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Han und tn alll«n Jahrgang Dresden, Dienstag den 12. Mai 1931 Nummer S6 SPI-ArbeiteroMWon rüst! Dresden: RGO 63 Stimmen auf 4 Wahl » Reitzenhain: RGO 42 St., EdE 6; Leisnig: RGO 22 St., EdE 30 (feine eigens enraq w «vpottNe«, nationale Arbeiterhilfe eine Organisation mahrhasl prolrtari- scher Solidarität sei, die alle Arbeiter, ohne Unterschied der Partei unterstützen mühten. Ein ausführlicher Bericht über den Verlaus des Kon gresses folgt. t ' ageszeitung der KPD / Sektton der Kommunistischen Internationale / Bezirk Sachsen Verbreitungsgebiet Ostsachsen / Beilagen: Der rote Stern / Runb um den Erdball / proletarische Sozialpolitik / Für unsere Kauen / Der revolutionäre Jungarbeiter »clsArlmgsruslsna „ns vaMksttcn in Spanien ^Notverordnung - nach SPI-Parteitag! Abgekartetes Spiel zwischen Wels und Brüning zur Täuschung der SVD Arbeiter Wir berichteten bereits gestern über die Rede Brünings aus der Zentrumsversammlung in Cloppenburg, in der er ankündigte, daß er die neuen Abbaumahnahmen gegen die Erwerbslosen, Rentenempfänger. Beamten usw. erst in 1t Tagen bekannt geben wolle. Wir schrieben, datz Brüning dem SPD-Vorstand die Täuschung der Arbeiter auf dem Leipziger Parteitag erleichtern will und deshalb die Notverordnung erst nach dem Parteitag erlassen wird. Das bestätigt heute auch der Dresdner Anzeiger, der aus Berlin meldet: „Besonders bemerkenswert ist die Ankündigung des Kanzlers, dah er in vierzehn Tagen die nötigen Spar- mnhnohmcn bekanntgcben wolle. Es muh dahingestellt bleiben, ob der Kanzler diese Frist innezuhaltcn vermag, do in drei Wochen der sozialdemokratische Parteitag stattfindct und es vielleicht nicht zweck mähig ist, noch vor diesem Parteitage das gesamte finanz« und sozialpolitische Reformwerk Ke« ka n n tzu ge b e n." Brüning und Wels arbeiten unter einer Decke, um die SPD-Arbeiter zu betrügen. SPD-Arbeiter, Augen auf! Macht Schluh mit den Wels und Wecket, folgt dem Aufruf der Hamburger Konferenz der Arbeiteropposilion? L s n r « r tz r e tt r e f vor tlsr perli^stsllunü- 8ei'n Lau wurcke am lO Z^uPist 1928 von <1 er 8LO-dlü11er.Legierung bercblossen. Oer 8tapel- laul ries Lriegszebilke«, «in« „Oeutrcblanü" beigen »oll un«i 6er Lüatung gegen «iie 0 ck 8 8 L «iient, iinciet am 19. dl » i in knveaenbsit llinüenburg« unck mit groliem mili- täri»cben Lummes «tatt. lnr^viscben bst cki« 8?O-Lübrung «cbon ck«-n Lanrerbreu- rer L bewilligt, O unci 0 l o I g e n. . . . Oie 106 oppositionellen 8LO-krbeiter, ckie in Hamburg tsgten, bsben 6ie Lonsepnenr gezogen — ein Beispiel lür alle «orialckemolirstj- »eben Proleten! Weitere rote Siege bei der Reichsbahn in Sachsen Dresden, den 12. Mai. Das Ergebnis der Bctriebsrätewahl an der Reichsbahn ist glänzender Erfolg der RGO. Alle Terrormakuahmen und ungehemmte sozialsaschistischc Lügenfeldzog vermochten I B«»ug»pk«i»:tr«! Hau, monaUich 2.SV AM »zahlbar im oorausl, vurch I di, Post r.eo RM lohn« Zustellgebühr). DI« „Arbeiterin«««'' «scheint tilg. I Uch, auster an Sonn, und Felrriaaen. Zn Fallen höherer Gewalt besteh» kein I Anspruch aut Llekeruna der steitunn oder au» gurL.kiabliina des Neuigsprelle« die Richtung die-Oberhand gewinnen, die die Rettung in erster Linie durch einen radikalen Abbau der sozialen. Leistungey und durch einen neuen Anariss aus die persönlichen Bezüge sucht, »so wird, wie nicht zu bezweifeln ist, der Reichstag zuMlmem treten, und'die stille Zeit wird zu Ende sein. Die Beamten werden, dibse Illusionen über den Reichstag, nicht teilen. Denn die, bürgerlichen Parteien des Reichstages ' einschließlich der SPD und der Razipartei untcrstützön di« Brü« , ning-Regierung . ! Die Beamten und