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Nummer 131 7. Jahrgang 6«MMMMeMe8 PollreMsckNmekkers «I Wizeimvokateure am Werk! aus <> Raum SS 1 «, d<» dr»f„— woäikitaq» von 9 Uhr an Der bürgerliche Montag Morgen legt dar, daß die Beibe haltung der Golddeckung von -16 Prozent trotz der Devisenverluste Ein sehr austlärendeg Dolument, meinen Sie »richt auch, Herr Sevcring und Herr Fleißner? Wir möchten einmal das Ke, schrei der SPD-Bonzen höre«, wenn die Kommunisten einen sol chen Bries verschickt hätten. Die Angelegenheit hat noch eine tiefere Andeutung, wenn man daran denkt, daß es jetzt der Ber- linncr SPD-Sekretär Künstler sder berüchtigte Seijenverteiler und Lobsänger der Niederschicßung der 33 Arbeiter am t. Mai 1629 in Berlin), mit dem schamlosen Schwurbel versucht, die KPD habe in Köln die Arbeitslosen aufgchetzt, auf edn Polizeipräsi denten in Köln aus dem Hinterhalt zu schießen. Wir fragen: Ist etwa schon der Provokateur von den SPD-Bonzen herausge- sucht, der aus den Kölner Polizeipräsidenten „aus dem Hinter- hatlt" schießen soll? Das Schreiben Niebmüllers beweist übrigens, oaß SPD-Partei- und Verbandsbonzen ohne Waffen- scheine Waffen führen. Weiden sie verhaftet werden? Wie man in gleichen Fällen Arbeiter sofort verhaftet und verurteilt! (Arbeiterkorres'pondenz 1527) In einem bekannten Wassengeschäft der inneren Stadt haben vier Bonzen der Dresdner Zahlstelle des DMB sich Revolver ge. kaust und wurden in dem alten Ossiziersstand mit diesen Waffen vertraut gemacht. Es wäre interessant, zu erfahren, ob die Bonzen die Revolver der Verbandskasse bezahlt erhielten Wie kommt cs, daß Tageszeitung der KPD / Sektion der Kommunistischen Änternatio Verbreitungsgebiet Ostsachsen / Beilagen: Der rote Stern / Nu«Ü Erdball / proletarische Sozialpolitik / Für unsere Kauen / Der revolutionäre Jun Reiter-Kriegsrummel in Dresden Die Reichswehr marschiert mit den Faschisten, Monarchisten und Kriegshetzern auf Dresden, 6. Juli. Bom 11. bis 1.1. Juli soll in Dresden ein Kriegvrummel, ein sogenannter „Wassentag der deutsche» Kavallerie", verbunden mit Feldgottcsdienst und Gefallenenehrung durchgesührt werden. Alle Generale der ehemaligen kaiserlichen Armee nehmen teil. Ehrenpräsident des „Kavallerietages" ist der Kriegshetzer Generalseldmarschall von Mackensen. Der frühere Kaiser, ebenso de» ehemalige König von Sachsen werden durch ihre Adjutanten vertreten sein. Die Reichswehr ist offiziell daran beteiligt durch Has Reichswehr-Regiment Rr. 12, dessen Standort Dresden ist. Mit diesem „Reitertag" will man imperialistische Kriegs- stimmung schassen und alle faschistischen Tendenzen stärken. Die vom Kapital ausgeplündcrten, notleidenden Schichten sollen vom Kampf gegen das Kapital abgelenkt werden und aus einen im perialistischen Krieg zu Nutzen der Profite des Kapitals einge- stellt werden. Bei der Westorientierung der deutschen Bourgeoisie richtet sich der Rummel insbesondere gegen Sowjetrußland. Die offizielle Mitbcteiligung der Reichswehr ist ein Alarmsignal Die Arbeiterschaft