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Auer Tageblatt : 09.06.1925
- Erscheinungsdatum
- 1925-06-09
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Urheberrechtsschutz 1.0
- Nutzungshinweis
- Freier Zugang - Rechte vorbehalten 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id1735688886-192506094
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id1735688886-19250609
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-1735688886-19250609
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Auer Tageblatt
-
Jahr
1925
-
Monat
1925-06
- Tag 1925-06-09
-
Monat
1925-06
-
Jahr
1925
- Titel
- Auer Tageblatt : 09.06.1925
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Nr. 181. Auer Tageblatt und Anzeiger Mr da« Erzgevlrge. Dienstag, den 9. Junt 192b. Mt «S, Deutschland irgendwie zu versichern, daß die Alliierten auf eine auch auf formellem Gebiet zutage tretende Freundlichkeit mit Deutschland Wert legen. Die Note hat einen antideutschen Ton, den Deutschland nur unter Bezugnahme auf seinen Pazifismus und guten Willen wird überwinden können. Die Note hat aber auch «inen defensiven Ton, der auf den Satz gestimmt ist: Wer sich entschuldigt, beschuldigt sich. Man mutz, um ehrlich zu sein, feststellen, daß die englische Regierung die Absendung der Note verzögert hat, um dieses Doku ment etwas menschlicher zu gestalten und zu verhindern) datz die Abrüstungsnote als ein Erregungsmittel wirken würde, während wichtigere Arbeiten der Diplomatie im Gange wären. > , ! Die Presse-Kontroverse, die jetzt unvermeidlich ist, ist ein höchst bedauerlicher und beredter Kommentar be züglich der zweitklassigen Qualität der herrschenden Di plomatie der alliierten Mächte. Der gesunde Menschen verstand hätte ihnen den Rat geben müssen, nicht Bom ben zu werfen inmitten friedlicher Verhandlungen über einen Sicherheitspalt. Es ist eine Ironie des Schicksals, datz nur Deutschland, indem es Beweise eines! überlege nen Verstandes gibt, diese Diplomaten vor den Folgen ihrer eigenen Torheiten zu schützen vermag. Iahrtausen-feiern. Anläßlich der Jahrtausendfeier der Rheinlande fand in der Musikhalle in 'Hamburg ein Festakt statt. An dem in Hannover veranstalteten und zahlreich besuchten Festkommers des Bundes Saarverein nah men viele Vertreter von Behörden teil. Der Bundes vorsitzende Landgerichtsrat Andres, der zunächst das Wort nahm, feierte den 'Reichspräsidenten als Schirm herrn der Tagung, schilderte die geschichtlichen Erlebnisse des Saargebiets und verlieh dem Deutschbewutztsein der Saarbewohner und ihrem "Streben nach Wiedervereini gung mit dem deutschen 'Vaterland beredten Ausdruck. Die Versammlung stimmte Hegeistert in das von ihm ausgebrachte Hoch auf Rhein, Mosel und ,Saar ein. Die herzlichen Sympathien der Ostmark für die Rheinlands kamen in einem anläßlich der Jahrtausend feier der Rheinlands veranstalteten Festzug zum Aus druck, der sich in den Mittagsstunden durch die flaggen geschmückten und von Zuschauern dicht umsäumten Stra ßen. der Stadt Königsberg bewegte. Ter Zug, an dem sich sämtliche Schulen der Stadt, die landsmännischen Vereinigungen, Turn- und Sportvereine, Innungen und Gewerke mit ihren Bannern und Emblemen beteiligten, hatte als Ziel den Walter Simon-Platz, wo, die Vertre ter der Behörden ihn erwarteten. Tiort hielt Prof. Dr. Stetitner eine Ansprache, die mit einem Hoch auf das