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Str. «8. Auer Laaedlatt und «n,tiger Mr da« «rggedttgs. «ittwoch, dm 8 «prU MS. fer, die lich isyr unseren Truppen burückgezogen batten, an ihr« Vtütten Zurück und unterwarfen sich derMegie- rung. Der vrt Halo wurde gestern von unseren Trup pen nach einem Kampf mit den Aufständischen besetzt. Liese erlitten beträchtlich« Verluste und flohen in die Berg«. Die Gegend von Elaztz Grgant und Diarbektr ist ebenfalls von aufständischen Truppen gänzlich frei. Abteilungen unserer Truppen, die in Hani und Umge gend ihre Nachforschungen fortsetzten, haben außer ver schiedenen Gegenständen und Material, das von Said, dem Anführer der Aufständischen, zurückgela,sen wor den war, 40 Kilo Silbergeld, mehrere Flinten, Bom ben, Maschinengewehre und 'eine große Menge Munition erbeutet. In Tchavaktchor wurden zahlreiche Aufstän dische, darunter die Hauptanhänger des Bandenführers Gcheik Hassan zu Gefangenen gemacht und zahlreiche Ge wehre und viel Munition von unseren Truppen erbeutet. 7--- fiusgesperrte in -er Metallindustrie. Tier Streik der Kupferschmiede hat zu einer Ver schärfung der Lage in der gesamten Metallindustrie Ber lind geführt. Ter Verband Berliner Metallmdustriel ler hat seine Drohung, die Sttchweantwortung des Ulti matums an die Kupferschmiede mit Auswertung zu ve- antworten, wahr gemacht. Tie Großbetriebe haben heute morgen die Teile der Arbeiterschaft, die durch den Kupferschmiedestretk in Mitleidenchast gezogen sind, anSgesperrt. Bon die er Maßnahme wurden betroffen: bei Borsig 950 Arbeiter, bei Schwarzkopf 1900 Ar beiter, bei Lrenstein u. Koppel 900 Arbeiter, bei der A. E. G. Henningsdorf 1250 Arbeiter. Die Turbinen fabrik der A. E. G. will morgen weitere 2000 Mann aussperren. Insgesamt ist also mit einer Zahl von 7000 Ausgesperrten zu rechnen. Die Firma Daimler, bei der ebenfalls die Kupferschmiede streiken, hat noch keinem ihrer anderen Arbeiter die Arbeitsmöglichkeit genommen. Bis zur Stunde ist eine Verhanolungs- mÄgUchreit noch, rnchc gegeben. Zwar finden heute nach mittag znnsch.cn dem T>i.ut,chen Metattaroetteroerband und dem Verein Berliner Metall.ndustrte.ler Verhand lungen über Hilisarbeitk, ..."yne start, doch ist es wahr scheinlich, daß dabei über d.e Aussperrungen nicht ge sprochen wird. Litcine pslitische rNcl-urtAei». Prag, 6. April. Bei einem von der kommuni stischen Partei veranstalteten Demonstrationszug kam es zu Zusammenstößen mir der Polizei, wobei diese von der Waise Gebrauch machen mutzte. Mehrere Wachleute und Demonstranten wuroen verletzt. ' Mährisch-Ostrau, 6. April. In der Metall- und in der chemischen Industrie ist der Streik ausnahmslos be- endet. London, 6. April. Das Befinden von Lord French hat sich weiter gebessert. London, 6. April. Der Prinz von Wales traf an Bord der Repulse in Sierra Leone ein. Jerusalem, 6. April. In seinen Reden in Benja- mini und Haifa drückte Balfour sein Vertrauen aus, daß Araber und Juden harmonisch zusammenarbciten werden. Davon hänge die Zukunft Palästinas av. Er sei gewiß, daß man der Zukunft mit ungetrübter