Angestellten können den neuen Gehalts« raub nur abwehren, indem sie, gemeinsam mit der Arbeiterschaft und mit der Partei vorgehen, die allein di« volksintrressen ver. tritt, mit der KPD! M Delegierte aus revolutionärer Konferenz Hamburg, 11. Mai. Am Sonntag tagte in Hamburg-Altona die Konferenz oppositioneller SPD-, SAZ- und Neichsbanner-Mit- lieder. Es erschienen 106 Delegierte, die alle noch Mitglied der SPD sind. Unter stürmischem Beifall referierte Genossin Maria Reese, dann Genosse Georg Naible, ehemaliger Lehrer au den Parteischulen der Berliner SPD. «d der frühere SPD-Gemeindevorsteher Andreas. Dann folgte die Aussprache. Die Konferenz beschloß mit 100 klimmen gegen 6 (Seydewitz-Leute) unter ungeheurer Begeisterung einen Aufruf au die sozialdemokratischen Arbeiter Deutschlands und die Einberufung einer zweiten noch breiteren Öppositionstonserenz. D Heber den Verlauf der Konse- dnz wird noch berichtet: Die Konst anz wurde von Vertretern der Ha- mnrbeitcr, der Werft Blohm L Votz, Ns Metallbetriebes Menl K Hom. Look u. a. begrüßt, s In der Dikussion sprachen eine leihe non SPD-Mitgliedern, die hre Unzufriedenheit mit der Politik er SPD zum Ausdruck brachten. So i, a. ein SPD-Genossc aus Uelzen, Ine Vertreterin der sozialdemokrati- Den 'Angestellten non Harburg, ein Iltonacr LPD-Geuossc, eine Npnelle SPD-Genossin aus Dmcr. I Die zur Konserenz eingeladenen Irprksvorstände der SPD waren Dün erschienen, hatten aber einige M<:itreter" vorgeschickt. Mehrere lendewitzleute vermochten die Wir« Rng der Konferenz abzuschwächen, Mr es gelang ihnen nicht, und Mer non ihnen wollte nicht seinen Da »en sagen, weil er sonst am näch- U! Tage aus der SPD ansgeschlos- Ri würde. Genossin Neese widerlegte Di Schlußworte treffend, unter riesigem Beifall die Einwände Di Seydewitz-Leute. Der (mit IW gegen die 6 Seydewitz-Leute) Dmenommene Aufruf lautet: I Einheitssropt im Kamps für Arbeit, Brot und Freiheit! Die am 10. Mai 1931 in Altona tagende zahlreich besuchte Donscrenz oppositioneller Mitglieder der DPD, der SAZ und des Reichsbanners nahm Etel« Dniq zur Politik der SPD und zu dem bevorstehenden Partei« Wa in Leipzig. Sic ist einmütig der Auffassung, das, der Leip« Di a c r Parteitag keinen Wendepunkt der Sozial- Demokratie von der bisherigen Politik der Preisgabe des Klas- Dnlampses bedeutet. 'Rach wie vor werden die sozioldemokrati« D>rn Führer den Verrat an den Interessen der Arbeiterschast und Di Unterstützung der sadistischen Brüning-Diktatur fortsetzen. Der Kamps um die Befreiung der Arbeiterklasse ist notwendiger- Dmse ein revolutionärer. Er kann ausgesührt werden nur Du ter revolutionären Losungen, durch die prole« «irische revolutionäre Einheitsfront, die wir mit allen linieren Diästen unterstützen werden, ohne uns durch irgendwelche Machi- Dntionen der Parteibürokratic davon abhalten zu lassen. Die Molitik der sozialdemokratischen Parteiführer ist darauf Dngestellt, die Arbeiter in Illusionen gefangen zu halten, damit Re als Stützen zur Erhaltung der kapitalistischen Gesellschaft Riisjbraucht werden. Die Politik des Reichsbanners macht Die sozialdemokratischen Arbeiter im Reichsbanner zu einem Teil Der Klossenarmee des Kapitalismus gegen die Interessen des Mraletariats. Die sozialdemokratische Jugend Politik er« Drebt die Entpolitisierung der Jugend und die Verhinderung der Rinreihung der proletarischen Jugend in die revolutionäre Klas- Dnsront. Wir rusen die Arbeitergenossen in allen Tei« Ren Deutschlands dazu aus, unserem Beispiele zu folgen. Dste Oppositionskonserenz in Altona mutz ein Auftakt sein Dum stärkeren Auftreten der Arbeiteropposi. Rian in ganz Deutschland. Vorwärts unter der Losung des Marxismus! Hoch das Banner