Texte der vom Nreuzchor gesungenen Lieder Die Heimat Nach F. H. von Hermannsthal Wenn ich den Wandrer frage: „wo kommst Du her^" Wenn ich den Freund nun frage: „wo blüht Dein Glückt „Von Hause, von Hause", spricht er und seufzet schwer. „Zu Hause, zu Hause", spricht er mit frohem Blick. wenn ich den Sandmann frage: „wo gehst Du h»n^" So hat man mich gefraget: „Was quält Dich sehr „Nach Haust, nach Hause", spricht er mit leichtem Sinn. „Ich kan» nicht nach Haust, Hab kein« Heimat mehr." Das treue deutsche Herz Von Iulius «Otto j»in. Ich kenn' ein' Hellen Edelstein von köstlich hoher Art, in einem stillen Kämmerlein, da liegt er gut verwahrt. Lein Demant ist, der diesem gleicht, soweit der liebe Himmel reicht; die Menschenbrust ist's Kämmerlein, da legte Gott so tief hinein den schönen Hellen Edelstein, das treue deutsche Herz. Wohl weiß ich noch ein gutes Wort, für das es heiß entbrannt, das ist sein höchster, heil'ger Hort, das teure Vaterland. Treu hängt » an ihn», verrät es nicht, selbst wenn's in Todesschmerzen bricht. Lein schön'rer Tod auch kann es sein, als froh dem Vaterland zu weih'n den schönen Hellen Edelstein, das treue deutsche Herz. Nimm, Gott, mir alles, was ich Hab', ich geb' es freudig hin, nur laß mir Deine schönste Gab', den treuen deutschen Sinn. Dann bin ich hochbeglückt und reich, kein Fürst auf Erden kommt mir gleich. Und soll mein Leib begraben sein, dann setz' in Deinen Himmel ein den schönen, Hellen Edelstein, mein treues deutsches Herz. Ich Hab mich ergeben mit Herz und mit Hand dir Land voll Lied und Leben, mein deutsches Vaterland. Gelübde Von H. F. Msßmann Mein Herz ist entglommen, will halten und glauben dir treu zugewandt, An Gott fromm und frei, du Land der Frei'n und Frommen, Will, Vaterland, dir bleiben du herrlich Hermannsland. auf ewig fest und treu. Ach Gott, tu erheben Laß Kraft mich erwerben' mein jung Herzensblut in Her; und in Hand, zu frischen«, freud'gem Leben, zu leben und zu sterben zu freiem, frommem Mut! fürs heil'ge Vaterland l An Deutschland Von Max Lahlbect Wer kennt ein Land, wie mein's so schön, rings auf dem Erdenrunds Wo rauscht der Wald von Bergeshöb'n so kühl herab zum Grunds Wo laden Gärten früchteschwer zur Labung ein so mild^ Wo stellt die Saat so golden her des Friedens holdes Bild^ Sei mir gegrüßt, alldeutsches Land! Lein schönres Land ist mir bekannt. <V Heimat, mein teures Heimatland! wo fließt ein Strom, der gleich dem Rhen, vom Fels zum Meere fährt § wo keltert man noch edler» Wein, der also rein sich klärte Wo türmen Städte sich empor, von bessrem Volt bewohnt § Wo steht die Wohlfahrt mehr im Flor, die Fleiß und Mühe lohnte Sei mir gegrüßt, alldeutsches Land, Lein schön res Land ist mir bekannt. L> Heimat, mein teures Heimatland! wo tönt das Lied so stark und weich, wo schlägt so scharf das Schwerts Wo sind die Frau'n so tugendreich, der Mann so ehrenwert^ wo hat die Treue fester» Hort, den Freunden zum Gewinns wo wiegt so voll ein schlichtes Work und birgt so tiefen Sinn^ Sei m»r gegrüßt, alldeutsches Land! Lein schön'res Land ist mir bekannt. D Heimat, mein teures Vaterland!