Rheinland und das deutsche Vaterland schloß. Die Stadt Düsseldorf eröffnete gestern mittag mit einem Festakt in dem Kaisersaal der städtischen Ton halle ihre Jahrtausendfeier unter großer Anteilnahme der Bevölkerung und in Anwesenheit zahlreicher Ver treter der weltlichen und geistlichen Behörden. Amtliche Statisilk-Lber die Opfer der letzten Erdbeben in Japan. Tokio, 7. Juni. Nach einer von der japanischen Re gierung veröffentlichten Statistik über das letzte Erd beben wurden 381 Personen getötet und 681 verwundet. LS Personen werden vermißt. '2160 Häuser wurden vollständig und 1919 teilweise 'zerstört. Bela Khun nicht verhaftet. Wie aus Madrid gemeldet wird, trifft die Nachricht, daß der ungarische Rätcdiklator Bela Kuhn verhaftet und in Portugal nuSgewiesen worden sei, nicht zu. Es handelt sich nm einen portugiesischen kommunisti schen Revolutionär,, namens Pereyra, der sich den Namen „Bela Khun" beigelegt hat. Wie Napoleon reiste. Napoleon, der ganz Europa auf seinen Feldzügen kreuz und quer durcheilte, von Neapel bis Flandern und von Madrid bis 'Moskau, stand nach den damaligen Mitteln der Neisetechni'k nur 'die Kraft des Pferdes zur Verfügung. Der Kaiser beritt selten größere Strecken und schlug nur seine Schlachten auf dem berühmten Schimmel. Er hetzte daher in einer großen, geschlosse nen Pferdekutsche von Land 'zu Land und war kein Freund von langem Aufenthalt an irgendeinem Ort. Des Korsen großer Retsewagen war ohne allen Schmuck in einfachem Grün gehalten und trug an den äußeren Ecken vier Laternen, die nachts den Weg be leuchteten. Auf dem Bock 'saß gewöhnlich nur Ruftan, des Kaisers Leibmameluck, und hatte acht auf die sechs Pferde, die von zwei 'Spitzenreitern geführt wurden. Nach denr letzten Wort eines Diktates gab Napoleon meist unvermittelt den Befehl: la voiture! a cheval! Dann formierte sich in kürzester Zeit die Reisekolonne, deren Zusammensetzung und Ordnung bis auf den letzten Mann genauestens bestimmt waren und mit peinlicher Sorgfalt und Strenge innegehalten wurden: Zur Rech? ten des Wagens ritt der Großstallmeister, zur Linken der General Guhot oder deren rangälteste Vertreter Unmittelbar hinter den: Wagen folgten Berthier und zuweilen Rustan, ferner die Adjutanten, Stallmeister, Ordonnanzoffiziere und Pagen vom Menst? beschlossen wurde der Zug von '24 Chasseurs unter dem Kpmmando eines Offiziers. ' . . ' k Der sächsisch-rhsinbündtsche Major v. Odeleben, der zum Stabe NckpoleonS gehörte, erzählte von dieser kaiser lichen Kavalkade: „So ging VS, wie ein Ungewitter da herbraust, im starken Trab, bet Tag und Nacht viele Meilen wett, und wer bei der Nacht in diesem Strudel sich mit forkrälzen muhte, hatte kein angenehme» Los. Wo der Weg sich verengte, drängte sich alles im Titenst- etfer wild durcheinander, und das beste Los fiel noch den beiden Ordonnanzo.fizieven zu, die in einiger Ent- Mastenmorä in Hassenberg bei Roburg. Der Korbmacher Wilhelm Brückner ermordete fein« Frau, seine Mutter, seinen Schwager, seine Schwester und deren fünf Kinder durch Beilhiebe auf den Kopf und Durchschneiden der Kehlen. Der Mörder erhängte sich darauf. Zu dem Massenmord wird noch bekannt: Der 31jährige als sehr verschlossen, aber auch als zanksüchtig bekannte Korb macher Brückner hat Sonnabend abend seine von ihm ge- trennt lebende zweite F au in Lindenberg bei Sonneberg auf gesucht und ihr nach