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Erscheint täglich früh 6'/, Uhr. »rdcukioa o»t «kPktttt», Johannisgasse 33. LffuchAuodt» der Lcdacii»»: Vormittags 10—12 Uhr. Nachmittags 4—S Uhr. Lnnahmc der für die nächst- »olarndr Nummer bestimmten Inserate an Wochentagen dis 3 Uhr Nachmittags, an -onn- und Festtagen früh bis '//.> Uhr. Z» druMtiNcu für Z«s. Xnaahme: Otto Klemm. Univerfitättzstr. 22. Louis Lösche. Katharinenstr. I8,p. nur bis V.3 Uhr. W 127. Auflage 15,ISO. A-> v,>ciar>l,l!«t» verteil- cucl. vnngrrlohn 5> E. ourch di« Post bezogen 6 Jede einzeln« Nummer 30 P,. Belegexemplar tu Pf. Gebühren für Extrabeilagen ohne Postbelörderung 36 M', mit Postbesbrderung 4L Mt. 3uferaic igesp. BourgeoiSz. 20'Pf. Größere Schriften laut unsere.'» preisverzeichniß. —Tabcckorifü er Satz nach höherem Tan». Urliawn ullter dem LrI«cit«^Nlr ch die Spaltzeile 4u Pf. Inserat« find stets an L. Grpci-Üum zu senden. — Rabatt wird pich? gegeben Zahlung prsomiw^ack oder durch Postoorfcknh. Montag den 7. Mai 1877. 71. Jahrgang. Bekanntmachung. Die Aarnrnlare I, U, HI. IV, V, deren allein sich diejenigen Herren Merzte, welche Impfungen vornehmen, je nach Verschiedenheit der Fälle z« bedienen haben, liegen auf dem Rath- oause, 2^ Etage, Zimmer Nr. l6, zum Abholen bereit. Ueber die auSgc führten Impfungen haben die Herren Merzte für jeden Ort, in welchem sie solche Impfungen vornehmen, eine besondere Liste nach dem Formu^re V und zwar vollständig auszustellen, sowie biS zum Schluffe de- Kalenderjahres ohne jede weitere Aufforderung an die zu- ständige Behörde, also für die in Leipzig aufhältlichen Impflinge anher (RathhauS, 2. Et., Zimmer Nr. 16) einzureichen, widrigenfalls sie nach tz. 15 des ReichS-Impfgesetze- vom 8. April 1874 mit Geldstrafe biS zu Lvv Mark bestraft werden würden Auch weifen wir diejenigen Eltern, Pflegeeltern und Vormünder, welche ihre Kinder und Pflege befohlenen durch Privatärzte impfen lasten, darauf hin, daß eS ebenso in ihrem eigenen Interesse liegt, darauf zu achten, daß die ärztlichen Zengntffe und Impfscheine «ach de» odde zetchnete» F»r««laren ««-gestellt werben, da von ihnen ver erforderliche Nachweis bei Vermeidung der gesetzlichen Strafe eben lediglich mittels der porgeschriebene« Bescheinigungen zu erbringen, eine andere Form deS Nachweisi-S aber alS genügend nicht zu erachten ist. Leipzig, am 28. April 1877. Der Rath der Stadt Leipzig. vr. Tröndlin. Ich. Reichel. Bekanntmachung. Die Erstrher von Hölzern in den städtischen Revieren werden hierdurch aufgefordert, unge säumt da- erstandene Holz abzufahren. Gegen vie Säumigen werden nach Ablauf von 14 Tagen dre L'citationSbedingungen in Anwendung gebracht werden. Leipzig, am 24. April 1877. De- Rath- Forstdeputatiou. Die Zimmerarbeit»« zu dem Renda» eine- graste« Stallgebä'ndeS aus dem Post« wageuremtfen-Grundstück in Leipzig sollen im Wege der schriftlichen Anbietung unter Vorbehalt der Auswahl unter den Bietenden verdungen werden. Im VorstandSzimmer de- Postamtes I in Leipzig am «ugustu-platz liegen der Vertragsentwurf und die Zeichnungen zur Einsichtnahme auS. Daselbst sind auch die AnfcblagSabschriften gegen Erstattung der Abschreibegebühren in Empfang zu nehmen und die PreiSforderungen biS spätestens den 1b. Mai d I. abzugeben. Dresden, den 4. Mai 1877. Der kaiserliche Postbaurath Zopfs- Waldgras - Verpacht» ng. Die diesjährige