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«stock en in Carl-- l. 54) Der Pauline Ull- hier mit der rS Hermann i Ernst Emil > AuerSwald - Anger hier. ,oseph Scholz Otto Bruno ,el. Stickerin her, S. des 58) Richard i Hilma, T. tiiilg 8 Wr -er Mild- eten in Gustav md. ner. l. >elssohn. »elssohn. r. iweise. >ardt. schner. Mitt. r. imer. :ing. W n. Um Hundt. sch« er. tfest ), später »kraut. ^ön! chseife LLtzdolM. ld. Grad. Amts- M Aiizmeblktt für deu Ubonnemeut aiertelj. 1 M. 20 Pf. einschließl. de» »Jllustr. Unterhaltung-bl." u. der Humor. Beilage »Seifen blasen-' in der Expedition, bei unfern Boten sowie bei allen Reichrpostanstalten. Gchrk des Amtsgerichts Eibenstock und dessen Umgebung. Erscheint wöchentlich drei Mal und zwar Dienstag, Donnerstag u. Sonn abend. Jnsertionspreis: di« kleinspaltige Zeile 10 Pf. Im amtlichen Theile die gespalten« Zeile 25 Pf. 1«L Verantwortlicher Redakteur, Drucker und Verleger: E. Hannebohn in Eibenstock. >— 47. Jahrgang. -------- Sonnabend, den 8. September LS«« Im Handelsregister für den hiesigen Stadtbezirk ist heute auf dem neuangelegten Blatte 248 die Firma Vlppvrt in Eibenstock und als deren Inhaber der Kaufmann Herr »ok«rt HVIppei-t daselbst eingetragen worden. Angegebener Geschäftszweig: Seiden- und Perlenhandlung. Eibenstock, den 3. September 1900. Königliches Amtsgericht. Schild», Ass. Hg. Stadtanlagen betreffend. Der am 15. August dss. Js. fällig gewesene 3. Anlagentermin ist nunmehr bei Vermeidung der Zwangsvollstreckung unverzüglich zu entrichten. Eibenstock, den 7. September 1900. Der Rath der Stadt. Bg. Bekanntmachung. Von den Radfahrer« werden — besonders Abends nach Eintritt der Dunkelheit — die Straßen innerhalb der Stadt nicht nur zur nothwendigen Durchfahrt, sondern auch zur Hebung und zwar mit übermäßiger Geschwindigkeit befahren. Glockenzeichen werden ge wöhnlich gar nicht oder nur in ganz geringer Entfernung gegeben. Bei Straßenkreuzungen wird das Publikum ganz besonders gefährdet, wenn die Radfahrer das Glockenzeichen nicht in vorschriftsmäßiger Entfernung geben und die Straßenecken mit solcher Geschwindigkeit umfahren, daß ein Ausweichen der auf den Straßen verkehrenden Personen gar nicht mög lich ist. Zur Erlernung des Radfahrens, zu Wettfahrten und anderen Radfahreroeranstalt ungen ist nur die Nordstraße vom Schulgähchcn bis zur Muldenhammcrstraße sreigegeben. Es wird erneut auf die Bestimmungen der Ministerial-Verordnung vom 23. November 1893 und Bekanntmachung des Stadtrathes vom 1b. Juni 1899 mit dem Bemerken hin gewiesen, daß Zuwiderhandlungen bestraft werden. Eibenstock, am 5. September 1900. Der Rath der Stadt. Hesse. Lpm. Das unbefugte Betreten der Rosinenbera-Anlagen außerhalb der Wege ist verboten und wird mit Geldstrafe bis zu 60 Mark bez. entsprechen der Haft bestraft. Eltern und Pfleger werden besonders darauf hingewiesen, daß sie für die durch ihre Kinder oder Pflegebefohlenen verursachten Schäden aufzukommen haben. Eibenstock, den 5. September 1900. Der Rath dcr Stadt. Hefle. M. Tagesgeschichte. — Deutschland. Gegen die Einschleppung der Pest auf dem Seewege sind in allen deutschen Hafenstädten Vorkehr ungen getroffen worden. In Regierungskreisen werden die Maß nahmen als so ausreichend betrachtet, daß die Zunahme der Pesterkrankungen in Glasgow zu einer weilergeheadcn Beunruhi gung keinen Anlaß bieten könne. — Ein Ausfuhrverbot von Kohlen hatte die .Kreuz-Zeitung" verlangt. Hierzu schreiben die .Bert. Reuest. Nachr.": .ES darf nach unseren Informationen als feststehend angesehen werden, daß bei den bevorstehenden Berathungen des