Hoffnung entgegensetzen könne. San Francisco, 6. April. Die F.o.ce der Ver einigten Staaten, bestehend ans 170 Schiffen a"er Arten und Klassen ist hier znscnnmengezogen worden, sie wird in 10 Ta gen nach Beendigung der Vorbereitungen die Fahrt zu Manövern in den Gewässern von Hawai und zum Besuch australischer Häfen antreten. Aus Stadt und Land. «m, 7. April 1S2b. Mr-aillenverlelhung. Heute morgen ;anv tm StadlverordnetensitzungSiaal die V«Ueu-ung der tragbaren Medaille für ,streue Dcemre" start. Gme ftuttl.che Zahl braver Veteranen der Arbeit war 'zusammenge»ommen. Feierliche Sülle j lag über der Versammlung. Wohl mancher mag tm Gai,.« vt« arbeitsreichen Jahre noch, einmal durchlebt haben. Tag« der Sorge, des Sch.vethes mögen es viele gewesen sein, aber auch lichte Stunden durchflochten den ^chlasalsstranz. Nachdem die Herren Dr. Zeeh von der Handelskam mer Plauen und Generaldirenore-n Gaedt und Tchlabing am LorstandStische Platz »genommen hatte, begrüßte Dr- Zgeh die Anwesenden und gedachte mit schlichten Worten der Bedeutung, dieser Fetzer. Manche Träne schimmerte in den Augen Der Zuhörer, als der Redner von ihrer Arbeit, ihrem Leben und ihrer Treue sprach. Vor dem Kriege verlieh das Ministerium des Innern für 30- Mhrige Dwnste eine tragbar« Medaille. Dieser schöne Brauch ist leider ein Ostsee der KriegSzetzt geworden. Run haben die sächsischen Handelskammern, eine neue Medaille gestiftet. Für 50jährige Titenste in Silber, für 25jährige in Bronze, zetgt sie einen tatkräftigen Arbeiter, der im Begrisf ist, ein Schiff zu besteigen. Dies soll symbolisch Industrie und Handel darstellen, wie ja auch oie Mr da Ule an Arbeiter und Angestellte zugleich verliehen wird. Getragen wird dieselbe am grün-weißen Bande. Herr Tr. Zeeh begann nun mit dem Aufrufen der Namen und überreicht« den Vortre- renden das geschmackvolle Andenken in hübscher Pak- tung und eine 'Besitzurkunde. Verzeichnis der m?t dem tragbaren Ehrenzeichen für Treue in der Arbeit ausgezeichnete« Personen. (Die in Klammern angefügten Zahlen bedeuten die Dienstjahre.) a) in Silber: Richter, Problergchilse k58), Lingel, Auf seher (55), Günther, Blausarbenarbeiter (54), Friedrich, Blaufarüenarbeiter (53), Georgi, Blanfarbenaröeit"r (50), Funk, Blausarbenarbeiter (50), alle vom Prwatülaufarbcn- werke in Aue. b) in Bronze: Kehr, Kasierer, Peter, Blausarbenarbeiter, Schmidt, Blausarbenarbeiter Privatblaufarbenwerke (47); Weiß, Obermeister, Herrcnwäschefabriken Gebr. Simon, Lang, Pförtner, Privatblaufarbenwerke (46); Weigel, Plättmeister, Herrenwäschefabriken Gebr. Simon (44); Uhlmann, Aufseher, Privatblaufarbenwerke (43); Hergert, Packmeisrer, Herren wäschefabriken Gebr. Simon, Weitz, Blausarbenarbeiter, Privatblaufarbenwerke (42); Rehm, Zuschneidemeister, Herren- wäschesabrJen Gebr. Simon, Gündel, Blausarbenarbeiter, Privatblaufarbenwerke (11); Neef, Klempner, Weidauer, Klempner bei Ernst Hecker, Groß, Blaufar'öenarbeiter, Schnorr, Privarblausarbenwerke (38); Bell, Fabrikdirektor bei I. Sinn, Wötzel, Klempner, Ficker, Klempner, Schmidt, Klempner, Müller, Klempner bei Ernst