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Wochenblatt für Reichenbrand, Siegmar, Neustadt und Rabenstein : 27.07.1907
- Erscheinungsdatum
- 1907-07-27
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- Heimatverein Reichenbrand e. V.
- Digitalisat
- Heimatverein Reichenbrand e. V.
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1067801324-190707273
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1067801324-19070727
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1067801324-19070727
- Sammlungen
- Zeitungen
- Saxonica
- LDP: Bestände des Heimatvereins Reichenbrand e. V.
- Bemerkung
- Vorlagebedingter Textverlust.
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Wochenblatt für Reichenbrand, Siegmar, Neustadt und ...
-
Jahr
1907
-
Monat
1907-07
- Tag 1907-07-27
-
Monat
1907-07
-
Jahr
1907
- Titel
- Wochenblatt für Reichenbrand, Siegmar, Neustadt und Rabenstein : 27.07.1907
- Autor
- No.
- [2] - -
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leichten Goldsachen nur 150 Mark bietet. Sie nimmt sie trotzdem und will nach Hause. Lina ist gottlob mit dem Kleinen ausgegangen und sie ist allein in den Stuben. Vor dem Bilde der Mutter steht sie und sagt ganz laut: „Es ist gut, daß du es nicht mehr erlebt hast." — Keinen Augenblick denkt sie daran, den Bettel-Brief des Vaters dem General abzugeben, sie ist zu stolz dazu und will lieber die Folgen seines Leichtsinnes ertragen, als um des Barons Hilfe bitten. Auf der Bank erhebt sie die sonst für jeden Monat peinlich eingeteilte Summe, dann legt sie alles zusammen, die Bücher, die Papiere und die von ihr geführten Rechnungen der Agenturgesellschaft, und eine Droschke herbeirufend, gibt sie dem Kutscher die Adresse des Generals Freiherrn von Staniß. Sie will ihm alles offen sagen und ihm geben, was sie in der Eile aufgetrieben hat. Und wenn sie auch später mit zahllosen Einschränkungen und harter Arbeit die zweite Hälfte des Geldes abzahlt, ihr Name ist doch gebrandmarkt, und sie sind die Kinder des Diebes und Betrügers, sie und der kleine, unschuldige Bube, der Sohn und Erbe des Namens St. Albain — Ehrlos! General von Staniß sitzt um dieselbe Zeit in seinem Arbeitszimmer in der eleganten Vorstadt, wo hauptsächlich die Reichen und die Aristokratie leben. Er ist ein schöner, alter Mann, Ende der Fünfziger, und man sieht ihm sofort den ehemaligen Militär an. Seine hohe, markige Gestalt ist leicht gebeugt, aber mehr von Kummer als von den Jahren, das frische, gebräunte Gesicht ist von einer Fülle grauer Haare umgeben und glatt rasiert, bis auf den langen, dichten Schnurrbart; ein Ausdruck von großer Herzensgüte liegt auf seinen Zügen und die klugen, dunkelgrauen Augen blicken treuherzig und freundlich jeden an. Er liest eben auf merksam einen Brief und atmet erleichtert auf, als er ihn beendet hat und zufammenfaltet. „Gottlob, es geht viel besser!" murmelt er mit halblauter Stimme, in die sich ein Seufzer mischt. „Arme Mary, armes, liebes Weib!" — Er seufzt abermal schwer und sein Helles Auge füllt sich mit Tränen, wie er an die Vergangenheit zurückdenkt. General von Staniß hatte eine Engländerin zur Frau. Mary Fitzgerald war von sehr vornehmer Herkunft und stammte von einer der edelsten und reichsten Familien Eng lands ab. Sie war seit zwei Jahren einem ernsten Nerven leiden verfallen, einer namenlosen Schwermut, die durch den Tod ihrer beiden einzigen Kinder hervorgerufen war. Der blühende, 'talentvolle Sohn hatte neben seinem Vater im deutsch-französischen Kriege gefochten und war in