StaatSministerium» über die Kohlensrage von einem Ausfuhr verbot nicht die Rede sein wird, dagegen scheint eine vorüber gehende Ermäßigung der Kohlen-Einsuhr-Tarife, vielleicht für die Dauer des Winters, erwogen zu werden." — Vereinfachungen im Schriftverkehr sind vom Reichs marineamt angcordnct worden. Alle Wen dungen in Berichten, wie „Eurer kaiserlichen und königlichen Majestät melde ich allerunterthänigst" oder .allerunterthänigste Meldung" und dcrgl. sind zu vermeiden. Alle Kurialien fallen fort; auch soll nur der Name de« Schiffes ohne weiteren Zu satz genannt werden, so daß also da» aus England herüber ge nommene „S. M. S." gleichfalls nickt mehr zur Anwendung gelangt. Ferner ist der NamenSuntcrschrift nur da, wo Zweifel entstehen können, der Dienstgrad beizufügen, sonst nur die Dienst stellung. — Die nach China gesandte Panzerdivision hat jetzt ihren Bestimmungsort erreicht. Am 9. Juli verließ die Division Kiel und am II. Juli Wilhelmshaven. Die Reise ging über Gibraltar, Port Said und Suez nach Perim und Aden. „Weißenburg" und „Wörth" nahmen in Perim, „Kurfürst Fried rich Wilhelm", „Brandenburg" und .Hela" in Aden Kohlen. Dann ging eS über Colombo, Singapore nach Hongkong und von dort nach Schanghai. In Hongkong verließ „Wörth" die Division und ging direkt nach Tsingtau, wo es am 3. Septcmb. anlangte. An demselben Tage trafen die übrigen Säufst: „Kur fürst Friedrich Wilhelm", „Brandenburg" und „Weißenburg", sowie Aviso „Hela" in Wusung ein. Die unter dem Befehl des Kontreadmirals Geißler stehende Division hat die ca. 12,000 Seemeilen lange Reise in nur 54 Tagen zurückgelegt, wovon nur etwas über 40 Tage auf die eigentliche Fahrt, die andere Zeit auf den Aufenthalt in den Anlausshäfen entfällt. E« ist in unserer Marine das erste Mal, daß eine starke Panzerdivision solche Reise ausgeführt hat, und es erfüllt alle Marinekreise mit Befriedigung, daß sie ohne Zwischenfall und in vcrhäilnißmäßig kurzer Zeit von statten gegangen ist. Die in Wusung liegenden Linienschiffe dürften zunächst im Mündungsgebiet des Aangtje- kiang stationirt bleiben. — Hamburg, 6. September. Am festlich geschmückten OSwaldquai traf heute Abend der Llchddampfer „Stuttgart" mit vier Verwundeten vom „Iltis" und 120 wegen Krankheit in China dienstunfähig gewordenen Mannschaften von den übrigen Schiffen des ostasiatischen Geschwader« ein. Im Auftrage und Namen« de« Senats begrüßte Hauptmann Sauer die Ankommen den, welche sodann in den Passagierhallen am Grasbrook be- wirthet wurden. Die Mannschaften begeben sich morgen «Heils nach Kiel, thcils nach Wilhelmshaven. — England. London, 6. September. In dem Briese, welchen Admiral Seymour an den Vize-Admiral Bendemann über die Haltung der deutschen Truppen während seiner Expedition gerichtet hat, heißt es: „Ich kann diesen Brief nicht schließen, ohne meiner persönlichen Bewunderung über die Ge schicklichkeit und die nie versagende Energie, welche Kapitän von Usedom während der ganzen Expedition an den Tag gelegt hat, und meiner hohen Werthschätzung seiner Dienste Ausdruck zu geben. Die verbündeten Truppen standen während dcr Schlacht bei Langfanz unter seinem Befehl. Ich selbst befand mich einige Meilen weit weg. Seiner geschickten Haltung und seinen Vor bereitungen für die Zurückziehung dcr Züge ist es zuzuschreibcn, daß eine Katastrophe vermieden wurde. Der Muth unv die hohe Disziplin, welche alle deutschen Offiziere und Mannschaften bewiesen haben, sind der hohen Traditionen Deutschlands durchaus würdig." — China. Die Bedeutung, die der russichen Note über die Zurückziehung dcr Gesandtschaft und der