Volltext Seite (XML)
Sechstes im Saale des Gewandhauses zu Leipzig;,tv.w Donnerstag, den 11. November 1852. Erster Thell. Ouvertüre zu „Ipbigenia in Aulis“ von Gluck. Scene und Arie von C. M. von Weber (in Lodoiska ein gelegt), gesungen von Fräulein Agnes Bürg. Was hör’ ich! Schaudern macht mich der Gedanke! Weh mir! ihm droht Verrath — Ihn spornt vielleicht sein Muth zu kühner That, Indess ich muthlos schwanke. Doch dass ich bedroht ihn sehe, Mischt die Freude noch mit Qual. Sich’re meines Retters Leben, Schütz’, o Gott, ihn vor Gefahr! Lautrem Glück dahin gegeben, Preis’l dich dann ein sel’ges Paar, Fern von ihm, in öden Mauern Quälte mich der Trennung Schmerz; Gram der Sehnsucht war mein Trauern, Hoffnungslos erlag mein Herz. Neu beseelt mich seine Nähe, Freundlich lacht der Hoffnungsstrahl; Concert fiir die Violine (N s 4.), componirt und vorgetragen von Herrn August. Pott, Grossherzoglichem Hofkapell- meister zu Oldenburg. Siciliana von Pergolese, gesungen von Fräulein Bürg. Ogni pena piü spietata Ma obimö! cade consiglio, Solfrirä quest’ alma afflilta, Non c’e luogo, non c’e via, Se godesse una speranza Non c’e modo di sperar. Di potersi consolar. Adagio für die Violine von L. Spohr, vorgetragen von Herrn Hofkapellineister Pott.