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lich schwere Vtwluste zufüffte. Am Ui. nachmittags wußte der Feind nach einem von uns gegen jhn ge richteten Angriff östlich Azat> einen Teil seiner Stellung aulgeben. Ein anderer Angriff, den wir nordöstlich von dieser Gegend und östlich von Kizlar Aale ausiübrten, konnte infolge eines Schueesnir ,nes nicht weitergeführt iverden. 4. In der stacht des 12. beiderseitiges Gewehr- stuer und Bombemversen in dem Mg'chnikt ;ivi>rl>en '.'>armanpaß und Jchham Ein lleberiall des Feindes am 12. vorinittags lvi Arab Gedeg wurde abge schlagen. Tie Russe« verloren dabei über 100 Tote Am 1i. führten zwei russische Angriffe bei Karatagh füdliäi Kegig zu einer vollkommenen Niederlage des Feindes. Im Verlaufe des lebten Kampfes ivarfen sch, unßre Oitiziere mit deni Revolver in der Faust und unsere Grenadiere mit Hochrufen auf den Sul tan uuiee den Klänge« der Rationallmmue auf die feindlichen Truvven und zwangen sje zu einer re gellosen Flucbt. Tie in diesem Abschnitt gemachten Gefangenen erklären, daß in den viertüdigen Käm pfen jedes ihrer Regimenter zum mindesten 8W Ria,in Tote gehabt habe. Au den anderen Fronten keine Verändernng. K o n st antinovel, 16. Januar. Kriegsbericht- An der K a n k a s u s s r o n t erneuerte der Feind in der Rach» zum 1t. und während des >4. mit sei nen hauplkrüften die heftigen Angriffe ans den Ab schnitt südlich des Aras bis zum Rarmanpaß und ans den Raum zwischen diesem ersten Abschnitt und dem Südlauf des Aras bis zum Karatagbberg. Alle diese Angriffe wurden angehalten und erfolgreich zurückgeschlagen dank des energischen Widerstandes unserer Truppen. Tie in diesen Abschnitten gemachten (befangenen erzählen, das; dw augreifenden rin- fischen Regimenter schreckliche Verluste erlitten. Weitere Beute bei Scddil Bahr. Konstantinopel, 16. Januar. An der Tardanelle n f r o n t beschoss am 14. ein feindliches Schiff zweimal ohne Erfolg Seddil Bahr. Unsere Marineflugzeuge warfen Bomben ani di? feindlichen Schiffe in MndroS. Unter der bei Seddil Babr gezählten Beute befinden sich 1ö Kanonen ver schiedener Kaliber mit einer grossen Menge von Mu nition, mehrere hundert Munitionswagen, 2000 ge wöhnliche Wagen, mehrere Automobile, Fahrräder, Motorräder, eine große Menge von Material, Genie Werkzeuge, Tiere, über 200 kegelförmige Jelto, Am bulanzen, vollständiges Sanitätgmaterjal, Medizin- kisten, ->0 000 wollene Teckeu, eine große Menge von Konserven, Millionen Kilogramm Gerste und Hafer, tnrz Gegenstände im Werte von mindestens 2 Millio nen Pfund. Wir entdecken immer noch eine Menge von vergrabenen oder ins Meer geworfenen Gegen ständen. - Oesterreich isch-ungarische Motorbattcricn ans Gallipoli. Konstantinopel, 16. Januar. In feinem in der Moutagssibung des Senates er statteten Bericht über die militärischen Operationen au den Tardanellen gedachte Kriegsministcr Enver Pascha der Entsendung von Skoda-Batterien an die Tardanetlensront, die nach der Eröffnung des Weges Wien -Konstantinopel erfolgte und hob ihre Wirt famc Beteiliaung an den Kämpfen gegen die Englän der hervor. Eine persische Kriegserkläruna an Rußland und England. K o n st a n t i n o p e l, 16. Januar. Zuverlässigen Nachrichten aus Persien zufolge Hal der durch seine patriotische Anhänglichkeit bekannte Geueralgouver- ueur von Lucistau, Risam es Saltaneh, den Befehl über die gegen die Russen und Engländer kämpfenden persischen nationalen Streitkräfte übernommen. Er bat England und Rußland den Krieg erklärt und die Feindseligkeiten eröffnet- Große russische Berlustc in Persien. Konstantinopel, ll>. Januar. Ein von der persischen (grenze angelangtes Telegramm berichtet von einem Gefecht zwischen