einer Unterredung die Kehle durchge- schnitten. Dann ist er in sein Heimatdorf zurückgekehrt und hat seine mit ihm in dem gleichen Hause wohnende 71jährige Mutter, seine 41 Jahre alte Schwester, deren 44 Jahre allen Ehemann und die fünf Kinder dieses Ehepaares, vier Mädchen im Alter von 2 bis 18 Jahren und einen Knaben im Alter von 8 Jahren durch Zertrümmern der Schädeldecke in ihren Betten während des Schlafes ermordet. Nachdem so alle Bewohner des nunmehr besitzerlosen Hauses ums Leben gebracht waren, erhängte sich der Mörder selbst. Die Leichen wurden Sonntag mittag in das Leichenhaus ge- bracht. Sie werden heute seziert werden. Die freiwillige Feuerwehr hält das Mordhaus besetzt und wehrt die aus den Ortschaften der Umgebung zahlreich herbeiströmenden Neugierigen ab. Der Ort Hassenberg, in dem der Mörder, ein zweiter Angerslein, seine grausige Tat verübte, liegt im Bezirk des Amtsgerichts Sonneberg, östlich von Koburg. Hassenberg ist ein kleiner Flecken von etwa 5000 Einwohnern. Die Untat hat im ganzen Koburger Bezirk, wie zu er- warten stand, außerordentliches Aufsehen erregt. Zu vielen Hunderten strömten auf die Kunde des neunfachen Mordes hin die Bewohner der benachbarten Hassenberg, um das Wohnhaus der Getöteten zu besichtigen. Tagung -es verban-es Sächsischer Grün-- un- Hausbesitzer-Vereine, e. v. Unter überaus starker Beteiligung aus allen Teilen des Freistaates Sachsen hielt der Verband der Sachs. Grund- und Hausbesitzer-Vereine, e. V. vom 5. bis 8. Junt in Hohenstein- Ernstthal seine Verbandstagung ab, die am Freitag nachmit tag eingeleitet wurde durch eine Sitzung des Vorstandes, der am Sonnabend vormittag eine ausgedehnte.Sitzung des Lan desausschusses zur Beratung u. Vorbesprechung der vorliegen den wichtigen Fragen folgte. Am Sonnabend nachmittag wurde dann die ordentliche Mitgliederversammlung aögehal- ten, die von etwa 800 Vertretern der einzelnen Vereine be sucht war. Vor Eintritt in die Tagesordnung gab der Ver bandsvorsitzende, Herr Stadtv.-Vorst. Rechtsanwalt Kohl mann-Dresden, seiner Freude über den zahlreichen Besuch und das daruch bekundete Interesse Ausdruck und begrüßte ins besondere den Reichsatgsabg. Lucke-Cbemnih und die Land- tagsabg. Röllig-Leipzig und Jähnig-Mittweida. Aus dem vom Verbandssyndikus Dr. Duhmsahn erstatteten Jahresbericht ging hervor, daß der Verband gegenwärtig 487 Vereine mit nisammen über 100 000 Mitgliedern zählt. Die vom Ver band herauSgegebene „Haus- und Grundbesitzer-Zeitung für Sachsen" wird in einer Auflage von 65 000 Exemplaren ge druckt. Der Kassenbericht lag gedruckt vor. Dem Vorstand und dem Landesausschuß wurde Entlastung erteilt. Nach Er ledigung verschiedener geschäftlicher Angelegenheiten sowie An nahme einiger Satzungsänderungen wurde als nächster Tagungsort Leipzig gewählt. Nach längerer Aussprache wurde dann noch durch Festlegung eines außerordentl. Beitages dem Vorstand Mittel für die Erwerbung eines eigenen Hau ses für die Verbandsgeschäftsstelle zur Verfügung gestellt. Am Abend vereinigten sich die Teilnehmer in sehr großer Zahl zu einem Begrüßungsfest. Der Vorsitzende betonte im Lause des Abends, daß der Hausbesitz nicht nur materielle Interessen ver folge, wie große Bcvvlkerungsschichten, insbesondere unter der aufgchctzten Mieterschaft, awnehmen. Gerade diese spür ten längst schon die allgemeinen Schäden der Zwangswirt schaft