der Schlacht von Sedan gefallen, und ihr zweites Kind, ein eben erblühtes, bildhübsches Mädchen, hatte ein böses Fieber in drei Tagen dahingerafft. Die Eltern waren nun ganz allein, und das Gemüt der armen Mutter war voll tiefer Traurigkeit und Melancholie, so daß sie die letzten Jahre ganz in einer Nerven klinik zubringen mußte. Der General liebte seine Gattin innig und sehnte sich oft schmerzlich nach ihr. Auch er litt bitter unter der harten Schicksalsprüfung, die sein Leben so einsam und arm gemacht hatte. Er arbeitete angestrengt an einem militärisch-wissenschaftlichen Werk, seit er getrennt von seiner kranke» Frau leben mußte, um seine traurigen Gedanken dadurch zu vergessen. Auf dem Eichenholz-Schreibtisch stehen in dunkelrotem Plüschrahmen zwei große Photogramme, ein junger, schöner Offizier in der eleganten Gala-Uniform der Garde du Corps und desfen Schwester, ein eben erwachsenes Mädchen, mit lachenden Augen und blondem Kraushaar. Die Blicke des Vaters ruhen eben liebevoll auf den bejden ihm so früh entrissenen Kindern, und er streicht sich einigemale über Stirn und Augen. „Wenn nur Mary mir erhalten bleibt und wieder gesund wird," denkt er bei sich, „daß wir unser Alter zusammen verbringen könnten! Es ist sehr einsam so ganz allein, wenn man an eine glückliche Häuslichkeit gewöhnt war." Ein Diener in einfacher, dunkelgrüner Livree, mit goldenen Wappenknöpfen und Litzen, tritt herein und meldet, eine Dame wünsche den Freiherrn zu sprechen. „Bitte Sie, hier einzutreten, Franz," sagte der General etwas erstaunt. Die schwere, rotseidene Portiere teilt sich und eine hohe, ganz in Trauer gekleidete Gestalt schreitet über die Schwelle des Arbeitszimmers. Ein dichter Schleier bedeckt ihr Ge sicht, und obgleich der alte Herr keine Ahnung hat, wer sein Besuch ist, bittet er höflich Platz zu nehmen. Der Diener legt ein ziemlich umfangreiches Paket auf den Tisch, dann entfernt er sich lautlos, die schweren Falten der Portiere decken die sich schließende Tür — sie sind allein. Die Fremde steht noch immer neben dem Tisch, als zögere sie mit ihrem Anliegen. „Bitte," sagt der General nochmals verbindlich, „bitte nehmen Sie Platz, mein gnädiges Fräulein, womit kann ich Ihnen dienen?" Die milde Stimme scheint ihr etwas Mut zu geben, sie schlägt den schweren Kreppschleier zurück, unwillkürlich ent schlüpft dem Freiherrn ein leiser Ruf der Verwunderung — ein bleiches, liebliches Gesicht, große, dunkelblaue, ängst liche Augen sehen ihn an und die untere Lippe des kleinen Mundes bebt vor Erregung. „Entschuldigen Sie, Herr Baron," sagt sie mit unsicherer, leise schwankender Stimme, „daß ich es wage, Sie zu be lästigen, ich bin Benita von St. Albain." Sie stockt und fährt darauf schneller, wie sich zusammen nehmend, fort: „Sie waren gütig gegen meinen Vater, er verdankt Ihrer Fürsprache die Anstellung bei der Feuerversicherungs gesellschaft, ich komme daher zu Ihnen hier sind die Bücher — er ist seit vier Tagen verschwunden —" Der General macht eine Bewegung des Erstaunens. Das junge Mädchen stützt sich schwer auf einen hohen Sessel; sie ringt umsonst nach Worten und kann doch kein einziges finden, aber sie blickt voll stummer Seelenangst zu dem alten Manne hinüber. Sie muß den eigenen Vater anklagen, seine Schmach eingestehen, und es kommt über sie wie Todes qualen. — Der erfahrene, kluge Weltmann kennt St. Albams Charakter und lockere Grundsätze, sein schlechter Ruf ist bis in sein stilles Arbeitszimmer gedrungen; er liest in dem jungen, schönen Gesicht mehr, als Benita verraten