türkischer Kavallerie, di? gegen Miandoab vorgiug, und russischer Kavallerie. Lecher«' wurde geschlagen und flüchtete in der Richtung Melit Gündi. Eine andere türkinve Kavallerieabtei lung, die in der Richtung aus Saldos ausgeschickt war den war, verfolgte die Russen, die gegen Urmia 'lohen. Konstantinopel, 16. Januar. Ein Telegramm der »erfischen Grenze berschtet über einen Kampf zwischen durch Freiwillige verslärtoeu »erfischen Gendarmen und Russen bei Rjmmiimaa auf der Straße Teheran - Kaswiu. Tie Russen hatten große Lserluste Tie persischen Verluste sind rela tiv gering. Tie Russen gebe» in ihrer Wildheit so weit, orfifche Leichnamen zu verstümmeln. Russischer Kriegsschauplatz Ter deutsche Heeresbericht. Großes h a u p t g n a r t i e r , 10. Januar. Bei der Heeresgruppe des Generals von Liniingen fcheiterie in der Gegend von Tschernusch .südlich des Stnr Bogens ein russischer Angriff vor der Front österreichisch-ungarischer Truppen. G r o ß e s h a u p t g u a r t i e r, 16. Januar. Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung Ter ü st e r e i ch i s ch - u n g a r js che G e u e r a l st a b s b e r i ch t. Wien, IN. Januar. Amtlich wird verlautbart: Wieder war der Raum von Toporvuy und östlich von Rarantibe der Schauplatz eines erbitterten Rin- gens, das olle früheren aus diesem Schlachtfelds sich adspielenden Kämpfe an Heftigkeit übertraf. Vier mal, an einzelnen Stellen sechsmal, führte der zäh? Gugmr seine l2 bis 11 Glieder tiefen Angrissskolon nen g.gen die heißumstrittenen Stellungen vor. Im mer wieder wurde er, nicht selten jm Rahkamps, mit dem Baioneti zarückgeworfen. Für die Verluste des Feindes gibt die Tat fache, daß in dem Gefechtsrnum einer österreichisch ungarischen Brigade über 1000 russische Leichen ge zählt tvurden, einen Maßstab. 2 russische Offiziere und 240 Mann wurden gefangen genommen. Tie braven Verteidigte haben all ihre Stellungen behauptet, die Russen nirgends auch nur einen Fuß breit Raum gewonnen. An der Strhpa und in Wolhimieu t'ine besonderen Ereignisse. Am Kormfn wies Wiener Landwehr einen überlegenen russischen Vorstoß ab. Wien, !6. Januar. Antlich wird verlautbart: Tie neuerliche schwere Niederlage, welche die Rus sen an ihrem Nenjahrstag an der bessarabischen Gren ze erlitten haben, führte gestern wieder zn einer Kampfpause, die zeitweise durch (Keschützfeuer wech jelnder Stärke unterbrochen war. Südlich von Kau-- Vilowka in Wollmnien überfiel ein Streiskommando eine russische Vorstellung und rieb deren Besatzung aus. Svust k?in? besonderen Ereignisse. Ter Stellvertreter des Chess des Generalstabes, v. Höfer, Feldmarschalleutnant- Dic Ru^en haben bisher Mann Berlnfte! Berlin, 17. Januar. Wie der „Vofssschen Zei tuug" ans dem Kriegspressequartier gemeldet wjrd, kamen in Besfarabien die Angreifer nicht um einen Schritt weiter. Ihre Gesamtverluste seit Weihnach ten bezifferten sich auf 70Ml) Mann. Italienischer Kriegsschauplatz. Wien, l.V Januar. Amtlich wird verlautbart: Tas feindliche Artjlleriefcner gegen di? Räume voll Molborgetb und Raibl sehte auch gestern wieder ein und war vornehmlich gegen Ortschaften gerichtet. Am Görzcr Brückenkopf entrissen unsere Trnpven den Italienern eine seit der letzten Schlacht stack auSgebante und besetzte Stellnng bei Oslavija. Ein feindlicher Flieger überflog Laibach und warf Bom ben ab. Es wurde niemand verletzt und auch tein Schaden verursacht. Wien, 16. Januar. Amtlich wjcd re.lautba t: An der rüstenländischen Front steigerte sich das Geschülzfcner gegen den Monte San Michele, die Brückenköpfe von Görz und Tolmeiu, sowie gegen den Mrzli Vrh, ohne daß es zu Unternehmungen der feindlichen Infanterie kam. Tie bereits gestern ge meldete