sagt diesen Kriegs- und Interventions hetzern den schärfsten Kamps an. „Krieg dem imperialistischen Kriege!" „Schutz und revolutionäre Verteidigung der Sowjet union!" — unter diesen Parolen machen die Arbeiter in de» nächsten Tagen und Wochen und zum l. August mobil. Kamps gegen die imperialistischen Kriegshetzer ist zugleich Kamps gegen ihren Hintermann, das Kapital, gegen die Notverordnung, gegen Faschismus, gegen die Regierungen Brüning, Schieck, Sevcring! Faßt Beschlüsse in den Betrieben und Stempelstellen! Mordübersall der Nazis in Radebeul Zwei Arbeite? schwer verletzt/Polizei attackiert und verhaftet — Arbeiter/Empörung der Masten und rote Ginhelisfront von unten / Delegation von Kommunisten und SPD-Arbeitern spontan k-ewühlt .. nicht bedroht werden, sondern d,e Bonzen, d.e rwn den Faschte tatsächlich politisch in der sich mit ihnen politisch gut verliehen i' j > Schiecks »u. gleichen Richtung der Unterstützung drun'ngs und ^chi-cks zu- sammcngehen, Waffenscheine bekommen. . y. ' andere Kommunisten, die alle Tage E Leben bedroht werden, bekommen scheint sich ein Schlag gegen d-e ^be eNcha t vorzuberel^n wobei die Bonzen, wie stets, beim I " Volksmafscn Dresdens werden die KPD und ihr Organ, die Arbeiterstimme, und das sächsische Bolksecho Polizeiauto von Nazis mit Fahnenstangen geschlagen, ohne daß die Polizei das verhinderte. Daraufhin bemächtigte sich der arbeitenden Bevölkerung eine Die 'Nazis mußten den geplanten Durchmarsch durch die Arbeiterviertel ausgcbcn. Eine Delegation v.n kom munistischen und sozialdemokratischen Arbeitern wurde spontan zmamun »gestellt und beauftragt, die Freilassung der Verhafteten zu soracrn: das wurde der Delegation unter dem Druck de> kasieii zugciagt. Aus Grund der ungeheuren Entrüst»« g der Bevo kerung über die^ Mordtaten der Nazis und das Verhalten der P olizei und der Stadtverwaltung, die den Naziausmarsch ge nehmigte und vor mehreren Monaten einen KPD-Ausmarsch ver >ot ruit letzt die Kommunistische Partei zu einer Protest- kundgebung auf. ° > Wchießlilnmgen der Bonzen in Köln und Dresden Die Rote Fahne veröffentlichte gestern, an dem Tage, an dem der neue Schießcrlaß Severings bekannt wurde, die Dliiiischenerrcgcndc Zeugenaussage des Berliner Polizeiwachtmeistero Mietz, die die ganze Verbots- und Blut- Mchc der bürgerlichen und sozialdemokratischen Presse gegen die KPD an den Pranger stellt. Ihre Ergänzung ist W.in Bries des Kölner SPD-Sekretärs Riedmüller, der die SPD-Bonzen zum Scharfschießen einlädt und der Ein- Maus von Waffen durch Dresdner DMB-Bonzeu. M 3oiinabend sand beim Amtsgericht Wedding ein Hastprü- M - lenniii gegen die beiden Jungarbeiter Ccheolich urd Bunke M Der Polizeiwachtmcister Mietz, der zur uniformierten M'üiki gehört und auch in Uniform im Gerichtssaal erschien, trat Mc:- Zeuge gegeu di« Verhafteten aus. Zum Beweis, daß er die M .»leien als Teilnehmer an der Demonstration unbedingt M »erkenne, sagte Polizeiwachlmeister Mietz folgendes aus: „In letzter Zeit ist die Anordnung ergangen, daß M Polizcidcamte sich als Arbeiter verkleiden und unter die demonstrierenden Masse» mischen." M Im IO. Juni, gegen 7 Uhr, hal>e ich deshalb einen schäbigen leranzug ungezogen und ging unrasiert und ungekämmt über lulleistrasjc. Ich habe gesehen, daß sich von dem Arbeitslosen- 1 nationszug 10 bis >2 Teilnehmer loslästen und mls Stei- M - Achter des Bezirksgebäudes einwarsen. Die Personen M .'