Hecker (37); Georgi, Hüttendirektor, Kehr, Blausarbenarbeiter, Privatblaufarben, werke, Schönherr, Betriebsleiter, Paul Kurtzs, Zuschnside- mei er, Schnerrer, Klempner, Ficker, Klempner bei Ernst Hecker (36); Georgi, Meralldrücker bei Ernst Hecker (35): Thiemann., Betriebsdirektor, Georgi, Buchhalter, Heimpold, Blausarbenarbeiter, Kehrer, Blausarbenarbeiter, Privatblau, farbenwerke, Rötzer, Drückermeister, Stark, Lackierer, Geißler, Lagerarbeiter bei Ernst Hecker (34); Kiefer, Lackierer, Reichest, Lackierer, Ttzorschmidt, Lackierer bei Ernst Hecker, Neef, Blan- farbenarbeiter, Westland, Pförtner, Privatblacharbenwerks (33); Friedrich, Expedient, Lang, Oberwerkmeister, Gebr. Simon, Zierold, Kutscher, bei Ernst Hecker (32); Steinbach, Fabrikdirektor, Lotz, Dufrchseherin, Gebr. Simon, Ficker, Metalldrücker, Riedel, Klempner bei Ernst Hecker, Harnisch. Blausarbenarbeiter, Seliger, vlaufardenarbetter, Ficker, Blaufarbenarbetter, Privatblaufarbenwerke (31); Bauer. Stepperin, Gtemmler, Stepperin, bet August Lauckner tn Bockau, Böntsch, Buchhalter, Höfer, Blausarbenarbeiter, Lang, Blausarbenarbeiter Privatblaufarbenwerke, Trültzsch, Tischler, Hergert, Zuschneider bet Gebr. Simon. Schteck, Klempner bet Ernst Hecker (SO); Lässig, Filialleiter, Enge. Wald, Maschinenmeister, Lorenz, Stanzmetster, Sterzel, Stoff kontrolleur, Gruner, Matertalverwalter, Irmtsch, Zuschneider bet Gebr. Simon, Landgraf, kaufm. Beamter, Glöß, Klemp- nermetster, Härtel, Klempner, Heyde, Klempner, Quaas, Mv- talldrücker bet Ernst Hecker, Lang, Schlosser, Ebert, Blaufar benarbetter, Sefdel, Blaufarbenarbetter Privatblaufarben- v'erke (20st Kolbe, Fabrikdirektor, Weder, Prokurist, Härtel, Stattonsletter, Schubert, Steppmetster, tzeym, Schmiede meister, Flämig, Expedient, Luderer, Fabrtkmaurer bet Gebr. Simon, Welßj, Aufseher, Albin Weigel, Blausarbenarbeiter, Friedrich Weigel, Blausarbenarbeiter, Privatblaufar'öenwerle, Backofen, Klempner, Trepte, Klempner, Paul, Stanzer, Frl. Ebert, Arbeiterin, Strehle, Klempner bet Ernst Hecker, Weigel, Portier bei I. Sinn (28); Flemming, Gießerei-Obermeister, Flemming, Former, Weiß, Former, Seeltger, Schmelzer bei Bochmann und v. Steiy, Fischer, Kartonnagenverwalter, Schmidt, Mechaniker, Dörfelt, Stosftrockner, Seifert, Appre- inrarbeiter. Frl. Seifert, Durchsehertn bei Ge^r. Simon, Wötzel, Klempner, Ehrtg, Klempner, Schulze, Fxmrmann bei Ernst Hecker, Schaarschmidt, Matertaltenverwalte '. Korb, Blaufarbenarbetter, Seeltger, Blausarbenarbeiter, Seidler, Blausarbenarbeiter, Wagner, Blaufarbenarbetter, Vrivatblau- farbenwerke (27); TtmaeuS, Disponent, Schulze, Expedient, Frl. Sommerschutz, Direktrice, Richter, Lagerverwalter, Meyer, Schlosser, Bühl, Feuernmnn, Seifert, Abnehmerin, Fischer, Stepperin bet Gebr. Simon, Fischer» Expedient, Flemming, Webermeister, Bochmann, Kernmacher-Vorarbeiter, Schürer, Kernmacher, Paul, Former bei Bochmann und v. Stein, Faul haber, Blaufarbenarbetter, Lausmann, Blaufarbenarbetter, llrivalblaufarbcnwerke, Seidel, Materialverwalter, Stoll, Klempner, Escher, Metallschleifer, Benkert, Packer, Jllig, Stanzer, Schiffmann, Stanzer