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Frankenberger Tageblatt, Bezirks-Anzeiger : 19.01.1918
- Erscheinungsdatum
- 1918-01-19
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1786999250-191801190
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1786999250-19180119
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1786999250-19180119
- Sammlungen
- Saxonica
- Zeitungen
- LDP: Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Frankenberger Tageblatt, Bezirks-Anzeiger
-
Jahr
1918
-
Monat
1918-01
- Tag 1918-01-19
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Monat
1918-01
-
Jahr
1918
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4 « i ! l in kön übl rat > ? Er ( di« man wäh Osk- Ssch- des L Zur L für < rohto 4560 stadt Se'd sparsam im Kartvffeiverbrauch! Nachlieferung erfolgt nicht! schule sich L gram führte der L sind Gesetz denza versch Unter deren der j gemei Vorß ledigt« und I zum als V Grünl Burgk uäd l besteh, erteile und n besteh« und ei ist nac ler he sich Lei Ar tief siel von Rat geb wir Ans tun, statt wo reist spar geh? man Ersa känx des und vom und Herst steue steu« Erhö nach Höhu ooncn d diebessici selbst au war da« insgesan Verlust, noch «st Hm hrimai «nü ttsierlsna Frankenberg, den IS. Januar 1918. fg Zwei älter Veteranen oom Heer und von der bürger lichen Arbeit werden heute nachmittag zur letzten Ruhe gebracht: der Teichstrabe Nr. 13 wohnhast gewesene Weber Herr Fr«edrich A-olf Rudolph und der Webermeister Herr Ern ft Rahnfeld, zuletzt An der Kirche Nr. 3 wohnend. Der erstere war bereits 1866 zum Kriege auf Böhmens Fluren mit « isgezogen und 'olgte vier Jahre später als Oberlazarettgehilfe den sächsischen Fahnen, als das geeinte Deutschland gegen Frankreich zum Kampfe herausgeforoert wurde. Herr s Rahnfeld ist im 2. Sachs. Grenadter-Aegimeni Nr. 161 Milkampl-r in Frankreich gewesen. Beide Heimgegangenen hatten ein Leben reich an Arbeit hinter sich: der letztere hat lange Jahre al» Scherer be, der Firma Listner u. Fl-ttter gestanden und der diesen Betrieb fortsetzenden Firma Karl R. Paul treue Dienste geleistet, so dast ihm die NuszeiH- > n'lng durch das Ehrenzeichen für Treue in der Arbeit und die Friedrich'August-Medaiur zugedacht wurde. Alte und jüngere Kaniemden werden heute Freitag beiden Veteranen da» letzte Ge'eit geben. fa U-Boot-Spende Nachiräglich konnten der Landes- fammlung für di. U-Boot-Spende SOO Mark als Erlös der oon Schülern der hiesigen Volksschule durchgeführten Flaschen- iammlung überwiesen werden. Men, dir zu diesem schönen Erfolg beigetragen Haber-, insbesondere den jungen Sammlern, sei auch an dieser Stelle bestens gedankt. f' Dom Eisinbahnvertehr. Der Zug 1412, oer jetzt 7" abends non hier imch Chemnitz verkehrt (7^° Uhr aus Hainichen) führt jetzt wieder 2. bis 4. Wagenklasse. f d Realschule. Gegenwärtig finden in der Realschule die Anmeldungen für Ostern 1918 statt. Eltern, die ihren Söhnen eine Bildung zuteil werden lassen möchten, die sie dereinst befähigt, eine Lebensstellung einzunehmen, zu welcher eine höhere Schulbildung, wie sie die Realschule gewährt. Vorbedingung ist, seien besonders darauf hingewiesen. ( schwer es manchen Eltern in der gegenwärtigen Zeit fallen mag, die Kosten einer höheren Schulbildung auszuwenden, darf doch nie vergessen werden, dast die Mittel, die für die Ausbildung des Kindes aufgewendet werden, das wertvollste Erbteil sind, das man ihm mitgeben kann. Durch Stipendien und Schulgelderlab können fleißige und begabte Schüler jene - Kosten übrigens sehr verringern. In der Zeit nach dem Kriege, der wir entgegengehen, und wo es eine Lust sein wird, all die Kräfte im Daseinskämpfe sich regen zu sehen, die jetzt drausten an