.nn in die Limburger Straße gelaufen. Ich bin mit M ^lausen. Es wurde gerufen: „Nieoer mit der Notverord- I» E uer rief: „Die Polizei ist noch nicht da. Also noch ein- M iin'' Wir gingen dann zu einem gegenüberliegenden M 1 und haben uns Sleine in die Taschen gesteckt. Ich habe das auch getan und bin mitgelaufen. W Ib hibe auch die Pistole gezogen. Ein Arbeiter M neben mir rief mir zu: „Weg mit der Pistole!" Wk e dann wieder eingesteckt. Bevor es zum Werfen oder ,'_m, erschien die uniformierte Polizei und wir liefen Mn e? ss>e :er Straße. Hier stellte ich die beiden Angeklagten 2^71 'ne fest." (!!) D Note Fahne fragt: Mroicl bewaffnete Provokateure wie Mietz »erden täglich : A ttcr die Arbc'terdemonstranten gesandt?" vraw, Pirna! D>e Ortsgruppe Pirna berichtet vom Werbctag: Geworben wurden 5 Abonnenten der Arbeiterstimme, 102 Abonnenten de» Lachsischen Bolts Echo, t Parteimitglieder, 1 IAH. Es wurden »»N Ezcmplare der Arbeiterstimme verkauft! Plötzlich Sitzung derReichsbank! Starke Devisenabaabe / 2n der Zwickmühle Berlin, 6. Juli. (Eig. Meldung.) Am Sonntag abend um 8 Uhr trat in der Reichsbank der Generalrat des Instituts unter Hinzuziehung von auswärtigen Vertretern zu einer ganz plötzlich anberaumten Sitzung zusammen. Den Grund dazu bildeten die fort ¬ dauernden Gold- und Devifenvrluste der Reichsbank, da die Golddeckungsgrevze von Kl Prozent erreicht ist. Es wurde darüber beraten, ob eine Herabsetzung der Gold deckungsgrenze unter 40 Prozent des Notenumlaufs erfol gen solle. Rach der Lage der Dinge zu urteilen, hat die Reichsbank auf eine Herabsetzung verzichtet. Mit dieser Maßnahme hofft sie, neue Beunruhigungen der Bevölke rungen zu verhindern. Der UB Riesa holt auf! Ortsgruppe Oschatz (UV Riesa) meldet: 15 neue Mitglie- ^Wonnen, in einer Zeit von IT. Tagen. Die Gründung der Lnsgruppe Jahna mit zunächst 8 Mitgliedern konnte vorgenom- men werden - Ortsgruppe Leisnig (UV Riesa) meldet: 1>i neue Mit- ö!: r sür die Partei, .1 Kämpferlescr, 50 Roter-Wähler-Lcjer, 11 Hole Hilfe-Mitglieder. 9 Kampsbundmitglieder, 13 NGO-Mit- xär. r, 9 Uebertrittc vom Deutschen Freidenkervcrband zum Pro. letaüichcn Freidenkcrverband und 5 Kirchenaustritte, die sämtlich kein Verband proletarischer Freidenker eingetreten sind. Die Zkreearbeit geht weiter. Wir wollen bis Ende der Woche die zrueiaufnahmcn aus 30 erhöhen! So ist es richtig! Stadtteile Dresdens, UB Bautzen! Wollt ihr von der Fort- 'rtiung eurer Werbung in Betrieb, Stempelstlle und in der Durch- iricilung der Wohngebiet« nichts Neues hören lassen? Ran, »erbt mu ganzer Kraft! D'r bekannte günstige Wins weht uns den nachfolgenden M ., . Sekretärs der Kölner SPD, Niedmüller euf den Tisch: „Werte Genossen! 