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Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 13.12.1877
- Erscheinungsdatum
- 1877-12-13
- Sprache
- Deutsch
- Vorlage
- SLUB Dresden
- Digitalisat
- SLUB Dresden
- Rechtehinweis
- Public Domain Mark 1.0
- URN
- urn:nbn:de:bsz:14-db-id453042023-187712135
- PURL
- http://digital.slub-dresden.de/id453042023-18771213
- OAI
- oai:de:slub-dresden:db:id-453042023-18771213
- Sammlungen
- LDP: Zeitungen
- Saxonica
- Zeitungen
- Strukturtyp
- Ausgabe
- Parlamentsperiode
- -
- Wahlperiode
- -
-
Zeitung
Leipziger Tageblatt und Anzeiger
-
Jahr
1877
-
Monat
1877-12
- Tag 1877-12-13
-
Monat
1877-12
-
Jahr
1877
- Titel
- Leipziger Tageblatt und Anzeiger : 13.12.1877
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Erscheint tLgttch MH Uhr. Nti»lU<U »ub EeptbiN»» JahmunSgafie »S. >iiichßmB>» Irr Lebattt»»: RoruMagS iS—»2 Uhr. Rachmittagü 4—S Uhr. der wr die »ächst- Nmmurr vesttmminr ie an wochmtagm dis Nachmittags. an Soun- »früh bla V.V Uhr. w b» Rüaleu für Zaf-Aauatzme: M« Klemm. UulvryualSstr. 22. buüS ri^nuenstr. 1 S.p. BUtttag« U»»2LS. »terttU 4»/, St. WL «riumrl»«» » Mt, »ae« Vi, »«st »VW, « Wb« ein»elm «wm»«, »« Pf. Anzeiger. OWI stl PvlM, Lmlzkschichie, Handels- llid Grschästsverkrhr. ^ ^ ^ - Mt. mtt Postbesördfiung 4, M. WLSdEkH EXEUsM« HE»» UuhffTWU »w«v«M»°itzl- r^eäattschm '^Gatz »ach höherem l«nf. »tklwU» »»ta tz. »«bmilauchciq Re SpalWÜ« 40 Ps. xW^'L.ÄL ^ W 347. DvrmerStchg den 13. Deeember 1877. 71. Ichrgang. Bekanntmachung. Bo« 1». diese« Mo«, ad werden di« E«ff«,si,L,» dei unserer Gt«»t-Gte»«rrEt»- ,»h», stk de» «erkahr «it de« S«tzlte«» von »««tzimtttchM» S V»r «» «,Htzl»K-«. Leipzig, den in. D«eemder 1877. De, Mat» tzdr Gr«»t »etpzka. vr. Georgt, Cauttt. Wünschen der dortigen Brvölkauugm »od dev! natürlichen vahältuiffeu entspricht nnd die zn- gleich die Machtverhältoisse der übrige« europäi schen Staaten respmttrl Sollte die Tüiket diese»! Fordernvgen widerstreben, so würde sie, nach de» L»de,t»ogev. die wir tu jüngster Zeit von Wien »ad London her vernommen haben, keine Macht Europa« an ihrer Seit« habe». Will sie also nicht einen ziemlich cuöfichtölofin VerjUx fl mg«, kämpf führen, so wird sie gntthun, einen Frieden anzunehmen, der ihrer Ehre keine«weg« z« nahe tritt. ' Wenn wir an diese Bemerkungen einige Worte über die Kanzlerkrifts aorvhen, sh. H»n wir di,« in Anknüpfung au ein Telegraw» der ,Magd. Ztg", tu welchem die Friedmsfiaq« «U der von Nenem ar gekündigten Rückkehr de« Fürsten Bismarck nach Berlin m Verbindung gebracht wird. Nach jenem Telegramm ist «an in hohen politischen und mtlitairjschm Kreise» Berlin« der Ansicht, daß die nach de« Fall Plewna« in nähere Aussicht gerückt« Beendigung de- Orient, kriege« und die in Folge dessen leicht mögliche» ernsteren diplomatischen Verwickelungen wegen der Orientfraae den Fürsten Bismarck bestimmen dürsten, varztn doch noch in kurzer Frist zu vn lasten und in ti« ReichShauptstadt zurück-» kehre«. — E« wäre gewiß sehr erfreulich, wenn diese Ansicht eine thatsächlich« Unterlage hätte Rach der Nachricht, dt« »v« gestern vo» ei»ge. «echter Sette zugegaogen war und die wir unseren Lesern nicht vorenthalten z» dürfen glaubten, tst »nfer Vettvane» «ns eine günstige Lösung der Kanzlerkiff« freilich sehr erschüttert Jab«sie» wolle» wir nicht verschweigen, daß wir