bei Ernst Hecker (26); Rehm, Prokurist, "ingel, Buchhalter, Seidel, Lohnbuchtzaster, Strunz, Registrator, Linnemann, Direktions-Sekretärin, Müller, ^tevvmeister, Wendler, Plättmsister, Herget, Zuschneider, Bstyl, Schlosser, Korb, Stepperin, Lorenz Zusammensetzertn bei Gebr. Simon, Seltmann, Putzer bei Bochmann und v. Stein, Fstmig. Klempner bei Ernst Hecker, Langer, Blau- farbenacbeiter, Neubert, Blaufarbenarbetter, Schmidt, Blau farbenarbeiter, Privatblaufarbenwerke, Mittelbach, Stemp- lerin bei I. Sinn (25). Schulzahnpflege im Bezirke der Amtshauptmannschaft Schwarzenberg. Die Erziehung des Nachwuchses zur leiblichen, seelischen und gesellschaftlichen Tüchtigkeit ist die vornehmste Aufgaoe aller, in deren Hand die Sorge um die Wohlfahrt der Jugend gelegt ist. Sorgt für eine tüchtige Jugend, dann leistet Ihr die beste Arbeit für die künftigen Geschicke Eures Volkes. Sorgt für eine gesunde Jugend, denn in einem gesunden Kör per steckt ein gesunder Geist. Die Gesundheit der Jugend ist des Volkes höchstes Gut. Die Einsallspsorre der meisten Krankheiten ist die Mundhöhle, und hier sind vor allem schadhafte Zähe die Brutstätte der Krankheitskeime, besonders sür die Erreger von Hals- und Lungenerkrankungen. Werden die Zähne nicht gepflegt, so setzt sich bald die sogenannte Zahnfäule im Gebiß fest. Die Folgen sind Zahnschmerzen, be hindertes Kauen, schlechtes Verdauen-, Magen- und Darm erkrankungen, sowie andere Gesundheitsschädigungen. Die Entwickelung des Körpers wird beeinträchtigt, die Gesundheit und die Arbeitsfähigkeit erleiden dauernden Schaden. Darum ist die Pflege und Gesunderhaltung des Gebisses von ganz besonderer Wichtigkeit. Deshalb hat der Bezirkstag der Amlshauptman-nschafv Schwarzenberg einstimmig be schlossen, zwecks Hebung der allgemeinen Volksgesundheit von Ostern 1925 ab eine planmäßige Schulzahnpflege für den ge» Nl km »al Alle i ! W0hN endet I 28. A me in i IS. 1 geschah n nur, mmschei «ne ( e»e. Hiesig! in wün Stadthi Die a! zurück «« (i Hula, Die A >et Don zwar der 1. 8 der 2. 8 Halle, der 3. 8 Noch r Ausnah tue, den Am 8. steigerm steigert ' C Zur l lisch ri st veren , nehmig-i iders in erwillij alten, » Gesetz st begrü : ander chenstift ritt zur ule -ein: Einsti stärkste )ts die hre. In tungem i i Eintre Durch htung ei nd 5000 Dichtertraum uad W.rkllii keit Z«m 50. Todestag von Georg Herwegh am 7. April 1«2k. Von Alfred Goetz e. Als Georg Herwegh am 7. April 1875 vereinsamt und verbinerr in Vasen die Augen schloß, war dre jtauchzende Begeisterung, die ihn eine Zeitlang zum Helven des Tages gemacht und in den Brennpunkt der Frecherlsvewegung geilst harre, l-angst eurer nüchter nen Peurrettung gewrryen. Tie volltönenden Worte wa ren derrlungen, und ars sich nach öcm Nau.a) der Katzen jammer em^eltte, btteo nur noch ore peinliche Erinne rung an den Ritter von der traurigen Gestalt, der, als eS daran, anrarn, die schönen Worte in entsprechende Taten umzusetzen, kläglich verwogt hatte. Herwegh hat die Verwechslung von Dichtertraum und Wir>l.chkell, die dar Vecv-änguiv seines