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Erscheint täglich ! früh 6^ Uhr. Nr-acti«» »!>) Erpcditlni Johauul-rgasi« 33. Lpttchftuadc, öer Lköartiou: Bornnllag» 1" -12 Ubr. Nachmitülg-; 4 -6 Ui'r. Annahme der für die michft- folstknde Nummer bestimmten Imernte an Wochentagen biL 3 Uhr Nachmiktaas. an Loin^- und »Festtagen früh vis V,9 Uhr. Z» de« Filiale» für Za^ ^auadmc: Ltto Nlcmm, UnivrrfitätSstr. 22. Louis Lüsche. Kakharinenftr. ld.p. nur dis Uhr. Auzeiger. Orga» für Politik, Localgeschichtc, Handels- md Geschäftsverkehr. Anstage 15,250 vainilnutMoprel« viertelt 4'«Adk lncl VrMgeriohu r Me surch dir Post dyogri, «, Li' Jede emzelue Stummer 3-? jj VÄegexemplar io Pf »sdährm für «rttabella.«,, atz« Postde'Srvenmg «it Postdefördrrimg 4L Zchcrat» 4a«sp. «ouracot-z. 2.. P Ä ritze re Schriften laut uirl'.r^. PrerSverzeichiiiß -Tabeüarime' Gay nach höherem Tari' »rcUnueu »»Irr ». »^«ttomtim di« Spaltzeile 40 Pf Inserat« stad stets an d.repeiw'!, zn senden — Rabatt wird an» gegeben. Zablung pr»«»lun>-r»»4« oder durch Postvorschuh M LS8. Dv^rerstag den 25. October 1877. 71. Jahrgang. Bekanntmachung A« Gestrig»» Albende gegen 8 »h, hat sich -er P»ff»»terbe««te John»» Earl Aennz Pilz »u» Bre«la», AL Jahr« alt, «ittelgroh, hager, -last, blnnd, mit hellblonde», Schnurr» »»- «»»»«hart (Kinn rastrt), t« bräunlich grünem Rack, gra«e» Bel«kletder« ««d mit DienstttnAtze, «»ter Mltnah«« eiaer Werth- se«-««g vo» iiber LL.S0S Mark, beffehenb i» ASS Sovereign», LVS halh«« Soveeetgn» u»d SV Schillinge« t» »»gltsche« SilberniLnz,«, auS dem hiesige« Ha«pt.Postamt<>»hä«de entfernt ««d ist flüchtig geworden. Wir bitte» bringe«», nn»jede Wahr«eh«»»g Über de» Gedachte« fchle««igst mttruthetle« «»d bemerke«, dasi dt« Kaiserlich« Ooerposidtrectto« a»s Grgretfnng de» Flüchtige» u»d Wtedererlangnng de« Selbe» et»e Belohnung vo» FiLfhundert Mark au-gesetzt hat. Leipzig, de» 2A. Oktober 1877. Da» Polizei Almt baseibsi. L»v -Tüder Kaeschd« Bekanntmachung, di« Vrltst« für die Geschworene«»«»! betreffe«». Die m diese« Jahre ne« ausgestellte Liste derjenigen hiesigen Einwohner, welche zu dem Amte eine- Geschworenen gesetzlich befähigt sind, wird vom 26. diese» bi» zum 10 künftigen Monat», »it Ausnahme der Sonntage und de» in diese Zeit fallenden ReformationSsesttage». in den Stun den von Vormittag» 9 — 12 Uhr und Nachmittag» 3 — 6 Uhr auf dem Rathhaufe im 2. Stock Nr. 18 zu Jedermann» Einsicht öffentlich ««»liegen. Dieieuigen, welche nach §. 5 de» Gesetze» vom 14. September 1868 vos dem Geschworenen, amte befreit zu werden wünschen, haben ihre Gesuche unter Beifügung der erforderlichen Be scheinigungen »ei deren Verlust innerhalb der vorstehend angegebenen Frist bei un» schriftlich etn- zureichen. Ebenso kann innerhalb derselben Frist jeder volljährige und selbstständige OrtSeinwohner wegen Uebergehuvg seiner Person, dafern er zu dem Amte eine» Geschworenen fähig zu sein glaubt, sowie wegen Uebergehuvg fähiger oder wegen erfolgter Eintragung unfähiger Personen Einspruch erheben. Leipzig, den 24. October 1877. Der Rath der Stadt Leipzig. vr. Trövdlin. Messerschmidt Die Inhaber der al» verloren, vernichtet oder sonst al» abhanden gekommen angezeigten Pfand« scheine lüt S Nr. 77782, Vit. 1 Nr. 5?»4 15857 18640 18920 20157 22070 26908 3I7S1 35702 88695 44327 44974 53012 56754 58425 59236 59693 60110 