sie wollten Philologe werden?' .Der Bemf ist überMt!' »Sie kommen unmöglich auf einem frohen Weg hier auf dem Bahnsteig!' »Aber auf einem ganz geraden Weg! Ich mußte arbeiten, und meine Eltern starben. Ich rahm diese Arbeit hier und lernte ein Mädchen rennen, die Blonde, die im Tunnel den Zeit- chriftenstand hat. Wir haben seit drei Jahren zusammengelegt und pachten im nächsten Monat einen Kiosk in der Stadt. Wir werden hei raten, und wir werden sehr zufrieden sein.' Ich ging mit dem Händler die Treppe hinunter Er steuerte aus den Zeitungsstand zu und stellt» einen Kasten dort ab, bis er ihn zum nächsten Zuge wieder brauchen würde. Ich sah noch, wi- ms Mädchen ihm zunickte und ihm aus einer Taffe, an der kein Henkel war, zu trinken gab, Dabei nickte die Blonde ihm zu. Vielleicht werden Sie nachdenklich sein, wenn Sie diese Geschichte gelesen haben. Sie werden inden, datz die Menschen aneinander vorbetleben und vatz sie glücklicher wären, wenn sie mehr voneinander wüßten. ließ den EknMyer kn ihren Wagen betten aMU« seine Aufnahme in «kn« Privat- Minik. Das tragische Erlebnis schien die reich« Gräfin vollkommen gewandelt zu haben. Sie zog die berühmtesten Merzt« zu Rat«, um den Isbensüberdrüffigen Eintänzer zu retten Md weilte grsifTkcherwsifs auseinander. Inzwischen hatten die zahlreich erschienenen Zuschauer, die sich hinter den Schranken drän gelten, laut ihre Glossen macht«» und sich höchlichst amüsierten, bereits ihre Wahl getroffen. Mitten unter den Bein paaren befand sich «ms, das geradezu blendend gswa- en war. Rank und schlank reckt« es sich aus den anderen heraus, und immer lauter und stürmischer verlangt« das Publikum, daß der Be sitzerin dieser schönen Beine der Preis zugesprochen würde. Unter dem Druck der öffentlichen Mei nung kam das Preisgericht zu dem gleichen Schlich, zumal dcches Beinpaar auch kn bezug auf di« erforderlichen Maße nichts zu wünschen Lbttg ließ. Das Urteil wurde unter dem brau senden Beifall dar Meng« gefällt, der schönste Mann dss Bades hielt «inen Kranz und ein rissiges Parfüm-Wakon zur Aebergab sk« kaut und beseligt und quiekten in komi- Au«. ganz, als ob fie sich gehörig be- hätten. Dm Dorfbewohnern wurde unhetmsicher zumute, als sich dies«; „an geheiterte" Benehmen ihrer Guten von Tag zu Tag wiederholt«. Außerdem wurd« hier und da ein Tier vermißt: kurz, man beschloß, kn Zukunft «in wachsam« Auge aus die Enten zu haben. Bisher hatte man sie unbeaufsichtigt aus der Weide gelassen. Da traf der Gendarm «in« Abends «inen fungen Mann, der sich mit prall »Schokolade, »elr, Pralinen!" Ein kleines Lebensbild von W. Diez-Langhammer. Vielleicht werden Sie nachdenklich sein, wenn Sie diese Geschichte gelesen haben. Sie werden finden, datz Menschen aneinander vorbeileben und sich zu wenig kennen, daß fie glücklicher wären, wenn sie mehr voneinander wüßten' daß sie sich untereinander weniger beneiden würden. Es geschah auf einem großen Bahnhof. Der Zug sollte bald abfahren, und die Stimmen der Bahnsteighändler hatten schon jene Eindringlich- keit angenommen, mit der sie in der letzten Se kunde vor dem Anziehen der Wagenreihs