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Jahrgang Einzelnummer 10 Pfennig ÄeltunftOhttnVler» und In allen Masken »elrtlltlle«, Tageszeitung der KPD / Sektion der Kommunistischen Internationale / Vezirk Sachsen Verbreitungsgebiet Ostsachjen / Beilagen: Der rote Stern / Nund um den Erdball / proletarische Sozialpolitik / Für unsere Frauen / Der revolutionäre Jungarbeiter Jas kommunistische Volksbegehren siegreich! SW-AMnger Braunschweigs stoßen zu uns I Zssn Vintsriek I la vresäen 4. Diktatur lies auch Gesa m la b- uud in der Etat „ab- Partci ge- Raub und Ein unermüdlicher, aufopfernder Kämpfer des revolutionären Proletariats ist in der Nacht vom Sonnabend zum Sonntag ge storben, Jean Wintert ch, den die Arbeiterschaft am Mittel- rhein, die armen Bauern der Eifel und im Westerwald jahrelang als ihren Führer achteten und liebten. Jean Winterich ist im Jahre 1886 in einem Moseldors bei Trier geboren, Sohn eines Zwergbauern, lernte er als Kind schon das Elend der ausgebeuteten Klasse kennen. Als Müller bursche kommt er in Berührung mit der Jndustriearbeiterschast und befreit sich bald von der religiösen Gebundenheit und Eng stirnigkeit, die ein Erbe seiner katholischen Heimat ist. 1908 wird er Mitglied des DMV., 1909 tritt er in die SPD. ein, von nun an stets voller Aufopferung im Dienst seiner Klasse, des ausge- beutcteten Proletariats stehend. Bei der Spaltung der SPD. im Jahre 1917 wird er Mit glied der USPD. Er ist einer der Tatkräftigsten bei der ge- Mollenen Uebersührung der Kölner Ortsgruppe der US^. zur reibiiung mit dem neuen verbrecherischen Jllusionsmanöver der Sozialdemokratie zur Unterstützung der Hooverschen Hilfsaktion für die deutsche Kapitalsdiktatur Für die sächsische revolutio näre Arbeiterschaft ist der Braunschweiger Vormarsch ein neuer Ansporn zur Steigerung ihrer Massenwerbekampagne für die revolutionäre Klasscnjront und ihre Führerin, die Kommunistische Partei. über die wurde eine Entschlieszung für Streik gegen jeden Lohuraub an genommen: Sofortige Streikrüstung in jedem Betrieb! Braunschweig, 80. Juni. Tie kommunistische Aktion aus Einleitung eines Volksbegehrens zur Auslösung des Braunschweiger Landtags hat zu einem Erfolg gesührt. Nachdem noch am Montag die bürgerliche und sozialdemokratische Presse den „Zusammenbruch der !- lunisiischen Aktion" vorausgcsagt hatte, wird jetzt offiziell bckanntgegcben, das, die notwendige Stimmenzahl von 10 Prozent : r Bsahlbcrrchtigten nicht nur erreicht, sondern überschritten worden ist. 35,079 Ja-Stimmen wurden abgegeben, obwohl alle c^crcn Parteien einschließlich der SPD das kommunistische Volksbegehren gegen die Braunschweiger 'Nazi Regierung bcknmps- , r uad jeden als Kommunisten „brandmarkten", der sich in die ausgelegtcn Listen eintrug. Dieser erneute Ersolg unserer Braun- ^r igcr Genossen ist besonders bedeutungsvoll, weil er sich aus einen abermaligen Einbruch in das Lager der Sozialdemokratie !li k! Tausende sozialdemokratische Arbeiter sind dem Rus der l^ommunisten gefolgt. Der Lieg des Braunschweiger Volks rufens ist ein Ersolg der Gcsamtpolitik der Kommunistischen Partei, die mit der Entsaltung der Massenaktion für Arbeit, lnei. 1'and und Freiheit dem Faschismus in Deutschland den Todcvstosz versetzt! und macht die Massen mobil. In dieser Richtung ver- gcstern die Betrtebvrätcrvcrsammlung im Keglcrhcim, wir noch ausführlicher berichten werden. Einstimmig Dieser Raubplan an den Massen Dresdens ist um so unge heuerlicher, als die Lage der Massen sich dauernd ncrichlechteri. In dem neuesten Monatsbericht der Dresdner Statistik wird fest gestellt: 1. Die Arbeitslosigkeit ist im Bezirk Dresden im Mai mit 80 35k sggen 81677) im wcientlichen so gut wie unverän dert geblieben. Dabei ist aber die Zahl der Wohlsahrts- erwerbsloien gestiegen! 