GraSnutzung im Rosenthal-Revier soll Freitag ben LL. Mat d. I. in einzelnen Parcellen gegen sofortige Erlegung de« Pachtzins»- «ach de« Znschlage und unter den im Termine noch näher bekannt zu machenden Bedingungen an den Meistbietenden verpachtet werden Zasananienknnst: Nachmittag- V»4 Uhr am neuen Wehre der Gohliser Mühle. Leipzig, am 2. Mai 1877. De» Rath» F»rst.Dep«tatto». Waldqras - Verpachtung. Die diesjährige Gra-«utz«ug im Bur,;au?r Revier soll Freitag de« LI. Mat ». «. in einzelnen Parcellen gegen sofortige Erlegung de- Pachtzins»- »ach dem Znschlage und unter den im Termine noch näver bckannl zu machenden Bedingungen an den Meistbietenden verpachtet werden. Zusammenkunft: Vormittags 9 Ubr an ver verschlossenen Brücke und r/,11 Uhr an der Lrutzsch-Wahrener Brücke. Leipzig, am 2. Mai 1877. De- Rath- Forst.Depntatto». Waldgras - Verpachtung. Die diesjährige GraSnutznng im Tvnnewitzer Revier soll Montag de« Ist. Mat »- e. in einzelnen Parcellen gegen sofortige Grlegnng de- Pachtzinses nach dem Anschlag» und unter den im Termine noch näher bekannt zu machenden Bedingungen an den Meistbietenden verpachtet werden. Zusammenkunft: Vormittag- 9 Uhr im Stempel am Streitteiche bei Connewitz und 11 Uhr an der weißen Brücke auf der Connewitzer Linie. Leipzig, am 5. Mai 1877. De- Rath- Forst-Depntatto». Tagesgeschichtliche Aedersiqt. Leipzig, tz. Mai. Ueber den Aufenthalt deS Kaisers in Elsaß* Lothringen liegen folgende weitere Nach« richten vor: Bitsch. S. Mai. Bei der Ankunft des Kaisers salut rte die Feste. Lus de« Bühnhof« war dos zweite Bataillon deS 60. Infanterie.Regiments aus gestellt dasselbe wurde ,m Parademarsch vcrge- sükrt. Aus dem Babnhofe batten sich viele Bürger meister und Forstbeamte zur Begrüßung deS Kaisers ringefunden. Saargrmünd. 5. Mai. Auf dem Bahnhose waren bei Aukunst des Kaisers 3 EscadronS der bayerischen LhevavxlegerS ausgestellt, welche einen Vorbetmars« zu Fuß ousführtrn. Auf allen Stationen wurde dem Ka ser rin ungemein hcrz- l cber Empfang zu Thril. Metz, 5. Mac, Lbendß. Der Kaiser, der Krön prinz und Graf Moltke sind heute Nachmittag L Uhr hier e,»getroffen und wurden von der auf dem Bahnhof« versammelten Menge mit begeisterten Zurufen empfangen. Der Kaiser hat im Präsidial Gebäude Wohnung genommen. Die Stadt ist überall beflaggt und geschmückt. Ueber den Aufenthalt in Hagenau wird unterm b Mai gemeldet: Die Aukunst in Ha genau erfolgte um iv Uhr. Aus dem festlich ge schmückten Bahnhofe waren die Spitzen der Be hörden zum Empfange deS Kaiser- auwchevd. Außerdem hatte sich «ne große Menschenmenge, darunter auch viele Damen, auf dem Bahnhofe und in den zu demselben führenden Straßen ein« gefunden, welche den Kaiser mit lebhaften Zu- rufen begrüßte. Nach der Ankunft begab sich derselbe zu Wagen nach dem Garnison-Exercir- platz, wo die Besichtigung de- Lauenburaer Iäger- bataillonS Nr. 9 und de- schlesischen Dragoner- reaiment- Fr. 1t stattfand. In de» Proeefle de- FiuanzministerS Camp- bans««gegen den Commerzieurath Baare in Bochum hat da- Znchtpolizeigericht zu Köln nach zweistündiger Verhandln«- den Angeklagten Baare der öffentlichen Beleidigung für schul dig erachtet und ru einer Geldstrafe von Lvv Mark verurtheilt, auch die Veröffent lichung diese- UrthnlS in der „Westfälischen Zeitung", der „Düsseldorfer Zeitung", der „Elber- selber Zeitung" und in dem „Düsseldorfer An zeiger" ausgesprochen. Im