Lebens ge wesen war, schwer gebüßt und das stolze Wort „Lieber die Geschichte machen, als zur Ge-chichte gehören, lie ber Soldat, als Advokat der Freiheit sein!" selbst Lü gen gestraft. Zuin Soldaten war er nicht geboren, und die Rolle des Helden lag, ihm vollends gar nicht. In Wahrheit war er eben nur der beredte Advokat der Freiheit gewesen, und mit dem Erliegen dieser Freiheit war auch seine Advokatur erledigt. Die Plädoyers die ses lyrischen Sachverwalters der Freiheit»,orderung je ner dunrpigärenoen Zeit, die den Freiheitskriegen ge folgt war, sind in dem ersten Band der „Gedichte eines Lebendigen" vereint, aus,,dem HerweghS Poetentum ausschließlich beruht. Der ungestüm-aulbegehrende Freiheitsdrang, d-r im 'Sturmgewitter der Verse des Dichters zuckende Blitze schleudert und mit Donnerstim me grollt, ist der Geist der Zeit selbst, den hier ein Mei ster der Sprache 'und d r Verstunst in Worten von zün dender Leidenschaft und 'kunstvoll geformten Strophen -u fassen verslano. Maa auch im uferlosen Ueberschwang der pomphaften Sprache die tönende Phrase den Ober ton bilden, Gefühl und Temperament sind echt und ma chen Herwegh zum größten politischen Lyriker seiner Zett, j Am 31. Mat 1817 zu Stuttgart geboren, sollte sich, Hecwegh in der '^österlichen Zucht de- berühmten pro testantischen Tübinger Stiftes, 'aus dem auch feine fchwä-' bischen Landsleute Hegel. Schelling und David Fried rich Strauß herbvrgegangen waren, zum Tycologen bil den; aber die strenge Zucht war nicht nach seinem Sinn. Er verließ das 'S litt in heftiger Auflehnung und kehrte nach Stuttgart zurück, «wo er sich bald der schriftstelle rischen Tätigkeit widmete, 'da ihm seine Mittellosigkeit die Fortsetzung des 'UniversitätsstudiumS verwehrte. Als er dann zum Militär eingezogen wurde, brachte ihn sein jeder Disziplin widerstrebender Unabhängigkeitssinn in einen schweren Konflikt mit. einem Offizier, dessen Folgen er sich durch- die Flucht in die Schweiz entzog. Hier schleuderte er dann den Feuerbrand seiner „Gedich te ein-eS Lebendigen", die 1840 erschienen und ganz Deutschland alarmierten, in das Heer der Philister. Mit einem Schlag war der 25jährige Dichter zum ge feierten Helden des Tages geworden und zog wie ein Triumphator durch die deutschen Lande, die er sich im Sturmschritt seiner politischen Lyrik erobert hatte. Nach langen Jahrhunderten hatten sich Dichter und Volk end- l.ch wieder einmal zusammengest'nden. Und der Jubel, per den volistüinlichen Freiheitssänger in der Gewit terschwüle der 40er Jahre des vergangenen Jahrhun? pert-s umbrauste, erreichte dollends seinen Siedepunkt, als König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen den Tächter, der stolz von sich gesagt hatte: „Tenn wer, wie ich, mit seinem Gort gegrollt, darf auch mit einem Kö nig grollen!", in einer Privataudtenz empfing, die das deutsche SensationSerergnis de» Jahves 1842 bildete. Die Unterredung harte allerdings ganz andere Folgen, als sie die politischen Schwnrmge'.ster erhofft Hutten. Der junge Dichter, der sich an dem vieltausendstimmigen Widerhall, den seine 