Truppen Rußlands aus Peking in der ganzen Welt beigelegt wird, läßt sich am besten an dcr erregten Besprechung ermessen, die diese Maßregel in dcr gesummten Presse de« In und Auslandes erfahren hat. Die Stellungnahme der Mächte gegenüber dem RäumuugSvorschiage ist mit Bestimmtheit nock nicht zu erkennen. Die deutsche Diplomatie hat pflichtgemäß auf die Gefahren hingewiescn, die eine Räumung Peking« gemäß dem russichen Vorschläge unbedingt nach sich ziehen muß, und es steht nunmehr bei den einzelnen Mächten, sich darüber schlüssig zu werden, ob sie trotzdem, ohne jede Garantie für eine Aenser- ung der Verhältnisse und etwaige Entschädigung für die aufge wandte Mühe zu haben, nach so kurzer Zeit die chinesische Hauptstadt aufgebcn wollen. Die englische Regierung will vor einer Entschließung erst noch den Bericht des englischen Gesand ten in Peking abwarten, und diesem Vorgehen werden sich die anderen Mächte wohl gleichfalls entschließen, bevor sic dcm Bei spiele Rußland« folgen. Da eine ausführliche Berichterstattung mit Rücksicht auf die gegenwärtig noch bestehenden Schwierig keiten des telegraphischen Verkehr« nur brieflich erfolgen kann, so dürften bis zur endziltigcn Stellungnahme der Mächte in dicßr Angelegenheit noch etliche Wochen vergehen. ES ist deshalb an zunehmen, daß da« Vorgehen Rußland« wenigsten« bis auf weiteres keine Nachfolger finden wirb. Dcr „Kölnischen Zeitung" wirb aus Berlin gemeldet, sämmtlichc Mächte hätten ihre Ge sandten beauftragt, sich darüber zu äußern, ob solch folgenschwerer Schritt, wie die Räumung Peking«, rathsam sei oder nicht. Ihre vor allem in Betracht kommende Meinung solle abgewartet wer den, bevor weitere Entscheidungen fallen. lieber die veränderte Haltung Rußlands sagt da» Blatt, Rußland, da« demnächst über 187 000 Mann in Ostasicn verfügen würde, wolle vielleicht das Pulver für etwaige Möglichkeiten in Korea trocken halten, vor läufig aber China zur Dankbarkeit verpflichten ,n der Hoffnung, mit einem dankbaren China in dcr alten Form besser aus zu sammen al« mit einem neuen, au« dem Chaos herauSgewachse- nen China, das Rußland vielleicht mit Mißtrauen begegne. — Li-Hung-Tschang, der eifrig bemüht ist, die der zeitige Lage zu Gunsten China« auSzunutzen, reiste auf einem chinesischen Schiff unter Eskorte eines japanischen Kriegsschiffes nach Tientsin ab, um die übrigen Mächte dem Plane Rußland« gefügig zu machen. WaS seine Anerkennung al« Unterhändler betrifft, so werden die Mächte mit diesem Staatsmannc erst dann in Verhandlungen eintreten können, wenn seine Vollmachten, auf die er sich für Liese Mission beruft, die Gewähr dafür bieten, daß er im Namen der chinesischen Regierung spricht. Was die Vor gänge in China betrifft, so hat, wie den „Central News" aus Schanghai gemeldet wird, Li Hung-Tschang den dortigen franzö sischen Generalkonsul benachrichtigt, daß dcr Kaiserliche Hof jetzt im Aamen de» Statthalter» zu Taijuenfu in Schansi eingerichtet sei. Der Generalkonsul sagt, ihm sei die glaubwürdige Nachricht zugegangcn, daß in demselben Damen zu Anfang der Unruhen auf Befehl de« Gouverneur» Jähsten 50 bi» 60 Missionare er mordet und ihre Leichname den Hunden vorgeworfcn wurden. Dcr Generalkonsul erblickt darin einen Grund mehr, baß die Mächte Peking nicht verlassen sollten, ehe Frieden»verhandlungen abgeschlossen sind. — Einflußreiche Eingeborene in Hongkong sprechen die Ansicht aus, daß die frcmdcnscindliche Bewegung in den südlichen Provinzen Chinas einen Charakter annimmt, welcher über die Macht der Behörden hinauswächft, und sagen einen furchtbaren Ausbruch dieser Bewegung