der Front sehnsüchtig dem Augenblick entgegen harren, wo das siegreiche Vaterland sie wieder ihrem eigent lichen Beruf zuführt, wird es von unschätzbarem Wert sein, eine möglichst vielseitige und tiefe Schulbildung genossen zu haben. Ueber die Berechtigungen eines Reifezeugnisses der Realschule gibt die Direktion bereitwilligst Auskunft. f h Verkehr mit Web-, Mrk- And Strickwar«». Die- Handelskammer Chemnitz weist Interessenten unter Bezug nahme auf die früheren Veröffentlichungen darauf hin, dast der nächste Sprechtag für die Ausstellung der in den Aus- Mine poMcbe stocbilcdtr» Der Kronprinz beim Kaiser p Berlin, 17. Januar. (Amtlich.) Seine Majestät der Kaiser empfing gestern Seine Kaiserliche Hoheit den Kron prinzen, hörte den Gesteralstabsvortrag und empfing hieraus den Direktor im Justizministerium Dr. Bourwie, den Unter staatssekretär im Reichsschatzamt Dr. Kübelt und den Direktor im Reichspostamt Teucke. Verächtlichmachung des Eisernen Kreuzes p Die „Nordd. Allg. Ztg." veröffentlicht eine neue Verfügung des Oberbefehlshabers in den Marken, in welcher dem Vorsitzenden des Bundes der Kriegsbeschädigten und ehe maligen Kriegsteilnehmer Erich Kuttner jede weitere Tätig keit für diesen Bund auf Grund des Belagerungsgesetzes verboten wird. Kuttner hatte in einer Versammlung an die Kriegsbeschädigten die Aufforderung gerichtet, die Bänder ihrer Kriegsorden abzulegen. Diese Aufforderung, welcher zahl reiche Inhaber des Eisernen Kreuzes Folge geleistet haben, sei geeignet, die im Heer und Volk hochgeachtete Kriegsaus zeichnung verächtlich zu machen. Das Verhalten beweise, dast Kuttner die sachliche Leitung des Bundes nicht gewährleiste- Elsast-Lothringen pd Die Nordd. Allg. Ztg. hält es für angebracht, der in den beiden französischen Parlamenten hervorgetretenen Nei gungen gegenüber, die seelischen Bande zu verherrlichen, welche auch heute noch die Bevölkerung von Elsast-Lothringen mitten Brüdern auf der anderen Seite des Wasgaues zu einer großen Familie verknüpfen sollen, daran zu erinnern, dast die Fran zosen des Jahres 1871 doch wesentlich anders gedacht haben als man heute vorzutäuschen beliebt. Den Protest, welchen Keller am 1. März 1871 in der Nationalversammlung gegen die Abtretung Chah-Lothringens aussprach, und auf den bereits wieder angespielt wurde, ist von Thiers mit den nicht mistzuverstehenden Worten abgewiesen worden, man dürfe jetzt keine Phrasen machen, sondern müsse der Wahrheit ins Ange sicht sehen. , , . pd Berlin. Wie der Lokalanzeiger erfährt, dürfte der Rücktritt des Chefs des Zivilkabinetts Valentini noch weitere Veränderungen nach sich ziehen. Als Nachfolger des Herrn von Berg im Königsberger Oberpräsidium werde Batocky ge nannt. ' , wssten Di« Pariser Konferenz w Lugano, 18. Januar. Die neue Pariser Konfere'^ be ginnt voraussichtlich am 2i. Januar und dauert bis zum L4. Auf seiner Rückreise nach Rom wird Orlano in Mailand eine grohe Volksr oe balten. Neue wichtige Verhaftung in der Caillauraffäre pc In der Laillaur-Affäre steht eine neue wichtige Ver haftung bevor. Man spricht ron F au Caillaur. Caillaux' Wohnung in der Rue Neuville ist Tag und Nacht oon einem grosten Polizeiaufgebot umstellt. Caillaur arbeite» in semer Zelle, die neben dem Raume, in dem sich Bolo Pascha befindet, liegt, an seiner Verteidigungsschrift. Caillaur hat dem Unter suchungsrichter von sich aus von dem Dasein des Florenzer Bankfachs Kenntnis gegeben; er wollte es in Anwesenheit eines von ihm vertretenen Regierungsvertreters-öffnen lassen. Wenige Tage darauf wurde das Fach aber von italienischen Geheimagenten im Beisein des französischen Konsuls erbrochen. wr Genf. Nach einer Mitteilung der „Humanitöe" ver lautet kn den Mandelgänaen