61965 61968 62061 62155 64815 6KS55 67340 89939 70805 71783 71895 75940 79611 82974 82975 87031 92150 92719 93365 98840 94660 9682« »6680 99474. VK L Nr. 8624 8674 8877 9600 9SlO 9681 10313 werden hierdurch aufgefordert, sich damit unverzvaltch und längsten» bt» zum Ablauf von 30 Tagen nach der auf jedem der Scheine bemerkten Lrrfallzett bei Unterzeichneter Anstalt zu melden, um ihr Recht daran zu beweisen, oder dieselben gegen Belohnung zurückzugebm, widrigenfalls de: Leihhaus-Ord- nung gemäß den Anzeigern die Pfänder ««»geliefert werden und die Inhaber der Scheine ihrer etwaigen Ansprüche darau» verlustig geben werden. Leipzig, a« 23. October 1877 Die BerwaHnng de» L«thha»s«S «»d der Spareaffe Oeffentliche Plenarsitzung der Handelskammer. Freitag de» 2«. Oktober d.I. Abend» « «hr t» dere» Sttz«ng»saale Re»»»arkt LS, L 1) Megiffrande. 2l Feststellung de« gutachtlichen Theile» de» Jahre»bertcht» für 1878 3) Feststellung de» Sau»haltplane» der Ha»del»kani«e« «»d der Bürse für d«^ Geschäftsjahr 1877/78. 4) Bericht de» Finanzausschuss«», die Gewährung eine» Beitrag» zur Aretha»del»Eor- refpondenz betr 5) AuSschußbettwt über den Antrag de» Herrn Lorenz da» Regulativ für Lagerung v»» Mineralöle« «»d a«dere« senergefähruche» Stoffe» betr 6) Berichte de- «u-schusse» lür Börsen- und Mäkterwesen über » den Antrag de» Börsen« Vorstände», tägliche Rotirnng der Sptrit«»preise betr., d den Antrag de» Herrn Lore«», die «eae B«»ech»«»g de» MLklergebnhre« betr. 7) Bericht de» HandelSgejetzgebungS-AuSschuste- über ». oie Eingabe de» Herrn Rechtsanwalt vr «achtel, gesetzliche Vorschriften zur Verhütung von qptnterztehnnge« der Hülf»vo>ftreS««g betr. ; d. da» Gesuch der Her en Jofevh Ftnkelffet» ckk So., Bescheinigung eine» Ha«del»gebranch» t« Borftengeschäft betr. 8) Wahl eine« Mitglied»» de» BSrsenvorffandr» an Stelle de» freiwillig au-ge- schiedenev Herrn Eommerztenrath W. Steagel. Bekanntmachung, dl» für diese» Jahr vo« 22. hi» späteste«» de» 27. diese» Monat» etnzn- retche«de« Ha»»bewoh«erltffe« betreff«»-. Behuf» der zufolge einer General-Verordnung de» Königlichen Finanz-Ministerium» v»m 27. September diese» Jahre- demnächst zu bewirkenden Aufstellung der OrtScataster für die Ge werbe- und Personalsteuer auf da» Jahr 1878 «acht sich die Stnfordernng der Hans- betnohnerverzetchniffe wie t» de» srühere« Jahre» notbwendtg und werden die Hau», besitze! und deren Stellvertreter, wie auch insbesondere die Inhaber von Miethabtheilungen und deren Abmiether hierdurch aufgefordert. die in der den HauSlisten beigegebenen Bekanntmachung enthaltenen Vorschriften gewissenhaft zu beobachten, da außerde« die in Ztz. 9 und 10 gedachter Bekanntmachung angedrohten Nachthetle für die Betheiligtev eintreteu müssen. Fall» die behändigten Formulare von HauSlisten und Bekanntmachung unzureichend find, werden dergleichen hei der Stadt-Stener-Sinnahnee — Rttterstrahe LS, George«halle, 2 Lreppe» lt«k» — allwo »ach die ««»gesülte» iHauSdewohaerltsie» abzngebe» si»d, verabreicht. Leipzig, den 17. October 1877. ^ De» Rath der Stadt Leipzig. vr. Georgt. Taube. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur öffentlichen Kenntniß, daß in der Nacht vom 27. zu« 28. October d e Reintgnng de» Hochreservoir» der städtische« Waff«rlett«»g und vo« 29. October ab Nackt» die Spülung de» Röhreunetze» vorgeuommen werden soll. Leipzig, den 18 October l«77. Der Rath der Stadt Leipzig. vr. Georgt. vr. Reichel. Leipzig 24. October. Die Beurlaubung Eulenburg'» ist dem preußischen Landtag nunmehr amtlich mitgetheilt worden, und damit ist auch die gestern von un erwähnte Nachricht der „Weser-Ztg." widerlegt, wonach der Minister dem Wunsche de» Kaiser» nicht nachgebrn wolle, sondern auf feinem Ent» lassungSgesucbe bestehe. Die Sache wird am Freitag im Abgeordnetenhaus« zur Sprache kommen, und der Regierung oder dem Regierung», torso, der gegenwärtig tu Berlin vorhanden ist. wird hierbei au» der Mitte de» Parlament 8 tüchtig zugesetzt werden; darauf aber müssen wir un» bereits gefaßt machen, daß diese Debatten die Unklarheit der inneren Lage nickt heben werden. Camphausen, der den Ministerpräsidenten vertritt, wird wohl der Pflicht genügen müssen, der Kammer Red« zu stehen ; aber er ist selbst bereit» mit einem Fuße außerhalb de» Ministerium» und wird sich mit einigen geschäftlichen, nichtssagenden Be merkungen um den Kern der schwebenden Kragen herumdrehen. Aber selbst wenn er wollte, wüßte er schwerlich eine befriedigend« Auskunft z« geben ; die Unklarheit der Lage besteht nicht darin, daß wir nicht» Bestimmtes über sie wissen; sie haftet der Lage selbst au. Diese Unklarheit hat, wie die ..Schlef. Pr." in Erinnerung bringt, bereit» mit dem Rücktritt Delbrück'» begonnen. Damals fiel da» wtrth- schastlich« Programm zu Bodm, du» er vertrete» hatte, und diese» Programm ist durch kein andere» ersetzt worden. E» wurde eine Lücke aerisseo, die bisher noch nicht auSgesüllt worden ist. Ein Staa1»maua trat zurück und wurde durch einen Nachfolger ersetzt, der nur et» verwultuoaschef war. Selbst die entschiedensten Gegner der Ideen Delbrück'» haben e» jederzeit anerkennen müssen, daß er an di« Verwirklichung dieser Ideen «it absoluter Fach- »ud Sachkenutniß. mit Besonnen heit und Thatkrast gegangen ist. Die Gegner der Wirtschaftspolitik Delbrück'« mögen ihm vor- wersen, daß er einen falschen Eur» gesteuert hat, aber sie werden stet» zugeben müssen, daß er bei jedem Winde und jeder Strömung da» Staat»- schiff sicher in der Gewalt gehabt hat. Seit jener Zeit steht die wirthschaftltch« Politik »ntrr d«n Einfluss« der Ideen de» ReichMmüer». Gn feste» Programm hat er niemals entwickelt; er hat einzeln, Ideen hivgeworsen, dt« sich nnwenilich ans di, Steuerreform und auf da» Eisenbabnwrsen beziehen. Er ftlbsi hat diese Ideen niemal» , -> -it spectaltfirt, rß e» möglich gewesen wäre, ; in die Form vonResormvorscblägen einzukleidrn, »oder scheint auch nicht die Absicht, vielleicht nicht einmal die Möglichkeit zu haben, zu einer solchen Sveciali- sirung zu schreiten. Er sucht einen Fachmann, der den Gedanken, welchen er al» Staatsmann entworfen, weiter au-führt. Camphausen hat sich, indem er den bekannten Gesetzentwurf über di- Ueberlassung der Eisenbahnen an da» Reich und die Retorsion-Vorlage einbrachte, den An schauungen des Reichskanzler» accowmorirt, allein er hat fie auch nicht um einen Schritt breit der Verwirklichung näher geführt; er hat sich ihnen nicht widersrtzt, aber er hat sie auch in keiner Wrise praktisch gefördert. Bei allem guten Willen, sich den Anschauungen de- Retch-kanzler» anzu- schmiegen, vermag er dieselben doch nicht weiter zu entwickeln, weil sich feine Anschauungen in eine« ganz