italienischen Senat ist die Berathung de- Gesetze-, betreffend die Mißbräuche der Geistlichkeit, fortgesetzt worden. Der CultuS- minister Mancini führte einzelne Beispiele dieser Mißbräuche de- KleruS an und hob hervor, daß die Kirchenpolitik der Regierung guten Erfolg gehabt habe. Acht Bischöfe hätten neuerdings vie Bewilligung nach gesucht, 30 andere hätten sie bereit» erhalten. W aS den Papst aubelange, so babe da- Ministerium AlleS gethan. um besten Freiheit und vollständige Unabhängigkeit iu sichern, da- Garantiegesetz f« in der skrupulösesten Weise beobachtet worden. Daß Gesetz über die Miß bräuche der Geistlichkeit fei in keinem Puncte der Gewissensfreiheit zuwider, von 24 General- Procuratoren hätten sich 20 für die Noth- Wendigkeit desselben ausgesprochen, die gegen- innige Gesetzgebung reiche nicht a»S, um die Geistlichkeit wegen ihrer Mißbräuche zur Rechen, schast zu ziehen Der TultuSminifier erwähnte ferner die Umtriebe der Klerikalen im AuS- lande urd wiederholte, baß keine der fremden Regie, ungen der italienischen Regierung gegenüber sich darüber geäußert habe, Italien dürfe sich durch diese Umtriebe auch nicht beirren lassen. Er gebe zu, daß der erste Artikel de- Gese-cs über die Mißbräuche der GeifUichkeit mangelhaft sei, die Fassung desselben stimme aber mit dar vom Senat bei der Berathung deS Strafgesetzbuches beschlossenen überein. Er fei bereit, Verbesserung- anträge anzunehmen, bitte den Senat aber, auf die Berathung der einzelnen Artikel einzugeben. Nachdem Cadorna al- Berichterstatter de- Cen tralbureaus hierauf erklärt hatte, daß der Antrag auf Uebergang zur Tagesordnung bis dahin, wo die Berathung des Strafgesetzbuches stattgesunden habe, zurückgezogen werde, wurde die GeneraldiS« cusston geschlossen. Das in Korsu stationirte englische Ge schwader bat nach einer Meldung de- „Reu- ter'schen Bureau" den Beschl erhalten, nach Keeta abzugchen. Ein Telegramm der „Presse" auS Wladikawka» vom 4. d. meldet: Gestern fanden bei KarS abermals Gefechte statt, welche zur vollständigen Einschließung von KarS führten. Die Türken flüchteten theilS in die Festung, theilS auf die Straße nach Erzerum. 24 Geschütze nahmen Ausstellung vor KarS. Man erwartet morgen den Beginn de- Bombardement». Nachrichten auS Wladikawka- zufolge vom 5. Mai hätten die russischen Truppen vor KarS, welche- vollständig eingeschlossen, bereit- 24 Be lagerungsgeschütze in Position gebracht, die Be schießung de- Platze- sollte sofort beginnen. Moukhtar Pascha meldet unterm 3Ö April: Al- die Russen in westlicher Richtung gegen KarS vorrückten, verließ ich, unter Zurücklassung aus reichender Streitkräfte, KarS mit 2 Bataillonen, um da» Dorf Tfchilakli bei Harduz, westlich von KarS, zu besetzen. — In einem weiteren Tele gramm vom 1. Mai meldet Moukhtar Pascha: Einwohner von KarS therlen mir mit, die Russen hätten Kar- angegriffen, seien aber mit Verlust rurückgewiesen worden. — Der Eommandant von Batu« berichtet vom 1. Mai, die dertigeu Overationen der Russen seien durch Regen auf- gehalten worden. AuS Konstanttnopel vom 2. Mai wird nachträglich tekegraphirt: Der Krieg-minister und Mahmud Damat Pascha haben heute dem eng lischen Botschafter Besuche abgrftattet Dem Ber nehmen nach soll der Krieg-minister bei dieser Gelegenheit die Nachricht von einer Niederlage der türkischen Truppen bei KarS und von einer Copitulation