der Kammer, Volo sei vollkom mene Straflosigkeit zugesimert worden, wenn er die Erklärung abgebe, Caillaur drei Millionen Franks übergeben zu haben. Die ganze Art, wie die Voruntersuchung geführt wird, ruft leb haften Widerspruch hervor. nahmebewflligungen zu 8 7 der Bekanntmachung vom 10. Juni 1916 über Regelung des Verkehrs mit Web-, Wirk- und Strickwaren vorgesehenen Bescheinigungen auf Mittwoch, den 23. Januar 1918, vormittags von 10 bis 11 UH« festgesetzt ist. Zu diesem Sprechtag haben die VntragsteM persönlich oder durch ihre Prokuristen zu erscheinen und, um eine schädliche Verzögerung zu verhindern, die notwen digen Unterlagen gleichzeitig mitzubringen. f Dir Tcuerungszukagen steuerpflichtig! Die Frage wegen der Steuerpflicht der im Laufe des Krieges an Beamte, Ange stellte und Arbeiter gewährten Teuerungszulagen ist durch «in soeben dem sächsischen Landtage zugegangenes königliches De kret von der Regierung in dem Sinne beantwortet worden, dast die Steuerpflicht für alle Teuerungszulagen, Familirnbeihilfen usw. für vorliegend erachtet wird. Die Regierung hat den Ständen aus diesem Grunde «inen Gesetzentwurf zur Abände rung des Einkommensteuergesetzes vom 24. Juli 1910 vorge legt. Daß Gesetz tritt mit Wirkung vom 1. Januar 1918 ab in Kraft. In einer dem Gesetzentwurf beigegebenen ausführ lichen Begründung wird zunächst die bisherige steuerliche Be handlung der Teuerungszulagen untersucht und festgestellt, daß die Frage, ob und.in welchen Fällen die aps Anlaß der Teuerung bewilligten Aufbesserungen der Gehalts- und Lohn bezüge dem steuerpflichtigen Einkommen der Empfänger zu zurechnen seien, in Sachsen von Anfang an zweifelhaft ge wesen ist. Aus Grund der Rechtslage, und um ein« klare, praktische und gerechte Lösckbg der Frage zu ermöglichen, ist die Regierung zu der Aeberzeugung gekommen, dast von 1918 ab sämtliche an Beamte, Angestellte und Arbeiter d»s öffent lichen und privaten Dienste», gleichviel unter welcher Bleich nung, laufend od«r wiederkehrsnd gewährten Zulage», Bei hilfen und dergleichen dem steuerpflichtigen Einkommen guza- rechnen sind. ' . s «hören werden, iviesi Erklärung«» wurden von der Ukraini schen Delegation zu stimmend und mit dem Bemerken zur Kenntnis angenommen, dast sie auf Grund derselben in die weiteren Verhandlungen eintreten »werden. Bei der weiteren Besprechung über die Regelung des beiderseitigen wirtschaft lichen Verkehrs wurden keine solchen Differenzen in den grund legenden Auffassungen festgestellt, dast sie das Zustandekommen einer Vereinbarung zu hindern vermöchten. Die Beratungen wurden soweit gefördert, Last sie sich, bereits auf kongrete Fra gen des Warenaustauschoerkehrs erstreckten. bl Berlin, 18. Januar. Auf Grund der Nachrichten aus Brest-Litowsk will sich der Lokalanzeiger keinem voreiligen Optimismus hjngeben, es sei aber doch klar, sagt er,. daß bei der ukrainischen Delegation der Wille vorliege, zu einem prak tischen, ürauchbaxen Ergebnis, d. h. zum Frieden zu kommen. Der Eindruck, dast die russische Delegation den; gleichen Ziele zustrebe, sei seit der Unterbrechung der Verhandlungen im Dezember nie sonderlich stark gewesen und er sei immer schwächer geworden. Mit austerordentlicher Geduld Hobe Staatssekretär von Kühlmann immer wieder versucht, die von Herrn Trotzki ins Uferlose gesponnene Debatte zu konkreten Zielen zurückzulenken. Germania sagt, man vermöge in Trotzki jeden Augenblick den Weltagitatcr zu sehen als den Friedens bringer, dem das eine Ziel über alles geht, den Völkern seines Landes schnell und sicher in ehrenvoller Weise die Segnungen geordneter und beruhigter Zustände wieder zu geben. Die Unterhändler^der Vierbundsmächte bewiesen in allen möglich-» Fragen-ein