II 5. Scene. Ingeborg’s Klage. Ingeborg. Herbst ist es nun, Nimmer die Stürme des Meeres ruh’n. Ach. doch wie gerne da draussen Hört' ich es brausen! Lange gesell’n Hab’ ich gen Westen sein Segel hinweh’n. Darf es doch Frithjof auf weiten Meeren begleiten. Dich liess er hier, Falke, geliebter, o bleib’ bei mir! Fliegender Jäger, statt seiner Wart’ ich nun deiner. Ihm auf der Hand. Wirk’ ich dich hier in des Teppichs Kand, Silbern die Schwingen zu schauen, Golden die Klauen. Falke, so schön, Mir von der Schulter aufs Meer sollst du seh’n — Sehen wir sehnend auch immer! Kehrt er doch nimmer! Bin ich nun tot, Kommt er dann wieder, vernimm mein Gebot: Grüsse mir Frithjof! Nicht wehren Wird er den Zähren. 6. Scene. Frithjof auf der See. Chor. So nun schwebt er einher auf der einsamen See, Fuhr weit, wie der jagende Falk; Und den Kämpen ah Bord gab er Satzung und Recht: Hört den Wikingerbalk! Frithjof. Auf dem Schiffe nicht zeit’ und im Hause nicht schlaf’. Es sind drinnen nur Feinde gestellt! Auf dem Schild schlaf, Wiking, das Schwert in der Hand, Und den Himmel, den blauen, zum Zelt! Chor (wiederholt).