heute auch i» anderen Blättern einige Lichtschimmer fiudr«, I die uv« Hoffnung -»sprechen. So schreibt «koj sonst sehr gut unterrichteter Lorrrspoudcnt der „Köln. Ztg.": Di« Serücht« wer dt« sogeuanut« inuer« Krist» leid« an «irr« rtgenchümltch«» Widerspruch. Val» soll di,! Rractiou »Schsteu« »ich« hereinbreche», bald da« Ministerium durch uatiouaütberal, Elemente verstärkt «erde». Da« Nttbsel stutz« allerdings sein« natürlich« Lösung, wem» «« sich heststtgen sollte, daß Fürst Bis marck allerdings die Reformen der BerwaUmrg und aus kirchliche» Bebtet mriteisütznn und rntwick,ln «ill und hierfür die geeigmieu Kräfte heravziehrn möchte. Die« wird von Personen, die dämm Kenotviß habe» könnten, versichert. L« steht ja auch fest und wmb« seiner Heit i» Lbgrorbnrtrnhanse »ssentlrch «ttgrtheiU, baß der «eich«, kauzler nach kriun Rückkehr »»et uamhasteo Lbgeord- uetrv erklärt hätte, daß er fich weber von der navoual- librraleu «artet treunev, noch da« Reformwerk aufgeben »oll«. Dt« vor einigen Lagen t« Haus« «rsolaten Er klärungen de« Ministers Frirdenthal waren in de», selben Sinne, »uch wird jetzt allgnuein angenommen, »aß «it Herrn v. Bennigsen weg« desseu Einttitt in da« Ministerim» »«handelt wurde, uud dies« Lombi- natio», wenn Herr v. vvmigsen di« entsprechenden Bürgschaften erhielte, atcht aufgegebeu ist. Daran« folgt, baß die Behauptung, Fürst Bismarck trag« fich mit eimr eonsirvative» Umlehr, nicht »ohl richtig sein kaum Ein« ander« Frag« ist. o» sich seinen Plänen nicht ander, Hindernisse «tgegenstell» und ob, men» diese sich uuübenoinduch erweiskn sollte», die« »icht eine wirklich« «anzlnkttfi«, diesmal mit entscheidende» »»»gang, herdetführr» »nute. Dt« Schwierigkeit hat fich durch da« Entlafsangsgelnch de» Herrn v, Heit mann offeubar verschärft, tckv di« Folge«, w«»» dt« Entlass»»- au ge» mm» eu werde» solltt, wurden in der Press« schon mehrfach erörtert. Die Eonservative» sind uatü'.lich »oll Hosfunug, kvauten fich tndeste» täusche». Auch dies« Andeutungen, die offenbar den Zweck verfolgen, aufzuklären »nd z> oeruhigeu, leiben selbst wieder an einiger Dnnkelhett »nd beweisen eben onr, daß die Unklarheit der Lage fortdanert. Wie lang« noch?! Tagesgeschichtliche Aeberficht. LeMtg, lst Deeember. Die „Krmzzettuug" hält de» Augenblick für gekommen, z» der tauereu Krise etwa« deut licher Stellung zu nehmen. Mit dürre» Worten führest« nämlich an«: wenn Fürst Bismarck an dem Kultusminister Kalk »nd dem Präsidenten de« Oberkachenrath« Herr»«»» sesthalt, so wird fich eine couservative Polittk überhaupt nicht ver wirklichen lasten »nd dt« Krage, ob national- liberale »der attdere Aachmintster bernfeu werden, ist daun von untergeordneter Bedeutung. An verhüllter kann et nicht etngestaude» «erden, daß es bei den Machinationen gegen de» P.Lfideuteu Herrman» nicht ans diese» allein, sonder» auch aus den Minister Kalk abgesehen ist Will fich Kürst Bismarck von de« Letzteren nicht trennen, so ist das Laseltnch zwischen ihm «nd der ,.»»