noch ihr kleines Geschäft zustandebringen wollen. »Zeitungen, die neuesten Abendblätter, illustrierte Zeitschriften!'' »Heiße Würstchen, Bier, Liköre!' »Schokolade. Keks, Pralinen!' Mir gegenüber saß ein Herr. Er war gut an- gezogen, und er reiste mit zwei Koffern, er trug schweinslederne Handschuhe, und er war blaß, viel leicht auch müde, vielleicht von anstrengenden Ver handlungen. Er hatte ein paar Falten auf der Stirn, und er besaß eine Platzkarte für das Abend brot im Speisewagen. Nun saß er da, sah gleich gültig in das Treiben auf dem Bahnsteig. Ein Schokoladenhändler trat außen an das Fen ster. Er zählte vielleicht dreißig Jahre. Er war in der Tracht einer großen Schokoladenfirma. Er hob den Kasten, indem er seine Wark feilhtelt. Und rief in das Abteil hinein: »Schokolade, Keks, Pra linen!' Dabei blickte er sehr schnell unter den Reisenden herum, zu mir, zu meinem Nebenmann, zu dem Herrn mir gegenüber. Und stutzte! Ich sah den Herrn an: Er stutzte ebenso! Die beiden sahen sich an. Der Händler konnte einen Augenblick nicht weitergehen, der Herr konnte nicht von ihm fortsehen! Es war, als liefen zwi schen den beiden Wellen von Fragen und Zwei- sein und Erkennen und Erschrecken und Vonein- anderfortwollen. In dem Augenblick, in dem der Herr seine Hand hob, ritz sich der Händler von seiner Starr« frei und ging weiter. Der Zug zog an. Ich habe den Herrn gegenüber wohl so ange- sehen, daß er spuren mußte, wie tch i«ne klein« Szene begriff. Wir satzen zusammen im Speis«, wagen, Üuv der Herr erzählte mir. »Dieser Schokoladenhändler war ein Schulka merad von mtr. Ich habe nach dem Abtturium nicht« mehr von ihm aehärt. Und so finde ich ibn §65 kHöüfle VüMefideifi ' die nsussten ModöschLpfungon vorzuführen, und in Miami, ihrem vislbswunderten Rolls-Royce von «mer Bar Dies* Geschichte spielt« sich natürlich in Florida zur anderen M fahren. ab, wo man in den berühmten und kostspieligen Bädern ieden Tag «ine n«u« SchönhettSkonlur- » Deng erleben kann. "Einmal ist es dis schlankst« ^5. Taille, di« prämiiert wird, einmal die niedlichsten Füßchen, und Treulich krönte man das ideal ge- ^ts noch nicht dingfest formt« Damenbein. Das gina so vor sich: kamst . . . » di« Schiedsrichter nicht von einem süßen Mäul- «Wer weiß einen assyrischen Gott mt dreizehn chen oder einem koketten Mick bestochen würden Buchstaben? und sich in ihrem obiekttren Urteil beirren stoßen, s verbarg man die Mädchen, die sich Mtr Kon-j Friedt! Mit khM tlNS kurreng gemeldet hatten — und es waren ihrer' Berlin. «sicht wenig« — unter einem Vorhang. Nur de.< Schnucksig, mollig und appetitlich rundherum, Beine waren zu sehen. Hier könnt« man aller-> M«d«l dis beliebtest« Gemüsefrau der gan- dmgs wahre Kunstwerke der Natur bestaun« ',' . . - n . - . «in Beinpaar war immer rollender und apueüll werd«». ' ? An mehreren Tagen hat recht schwüles Weiter Di« Rarste macht«» sich also auf der Such« geherrscht, so daß man sehnsüchtig «ine Mcküy- nach dem unbekannten Gott, aber fie konnten lung herbeiwünscht. Dor Himmel tut uns end- ihn nicht entdecken. Die Angelegenheit kam an j sich de» Gefallen: Ernes Nachmittags öffn«t «r di« Oeffontlichksit, die sich lebhaft dafür rnteres-' Aue Schleuss» und sendet Wolkenbrüche herab, siert«, und jetzt, wie gesagt, sucht be eits ganz Ma» glaubt, die Sintficht sei' hoM,gÄstoch«n, Englewood. Aber gefunden — gesunden ist der so gießt es vom Himmei. G«rvaltig« Dmmer- Nam« immer noch nicht. Mag«, zuckende Bnt* und Hagel trag«» dazu Sie werden sagen, man soll« doch einfach die bei, dis Natur kn ihrer ganzen Macht zu zeig«,. Lösung des Rätsels nachschlag«»? Sehr richtig, i A«ngstl!ch« G«müter Ziehen sich st, abgelegen« nur war die N«mm«r, in der das Rätsel stand, I Wmkok zurüch weil si« sich hier vor den Witzen imder die letzt« der betreffenden ZÄtschrD. Dank sicher slihkqn. hknaufgeftürmt und lachte sich eins. Da schwang sie de» Hornlöffsl, mit dem sie vorher Mostrich geschöpft hast«, und klatsch, hatte «r ihn aus der Krawatte sitz«». Das woiße Hemd war beklek- k«rt, und das Gesicht hatte auch etwas abbe kommen. Jungs, Jungs, sah der aus! Di« Bor« amerikanisch«» Staates Kansas, ^rd gesucht. - Wergchenden bliebm entsetzt stehen, und MSbechaft und lang«. Di« ganze Beoöllerung, Ubst ^ts gehör,gen Schreck ob Hrer sucht nach dem Namen einer assyrischen Gottheit, j T^krast gekriegt. Aber recht hatte sie doch ge- der dreizehn Nuckstaben haben soll. »habt, und darum fordert« sie Nicht vH»« Genug- Warum? Weik vor einiger Zeit ein Mann tuung den verdatterten fungen Mann auf : „L«ck rn höchst aitfgerggtem Zustand auf d'e Polizei-. man ab, immer leck man, mein Junge! Ge- wache kam. Hisr' verlangte er von dem Wacht- - horsam setzte der Wurstmare seine Zunge tn Be- habenden ebenso höfisch wie «nerqisch, besagten, wegung, während Medel, dre gute Seel«, mit Namen zu wisse», der ihm für die Vollendung einem feuchten Tuch auf dem Hemd herumrubbelte, eines besonderen schweren Kreuzworträtsels fehle, um ihn in einigermaßen anständigem Zustand zu Erst hielt der Konstabler dis Sache für eine» sollen Kunden zu schicken. Denn es war erst früh schlechten Witz und warf dm Armen wütend hin-, am Tage. aus. Als aber i«n«r wiederkam und ganz ver-' Seit dieser entschlossenen Tat wird Mrredel von zweifelt das gleich Anliegm vorbuachle mußt« ihre» Freunden mit noch mehr Bewunderung er die Sache wohl eidlich ernst nehmen und nach und Ächtung als vorher angesehen, der Rettungsstation lölofonieron. Das arme Kreuzwortopfer wurde ins Irrenhaus gebracht, und hier erklärten die Aerzte fern Leiden für ein.« durchaus heilbare momentane fir« Idee. Ma» müsse dem Maim nur de» gesuchten Nam«n nennen, dann werde er sofort wieder norniak - werden. ' ? Tag und Nacht an dem Krankenbett. Man er- zählt sich daß sich dis arzsirtrische Dkamanten- königin ernstlich kn den jungen lMann verliebt habe und ihn nach sein« Gsnchung heiraten werde. Ob dies« GH« von langer Dauer fein wird, ist 'allerdings «in« andere Fraas. Vielleicht handelt es sich auch in diesem Falls um ein« der vielen sensationellen Launen, durch dks die Diamanten- königin seit jeher von sich reden macht«. Manuskripte Mt zwelfeM desthrelbea
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