2. Die Gesamtzahl der Beschäftigten weist im Mai mit öl 527 sgegen 51 625 im April) einen Rückgang auf. Er trifft ins besondere die Bauarbeiter, die Zigaretten-, Textil- und Pa pierarbeiter. 3. Der Ruin des Mittelstandes nimmt seinen Fortgang. Die Zahl der Konkurse, die im April 9 betrug, ist im Mai aus 13 gestiegen. Die Preise steigen. Sogar die amtliche, verfälschte Index zahl zeigt eine Erhöhung der Lebenshaltungskosten von April (185,39) bis Mai (187,39) an. Haupisächfich gestiegen sind die Kosten für Ernährung: von l-l im April aus 127 im Mai. Alle bürgerlichen Parteien einschlicszlich SPD urid Nazis unterstützen den Raub- und Diktaturplan gegen die werktätige Bevölkerung Dresdens. Die Enthüllungen der Arbeiterstimme haben sich entgegen den schamlosen Ableugnungen und Wider sprüchen der Volkszeitung und dem Schweigen der anderen bürgerlichen Blätter als richtig erwiesen. Während alle bürger lichen Parteien einschlicszlich SPD im Rat in der stimmung für die 450 Prozent Bürgersteuer stimmten Stadtverordnungsitzung die ganze Räubcrsront den lehnte" aus Demagogie, führt die KPD als einzige meinsam mit der Oppo den schärfsten Kamps gegen „Die Stadt Dresden mutz die Krisensteuer zahlen!" Beschluß des Arbetterrats der städtischen Werte Der Arbeitrrral der städtischen Betriebe von Dresden beschloß 'n seiner letzten Sitzung einstimmig: Der Abzug der Krisenstcucr vom Lohn der städtischen Arbeiter soll nicht erfolgen. Die -ladt Dresden soll diese Krisensteuer durch die Werke bezahlen. D r Arbeiterrat, ter sich aus 6 roten, 7 sozialdemokratischen und 2 chr ft lichen Arbeiicrralsniiigliedcrn zusammenjetzt. bcjchlojz oer Duccio» diese Forderung zu stellen. Dieser einstimmige Beschlusz, die neue Belastung der Arbeiter und Angestellten der städtischen Betriebe zu verhindern, kann nur Wirklichkeit werden, wenn die Belegschaft mobilgcmacht wird. Das ist um so notwendiger, als Külz die Absicht hat, dikta torisch weitere 2 Millionen den Dresdner Gemeindcarbcirern zu rauben, d. h. den Wochcnlohn jedes Gcmcindcarkeiters um rund 5 Mark zu kürzen Für die Gcmcindearbeitcr kann es nur eins geben, den Streik. Sofortige Streikriistung ist die Parole! Bildet vorbereitende Kampsausschüsse und erzwingt durch Streik die Durchsetzung des Beschlusses, ? 'cdcutungsnolle Entwicklung des kommunistischen Vor- : - - ländlichen Braunschweig wird gekennzeichnet durch s : chszahlen bei bisherigen Wahlen. Im Jahre 1928 .- : KPD in Braunschweig 5951 Stimmen, S'.'teinder 1930 21 337 Stimmen, dcn Kreistagswahlcn am 1. März 1931 27 229 Stimmen , -c nun Volksbegehren 36 079 Stimmen. D- Balksbegehrcn gegen die Nazi-Regierung und für Auf- ! . Landtags wurde nicht als ein parlamenta- I: .Manöver durchgesührt, sondern als eine Masz- l - i r Steigerung unseres a n t i f a s ch i st i - k f N . c n t a m p s e s. Die Abstimmung über das Polks- ! Ikdc als eine Gelegenheit zur Stellungnahme der zur Entwicklung der Lage und der Politik der . n eit den letzten R e i ch s t a g s w a h l e n be- ' K - Darum waren die Losungen des Volksbegehrens nicht ' : a nut Nazi-Franzen", sondern auch gegen Brüning, Notverordnungen, gegen den Verrat der SPD und für : uüfland gerichtet. Klar wurden alle Gegensätze aus- : - r o io die Abstimmung zum Volksbegehren zu einer sür die KPD gestaltet. Mit groszcr Schärse hat die - ' gen die SPD gewandt, um die sozialdemokratische« j .: vurch das leere