- favativeu" Partei zerschnitten. Und das Blatt Veitzsigi lr. Decemder. Der Fall von Plewna hat natürlich in der «sfische» Hauptstadt großen Jukel erregt; in der türkischen wird die Nachricht, wenn sie erst in weitere» Kreise» bekannt geworden ist, nieder- ßchlckzeNd »nd erschütternd wirken. Wir Neutralen haben weder über einen Steg zu jubeln, noch über «tue Niederlage zu klagen; aber wir begrüßen »och mit ernster Theilnahwe, mit Freude ein Lreigntß, das uns der schönen Stunde des Frte- den« rräher bringt. Die «ngirsche Presse, die «it Bekannter Promptheit bereit« Berichte »ad Betrachtung« über die Katastrophe bringt, legt »erselbea mit Recht eine frtrdevbrivgende Be ratung bei Mit der Uebergabe Plewna« »nb seiner Besatzung verliert die Türkei ihren beste» Feldherr», ihre beste Armee, »nd 120,000 Rußen und Rumänen, die nun frei geworden stad, sichen zur Ueberschreitung de« Balkan, zum Tormarsch gegen SonstautivopR bereit. Sulriman Tasche^ der es bisher mit seinen Vorstößen ctuf lirnowa ziewlich bequem hatte, wird nun, durch »ie über ihn heremdrechende Urbermacht bedrängt, i, eine böse Klemme gerathen Da« Alle- wird man sich i« Serail zu Stambul sagen, »ob die Frieden«Partei, die sich dort stets nach großen Niederlagen regte, wird gestärkt hervortreten. Lena England wirklich Theilvahme für das Schicksal der Türkei »nd Einfluß aus dt« Ent- ichlteßuvgen der Pforte hat, so wird r- in die- sähe dringen, gerade jetzt die Hand zu» Frieden z» bieten Die Türken haben bisher eine starke Widerstandskraft bekundet, ihre Waffeurhre aläruend gewahrt. Selbst ihr letzter Mißerfolg bei Plewua gpreübt ihnen znr Ehre. Wie schwer bch» ste den Russen den Sieg gemacht, wie viel bittere Tropfen haben fie ihnen in den Jubel- becher gegossen! Selbst russevfreundliche Blätter erkennen Das an, »nd die „Nordd. Ullg. Ztg " hebt hervor, Plewua hah« den S egern erheblich «ehr gekostet als den Deutschen Paris, »nd «it chm sei doch kein strategisch oder politisch wichtiger Puuct, sondern u« ende erst während de- Krieges entstandene Position gefallen, die her einiger Um- -cht de« uächstbeiheiligte» russischen Truppevführer niemals hätte wieder tu die Hände der Tüiken aerath«» dürfe». Osman Pascha hat ebenso durch seine» geschickten Vormarsch gegen Plewna, wt« durch fttn« hartnäckig, everalsch und «ufichtig geleitet« Vertheidiguvg fich Anspruch a»f allge- meine Achtung und Anerkennung erworben. Auch von russischer Seite tst des« Anerkennung de« tapsorn General niemals versagt worben, der mit feinem Heere und seine« uuerfchütter- lrche» Festhalten dem Kriege einen ganz andern verlaus »»d eine andere Wendnvg »nd Dauer gegeben, als io den Absichten der russischen Hre- «sletttmg g^egen hatte Um Plewuas willen mußten die Garten und Grenadiere, mußten die Rumäne» in d«s Feld gerufen werden Die dor tige Hage verurHeilte die russischen Heere in Ost- dnlgarien »nd in der Dobrudsch« zur Uuthätig. kdit, oer kühne Balkauübergavg Gurko's blieb vaaebltch, weil keine Armee da war. welche ihm zu folgen vermochte. — Aber je rühmltcher die Besiegten von Plewua dafiehen, je ehrenvoller di« Türk« bisher de« Krieg geführt hat, desto «ehr hat dieselbe Ursache, gerade jetzt zum Friedens- W»ß« bemit z» sein. Denn es tst klar, daß ste dich »»HI niemals «i» Augenblick für fie kommen wirb, wo fie günstigere Bedingungen zu erlange» ««mag als jetzig «as «»Mud betrifft. Hecht es. daß dieses daRt sei, auf eine» Wasfenstillstand »um Awechr vo» Frieden«»-,Handlungen eiuzngrhen, sallsddeLürletSilistria.Rnsischuk »ndWiddi» räume — audennfolls nicht. Anher der Freiheit der Dar- davklliuschiffsahrt »nd der Abtretnug Armenteus gchöre anch die Selbstständigkeit der Bulgarei nuter et»«m »Rbtrusstschen