eine» türkischen EorpS für unrichtig erklärt haben. Auf Befürwortung Layard'S soll Cbcsket Pascha, der zu einem wichtigen Com- mando der Donauarmee ernannt war, nach Bagdad gesandt werden. Ein osficrelleS Telegramm des Oberbefehlshaber der russischen Südarwee lautel: Der Uebergana unserer Truppen Über den Prutb bei Leovo ist durch da» außergewöhnliche Anschwellen de» FlußeS verzögert. Die zur Beseitigung der Schwierig keilen erforderlichen Maßregeln find indeß ergriffen, durch den verursachten Aufenthalt wird die Eon- centrirnng der Truppe« nicht beeinflußt In der vergangenen Nacht näherten sich 2 türkische Moni tors der Stadt Braila, entfernten sich jedoch wieder, nachdem einige Schüsse gewechselt worden waren. Unsererseits keine Verluste." Kaiser Alexander ist mit dem Großfürsten Thronfolger und dem Großfürsten Wladimir am Sonnabend Abend 10 Uhr in Moskau em-re- troffen und von der Kaiserin und der Großfürstin Thronfolger am Bahnhofe empfangen worden. Bon der Bevölkerung wurde der Kaiser mit leb haften Kundgebungen begrüßt. Die an die auswärtigen Mächte unter dem 3. d. ergangene Kundgebung der Pforte, betreffend die Blokade deS Schwarzen Meere-, lautel: Art 1. Die ottmanrsche Regierung er klärt in Blokadezustand daS ganze russische Küsten gebiet de- Schwarzen Meere- zwischen Tehuruk an der asiatischen Seite und der Mündung deS Kilia an der europäischen Seite der Türkei. Art. 2. Die hierdurch erklärte Blokade soll in Kraft treten vom 5. Mai n. St und wird durch eine hinreichend starke otto- manische Flotte ausrecht erhalten werden. Art 3. Eine Frist von drei Tagen vom 5. Mai n. St. ab gerechnet wird allen Handels schiffen bewilligt, welche sich in einen dlokirten Hasen begeben wollen; eine fünftägige Frist soll solchen Schiffen zu Theil werden, welche aus einem solchen Hafen auslausen wollen Nach Ab- auf dieser Fristen wird jede» Schiff, welche- ver sucht. in die blokirten Gewässer emzudringen oder dieselben zu verlassen, als feindliche- behandelt. Art. 4. Solchen Schiffen, welche aus der Fahrt befindlich und über den Blokadezustand nicht unter richtet sind, soll bei ihrer Ankunft in den blokirten Gewässern die bezügliche Mittheilung von der ottomanischen Flotte zugehen. Wenn nach dieser Mittheilung die Schiffe darauf bestehen, weiter zu geben, so «erden sie alS seindl che behandelt werden. Die griechische Kammer ist zum 28. d ein berufen; bis dahin werden 10,000 Reservisten zu der Fahne einberufen sein. An der westlichen Grenze de-Königreich» werden Truppen zusammen« gezogen, um dem Unwesen der Räuberbanden zu steuern, die au» dem türkischen Gebiete herüber streifen. Die Regierung hat dieserhalb eine Rote an die Pforte gerichtet. -uchhavdler - Aurstrilim-. m. An die allgemeine Ausstellung des Börsen verein- schließt sich eine Special - Ausstellung an, welche die Kunsthandlung Gustav W. Seitz hier in ihrem Local im Einhorn'schen Hause, Roßplatz Nr. 16, für die Erzeugnisse de» Farbendruckes (Chromographie) arrangirt hat Wer diese Sammlung de- Besten, wä- Deutsch land und da» Ausland auf diesem Gebiete bietet, besichtigt, wird keinen Zweifel darüber haben, daß der Farbendruck, obwohl so BieleS in dieser ReproductionSweise gegen die Kunst gesündigt wurde, einer eminenten Eni Wickelung entgegengeht und ein Verfahren der Zukunft ist. Wir finden bereit» jetzt eine große Anzahl von Bildern, die ür Vas Hau- jeder