Geschwätz „Gemeinsam gegen Nazi- - zuiangen, sondern zu einer klaren Entscheidung sür L der KPD zu bringen und über den 1. März 1931 n - sozialdemokratische Arbeiter sür die KPD zu ge- - KPD führte die Aktion völlig allein durch. Alle . " ,!v cgen das Volksbegehren tot und die gesamte Presse " k --rlci Notiz. Die sadistische Reaktion erhielt wertvolle ' ' ik ig durch den Beschluß des S P D - V a r st a n d e s - - Volksbegehren und durch die Propaganda äo? Kleibt zu Hause". Die Abstiznmungslokale waren in 'n Mehrzahl von Gegnern der KPD und des Volks- beicht, die ojjcn gegen das Volksbegehren Stellung ! uno die Abstimmung sabotierten. Jeder Wähler, der ' : Ibfl mmung ging, wurde in der Wahlliste vermerkt, so daß N nce oer KPD eine genaue Kontrolle über die Teilnehmer DKlübegehrcn erhielten. Während bei den Wahlen die - er Sinch die Propaganda aller Parteien aus die Wahlen - - kiGmi gemacht und dadurch allgemein eine Stimmung sür -ibiliminung geschossen wird, blieb das beim Volksbegehren ' kcr KPD überlassen. Gerade deshalb ist der Ersolg des ' 2'begchrens ein ungeheurer Ersolg der Kommunütischen Par- - '.nde SPD-Arbeiter sino neu sür die KPD erobert morden, ümi :hr wird die Kommunistische Partei den durch den - neugewonnenen politischen Einstich organisatorisch aus- Uebcrall werden Kampskomitces gegen die Nazi-Rcgie- ' ccbiloet und eine breite Werbeaktion sür die Partei und 'cmmunistNcbe Presse mit dem Kurs aus Gewinnung neuer ' demokratischer Schichten für die revolutionäre Kampffront -iici.. In ,z Tagen findet bereits eine Konferenz oppo- " 'llei sozialdemokratischer Arbeiter statt, die Stellung neh- " ' ll zur Herstellung eines festen Kampfbündnisses mit den ' ^uniiten. Die Begeisterung der Braunschweiger Arbeiter den Ersolg der Kommunisten ist außerordentlich. -cr Zieg des kommunistischen Volksbegehrens ist gleichzeitig eindeutige Antwort an die Brüning-Diktatur und eine Ab- Neuer 17-MMonen-Raub durch Matur Wachsendes Eiend in Dresden / Kampfappell der Betriebsräteverfammlunc, In der gestrigen Dresdner Stadtverordnetcn-Sitzung kündigte Milz n«r notdürftig verschleiert an, daß die Auswirkungen der Finanzplcite Dresdens diktatorisch aus die werktätige Bevölkerung abgewälzt werden sollen. Ueber den Etat 1931, der die Erhöhung der Bürgersteuer aus 450 Prozent, die Kürzung der Fiirsorgegeldcr nin li,5 Millio nen u. a. m. vorsicht, soll die Gcmcindckainmer diktatorisch entscheiden. Darüber hinaus besteht noch ein Defizit von rund 17 'Millionen. Der Bürgermeister Külz erklärte, daß eine „Anordnung der Gcmcindckammer oder Ein se tz » n g e i n e s S t a a t s k o m m i s s a r v kommen werde." Diese Diktatur über Dresden hat den Zweck, die 17 'Millionen Defizit durch Raub an den Arbeitern, unteren Angestellten und Beamten, sowie Mittclständlern Dresdens zu decken, anstatt die 3ll Millionäre Dresdens und die Besitzenden zu belasten. Koovse Sstrug clse Volkrkalnrt» kür «li« Valkuskrivn «Ise Xpv um bedsit, 8evr, ^sn«I unckl kesikstt kür «Iss »«kakksnels Vvlik! Spi-Ivtit iisuts In vlsc Kunclgsdungsn gsgsn ..ßssssiäus", IZsutrner 8ti-s6e. 2. Referent: (-eaoszs Rivascl 6lsu. „Kezilerlieim", Rrieckricsistrnste. 2. Referent: Oenossc Rrunn Hiegel. ^1. 6. l>. „Lisztsiol VVöllnitr. , l.üiK.r?. d Reiersnt: Oennsso Zostsnn Rnocstel,cj. R „Oockatsis k^eue V^elt", >^lltoistewitr. 2. Referent: Oevnsse ^feliliinrn. 8 t c-I ! e n : V6 l 18 Okr ?r«idcr<jer ?Iair nnn - l8 ZO Utir Niertplatr: V6 2 19 lÜstr lssoldelnpsatr^ V6 Z 18 l^ir ^It^eubeni Vö 4 18,30 ^ar^rsf-Heinr>'cst"?Iat7.: 5 18 Z^kr TeHni^el- ?l»tr- unck 18.30 OI>l^ s3i.ichnl»s>lalr.