Fürsten sowie die üuiihhäiGchDtt Rumäniens »nd Serbiens »nd «ud die Sorgrößerung Mouteuearrs z» den K'ietzeulswiugunge«. do» welcheo Rnßland nicht abgrhe »b «it welcheu Deutschland »ud Oester- rnch einverstanden sein sollen. Falls die Türket sich weigoee, a»s diese Bedingmrgeu etnz»g»heu, werde brr Krüg fmtgesetzt werde». Wir wollen hoffen, daß da» Letzt« nicht eintrata». daß die Pforte das gremsam« Spiel »sitzt nnnöthtg hiuanszies werde R»hla»ds Aordernnaen sind mäßig; es verzichtet ans Eroberungen m Europa, will fich für die gebrachten Opfer n»r in Asten evtschä- dtge» und verlangt für Bulgarien wie für dt« «were» HaUstaateu (Rumänien w.) völlige Selbstständigkeit. Das ist ein« Lösung, dt« de» ist offeubar der Ansicht, daß Kürst Bis-ua ck sich vo» seive« treuen Mitkämpfer in der That nicht tramen will. Damit ist z»r Genüge gesagt, «ie fich die Partei der ,, Kreuzzettunz" zum Retchtkanzler fortan stellen wird. Daß dieselbe nicht mehr aos rin Zusammengehen rechnet, er hellt schon aus folgenden Worten: „Kein Confer« vattver wird es billigen, wenn (wie di« l beralen Blätter de« Reichskanzler zukchrerbev) ei« Minister von feinem Kaffer »nd König verlangt. ihm per sönlich nahestehende Männer, welche mit der Lei tung der SlaalSangelegenheiten Nichts z» thun Hasen, aus seiner Umgebung zn entfernen". Die „Krenntg." versteckt sich znr Motiv rnug dieses Ausfalles hinter die „liberalen Blätter ', sie ver gißt aber, daß sie selbst »»mittelbar vorher «it- grtheilt hat: „es scheint gewiß, daß Fürst Bis marck sein« vollen Wiedereintritt von der Beseitigung angeblicher .katholischer Einflüsse' am Hofe abhängig mache» will". Wer zwischen den Zeilen zu lesen versteht, kann sich nach diesen Aodeutnvgen des altcouservativeu Blatte- von dem gegen»ä,Ligen Stande der Krise ein ziemlich anschauliches Bud machen. Dem Bundesrath tst ein Bericht, welchen der Präfireat de« Reichs«Oberhandel-gerichts als Vor sitzender der Commission zur Ausarbeitung des Eutwurfseine» deutschen bürgerlichen Ge- fetzbnchs über die gegenwärtige Lage der Tom- mtsfionlarbeiten unter de« 24. Oetober erstattet hat, »ttaetbetlt worden. Sowohl der allgemeine Lhetl. wie speciell das Sachenrecht, da» Obliga- tioneurrcht, das Famllieurecht und das Erbrecht sind in erfreulichster Weife vorgeschritten. Es unterliegt keine« Zweifel, schließt der Bericht, daß durch die neue», mit da größte» Gründlich, kett gepflogenen Baalhungen »ud durch die a»f Gnmd derselben -«faßte» Beschlüsse die Aus arbeit»»- da Theileotwürse erleichtert und zu gleich für die demnächstiae Durchberathung dies« Entwürfe »ud für die Feststellung des H-upl. ent Wurfs eine btträchtliche Ersparung von Mühe und Zeit gesichert ist. Au« Wien, 11. Deeember, wird gemeldet: Da Club da Linken beschloß einstimmig die Er klär»»-. daß seitens des Clubs da Beibehaltung b« gegenwärtigen Kriegsstärke des Hreres vda 800,000 Mann üb« das Jahr 1878 hinaus »icht -»gestimmt werde. L»ch wurde dtesa Be schluß einstimmig für einen bindenden El»bbefchl»ß erklärt — Bei der verathung des Fortschritts- cl»b< über da- Wehrgesetz sprachen sich stimmt- ltch« Redner gegen die Vorlage nnd für die Noth- Wendigkeit einer Verminderung des Heeresauf- wavd« ans. Bei Besprechung da äußeren Politik äußerten sich all« Redner des Fortschritts- clubs io einem die Friedenspolitik des Grafen Lndrafftz