weitgehendes Entgegenkommen. Unser ehrlicher Friedenswille sei durch die Taten bewiesen. > Ultimatum des Rats -er Volkskommissare an die rumänisKe ' / Regierung r Petersburg, 17. Januar. Der Kommandant der 49- Division teilt mit, -ast rumäniM Behörden feindliche Hand lungen gegen russisch« Soldaten unternehmen und keinen Lebensmitteltransport durchlassen. Das 194. Regiment der 49. Division wurde von rumänischen Streitkräfte« umzingelt und entwaffnet, auch der Ausschuß des 195. Regiments und österreichische Offiziere, di« zum Besuch der russischen ge- kommcn waren, wurden verhaftet. Der Rat der Volkskommis sare verlangt Freilassung der verhafteten Soldaten und Offi zier«, Bestrafung der militärischen Behörden, di« die Ver haftungen Vornahmen und Sicherheiten dafür, dast sich der- i artige Vorfälle nicht wiederholen. Falls eine Antwort inner- > halb 24 Stunden nicht erfolgt, wird unsere Reklamation als neuer Bruch betrachtet werden. Wr werden di« nach- , drücklichsten militärischen Maßnahmen treffen, gez. Lenin, Oberbefehlshaber. Krylenko, Kriegsbevollmächtigtrr. , Republik Turkestan , ! r Das ukrainische Jnformationsbureau in Stockholm teilt ' mit, der Rat der Nation in Kiew habe die Nachricht erhalten, ' dast ein außerordentlicher Kongreß der Muselmanen von Tur kestan im Uebereinstimmung mit der mehrere Millionen zah lenden Bevölkerung Turkestans mit Bezug aus das Selbst bestimmungsrecht und gemäß den Grundsätzen der großen russischen Revolution am 23. Dezember 1917 das Gebiet von Turkestan als selbständige Republik im Bündnis mit der ' förderativen russischen Republik erklärt hat. Einstweilen wurde ' ein Nationalrat gewählt, in welchem ein Drittel der Sitze der nicht muselmanischen Bevölkerung von Turkestan zuerkannt wurde. Der Beginn der Sitzung des Nationalrates ist auf den 15. Januar festgesetzt. Der Kongreß habe auch eine provi sorische Regierung Turkestans gewählt. Die konstituierende Versammlung, die demnächst einbergfen wird, soll die end gültige Form der Autonomie bestimmen- § Rußland kann nicht mehr Krieg führe» r Aus Petersburg wird gemeldet: Die Petersburger Presse bringt den Wortlaut der Erklärungen Trotzkis in Brest-Litowsk. „Jsiwestja" hebt hierbei eine Erklärung des Kommissars des Auswärtigen hervor, die besagt, daß Rußland vollständig außerstande ist, den Krieg militärisch weiterzu führen, und daß der Rat der Volksboaustragten auch nicht daran denkt, den Schützengrabenkrieg wieder aufleben zu lqssen. Finnland und Ungarn r Budapest, 17. Januar. Professor Dr. Passonen aus Helsingsors, Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissen schaften, hat dem Ministerpräsidenten Dr. Wekerle im Auf trage der finnischen Regierung ein Begrüßungsschreiben an das stammverwandte ungarische Volk überreicht und in seiner Ansprache erklärt, dem finnischen Volke gebe das Bewußtsein, in der mächtigen ungarischen Nation einen Verwandten zu haben, Antrieb und Stütze in seinem schnurren Kampfe um seine politische Unabhängigkeit. Ministerpräsident Dr. Wekerle drückte die Hoffnung aus, daß das Gefühl der Verwandtschaft > zwischen beiden Völkern sich in Taten äußern und sie einander auf kulturellem und wirtschaftlichem Gebiete näher bringen werde. Sodann überbrachte Professor Passonen dem Präsi denten des Abgeordnetenhauses- Karl Szaez den Gruß des Brudervolkes. Ein ukrainischer Delegierter in drr Schweiz r Vern, 18. Januar. Aus Brest-Litowsk ist hier ein Mitglied der ukrainischen Delegation eingetroffen, Rittmeister von Cassenko, Attaches und Staatssekretär des Aeußern der Volksrepublik der Ukraine, der feine Teilnahme an den Ver handlungen in Prest-Litomsk aus Gesundheitsrücksichten auf geben mußte. Er ist von der