möchte, und er tritt einen Schritt näher, indem er die kleine, weiße Hand erfaßt, die so zart von den Falten des Z rauerkleides absticht. Unendlich liebevoll und väterlich sagt er: „Fassen Sie sich, mein liebes Kind, haben Sie Ver trauen zu mir. Ich errate, was Sie mir noch sagen möchten es ist ein Defizit in der Kasse, ist es nicht so?" Sie nickt. „Neunhundert Mark," sagte sie tonlos, „aber hier sind vierhundertfünfzig, die andere Hälfte werde ich im Laufe eines Jahres zurückzahlen. Ich wollte Sie nur bitten, Herr Baron, die nötige Anzeige bei der Gesellschaft zu machen." Hier verlassen sie ihre Kräfte, sie schwankt und sinkt müde in den Lehnstuhl, den ihr der General hinschiebt. Er unterdrückt gewaltsam einen soldatischen Kernfluch gegen St. Albain, der ihm unwillkürlich auf den Lippen schwebt. Der General, immer noch ihre schmale Hand haltend, streichelte sie sanft: ' MH „Mein braves Kind," sagte er und seine Stimme schwankte vor Rührung, „ich werde die noch fehlende Summe ersetzen und sofort dieselbe der Agentur nebst den Büchern und übrigen Papieren einhändigen. So braucht sie es nicht zu erfahren, wie die Sache eigentlich zusammenhängt, und daß Ihr Vater ein Kassendefizit hinterließ, das bleibt für immer unter uns!" Benita sieht ihn verwundert an, sie meint ihn nicht richtig verstanden zu haben, dann begreift sie den ganzen Edelmut des Freiherrn, und die plötzliche Freude wirft sie nieder. Sie senkt das Haupt auf seine Hand und indem sie diese fest umschlossen hält, bedeckt sie sie mit ihren Küssen und Tränen. „Lassen Sie doch, lassen sie doch, liebes Kind," wehrt der alte Mann, „es ist nicht der Rede wert. Ich habe St. Albain vorgeschlagen, folglich trifft mich selbstverständlich ein Teil der Verantwortung. Aber wissen Sie nicht, wo er geblieben ist?" Benita faßte sich und teilte ihm das nötigste mit, den Brief an ihn selbst unerwähnt lassend. Sie weiß wohl, wann sie ihn ohne zu erröten abliefern kann: Wenn der letzte Groschen der Schuld von ihr bezahlt ist, die der General so hochherzig auf sich nimmt. „Ich kann Ihnen nicht genug danken, Herr Baron," sagte sie, sich erhebend, und ein Heller Tau schimmert auf den langen Wimpern, er sagt ihm besser als Worte, was ihr Herz bewegt. „Sehen Sie, ich stehe nicht allein, ich habe einen lieben kleinen Bruder, solch ein herziges Büblein von zwei Jahren, er wäre schon jetzt und später fürs Leben gebrandmarkt, — wenn — wenn Sie nicht so gütig gegen uns handelten." „Seien Sie fest versichert, Fräulein von St. Albain, daß außer mir nie eine Seele den wahren Sachverhalt ahnen soll," erwiderte der Freiherr. „Und nun noch eins," sagte sie schüchtern, „ich hoffe, Ihnen jeden Monat 35 bis 40 Mark abzuzahlen, wollen Sie sich so lange gedulden?" Der General sieht sie erstaunt, fast vorwurfsvoll an: „So hatte ich es nicht gemeint: — Bitte, lassen Sie diese für mich so unbedeutende Summe für immer zwischen uns unerwähnt bleiben." Ein Strahl edlen Stolzes blickte aus ihren Augen, und sie richtete sich zu ihrer ganzen schlanken Höhe auf: „Nur unter den von mir genannten Bedingungen kann und darf ich Ihr hochherziges Anerbieten annehmen," sagte sie kühl, fast abweisend. „Wie tief ich Ihnen verpflichtet bin, weiß nur Gott allein, zu dem ich für Sie beten will, alle Tage." „Und was werden Sie tun, um zu leben, um sich und Ihren kleinen Bruder zu erhalten?" „Ich werde arbeiten," sagte sie einfach. Er tritt auf sie zu und streicht freundlich den blonden Kopf: „Sie edles, braves Kind," sagt er und legt wie schützend den Arm um ihre