'ich habe mich mit dem „Staatvkartcll Republik, Gau Ober. Mricui" In Verbindung gesetzt, und mit demselben vereinbart, die Miolttgcn aus Sonntag, den 7. Juli 1931, vormittag» 9 Uhr, zum Michi eß c» einzuladcn. Ich nehme an, daß ein großer Teil der Mollcarn sich sehr gerne einmal dem edlen Schießsport widmen A Hl. Auch kann cs nichts schaden, wenn wir gemütlich in Uvnscrtn »reise zusammcnkommtn. Es wird geschossen mit Mchwcr- und Kleinkaliber; Schwerkaliber kostet zwei Schuß 25 M i., Kleinkaliber ein Schuß li Pf. Die Genossen, die im Besitz Mui Molen sind, können diese mitbringcn und auf dem M läoleniiand sich cinschießen. Die Genossen, welche nicht im Mcät, von Waffenscheinen sind, können ihre Pistolen auch Mit drin gen, da auf dem Stand keinerlei Kontrolle Muufindet. Auch sind wir ganz unter uns. Es wird an diesem Dlagc niemand eingeladc». Der Schicßstand liegt in Mehrhcim, Minksrhciniich, und fahren die Kollegen mit der Linie 15 bis D.izlau,stoss". Die Kollegen, die am Schießen tcilnchmen. bitte Wilb. dies uns telefonisch oder schriftlich mitzuteilcn. Es wird er« Wwarttt, daß ein kleiner Beitrag zum Standgeld gegeben wird. Mit freundlichem Gruß Niedmüller." «,iun»pr«t»: frei hau, monatlich 2.S0 »M «zahlbar im o»rau»>, .virch di« Post r.S0 RM lohn, Zull«llgebühr), DI. „Arbeli.rstknm.^ «,lch«in» «So. ltch -uk«r a« Son», und <fei<rlagen. Za NäU«n höhrr.c Gewalt bkiieh« kein Anspruch ans Li^eruna d«r Zeit,!«, od«r auf Zurtlaiabkunq d«, B«;uq,pr«Ilc, .5». »«Ichasl.Il.U« uaü N.« B.riaa: D«^>a«r P »oftlch«cke»«t»: Dr«»dr, IS i>»0. oaktion: Taierdahnhosstrl"!," tz«r»«t ^-..irÄ'iund., MUlp-och» 17—18 Uhr Lpltchllund.u: Lloniao, 16-18 Uhr -K--1S Uhr furlstilch« Sprechstunde. i>,trieb», und arbeit.iechU. flragea. Gestern veranstalteten die Nazis in Radebeul einen Auf marsch. Schon in den Tagen vorher äußerten sie überall, sie würden mit den Arbeitern abrechnen. Um 11 Uhr am Sonntag versammelten sich 200 Nazileute aus dem Platz vor der Orts krankenkasse. Wütend über die schwache Beteiligung an ihrem großspurig angekündigten Rummel stürzten sich die Nazis aus rine Anzahl («ine Minderheit) von tommunistischen und sozial demokratischen Arbeitern, die in der Nähe standen. Der Führer der SA gab den Befehl zum Ausschwärmen und mit Stahlruten und Dolchen stürzten sich die Mordbanditen aus die Arbeiter. Zwei Arbeiter wurden schwer verletzt, und zwar durch Stiche in den Kops und tiner leichter verwundet. Die Polizei unternahm nichts gegen die Nazis, sondern ging gegen die Arbeiter vor und vcrhastrte mehrere. Die verhästeten Arbeiter wurden aus dem Dienstag, den 7. Lull, 20 Llhk, prolesttunbgedung tn Den „Blei- Iakkeszeitkn" / Wekk'öüne ekfckielnt IN AlaslEtlt . polizeilicher Genehmigung.) «upr«,.: vt. E»ouU -«looll.a« «onpar.illvil. «»«' d«,«n P, iük FamUi<»-»»«Ig«i ro Ps., für di. Sr«kl«mer.tl. sa»Ichli«b.«d ZüMis.o T.U r.rü.ii.) 1.» XM. »i - "I in d«k EkpÄItio» Dk-^t»-P. 1, iolll.rbabnhofftrahr 7 Dresden, Montag den 6. Juli 1Y31