Volltext Seite (XML)
Rainer Kunad Der 1936 im damaligen Chemnitz geborene Rainer Kunad erhielt seine erste musikalische Ausbildung bei Werner Hübschmann und Paul Kurz bach. Nach einjährigem Besuch des Konservatoriums in Dresden schloß sich das Hochschulstudium in Leipzig, vornehmlich bei den Prozessoren Fidelio F. Finke und Ottmar Gerster, an. Seine berufliche Laufbahn be gann Rainer Kunad 1959 als -Dozent am Konservatorium in Zwickau, es folgte eine 14jährige Tätigkeit als Leiter der Schauspielmusik am Staats theater Dresden. Seit 1971 ist er dramaturgischer Mitarbeiter der Deut schen Staatsoper Berlin, und seit 1974 ist Rainer Kunad speziell als Kom ponist vertraglich der Staatsoper Dresden verpflichtet. Sein schöpferischer Durchbruch erfolgte 1965 mit der Uraufführung der Einakter „Bill Broock" und „Old Fritz" an den Landesbühnen Sachsen. Seitdem hat der Komponist mehr und mehr die Merkmale einer persön lichen Handschrift ausgeprägt. Er geht dabei komprom^^" und kühn Werke mit der ihm eigenen rhythmischen Vitalität, seinÄ^P-usgesprocl.W nen expressiven Willen — kurz mit einer Haltung, die eincTungemein akti vierende Kraft besitzt. Er ist auf allen musikalischen Gebieten erfolgreich produktiv gewesen, er schrieb allein 10 musikalische Bühnenwerke (u. a. „Maitre Pathelin", „Sabellicus“, „Litauische Claviere“, „Vincent", „Münchhausen"). Seine hohe Wertschätzung durch unseren Staat dokumentieren verschie dene Auszeichnungen bzw. Ernennungen: 1972 Kunstpreis der DDR — 1973 Hanns-Eisler-Preis von Radio DDR — 1974 Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste der DDR, Martin-Andersen-Nexö-Kunstpreis der Stadt Dresden — 1975 Nationalpreis der DDR — 1978 Honorarprofessor für Komposition an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber" Dresden. Ein von Rainer Kunad konzipierter vokalsinfonischer Zyklus wurde 1980 mit der Uraufführung von „Metai" („Die Jahreszeiten" nach Donelaitis) begonnen. Dem folgte 1981 die „Bobrowski-Motette" und 1982 die „Klopstock-Ode". Der Zyklus wird beschlossen durch die Uraufführung des Herder-Oratoriums „Stimmen der Völker" am 23. Mai 1983, geschrie ben als Auftragswerk des Kabinetts für Kulturarbeit der Stadt Dresden, anläßlich des 100jährigen Bestehens des Beethoven-Chores Dresden. Herausgeber: Kulturpalast Dresden — Direktor Werner Matschke — Redaktion: Wolf gang Grösel — Titelseite: Ekkehard Walter/Max Mehlig — Text: Walter Siegmund Schultze (Friedensode), Christian Hauschild — Foto: Kurt-Joachim Lagler — Klischees: Grafischer Großbetrieb Völkerfreundschaft D'esden/Polydruck PA Galvanoplastik Rade beul — Satz und Druck: Polydruck, PA Radebeul 111-9-141, JtG 005-8-83 — EVP 1,—M KULTURPALAST DRESDEN 1 SONDERKONZERT ZUM HUNDERTJÄHRIGEN BESTEHEN DES BEETHOVEN-CHORES DRESDEN