Schulter, „Gott segne Sie! Ver zeihen Sie mir die Freiheit, die ich mir Ihnen gegenüber nehme — ich bin ein alter Mann und — ich hatte einst eine Tochter, sie war gerade so alt, wie Sie!" Sie wäre ebenso schön und unschuldig und hold geworden, wenn sie noch lebte." — Seine Stimme bricht und er drückt die Lippen leicht auf ihre weiße, reine Stirn, während sie, die Augen geschlossen, ein Weilchen ihr Köpfchen an seine breite Brust lehnt. O — solchen Vater zu besitzen, so edel, groß und gut, wie schön müßte das sein! — Sie sagt ihm Lebewohl und sieht ihn noch einmal tief und dankbar an, und er schüttelt ihre Hand und steht dann an seinem Schreibtisch gelehnt, ihr nachblickend, wie sie so leicht und anmutig hinausschwebt. An der Tür wendet sie sich nochmals um und lächelt ihn und dieses Lächeln sagt mehr, als alles andere, es belohnt den General überreich. „Leben Sie wohl!" — Sie ist hinter der Portiere verschwunden, und er bleibt sinnend lange in derselben Stellung, dann stanipfte er ärgerlich mit dem Fuß: „Ich Dummkopf habe vergessen, nach ihrer Adresse zu fragen", sage er ärgerlich, „aber ich muß sie auf der Agentur erfahren können. Und nun schnell die Summe vollzählig gemacht und die nötigen Schritte getan, um den Schuft nicht zu verraten und den Kindern den Namen zu retten. Solch ein gemeiner Kerl! Besitzt dieses Blitzmädel und macht derartige Geschichten!" Zwei Tage nach dieser für Benita so peinlichen Unter redung klingelt es gegen abend und ein Dienstmädchen über reicht ihr ein großes versiegeltes Couvert. Eine Nummer der Tageszeitung fällt ihr in die Hände und eine mit Rot stift bezeichnete Stelle zieht sofort ihre Aufmerksamkeit auf sich. Sie liest folgendes: „Der Agent einer Feuerversicherungs gesellschaft, Herr von St. Albain, ist seit mehreren Tagen spurlos verschwunden, Bücher und Kasse sind aber in tadelloser Ordnung vorgefunden worden." Und da kniet sie im Geist nieder vor Gott und ihre ganze Seele wandelt sich zum Dankgebet. 7. Kapitel. Für Harald. „Fräulein Nitachen, es ist schon spät, beinahe 1 Uhr nachts — und Sie schreiben noch immer, Sie werden sich ja die Augen verderben, wenn es lange so weiter geht!" Linas halb ärgerliche, halb bittende Stimme spricht diese Worte in der offenen Tür, sie selbst steht im tiefsten Neglige! vor dem eifrig arbeitenden jungen Mädchen. Benita blickt von dem eng beschriebenen Bogen empor und bricht in ein Helles Lachen aus: „Lina, Lina, wenn du wüßtest, wie urkomisch du eben aussiehst, mit der großen weißen Nachthaube, dem buntgewürfelten Tuch um die Schul-! tern und dem kurzen Röckchen, dazu die Filzschuhe, es ist ein Bild zum Malen!" Sie ergreift den Arm der Alten und zieht sie zu sich heran, „bitte, schilt nicht," sagte sie freundlich, „nur noch eine Seite muß ich übersetzen, in wenigen Tagen ist das Buch fertig und ich kann es dem Verleger schicken. Denke, wenn wir alle Schulden bezahlt haben und frei von den drückenden Verpflichtungen sind! Darum geh ruhig zu Bett und laß mich noch ein Halbstündchen bei meiner Arbeit, das Kapitel muß heute durchaus fertig werden." „Ja, Fräulein Nita, Sie denken, wenn Sie so schmeicheln, daß ich Ihnen alles erlaube," sagte die alte Wärterin mit komischem Ernst. „Nun gut, noch eine halbe Stunde lasse ich Sie so abmühen; ich kann nicht schlafen, wenn ich Ihre Lampe bis tief in die Nacht hinein brennen sehe und weiß, daß Sie sich wieder Kopfweh holen und morgen wieder bleich und elend aussehen." „Alter Brummbär!" sagte das junge Mädchen, ihren Kopf gegen die Schultern Linas