Regierung der ukrainischen Volksrepublik beauftragt worden, eine offiziöse ukrainische - Preßzentrale für die ganze Welt zu gründen, als deren Sitz p Berun, 18. Januar. (Amtlich.) Seine Majestät der -r hörtelgestern den Vortrag des Chefs des Admiralstabes denjenigen^ de» Chefs des Militärkabinett». Am 16. o. M. abends empfing Seine Majestät den neuernannten Chef des Zivilkabinetts, bisherigen Oberpräsidtnten v. Berg, zur Meldung. Streikbewegung in Wien pö Die Streiks in Ncederöltsrreich, namentlich m Wien, haben, im Laufe de» gestrigen Tage« zugenommen. Ueberall werden Versammlungen abgehalten und gegen die Kürzung der Mehlration protestiert, um 4 Uhr versammelten sich in den Hauptstraßen von ganz Wien die Arbeiter an, die sich zunächü untätig verhielten, sich dann aber wie auf ein gegebenes Zeichen überall auf die Straßenbahnqleise stellten und den Straßenbahn verkehr zum Stocken brachten. Die Kundgebungen , verliefen rm allgemeinen ruhig, es kam zu keinen Ausschreitungen. pf Pari». Die Aburteilung -'S Mörders Jaure» wurde von n«u«in aus di« nächst« Schwurgerichtssitzung verschöbt». Um dis Form zu wahrer», wird Btllatn, drr Voss. Ztg. zufolge, von «in«r neuen Aerztekommission wieder einmal auf seinen Geisteszustand untersucht werden. . s* Di« Verlustliste Rr- 478 nennt au« hiesiger Gegend: Ihle, Bruno, Gefr., 15. 5., Frankenberg, bish. verm., i. Gefascht, f John. Otto, 6. 11., Mühlbach, 15.2.17 infolge Krankheit im Sielerve-Lazarett 1, Dresden, gestorben. Kluge, Hermann, 8. 4. 91, Auerswalde, bish. verm., i. Gefgscht. Lorenz, Paul, 2ü. 9., Ebersdorf, l. verw., b. d. Tr. Müller, Willy, 7. 6., Frankenberg, schw. verw. Riedel, Willi, 3. 5„ Ebersdorf, l. verw. ch Schier, Emil, 12. 10., M chlbach, gefallen. Schubert, Kurt, 3. 9., Euba, bish. verm., i. Gefascht. Schumann, Mar, Utffz., 17. 16., Niederwiesa, schw. verw. chwl Türkische Juristen km sächsischen Dienste. Wie wir hören, treten demnächst auf Wunsch der Türkischen Regierung eine Anzahl türkischer Juristen, die meist schon längere Zeit in wichtigen Stellen des türkischen Justizdienstes tätig gewesen sind, auf mehrere Jahre in den sächsischen Justizdienst ein, um dort praktisch zu arbeiten und die deutsche Rechtspflege kennen zu lernen. Elf von ihnen sind inzwischen unter Führung eines Rates des Türkischen Justizncinisterlums in Dresden eingetroffen. Sie werden verschiedenen Gerichten zugewiesen werden, bleiben aber zunächst mit einer Ausnahme noch mehrere Monate in Dresden, um hier deutschen Sprachunterricht zu nehmen. Es kann mit Genuatuuna begrüßt werden, daß sich hiermit d« Plan der Regierung oe» uns befreundeten Türkischen Reiche», seine Justizbeamicn mit der deutschen Rechtspflege vertraut zu machen, verwirklicht. Man darf hcffen, daß di« Einblicke, die sämM von d< abgede Werder Berkau Straß« wurdei Hochw schrtt Die R< de» S diesem eine er wurde Genera die Ttt bürgert und ho nehme gemein! an meil beim F Meyer Verletz» ziger K Treibja, nicht eil — i Rittergr 3 Mctei angeblic dürste e schaff M ver Weltkrieg Dols-er «-«„-»eelcht wtb Berlin, 17. Januar, abends. (Amtlich.) Von den Kriegsschauplätzen nichts Neues. L««»»»«rl»t -«» «-»tealft«-*» wtb (Amtlich.) Berlin, 17. Januar. Eines unserer Unter seeboot« hat kürzlich an der Westküste Englands 4 Dampfer, 1 französisches Bewachniigsfahrzeug, 1 Segler und 1 Jisch- dampftr versinkt. Die ^Mehrzahl der. Schiffe wurde unter erheblicher feindlicher Gegenwirkung in den für starke U-Boots- abwehr dejonvers geeigneten Gewässern der Irischen Sre und des Bristol-Kanals durch geschickt« Angriff« vernichtet. Hi«r fiel such das französische Bewachvngsfahrzeug dem U-Boot zum Opfer. Sämtlich« Dampfer waren bewaffnet,- unter ihn«» konnten die englischen Dampfer Klmelsas und Boston .City namentlich sestgestellt werden. Don den beiden Dampfern hatte der «ine Kohlen, der andere, vom Aussehen und Größe des englischen Dampfers Egremont Castle (5294 To.