andern Kreise bewegt haben. Er würde, wenn Fürst BiSmarck weiter präcisirte Wünsche ausspräche, sich beeifern, dieselben zu er füllen Aber er vermag nicht, im Sinne und Triste desselben selbst ein Rrformproject a«»zu- arbeiten. Nun scheint Kürst BiSmarck auf den Gedanken gekommen zu feto, daß ein hervorragende» Mit glied der uattonalliberalen Partei bester im Stande sei, feine Gedanke» auszunehmen und selbstständig weiter zu spinnen, ff» handelt sich also für ihn nicht um eine Annäherung an die nationalltberale Partei, sonder» darum, einen Mann zu gewinnen, der den Plan einer wtrthschaftlicheu Reform unter genauer Anlehnung an die gegebenen Andeutuugen und doch zugleich mit selbstthätiaer Eueraie, da neben mit fachmännischer Kenvtmß, aufstellt. Ob vmi, wenn die Ideen de» Reichskanzler» so weit ««»gearbeitet werden, daß fie nicht mehr den Gegenstand u»r akademischer Unterhaltungen bilden, sondern da» Gewand praktischer Resorm- vorschläae angenommen haben, sie noch eine Ge« statt haben werden, in welcher fie von der ganzen uattonalliberalen Partei »der doch von einem er hebliche» Bruchtheile derselben angenommen werden können, da» ist eine Frage, die sich erst dann be antworten läßt, wen» a» vre Au»arbei1uag ge- gangen ist. Den GGanß«, die Einnahmen au» dev tvdirecten Maier« z« erhöhen, weist die nationalliberale P«wt nicht i« Princip zurück, ab« st« verschließt sich »icht der Einsicht, daß »u» mit der Verwirklichung bt»her nicht vorwärt» >ckk»»»e». Ob ^ gelingen wird, diese Kragen um «da« guten Schritt zu fördern, ist ungewiß. In Vieser Ungewißheit steckt die gegenwärtige Unklarheit. uod vou der Lösung dieser Ungewiß heit hängt e» ab. wie sich die Mtntsterkrifl» wenden wird Tagesgeschichtliche Ueberlicht. Leidig, 24. October. In Gera wnrde am 23. October der 5 Ver« brnd-tag der deutschen Gewerkvereine ab« gehalten. Derselbe war von den Vertretern von 14 Gewerkvereinen, die circa 350 Ort»vereine in ganz Deutschland umfassen, besucht und wurde vou dem Oberbürgermeister Fischer begrüßt Der Anwalt der Vereine, vr. Max Hirsch, brachte zunächst ein Sympathieschreiben ve» 10 englischen GewerkvereioS-Congreffe» zur Verlesung, hieraus wurde die Einreichung einer Petition an den Bunde»rath und an den Reichstag beschlossen, in welcher um Au-dehnung der Haftpflicht und An erkennung der Beruf-Vereinigungen gebeten wird lieber die Berband-angelegevheilen wurde von vr. Zillmer referirt, welcher den Stand derselben a'S einen übe» au» günstigen bezeichnet« und unter Ander« da» vermögen der Javalidencaste de» Verbände» auf 204.000 bezifferte. In Frankreich find die L»-fichten auf Be ruhigung der Gemüther sehr schwach. Schon ist von Seiten der al» hochofficiö» geltend« „Tablette» d'un Spectateur" die bezeichnende Aeußcrung gefallen: Die Radikalen wüßten sehr wohl, daß wenn fie irgend ein Attentat gegen die Vorrechte de» Senat» oder de» Präsid uten der Republik planen sollten, der Marschall zur Verteidigung der bedrohten Gesetzlichkeit vier unwiderstehliche «rgmneate zu feiner Verfügung haben würde: Infanterie, Cavallerie, Artillerie und Genie. Möglich, daß «an im Elyfe« der Hoff-iuug lebt, die Männer de» linken Een- trnm» durch Drohungen mürbe machen zu können. Jndeß hat schon der 14. October manche Illu sionen mit rauher Hand zerstört, und die Wahl» termine vo» 28. d. M. »ud vom 4 November