'sreiheitLtrunkenen Verse erweck- teil, selbst berauscht hatte, ließ sich nämlich zu einer großen Taktlosigkeit verleiten. Ter König hatte Hcr- wegh mit den Worten gegrüßt: „Ich acht« eine gestio- nungsvvlle Opposition." und ihm zum Abschied mit oer Bemerkung: „Wir 'wollen ehrliche Feinde sein!" ote Hand gereicht. Hermegy hatte darauf keine andere Antwort gefunden, als einen unerhört groben Bries an den König, der allerdings nur durch eine Indiskre tion zur Veröffentlichung gelangt war. Die unaus bleibliche Folge dieser Entgleisung war di« Ausweisung d?s temperamentvollen Briesschreibers 'aus Preußen. Herwegh wandte sich nun wieder nach- der Schweiz, lebte einige Jahre in Paris und ließ sich d-ann^ nach dem er sich mit der Tochter eines reichen Berliner Ban- tierS verheiratet hatte, dauernd in Zürich nieder. Iw Paris war er in das Kielwasser der kosmopolitischen ra dikalen Propaganda geraten,, die den Funken der euro päischen Revolution zum Brand zu entfachen suchte. Mehr und mehr stellte er dieser Propaganda zuliebe seine Mus« in den, Dienst zügelloser Parteileidenschaft, was nur auf Kosten der dichterischen Ueberzeugungs- traft geschah. Immer mehr trat seine Neigung zur Pose in den 'Vordergrund, und zugleich wuchs auch seine unlünstlerische Planier, die 'Schlag- und Stichworte der Zeit zu poetischer Scheidemür^e auszuprägen. Ter 1844 erschienene zweite Teil der „Gedichte eines Lebendi gen" mulet deshalb auch nach dem feurigen Wein des ersten wie ein 'oerw-äswrter Nachguß an. Das Publikum ttistkt« bald, daß- 'ihm 'Hier anstelle des tn der Glut rec Begeisterung gevärreten echten Goldes Talmi ge boten wurde, und 'die Beteiligung HerweghS am Ba dischen Aufstand trug noch weiteres dazu bei, dem Dich ter frühere Sympathien 'zu entfremden, Ter Freiheits sänger spielte hier akS Freiheitsheld eine Rolle, die ihn der Lächerlichkeit preiSgab. Hebbel verzeichnet hierüber in seinen Tagebüchern die kritische Note: „Zu einem Poeten an sich 'gehört vielleicht nicht unbedingt der Mut, aber zu einem Poeten wie Herwegh gehört er". Nur der Kaltblütigkeit seiner tapferen Frau hatte eS Herwegh zu danken, daß er glücklich über die Grenze entkam. Unversöhnt kehrte er nach jahrelangem Wan derleben 1866 nach Deutschland zurück und ließ sich in Baden-Baden nieder. Für die Neugestaltung Deutsch lands fehlte dem Pessimismus des Verbitterten jedes Verständnis. Tas beweisen zur Genüge seine überaus schwachen nachgelassenen „Neuen Gedichte". Nur ein mal noch hatte'er den alten feurigen Letdenschaflston ge- funden, in dem den deutschen Arbeitern gewidmeten „BundeSlied" für den allgemeinen Arbeiterverein, da rr auf Lasalles Drängen geschrieben hatte und da» tn den bekannten Versen auSklingt: ,Mlle Räder stehen still, wenn dein starker Arm es will!" iwillig j htung vi stituten ig ihre: ngsfragc »ranschla Ron Der L cg schmv „Tas j. „Die n." Wie rch deS 2 ldscheine rz und Alexei ;sr dem f seinem Wee in d S Fenster i in den „Hier - Augen der Hau Lange den Roh r dumpf M da dra Mch die < Us ist die „Schlu Inken auf Raschs Rlzjacke b< Uexet tn d Mg er in MliPP fit