nen der Erläuterung der vorange gangenen Verkündigung durch den Evangelisten im Secco-Rezitativ, denen wiederum eine individuelle Deutung des Geschehens in der sich anschließenden Arie folgt. Die Cho räle als Stimme der Gemeinde die nen einer Objektivierung der Be trachtung. Nach der Verkündigung der Geburt Jesu im Stall zu Bethlehem im Rezi tativ des Evangelisten folgen Baß- Accompagnato kombiniert mit der Choralstrophe „Er ist auf Erden kommen arm" und Baß-Arie „Gro ßer Herr und starker König". Der Baß als Stimmlage steht für die Verkündigung eines göttlichen Ge schehens. Bemerkenswert ist die Kopplung von subjektiver Dichtung und objektivierendem, als Symbol für den dreieinigen Gott in den un geraden Takt wechselnden Choral im Accompagnato. Der hymnisch kraftvollen Baßarie (in D-Dur) ist die Trompete als Attribut göttlicher Herrlichkeit beigegeben. Den ersten Teil beschließt der Choral „Ach mein herzliebes Jesulein". Als Pen dant zum Eingangschor „Jauchzet, frohlocket" besitzt dieser durch in strumentale Zwischenspiele erwei terte Choral eine dem zarten Text widersprechende, klangprächtige Tutti-Besetzung (u. a. drei Trompe ten und Pauken). Teil II „Und es waren Hirten in der selben Gegend" beginnt mit einer instrumentalen Sinfonia. (Die Ein leitung eines Teiles mittels eines In strumentalsatzes ist kein Novum bei Bach, sondern schon in Schelles Actus Musicus zu finden.) Zwei Klangkörper musizieren mit einander: vier Oboen (= Hirten musik) und zwei Flöten und Strei cher (= Engelsmusik), das Eindrin gen der göttlichen Welt in die der Menschen eindrücklich darstellend. Das Erscheinen des Engels und die Reaktion der Hirten werden im Re zitativ Nr. 11 „Und es waren Hir ten" durch detaillierte musikalische Ausdeutung des Textes geschildert. Dem folgt — innehaltend und be denkend - der Choral „Brich an, o schönes Morgenlicht". Der zentralen Botschaft der Geburt Christi (So pran-Solo) an die Hirten im fol genden Rezitativ schließen sich wie derum Accompagnato und Arie an: „Was Gott dem Abraham verhei ßen" mit Baß und vier Oboen der Hirten und „Frohe Hirten, eilt, ach eilet" mit einem wunderbaren Dia log zwischen Tenor und Solo-Flöte. Bartolome Esteban Murillo (1618-1682) Maria mit dem Kinde