könnten neue Enttäuschungen mit sich führen. Dem Regime der „moralischen Ordnung" würde daun kau« etwa» Andere» übrig bleiben,"«!» HL Heranfbefchwörmig weiterer Eonfliete, oder HL Garnbetta'sche Alternative de» oonmattr« »» s« ckbwvttro". In England «achte sich in letzter Zeit eine Vewegnugfitr AnSdehnnug de» Wahlrecht-geltend, der jedoch von verständiger Seit«, von Kennern der englischen Bildung-Verhältnisse mit Recht ent- gegeugelreleu wird. Die Unwissenheit der englischen volkSclafseu, »ameullich ans de» Lande, ist beinahe »nalanblich. Znsolae der Sta tistik der HetrathSregtfier können, trotz eingetretener brdenteudrr Verbesserung, sogar in London 8 Proc der Männer »nd 13 Proc. der Kranen ihren Namen nicht schreiben. Im Südosteu de» Lande» ty da» Verhältniß 14 Proc. und 11 Proc ; e» besluden sich somit die Männer sogar dm Kranen gegenüber t« Rückstand Ein ähnliche» Ver- hättutß herrscht meisten» in Süd-England. In dm mittleren und westlichen Grafschaften steigt da» Verhältniß der nicht schreibkundigm Fraum ans 21, 23, 24, 32, 34, ja 38 Procmt; bei dm Männern wechselt e» zwischen 8 «ud 24, ja St Procmt. In Nord- «ud Süd-Wale» find die Zustände dieselben, bei dm Fraum zum Thetl noch schlimmer — nämlich 43 Procmt! Ja Nord- England steht e» bester; dort zeigm die meisten Grafschaften ein Verhältniß auf, da» sich wenig, sten» selten über 20 Proc. der Schreibunkuadtgen erhebt. Welche Kämpfe mit der Unwissenheit die politisch« Fortschritt-Partei zu bestehen hat, ergiebt sich zur Genüge au» der umeren Geschuhte Unter dm englischen Feldarbeitern ist diese Un- wistmheit am größten. Wohl darf man. sicb daher fragm. ob — wenn die Einführung de» allgemeinen Stimmrecht» derzeit nicht rathsa« erscheint — e» nicht bester wäre, vorläufig für eine stärkere Vertretung der großen Städte zu agitirm, in denen der Liberali-mu» vorwiegt, den Feldarbeiten! aber besseren Schulunterricht zu schaffen, gleichzeitig die Herstellung von unav- häogigm Gemeindeverwaltungen aus dm Dörfern anzubahnm, woran England noch ganz Mangel leidet, »ud so eine tief unwiffmde Elaste für da» politische Stimmrecht zu befähigen. In dm Blättern war viel die Rede von einer Audienz, die der englische Botschafter bei der Pforte vor wmigm Tagen beim Snltan hatte, bei welcher Gelegenheit Mr Layrrd angeblich dem Sultan gma« formnlirte Frieden-Vorschläge feiner Ilegiernog vorgelegt haben soll. Me sich aber hinterher heransstellt, hat Mr. Layard jme oft erwähnte Audienz nur daz« benützt, dem Snltan zwei seiner Lavdslmte, die zugleich Mitglieder de» Parlament» stad, die Herren Edward» und Goldney, »orzustellm. In der politischen Dts- enssion, die sich bei dieser Geleaenheit entspann, äußerte der Guttau wohl wiederholt, wie sehr ihm die Durchführung der Reformen am Herzen liege, t» Uebrigm aber war vo« Frieden nicht die Retz« »ud auch Mr. Layard fand keinen Lu- laß, die» Thema zu berühren Die Frieden-Hoff nung«. welch« an dieser Audienz sich emporranken, Hab«, wie man steht, keine festen Wurzeln. Ein officielle» Telegramm au» Gornji Stnbeu vom 22. d. müdet: Am 17. d M überfiel« 2 Lompagnim Türlm mit berittenen vaschibozuk» unsere Vorposten bei Thank>öt, wurden aber mit große« Verluste mrückgewtesen Wir halt« 2 Verwundete. — Bei dem Rustschuler CorpS wurden aus der ganzen Linie Recoguo«. ctrnugm »»gesührt, wob« einzelne türkische