und der einsichtige Teil setze sich ein für die notwendige sernung vor dem Wagen Eitlen, und den beiden Ehsas- seurs, welche, noch vor diesen reitend, die, Boten führten. Alle übrigen setzten Hals Und Bein aufs Spiel, denn die Dienerschaft mit Napoleons Handpferden Welt sich für das Haupt der Gemeine; der Chasseur du Porte feuille. ebenfalls wie auch die Ordonnanzoffiziere und Pagen; sie waren es 'in ihrer Art auch alle, in dem Augenblick, wenn der Kaiser 'winkte; und so stürmte alles nebeneinander her, in Hiße und im Staube, im' Nebel und bet Nacht. Sobald Napoleon anhielt, muß ten auch die Reitpferde dastehen, und vier Chasseurs! von der Spitze der Bedeckung sprangen ab, Pflanzten die Bajonette auf hie Karabiner, 'schulterten und stellten sich ins Viereck um ihn Her." Im Innern enthielt Napoleons Wagen zwei Sitze, die zur Nacht zum Schlafen eingerichtet werden konnten, so daß er dank der guten Federung wie in einem Bette ruhen konnte. Eine an der Hinteren Wand angebrachte Laterne erleuchtete den Wagen, dem Kaiser gegenüber befand sich das Verzeichnis der Ortschaften, in denen frische Wagenpferde bereitstanden. An den inneren Wänden des Wagens befanden sich zahlreiche verschließ bare Schubfächer, in denen alle Nachrichten aus Pa ris und die sonstigen Berichte Platz! fanden. Traf wäh rend der Reise ein Kurier ein, so war das keinorwegS ein Grund Lum Halten, sondern der GrvWalLmetster öffnete die Taschen mit seinem Schlüssel und übergab die Briefschaften und Depeschen während der Fahrt dem Kaiser in den Wagen hinein- Gleich darauf flogen die Briefumschläge sowie Schriftstücke >ohne Bedeutung in einem anhaltenden Papier regen aus dem Fenster, aller dings waren sie alle sorgfältig zerstückelt. Diese Auf-> gäbe soll Berthier gehabt haben, und er widmete sich ihr mit aller Sorgfalt. Vielleicht war es auch Napo leon selbst, der sich auf diese Weise vergnügte, denn feilte ständige Ruhelosigkeit verlangte nach Betätigung, wie auch da» Spiel mit der Quast« seines ZugsensterS ihm beliebte Beschäftigung war. Besserung der Lage zum Wohle de» gesamten Vaterlandes. RcichstagSabg. Lucke sprach sich dahin aus, daß Deutschland noch immer in Zetten der Not die nötigen großen Männer ge fußten habe. Am Sonntag vorm. fand im Saale des Schützenhauses eine öffentliche Tagung des sächsischen Hausbesitzes statt, die wiederum sehr zahlreich besucht war. Weit über 1000 Personen füllten den Saal. Der Vorsitzende, Rechtsanwalt Kohlmann, Dresden, eröffnete 1611 Uhr die Tagung und wies u. a. darauf hin, daß der Verband nicht nur die Interessen seiner Mitglie- der im Auge habe. Er fühle sich als ein Glied im großen deut schen Volke, fordere aber, als. gleichberechtigtes Glied nicht un ter einem Ausnahmezustand stehen zu müssen. Der Redner machte dann auf die Tätigkeit der Hausbesitzer vor dem Kriege und die Opfer während des Krieges im Interesse der Woh nungserhaltung aufmerksam und konnte dann eine große An zahl Ehrengäste begrüßen, darunter Oberlnndesgerichtsrat Dr. Zieger vom Justizministerium, Reg.