^ Palmöl geladen. Der Fischdampfer führte die Bezeichnung B. F. 696. Der Chef des Admiralstabes der Marine. -' —-—v-— O«fterr«ichlsch ^garlscher Laß*»b«rkch1 wtb Wien, 17. Januar. Amtlick wird gemeldet: Zwischen der Brenta und dem Monte Pertira beschränkte der Gegner seine Eesechtstätigkeit nach den erfolglosen verlust reichen Angriffen des Vortages auf heftige Feuerüberfälle. In den Kämpfen vom 14. und 15. Januar wurden 12 Offi ziere und über 300 Mann gefangen eingebracht. DK Lage der Deutschen in Uruguay > p Der mit der Vertretung der deutschen Interessen in Uruguay beauftragten Schweizerischen Gesandtschaft in Buenos Aires hat die Regierung der Orientalischen Republik kn Monte video auf eine Anfrage mitgeteilt, daß dl« im dortigen Staats gebiet lebenden Deutschen keinerlei Belästigung zu befürchten haben, sich vielmehr hinsichtlich ihrer Personen und ihres Eigentums derselben verfassungsmäßig gewährleisteten Sicher heit erfreuen, wie alle anderen Einwohner des Landes. Sie hat hinzugesügt, daß die an verschiedenen Unterrichtsanstalten beschäftigten deutsche» Lehrer auf ihren Poste» in der Vor aussetzung belassen würden, daß sie nicht durch «in dem Landes interesse zuwiderlaufendes Verhalten zu anderen Maßregel» . Anlaß gäben. , Die Mablrechtsbewegung kn Preußen. p Berlin, 17. Januar, Nackdem sich in der fortgesetzten Beratung des Wahlrecht-ausschuffes de» Abgeordnetenhauses noch einige Vertreter der Parteien zur Frage des gleichen Wahl rechts geäußert hatten, wies der Vizepräsident des Staatsmint- stenums daraus hin, daß er die Vorlage nicht untersckrieben habe. Er habe sie bei seinem Eintritt in das Staatrministerium bereits fertig vorgefunden. Er wies den Vorwurf- daß die Re gierung nicht milgearbeitet habe, entschieden zurück. Dir Not wendigkeit der Einbringung der Vorlage sei qus der. politischen Situation erfolgt. Zwischen einem gleichen Wahlrecht inner gewißen Kautelen und einem Pluralwahlrecht lei überhaupt kein wesentlicher Unterschied. Die schwierigste Frage sei, wie er zugebe, die der Polenpoiitik. Di« Regierung verschanze sich nicht hinter der Botschaft vom 17. Juli. In der auf die Debatte folgenden Abstimmung entschied sich die Kommission dahin, die Herreahausvorlaae zunächst zur Beratung zu stellen. er die Schweiz zu wählen gedrnkt. Die große russisch« Bundesrepublik r Stockholm, 18. Jan. Nach einer Meldung aus Kapa- randa «rörtert man in politischen Kreisen Petersburgs nach drücklich die Bildung einer Republik Großrußland, die die mittleren und nördlichen Gouvernements vom Ural bis zur Ukraine umfassen soll. Die Frage soll ans dem. Kongreß der demokratischen und sozialistischen Organisationen behandelt werden, der am 21. Januar auf Anregung des Volks nusschusses der Sowjets stattfinden soll. Der Vorschlag der « Bildung einer neuen Republik geht von Kreisen aus, die , Kerenski und die damalige provisorische Negierung unter stützten. Bolschewistischer als di« Bolschewist r In Rußland ist eine Parteigruppe entstanden, für die selbst die Bolschewist zu behutsam vorgehen. In den Peters burger Fabriken begann die Propaganda der anarchistischen Sozialisten, die sich hauptsächlich aus amerikanischen Emigran ten zuiammensetzen. Die treten für die Beseitigung jeder Zentralmacht ein. , r Wien. W e aus unterrichteten Kreisen mitaetM wird, bcabsickUgl Grm Cu-mm, bei einer demnächst sich bietenden Ge legenheit die jüngste Botschaft des Präsidenten Wilson zu be antworten.
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