billigenden Sinne und sämmtlich« dem FortschrrttSclub angehörend« Mitglied« da Dele gation erklärten, daß fie z» einem Tadelsvotum gegen den Grafen »ndrassy, welcher Oesterreich vor ein« Abenteuerpolitik bewahrt habe, in keinem Falle «ilwtrkrn könnten. Rach einer Mitthe lung des „Temps" wurde da Senat-Präsident, Herzog v. A» dt sfr et- Pasq»ier, als er bei da ihm (am 10. Do- cemba) vo« Marfchall-Präftdeuten er- theilteu Audienz kan« einige Worte gesprochen hatte, von Letzt««» mit den Worte» »ntabro- chen: „Es tst »novlhig. Har Senat-Präsident, über diesen Gegenstand noch ein Wort z« va- liaeo, »et» Entschluß ist -«saßt, da» Ministerium ist -«bildet, ich will weder Ausgleich noch Ver söhn»»-, ich «ehe bis an'« Ende." Da Herzog v. Anmffret-Pasqnter hake sehr bewegt daremf geantwortet: „Har Marschall, ich beklag« tief die Watte, welch« Gie eben gesprochen haben. Ich war Ramrns mein« Freunde, ich isunte sagen t« Namen des Senats, z» Ihnen gesandt Wolde», ,m Ste zum letzten Male z» befchmöreu, da» Laude die Leiden z» «spar«, womit es be droht tst. Ich gehr verzweifelt, z» sehen, daß diese Mahnung nicht Geht» findet, »ud ich schäm- da« ob der «nttitzltcheu Verantwortlichkeit, »it da Sie «ich belasten " Ein Thril da orleanisttfcheu Senatoren widerstrebt da Anflvfnng da Kamm«; ab« auch die Orleanisten, welche fich „gebrochenen Heäens" zu einem A»flös«ugsvot»m herbeilaffea «ollen, verlangen Bürgschaften, daß Mac Mahoo das Land nicht den Bonapartistea ansliefere, daß die Re»wahleu, aus Rücksicht auf die etntretende Budget-Anarchie, «uverzügltch vorgenomme» Wa den, »nd daß Mac Mahon in eine» Manifest fich vapflichtr: künftig mit da Landesmehrheit parlamentarisch r» agieren od« seine Demission z» gehe». Sind dt« Orieanisten htat» aufrichtig, so kau» »an nicht kindlich« »nd naiv« fei», als all« jene bomoosteo Häupter des Parlamentarismus So gescheibt tst Mae Mahon doch,»«z» wisse», baß nach jenem Plan aus allgemeinen Reuwahle» einzig »ud allein sein Stnrz hervorgeh«» köuue. Um z» tbu», was a ttzut, muß « trgeud eine Höllenmaschine in Bereitschaft stehen höbe». Die Ingenieure derselben Up»«« nur Mtramoatane uud Bonapartistea fei». Auch Letztere valauge» Bürgschaften für den Gffoh des Abenteuer» und gegen einen etwaigen Rückfall de« Märfchokk« ln Eapit»lati0llsavwa»dlnagert. Vor Me« aheffchen fie die vorläufige Eovsiseaio» da Preßfreiheit »nd da Laubesmehrhett, richtig«: des allgemeiner Stimmrechts, mittel« ema ultra-terroristischen Praxi« des allgemeine» Belagerungszustandes. Als Bürgschaft des Erfolgs verlange» sie, daß die Wahlen erst vorgenommen Waden, nachdem »an ich da Wahlergebnisse vergewissert hat. Hierüber waden die parlamentarischen Orleauifie» sich mit den Bonapartistea z« vchl«i«bitrea habe». Die Ränva des Sltzfbe besitzest augenscheinlich einen tu allen Einzelheiten auSgearbettrten klmsturzplau, »essen Ausführnug wir Schritt für Schritt seit xm 15 Oetober beiwobnev In die letzte» Ge heimnisse dieses Plunes sind die Orieanisten sicher lich nicht etngeweiht. Da „Moniteur" berichtet über die Piäne Batbte's, d'e Regierung wolle nicht mder- iügltch die Anflöfnng betreibe», weil die neue kam«« nicht vor Ende Januar zusammeutreten könnte «nd während des Monats Jannar daun weda die Steuern eiugetrieben »och die uöthig werdenden Ausgaben gesetzwidrig gemacht werden dürsten: «an trolle der