des Sozialismus! D Vorwärts gegen den Faschismus! Es lebe die revolutionäre Einheitsfront des Mroletariat» im Kamps um Arbeit, Brot und .F reihei 1 P«rl«g: Dresdner P«rlag«aelell!chalt mbH, Dre»d«a-A. Äelchajt»st«ü« Re, dakNo«: <büt«rbohnl)oistr. », Firanrf 17 2SS. Postlcheckksnto: Dre^dt« MSSV. Spkrchstunben: Montags IS—IS Lhr ollg. Sprechstunde. Mittwoch» 17—IS Ab: betrieb»- und arbeitsrechtl. grage«. Zreitaps !S—IS Uhr jurl'tilche Eprechstmed« SW-lledertritte auf ZAH-Kanerenz inLeivzig Aus einer Massenkundgebung, die anlätzlich des 3. Landes, Kongresses der Internationalen Arbeiterhilfe in Leipzig abge« halten wurde, erklärte nach dem Referat des Vorsitzenden der Kommunistischen Partei in Sachsen, Genosse Ftitz Selb mann, der SPD-Funktionär Schirmer seinen Ueberiritt »ur KPD und forderte alle SPD-Arbeiter auf, ihm zu folgen und mit der Partei des Arbeiterverrats Schlutz zu machen. Ein d? Jahre in der SPD organisierter Genosse wurde in das Prä sidium des Kongresses gewählt, wobei er die Erklärung abgsb, str hab« sich durch Mitarbeit davon überzeugt, dah die Inter« ein der nicht, den schnellen Vormarsch der RGO aufzuhalten. Schon die Dresdner Ergebnisse, die wir gestern veröffentlichten, zeig« den den RGO-Sieg Uber Dorpmüllcr und seine Knechte. Heute können wir weitere Zahlen aus Sachsen und Schlesien be richten. Umiadebahuhüs Leipzig-Wahren: die NGO 124 St. lH7), EdE 138 l189); Bahnmeisterei li Leipzig: die NGO 75 St., EdE 4t; Reichsbahuaushesterungswerk Lhemnitz: RGO 375 Stq EdE Ü5N, Ehriften 180 — EdE verliert 2 Mandate, RGO ge» winnt 1 Mandat; Rangierbahnhos Chemnitz-Hilberrdorf: RGO 78 St., EdO 74 St.; Bahnbetriebswerk Themnitz Hauptbahnhos: RGO 44 St^ EdE 72: Bahnhof Re itzenhain: RGO 8 St., EdE Bahnmeisterei Bahnmeisterei Liste); Hauptbahnhos stellen (12); Das erste Bezirkswahlergestnis liegt aus der Direktion Breslau vor: RGO 2480 (23W), EdE 8814 (10,271), GdE 1«W (1767), AEV 1215 (1304). Der LdL verliert fast 20W Stim men, die RGO gewinnt 100 Stimmen. e»pr»,,; pt« »euaouU gtlvalte»« Nonpareille»«»« »d«r d«r«n laum Sä' Pf., kür Famttienanaeh,«» L0 Pf^ kür dt« ReName»«Ur taaschliestent » den brehpaltigen Teil «tner T«rt1«11t) 1,v0 RM. Snzelqen-Annahnie »nr jockenlapg von ft phr m der Erp«Itlon Dr«»den-A. 1. Tstterbabnbokstrak,« 7 Lohnraub an Angestellten nnd Beamten Abbau vel den Angestellten der Arbeitsämter / Äwangöanleihe bei Beamten geplant Im heutige« Vorwärts macht der ZdA die alarmierende Mitteilung, datz der gekündigte Tarifnertraa für die Angestellten, die in den Arbeitsämtern beschäftigt sind, einer „Revision unterzogen" wird; es wird nämlich ein Entwurf ausgearbeitet, der einen hohen Gchaltsrauh versieht. Die Fortführung der Gohaltyrunb'Ver» Handlungen findet morgen statt. Wie wir hören, stellt dieser ungeheuerliche Vorjtotz den Ausgangspunkt einer neuen Gehaltsabbau-Offensive auch gegen die anderen Angcstelltengruppen in öffentlichen und privaten Betritben dar. Die Berliner Well am Abend berichtet im Zusammenhang mit Brünings Rede in Cloppenburg, in der er die Veröffent lichung neuer sozialrealtionärer Matzuahmcn in 2 Wochen an kündigt, datz diese n. a besonders die unteren und mittleren Be amten treffen werden. Brüning will -einen Abbau der Beapiten- gehälter in der Weise vornehmen, datz eine .-.Zwangaanleihe" bei den Beamten von etwa IN Prozent ihrer Bezüge gelyncht wird; die Anleihestücke dürfen nicht verändert.werden und wer- den (vielleicht einmal) in der Pension mit zurückgezahlt Das Berliner Tageblatt schreibt dazu: „Datz gewisse Pläne zu einem solchen Abbau umgehen, aber wohl in anderer Form (?!!) als . . . geschildert, ist nabt unbekannt . , . Sollte in der Regierung wider Erwartens??) s