-Nar v. Wilucki für das Innen-, Wirtschnfts- und Wohlfnhrtsministerium, mehrere Reichstags- und Landtagsabgeordnete usw. sowie vom Ver band Deutscher Hausbesitzer-Vereine in der Tschechoslowakei Sitz Aussig, Rechtsanwalt Dr. Maresch. Den 1. Vortrag kielt Reichstagsabg. LandgerichtSdirestor Dr. Wuuderkich-Lc-ipM über „Aufwertung und Hausbesitz". Seine Ausführungen gip felten in folgenden Leitsätzen: „Das Wesen des Aufwertungs problems beruht darin, für diejenigen Rechtsverhältnisse, die unter dem alten Währungsrechte begründet worden sind, und unter dem neuen Währungsrecht abgewickelt werden müssen, Uebcrleitungsvorschriften zu finden. Die Aufwertungsvor schriften können nicht für jeden Einzelfall eine gerechte Lösung geben, da sie im Interesse ihrer praktischen Durchführbarkeit allgemeiner schematischer Regelungen nicht entbehren können. Das von den Parteien am 14. Mai 19L5 abgeschlossene Aus wertungskompromiß sucht eine mittlere Linie zwischen den widerstreitenden Interessen der Gläubiger und Schuldner innezuhalten und bildet die zurzeit einzig mögliche Grund lage, das Aufwertung-Problem rnsch und endgültig zu lösen. Gleichzeitig mit der Lösung des Anfwcrlnngsproblcms müsse die mit ihn in unmittelbarem Zusammenhänge stehenden Fra gen des Abbaues der WohnungSzwangSwirtschaft und der Hauszinssteuer geklärt werden." Sodann nahm NeichStags- abg. Lucke-Chemnitz das Wort zu seinem Thema: „Beseitigung der Wohnungsnot und Gestaltung der neuen Wohngesetz gebung." Er hatte seinen Ausführungen folgende Leitsätze zu Grunde gelegt: „Die bestehende Wohnungszwangsgesetzgebung verschärft uno verlängert die Wohnung-not. Zu wirksamer Bekämpfung der Wohnungsnot muß dm Wohnungszwangs- wirlschaft sofort abgebaut und schließlich beseitigt werden. Für die bauliche Erhaltung der Wohnstätten sowie zwecks schnellster Herbeiführung privater Bautätigkeit ist ein lcistungS- fähiger Hausbesitzerstand zu schaffen. Dem Hausbesitzer ist wieder die Vertragsfreiheit gegenüber dem Mieter zu geben und zu sichern. Reichsgesehlich muß eine den jeweiligen Be lastungen und Preisverhältnissen entsprechende üebergangs- miete festgesetzt werden, die alle Ausgaben für ordnungsmäßige Bewirtschaftung des Hauses deckt einschließlich angemessener Vergütung für Mühewaltung und VerwaltimgSunt'osten des Hauseigentümers sowie der Verzinsung des fremden und eine uen Kapitals. Der Hauseigentümer muß über sein Haus wie der frei verfügen und kündigen können. Für den Neoergnng zur freien Wirtschaft steht jedoch dem Mieter bei Kündigung seiner Mieträume das Einspruchsrecht beim Amtsgericht zu. Böswillige und zahlungsunwillige Mieter dürfen einen ciesest- lichen Mieterschutz nicht erhalten." — Als 3. Redner sprach Landtagsabq. Staatsminister a. D. Oskar Günther-Plauen über: „Wohnungsbau und Mietzinssteuer im sächsischen Land tage." Seine Leitsätze lauteten: „Eine schnelle Beseitigung des Wohnungsmangels ist nur durch eine allgemeine Wiederbe- lebung der Privatbauwirtschaft zu erreichen. Den Bestre bungen, die Privatbauwirtschaft zugunsten einer einheitliche» sozialisierenden Gemeinmirtschaft zu unterdrücken, muß durch die Gesetzgebung ein Ende gemacht werden. Die Gesetmebuna bat in klarer, eindeutiger Weise dafür zu sorgen, daß bei Bereitstellung von Nealkrediten für den WohnnugSncubau aus den Ertragnissen der MictzinSsteucr der Privalbannnlerneli- mer nicht ungünstiger als die genossenschaftlichen iinterneb- > mnngen gestellt wird. Es darf also, wie auch sonst bei der Goethe auf Neisen. Unterwegs nach 'Jkwlis'n. Am neunten Abend, als ich daö. erste Stück meines Tagebuches geschlossen hatte, wollte ich! noch die.Her berge, das PosthauS auf dem Brenner, in seiner Lage zeichnen; aber es