Deputnteukammer die ganze Vaaotworiltchkeit ihr« Budgets«Weige rung zuschiebeu. Es heißt sogar, die Regierung »ehe mit dem Plane «», das Bndget, falls die Deput ttevkamma dasseihe verwetgae, d«rch ein Plebtscit z»r BewÄignna des Budgets vom Laude zu verlangen. Ja Versailles war das Gerücht verbreitet, Batbte's Miuksta-Vtldnng sei Wied« gescheitert; Ofstcieüe« valauttt darüber jedoch nicht. Von authentisch« Sette wird da „Polit. Conesp." a»s Bukarest h-rtchtet, «leRachttchte», daß da Durchbruch-vafuch Vswau Pascha'« erst in Folge da allgemeine» Sturmangriffe da Russen und Rumänen «folgt fei. feien voll- iänotg aus der Luft gegrifft». Von solchen Ln- netffe» fit in Bukarest adsolut Nicht» vekauut. Osman Pascha hah« de» Durch druck «»asuch viel mehr nur wegen des gänzlichen Mangels an fibensmitteln »»lanommeü. Erst lein Vorrücken Hab« dm mehrstündig« Kamps habet-efühtt, da mit da Capttulatiou Osman Pascha'» endete. Osman Pascha habe ausdrücklich erklärt, fich dem Kats« von Rußland auf Gnade »nd Ungnade « «geben. Die asten i» Plewna ei» rücken den truppen bestanden aus da 2. rmnLntschen Division, die auch den asten Anprall da Türken aus- halten mußt«. Schließlich wird da „Poltr. Torresp." aus Bukarest stgnaltfitt, daß die dort umlaufende» Gerüchte über unmittelbar bevor- stehende Schritte da Pforte behufs Einleitung von Waffenstillstands- oda Friedensverhand- luvgm keineswegs «ff bloß« Vermuthung be ruhen solle». lieber den Entscheid«»gtkampf bei Plewua wer dm nach folgende Einzelheiten gemeldet: Osman Pasch« griff nach Uebaschreitnng des wid das Fort Dolnit Retrovol an nnd drang tu dasselbe ein. Hierauf eilte» die russische» u»d rumänischen Truppen vo« Eusurlu »ud Bukowa aus zur Hllse habet, es eutstxm» fich in de« kort eia mörderischer Kampf, t» welche« Osman Pascha verwundet wurde. Da es demselben nicht elavg durchzubrechm, so wollt« er sich nack Ilewna zuräckztehm. Jazwffch« hattm ab« be reits die in Grtvttza u»d «ff dem grünen Berge stehenden Russen dt« Stadt besetzt, so daß Osman Pascha von all« Setten umzingelt war »nd sich zur «eberaabe genöthtgt sah. Ein ofstcielles Telegramm aus Voaot »»» 10. Decrmba sagt: Hmtr Morgm 7 V, Nhr gttff dw gesamM« Armee Os»a» Pascha'» mffa Srmadiacorps auf der Cauiruugsltuie am ltulm Ufa des Wid a», um dmchzubrechm. Da Aagttff «folgte «tt vanvetfelta Evagie. Eiu The« der Türken drang sogar in unsere Tranchse» und Batterim et». Alle Versuche jedoch, die Stellung« unserer Grenadiere zu durchbrechen, warm ver geblich Rach fünfstündige« heiße» Kampfe wurden die Türken geworfen. Von all« Seiten um^ngelt, «gab sich der tapfere Vertheidtger Plewuas. Osman Pascha, weich« am Fuße vawuudet war, mit da gesammten Nrwee. Es tst «nwsglich, die Au»,bl der «efaagmm u»d da Trophäm gma» «, bestimmen, jedoch bestodtt sich Me«, was ko Plewna war, tn uusaen. Händm. Unsere Va- luste find t« vahältniß M de« Erfolge nicht groß, am «eist« litt« bas Astrachan'sche, da« Sibirische und das Sa»wfi»tsche ^ regimmt. - Ans Petersb»rg 11. Decemba richttt: Wie et» Lmffsmer durchlles gesichm in spät« Abeudskmtze die Stadt die KrmdachEschast von de« Kall von Plewna. Viele Hä,s« tü»»i«t,te», in alle» Theatern zeigt« fich »utze- schreiblicha J»bol «d Enthusiasmus, der Vor- Hang »mßte falle» u»d von de» Künstlern m»d wtrd be.
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