Eroberung des Kirchenrückens bei Oslavija, von Abteilungen der Infanterieregimenter Rr. '>2 und Kl) durchgeführt, brachte 9.R4 Gefangene, darun ter 0! Offiziere, 6 Maschinengewehre und drei Minen werser ein. Auch am Tolmeiner Brückenkopf nahmen unsere Truppen einen feindlichen Graben. Au der Tiroler Front waren die Artilleriekämpse in den Abschnitten von Schludcrbach und Lafraun Vielgereuth lebhafter. Inmitten ihrer heimatlichen Berge, an den bedrohten Grenzen ihres Landes ge treulich Wacht haltend, begehen heute mit dem Ge wehr in der Faust die Tiroler Kaiserjäger das Jahr- hundertfest ihrer Errichtung. Tankbar gedenkt die Wehrmacht in Nord und Süd der ruhmvollen Lei stlingen dieser braven Trnppe, in deren Reihen der (Krist der Leiden von 1809 fortlebt, und die ju dem großen Ringen der Gegenwart neuerlich unverwelt- liehen Lorbeer erkämpft hat. Der Stellvertreter deS LhefS deS Beneralstabe-, v. Löfer, Feldmarschalleutnant. Born österreichisch-montenegrinische» Kriegsschauplatz. W In. 10. Januar. Amtlich wird verlautbart: Ten geschlagene« Feind verfolgend, haben gestern liniere Stre-.tlräüe mit ihrem Südflügel Spizza be seht. In Eetinje wurden 154 Geschütze verschie denen Kalibers, Iftftüll Gewehre, 10 Mafchiucuge webe? und viel Mumtiou und Kriegsmaterial »"-beutel Tic Zabi Gr bei den Kämpfen um das Lowtichenge biei i rmmreteu Geich Ütze erhöhte sich auf IV Tie :> .a'. der gestern eingebrachten Gefangenen be lrägr OOii. Südlich von Berane, wo der Gegner noch zähen Widerstand leistet, erstürmten unsere Bataillone die Schanzen ans der .Löhe Gradiua. Wien, 1R Januar. Amtlich wird verlautbart: Nördlich von Grahowo sind Versolguugskämpfe ,m (Kange. linieren Truppen fielen in diesem Raum 2 >0 Montenegriner und ein gefülltes Munitionsmagazin in die Land. Tie Iaht der in den letzten Tagen bei Berane eingebrachten Geiangencn übersteigt -KB. Ter Stellvertreter des Chefs des Aeneralstobes. v. Höfer, Feldmarschalleutnant. Regellose Flucht der Montencariner. Berlin, !0. Januar. Ter Kriegsblwicktorstatler Lennhof metdet der „B. Z.": Ter Rückzug der Mon tenegriner ist gestern zeitweise znr wilden, regel losen Flucht geworden. Nachdem ihr Widerstand gegen die ani Eetinje vorgehenden österreichisch-un garischen Trnpven 0 Kilometer vor der Lauvtstadt gebrochen worden war, machte der weichende Feind keine weiteren Bertejdignngsversuche, sondern über- tieß die Stadt kampflos den Verfolgern. Ter Einzug erfolgte nachmittags. Tic Bevölkerung war fehr ruhig. Aus dem wenig an einen Palast gemahnenden Konak wurde die österreichisch-ungarische Flagge jM, bißt. Während ein Kommando die Stadt in Befik' nahm, zogen die Kampftruppen hinter den gegeir Rjeika fliehenden Feind weiter nach Osten. Auf dem übrigen Teil der montenegrinischen Westfront dauert die Verfolgung ebenfalls an. Rntivari bedroht! K r i e g s p r c f s e q ua r t i e r, 15>. Januar. Aos argem Winterwetter geht die Offensive in Montene gro weiter. Schneefall und große Kälte verlangsa men dcn Vormarsch und Nachschub. Mer deniwcht arbeiten sich die Truppen tüchtig vorwärts. Der von Tudu aus vorgerückte Flügel, der über San Stefano, Castell Astua und Sutomorc zur Bucht von Spizza vorgcdrungen ist, hat den ganzen dolmEni» scheu Küsteustreifen gesäubert und bedroht Antivari- Von dem wichtigen montenegrinischen Hafen sind die k u k. Truppen kaum mehr ll) Kilometer ent fernt. Ter Besitz des erreichten südlichsten Zipfels von Talmatien gibt seht schon die Herrschaft über den Hafeneiugang. Auch auf der Ostfront von Mon tenegro ist der Vormarsch in neuen Fluß gekommen. Südlich Berane ist die die Straße nach Andrijewiza verteidigende Grandjnahöhe dem Ansturm erlegen. Deutfche Flieger bombardiere» Kilinbir. Sofia, 