gelang nicht, sch! verfehlte den Cha rakter und ging halb verdrießlich nach Hause. Der Wirt fragte mich, o'b Ich wicht fort wollte: es sei Monden- fchein und der beste Weg, und ob ich Wohl wußte, daß er di« Pferde morgen früh zum Einfahren des Grummets brauchte und bis dahin gern wieder zu Hause hättet sein Rat also eigennützig war, so nahm ich ihn doch, weil er mit meinem inneren Triebe, übereinstimmte, als gut an. Tie Sonn« ließ sich wieder blicken,, die' Luft war leidlich ; ich. packte 'ein und um sieben Uhr fuhr ich weg. Tie Atmosphäre ward über die Wolken He'rr und der Abend gar schön.' Ter Postillon schlief ein, 'und die Pferde liefen den schnellsten Trab bergunter, immer auf dem bekannten Wege fort; kamen sic 'an ein eben. Fleck, so ging es desto langsamer. Ter Führer wachte, auf und trieb wieder an, und so ka'm ich sehr geschwind, Mischen hohen Felsen, an dem reißenden Etschfluß hinunter?. Ter Mond ging auf und beleuchtete ungeheure' Gegenstände. Einige Mühlen zwischen uralten Fichten über' dem schäumen den Strom waren völlige Eberdingen. , Als ich um neun 'Uhr nach, Sterzing gelangte, gab pran mir zu verstehen, 'daß man mich gleich, wisidsr Wegwünsche. In Mittenwald Punkt 12 Uhr fand ich alle» in tiefem Schlafe, außer dem Postillon, und so ging eS Wetter auf Brixen, wo mast mich wieder gleichsam eul führte, sv daß ich mit dem Tage in Kollmann an- 'am. Die Postillons fuhren, daß einem Sahen und Hö ren verging; und so 'leid es mir tat!, dtose herrlichen Gegenden mit der entsetzlichsten Schnelle und bet Nacht wie im Fluge -u durchreisen, so freute es mich doch, in nerlich, daß ein günstiger Win- hinter mir.herblies und mich meinen Wünschen zujagte. Br Meuterei im iltag kam eS in itel zu einer hwerverbrecher mnschaft als d, e versuchten, z er den Hof hin , Schupobevmtc ast Eichmann. Meuters!, bete r mit Mühe ü au- großen Anz einer solchen 8 Raubmord in vhlbericht aus mmelte Leiche ! >Er aus fteicm teesuchuag ein ,u „A 7l", dei ade, in Bügle idapest geflogen k> 20 000 Fron? uz ergab sich, da wverleaenlft'lt n lllontenhänder < Ker in der Kub e-nblick betfitt'vi rfen. Dm Wici gvslawien gefli ebt hatte. Als wiZ vei'schwunde wunden Ist, glm : worden sei. Zwylshunbertj, Juni d. I. sei« ädte der Provin stehen. Stadtkreis Ra rs des Innern i ,tsdam vom 1. s' Wavelland ans, adt Rathenow st Attentat «,,f gm 11 Uhr ist er Bahnhof, ver ilde und Grün, srnbahnlascknn u hienen gefunden, e Nänmcr besell s Attentatsortes n, bi« wiederrech irden ist. Die s r Täter eine Be rodesnrtei!» i » Mordes an de wrtellt, außer di örder geflüchtet teilt wurde- N< fangen« eine L wen mußten. Di« HitzeweN« . Stündlich mei ittleren Westen meldet, die auf e.sierungsbeamte ltiugz die Büros itze die Einsteilnv BKm Baden , der städtischen »Hannes Narnna rzleidend war, in luvsläche. Bei V winden nicht der n, s^en, Dar Eine Erzi »Mw'ch — w »nwn. „Die l ud ich habe mi ach,en meiüev E ui em Wein! — ug niemanden m. . . Und Vie vton doch nicht „Wie? Sie ir Berechnung? „Gewiß, es t ike wtzrfen; «1» Ul Gewinn auli wen Gimpel, wo er Gans esse, die ie sie sagt. Ab ir wollen sehen „Nun, Sie w, eutchen einen Tb ef der Doktor. „Und warum Dßchen Hab und Die ich will, - Dichte ich lieber c „Mamsell Er Mort. „Et, beste Derdcn Sie alle i Deichen Gottesloh Der Alte zu: Dimmern mich dir Uammelte er. ,,
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