binnen Monats frist voraus. — Der 2. Admiral des deutschen Kreuzergeschwa der» meldet: Kapitän Pohl berichtet au« Peking: Der russische General besuchte am 26. August die deutschen Quartiere und sprach sich lobend über die Ordnung und Disziplin aus. Die Unterkunft der Leute ist gut. Der von den deutschen Mannschaf ten besetzte Theil dcr Chnielcnstad: wurde gereinigt. Beruhigende Proklamationen sind erlassen worden. Am 27. August sind zwei Hitzschläge vorgekommen, auch beim Scebataillon einige Dysente- ricfälle. Der Scesotdat Bergers vom Pc'ing-Detachement ist einer Kopfwunde erlegen. Am 28. August fand ein Durchmarsch durch oen Palast statt. Der Einmarsch erfolgte südlich, der Ab marsch nördlich, der Durchmarsch durch die Empfangshalle. Die Räume machten einen schmutzigen und verwahrlosten Eindruck. Kostbarkeiten waren nicht vorhanden. Später wurde der Palast wieder geschlossen. Gerüchten zufolge soll die Kaiserin erst am 15. August irüh geflohen sein. — Am 31. August melde! Pohl: Da« 2. Seebataillon ist in Peking cingciroffen. Ich trete nach liebergabe der Geschäfte an den Generalmajor Höpfncr mit den sehr angestrengte» Landungstruppen den Rückmarsch nach Tientsin an. Auf den Etappenstationen und für Wasserverbindung wird seemännisches Personal zurückgelassen. — Der 2. Admiral meldet ferner: Am 25. August befanden sich an Land: Deutschland: 91 Offiziere, 3150 Mann, 6 Geschütze, 344 Pferde; England: 218 Offiziere, 6746 Mann, 25 Geschütze, 1897 Pferde; Oesterreich- Ungarn: 16 Offiziere, 272 Mann, 2 Geschütze, 80 Pferde; Ame rika: 181 Offiziere, 5427 Mann, 17 Geschütze, 1239 Pferde; Frankreich: 192 Offiziere, 5186 Mann, 37 Geschütze, 570 Pferde; Italien: 26 Offiziere, 552 (?) Mann, I Geschütz, 10 Pferde; Rußland: nichts Näheres bekannt. — Der Gouverneur von Kiautschou meldet ab Tsingtau den 5. September: „Eine Patrouille von 20 Mann des III. ScebataillonS unter Leutnants v. Rettberg und Dziobek ist heute bei Lantsun von 400 bis 500 Boxern angegriffen wor den. Letztere erlitten einen Verlust von 30 bis 40 Tobten. Wir hatten keine Verluste." — Von der Nachrichtenexpedilion de» Deutschen Flottcnverein« ist unter dem 5. September ab Hongkong folgendes Telegramm eingetroffen: Der Dampfer „Batavia" ha: in Schanghai ein gemischte« Truppendctachcment gelandet. Als Grund wird Wahrung der Neutralität angegeben. Da» deutsche Geschwader ankert vor Wusung. — „Wolffs Telegr. Bureau" meldet aus Schanghai vom 6. September: Soeben landete dcr Stab und die 1. und 3. Kom pagnie de« I. Bataillon« vom I. ostasiatischen Infanterieregiment unter dem Major Graham. Beim Empfang durch den deutschen Generalkonsul war eine französische Ehrenwache aufgestellt. Die Musik dcr englischen Truppen spielte. Es folgte ein Marsch der deutschen Truppen durch die fremden Niederlassungen mit der Musik unsere» Geschwader». Vor dem „Iltis"-Denkmal wurde ein Hurrah auf den Kaiser ausgebracht. Beim Einrücken in die Quartiere fand die Begrüßung durch den deutschen Gesandten und den Geschwaderchef statt. — Tientsin, 30. August. Bier angesehene Mitglieder dcr Boxersekte sind heute hingerichtet worden, zwei wurden von den Franzosen erschossen, zwei von den Japanern enthauptet. Locale und sächsische Nachrichten. — Johanngeorgenstadt, 6. Septbr. Heule Morgen brach in dcr Schatullen- und Uhrgehäusc-Fabrik dc« Herrn Knh Feuer au-, welche« durch die vorhandenen Rohmaterialien und Holzabfälle reichlich genährt wurde und sich über die ganze Fa brik verbreitete. Trotz der großen Anstrengungen der Feuerwehr gelang e» »ich!, da« entfesselte Element zu bekämpfen, sodaß die