reibend, „liebe, alte Lina!" Seitdem sie an der Spitze des kleinen Haushaltes steht, hat die Alte es sich nicht nehmen lassen, sie „Fräulein" zu nennen; „denn," sagte sie feierlich, „Sie sind meine Herrschaft." Ohne ihr direkt Mitteilung über das traurige, ehrlose Be nehmen des Vaters zu machen, hatte die teure Seele, die schon so lange im Dienste der Familie stand, vieles richtig vermutet und nicht geklagt, als die schon ohnehin so bescheidenen Bedürfnisse auf das äußerste Maß reduziert wurden; denn es kam schlimm, viel schlimmer als das junge mutige Mädchen geahnt, als sie erwartet hatte. Fortsetzung folgt. Hemden, Hosen, Jacken und Taillen werden zum Besetzen in kleineren und größeren Posten ausgegeben. Trikotagenfabrik Reichenbrand. Nachrichten des Kgl. Standesamtes zu Reicheubraud vom IS. bis 26. Juli 1907. Eheschließungen: Der Schleifer Max Curt Meyer in Schoss au bei Chemnitz mit Anna Lina Groß in Reichenbrand. Sterbefälle: Dem Schankwirt Friedrich Hermann Uhlig 1 Tochter, 5 Jahre alt; die Strumpfwirkers-Ehefrau Auguste Amalie Bechstein geb. Leonhardt, 69 Jahre alt. Nachrichten des Kgl. Standesamtes zu Siegmar vom 19. bis 25. Juli 1907. Geburten: Dem Tischler Ernst Clemens Voigt ein Knabe; deni Schlosser Karl Paul Poller ein Knabe; dem Schuhmacher Karl Coufal ein Knabe; dem Schutzmann Paul Otto Mauersberger ein Mädchen. Sterbefälle: Dem Handarbeiter Josef Kotalik eine Tochter, l1 Monate 8 Tage alt. Nachrichten des König!. Standesamtes zu Neustadt vom 19. bis 26. Juli 1907. Geburten: Dem Fabrikarbeiter Paul Lorenz Schöpf 1 Tochter; dein Appreturarbeiter Josef Ubl 1 Sohn; dem Tischler Ernst Moritz Blechschmidt 1 totgeborener Knabe; eine uneheliche Tochter- Eheschließungen: Der Fabrikarbeiter Friedrich Otto Clausnitzer mit Wally Helene Grünzig, beide wohnhaft in Neustadt; der Kern macher Paul Albin Gräfner mit Antonia Wirth, beide wohnhaft in Neustadt. Sterbefälle: Der Strumpfwirkermeister Karl Heinrich Uhlig, 78 Jahre 2 Monate 11 Tage alt; dem Appreturarbeiter Joseph Ubl 1 Sohn, 1 Stunde alt. Nachrichten des Kgl. Standesamtes zu Rabeustei« vom 19. bis 26. Juli 1907. Geburten: In Rabenstein: 1 Sohn dem Maurer Georg Richard Nestler; 1 Tochter dem Fraiser Paul Friedrich Fiedler, dem Guts besitzer Emil Linus Richter und 1 unehelich geborener Knabe. In Rottluff: 1 Sohn dem Sergeanten Carl August Hendel aus Dresden und dem Gußputzer Franz Louis Knoth; 1 Tochter dein Fabrikschlosscr Hermann Paul Bonitz und dem Handarbeiter Mak Walther Berthold. Eheschließungen: Der Schiedsgerichtscxpedient Hugo Richard Wagner in Zwickau mit Rosa Marie Eidner in Rabenstein; der Eisengießer Ernst Emil Kunze in Chemnitz mit Frieda Elsa Schraps in Rottluff; der Haudschuhstricker Gustav Adolf Bochmann mit Milva Erna Eidler, beide in Rabenstein; der Kartonfabrikant Curt Otto Reuther in Siegmar mit Paula Maria Schubert in Rabenstein. Sterbefälle: In Rabenstein: 1 Sohn dem Anstreicher Johann Warta, 7 Monate alt. In Rottluff: Der Ziegelmeister Friedrich Karl Ernst Gerke, 44 Jahre alt und 1 Sohn der ledigen Schneiderin Olga Anna Weißbach aus Chemnitz. Kirchliche Nachrichten. Parochie Reichenbrand. Am 9. Sonntag p. Drin, den 28. Juli Vorm, l/29 Uhr Predigtgottesdienst. Pfarrer Lehmann - Schönau. Parochie Rabenstein. Am 9. Sonntag p. Drin, den 28. Juli l/z9 Uhr Beichte. 9 Uhr Predigtgottesdienst und Kommunion. 1 Uhr letzte Christenlehre. Abends 8 Uhr Abendunterhaltung für Jünglinge. Mittwoch den 31. Juli abends 8 Uhr Bibelstunde im Pfarrhaussaale.
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