16. Ininiar. „Kambaua" meldet: Deut» sche Flugzeuge bombardierten den Bahnhof Kilinokc der von Franzosen beseht ist. Zwei französische Flug zeuge wurden im Lustkamvi vernichtet Tie deutscherU Flugzeuge siud wohlbehalten. Athen, 16- Januar. Tie „Agenze Havas" m:l» det aus Saloniki: (Kestern hat eine Truppenabteilnns der Alliierten mit Thnamit den Bahnhof von jti» lindir jn die Lust gesprengt. Gleichzeitig zerstört» sie die Gleise aus eine weite Strecke. König Peter in Korfu. E h r i st i n u j a, 10. Januar. König Peter reist morgen nach Korfu ab. Ein Torpedojäger ist von der griechischen Regierung zur Verfügung gestellt. Wahrscheinlich werden sich auch der zweite Sohn des Königs, der Prinzregent Alexander, und die serbische Regierung in Korfu ausjedelu. Bon» westlichen Kriegsschauplatz. G r o ß es H a u P t g u n r t i e r , 16. Januar. Ei» f; indischer Monitor feuerte wirkungslos in dke Gegend von Westende. Tie Engländer schossen in das Stadtinnere von Lik« le. Bisher ist nur geringer Sachschaden durch einen Braud festgestellt. An der Front lebhafte FeucrkämpjL und Spreugtätigkest. O st c n u n d B a l k a n: Keine Ereignisse von besonderer Bedeutung. Oberste HeeresleituuS, Gesunkener britischer Dampfer. Loudon. 1<z. Januar. Llovds meldet: Ter brr» tische Tampfer „Coquet", 4996 Bruttotonnen, isf gesunken. Wer ist verantwortlich ? Bern, IT Januar. „Berner Tagblatt" macht un ter dem Tirel „Wer ist verantwortlich?" aus einen 'Artikel des Pariser Journolisteu Jea» Bernard in dem Blatte „National Suiise" von Ehandefonds aus-- wertsam, worin es heißt: Man dart mit lauter Stim me verkündigen, daß ohne Elsaß-Lothringcn der ge» gcnwärtige Krieg nicht entstanden wäre. Für UonL Frankreich gibt es nur diesen Grund- Tas Blatt meint: Frankreich unternahm also den Krieg zur Wiedereroberung Elsaß-Lothringens, nachdem es sich sorgfältig mit Llerbündete» umgeben izattc. Für je» den Nur denkenden Mensen war dies auch neben dem englischen Koiiknrrenzneid der einzige Grund deS völkermordeiiden Krieges- Wir bestreiten natürliche einem Staate nicht das Recht, eine verlorene Pro vinz wirderzuerobern, aber wir protestieren »egen, die Fälschung der öffentliche« Mciim«g d«rch die Pres se, wenn sie diese wahre Ursache durch unermüdli» ches Geschrei zu verdunkel« sticht. Hier liegt nun ei« französisches Zeugnis vor, das naiv-ehrlich die Wahrheit gesteht. Stt „Malns"-M M tm ItID««. Tie Senaabeud Sihung des Rejhs-ags war eiir gi.ßer Tag. Sie setzte An mji einer Großtat auf so- zialrolitjschem Gebiet, mit der einstimmigen Annahme der Reiolutioii aus Herabsetzung per Altersgrenze von 76 aus «ZV Ial're, Z« der die Regierung durch den Mund des Staatssekretärs des Innern und Les Reichsschalzsekretärs zivar «och nicht ibre endgültige Zustimmung ertlärte, die sje aber dock «'st großer Wahrscheinlichkeit in Aussicht «eilte. Härte die Re gierung sich «icku einem so einmütig, ünGrsAnedslos- von allen Parteien vertretene« Wunsch des Reichs« tags gegenüberbesuuden, so würde sie vielleicht dia finanziellen Bedenke«, deren Vorhandeicfefn man jr nicht leiigiieii kann, weiterhin für ausjcülaggebend gc- lullten habe«. Eine derartige, weitgehende Erwei» terung uufcrer sozialpolitischen Gesetzgebung mittcir im Kriege jsi eine Großtat, die uns keiner unserer Feinde u-achmacht. Sie beweist aber auch, daß So zialpolitik beute nicht mehr Parteisache, sondern Sache' des gesamten dentschen Volkes ist imd daß in dee deutschen Sozialpolitik, der wir zum Teil unsere Er« folae auf dem Schalchtfelde verdanken, nach dem; Kriege unentwegt fortgefahrrn wird. Tann wurde- im Rahmen einer Aussprache über ejngegangene Re solutionen. und Petitionen, dir zweifellos der Be«/