gebildeten Familie eine Zierde ein werden Die jüngste Production der Artifii chen Anstalt von GustavD Seitz in Wand», deck, der „Studienkops" nach Hau» Makart, ist eine bedeutende Arbeit, die man alS einen Wende punkt in der chromographifchen Reproductio» bezeichnen kann. Dieselbe wurde in diesem Blatte bereit- nach Verdienst gewürdigt. Wrr unterlassen c» daher, hier näher daraus einzugehen, ratben aber Allen, die für vie graphische Kunst Interesse haben, sich da» Bild vnznsehen. Sowohl diese» wie viele andere der ausgestellten Werke be stätigen vollkommen die Thätsacbe, daß Deutfch- and im Farbendruck unbestritten den Reigen ührt, denn obwohl Italien, Frankreich und Nord-Amerika einige recht beachtenswert he Bet räge liefern, namentlich SeirenS der Kunst-In- iitute U. Borzino m Mailand und L. Prang und Co. in Boston, welche von außerorLcntlicher, tecLnifcher Tüchtigkeit Zeugniß oblegen, so können dieselben in ihrem zwar glänzenden, theilS jedoch verschwommenen, tdeilS >u parten Coloril und meist weniger glücklichen SujetS dem geläuterten Geschmack im Allgemeinen nicht recht zufagea. Dock finden wir auch hier Ausnahmen, z.' B. Krüger'S „Partie au» dem Spreewalb" von Prang. Von Seitz erwähnen wir außer dem Ma- ärt'schen Bilde noch da- „LiebeSorakel" nach Otto Erdmann, H. Krabbe » „Gewittersturm". Beide Künstler waren, wie bekannt, früher dcer heimisch. Der „Umgestürzte Eimer" von De HaaS heißt ein nicht großcs, aber einem Original-Gemäloc zum Verwechseln ähnliches Thcerbrlv mct humoristisch- «lyrischem Anfluge. Luch oie Familiensceueu aus dem häuslichen, aber nicht immer friedlichen ?eben der Hunde und Katzen von Horatio Caul- >ery vereinigen Naturlreue und Humor, wie sie chon Gustav Süß' „Erster Gedanke' in so hohem Maße zum AuStruck brachte. Indessen fehlen auch die Gegenstände der ernsten Kunst nicht. Wir nennen Carlo Dolci'S „Christus, Brod und Wein segnend", Murillo'S „Madonna", Raphael'- „Lluckoaü» clollL Secliu", Guido Reni'S „Leos domo", Battoni'S „Büßende Magdalena". Bon den in ihrer Art einzig dastehenden 24 Nilbildern von unserem Earl Werner ist e» nicht uöthig, zu sprechen, sie find überall bekannt und neuervmgS ebenfalls von dem berühmten Leipziyer Professor und Egyptologen Gustav Eber» in seiner „Uarda" nach Verdienst gewürdigt. Nicht unebenbürtig schließen sich an die Ntlbilder an Eugen Krüger'S , StimmungSlandschasten", Johanna Brehmer'S „Blumenjahr" und noch manche andere Aquarelle. Sehr vielen der malenden Dilettanten und namentlich den zahlreichen Dilettantinnen ist eine wesentliche Concessiou gemacht durch Contour- blätter aller Seitz'schcn Aquarelle, die für wenige Groschen zu haben sind. Da» Streben, den Farbendruck zu popularisiren, giebt sich durch zwei Unternehmungen kund, die „ReicbSmarkbilder" und die „Aquarell-Galerie", L 3 pro Blatt, in welcher letzteren fast da- Unglaubliche an Billigkeit bei tüchtiger Ausführung gelnstct wird, während die ReichSmarkbilder in ihren Anfängen nicht immer dem reinen Geschmack Zusagen konnten. Don den Erzeugnissen anderer Anstalten er wähnen mit F A. Kaulbach'S: „Niederländische Edeldame" und „Benetianerin", die der Makart?« schen Studie an technischer Vollendung am nächste» kommen, aus derAnstaltvon'BraadeSLWolfs in Hannover, A. Braith'S und Ehr. Mal?» Thierbilder, F A Kaulbach'S: ,.?»rola ck'Lauusar- und „Hasatto» ck'awour", sowie zwei vorzügliche