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».1Znli7« 106.40d» n. 6. di. r»di. L kcoL L.W.6P, ^prü77 ? rkva. z. L.n>6^. >ZnU74 ko». L ^»Q.7» Erscheint tilgttch ^ früh 6^/, Uhr. Utdacü»» an» Er-rdinoa Johauaisgaffr 33. ll»«ch»>ildk» dcr »rdariisn PornuttagS lü—12 Uhr. Nachmittags «—6 Nbr Anusdme her für dir uächü '»Igrndr Nummer bestimmten unrrule an Wochentagen dis 3 Uhr Nachmittags, au Lonn- uud Festtagen früh dis '/,S Uhr Za de* Mialea snr Zos Xuuahuu Ott« Klemm. Umvrrfitätsstr. 22. ÜoutS Löscht. Katharinenstr. 18,p. nur dis V.3 Uhr. Ucipzlgrr „Tageblatt Anzeiger. OtM fir Politik, Localgcschichte, Handels- und Geschäftsverkehr. «-»»,- l-.LS« Xdoanmuni,»««, viertelt l'/.Mll tntt »rUmerl-h« » Mk. durch die Pah de»vge» « Vv Jede «u-ela« Nummer 3» Pf vel^exemplar 1» Pf Gedtchma Kr «rtradeitag,» «h»e PostdeiSrderung 3« «t mit Pvsldesvrderuug 4S Ml- ZMeratr 4«sp. vouraem«-. 2» Pf »rt^rre ^chrftlm laut unser« Preisverzeichnis — Tabellarischer Satz »ach Höherem Tarif, »ectamr« »aler v Urdatliouegrt« die Svaltzeüe 40 Pf Inserat« fiadptt-aud.GemdNt»» zu senden — Rabatt wird aich- gegeben. Zablung prnanlu»<-r»»äa ober durch Popvorschutz. a»i »IX »IX W 3Ü4. Mittwoch den 31. October 1877. 71. Jahrgang. Bekanntmachung. Wegen Reinigung der Localttäten der sog. geo-e« Nerlhschnb« ans dem Rathhanse bleibt I dieselbe DsnnerstaM -«» L. Wkmvemeb«« geschloffen, wogegen die sämmtltchen übrigen Speditionen in der gewöhnlichen weise expedier» werden. Sechzig, dev 28. October 1877. De, -llath der Stadt Vetpzia. vr. Trövdl in. Messerschmidt. znr Be Hebunx Wege z ans der hierbei gewonnenen Grnndlage die Resorm ans die Berfaffnng der Provinzen, Stadt- nvd Landgemeinden nnd die Organisation der Be hörden erstreckt werde; 2) die in dev fünf östlichen Provinzen eingeleitete Resorm, »nter der noth- wendigen Berücksichtigung der örtlichen Verhält nisse, jedoch in demselben Geiste, ans die übrigen eile der Monarchie ausgedehnt werde; 3) in den Beziehnngcn, schon wegen de» äußern Geschäftsbetriebes, eine Lerthetlnog ans mehrere Sessionen deS Landtag- »«gelassen, der völlige Abchluß der Reform aber in »nunterbroche- nem Zusammenbange nnd planmäßig betrieben werde. Angesichts deS ZögernS nnd Schwan ken», welche- seither tn dem Verhalten der königlichen StaatSregiernng znm Vorschein ge kommen ist, angesichts der dnrch nenliche Kund ebnogen hervorgerufmm Besorgnisse, daß die öniguche StaatSregiernng die VerwallungSresor« tn einem engerv Ginne auffasse, aK ursprünglich in verhandlnngen nnd Beschlüssen dr< Abgeord netevhanseS, sowie in Srklärnngen und sogar in Vorlagen der königl StaatSregiernng voraus gesetzt worden ist, sehen wir nnS z» der Sr Üarung veranlaßt: In der planmäßigen nnd energischen Durchführung der Verwaltungsreform, tn dem voll« Umfang de» ursprünglich erfaßten Ziele- erkennen wir »ach wie vor et» dringendes Bedürsniß de- Lande-, und halten eS daher für unerläßlich geboten^ daß die zur planmäßigen und ununterbrochenen Fortführung der Vermal tuvg-refor» noth wendigen Gesetze ungesäumt vor bereitet und de« Landtage vorgelegt werden In parlamentarischen Kreisen gilt e- als sicher, daß Graf Eulenburg nach Beendigung feine» sech-monatlichen Urlauos die Geschäfte de» Mini sterium- deS Innern nicht wieder übernehmen wird, worauf auch LaSker in seiner Rebe bereit» bingedeutet. A»S de« Umstande, daß Graf Eulen- vurg auch sein Mandat zum Abgeordnetenhaus« niedergelegt hat, wird gefolgert, daß derselbe sich überhaupt von jeder politischen Thätigkeit zurück ziehen wolle. ES ist nicht unbemerkt geblieben, baß, als LaSker meinte, eS würden »nter den Leipzig« 30. October. Lusere Leser erinnern sich, daß in voriger Woche zu Vera ein a»tisocialtsttscher Eongreß getagt hat, der sich die Einleitung einer Bewegung zur Bekämpfung der Socialdemokratie und zur g de- Ardeiterstandes aus nicht-socialistischem zur Aufgabe machte. lieber die Verhand lungen, die aus jenem Congreffe gepflogen wurden, find »uS ausführliche Mitthetluvgen zugegangev, die wir der Wichtigkeit de» Gegenstände- halber ziemlich unverkürzt Wiedergaben. Aber wir müßten der Wahrheit Gewalt anibun. wollten wir sagen, daß wir a»S den Teraer Debatten, Programmen und Resolutionen viel Neue- gelernt oder irgend ein plausible- Recept gegen da- große Zeitübel «nS entnommen hätten. Unseren Lesern wird es wohl ebenso gegangen sein. Giebt eS denn aber überhaupt ein solche- Recept? Wir meinen: nein. Nicht alS ob gegen die Socialdemokratie „kein Kraut gewachsen" wäre — wie ihre revommiflischeu Organe glauben machen wollen. Mit ihr geht eS vielmehr wie mit den wirthschaftlichen Nölhen unserer Zeit i« Allgemeinen. Wie der KusiS, die jetzt auf Handel und Gewerbe lastet, nicht durch irgendeine noch auSzufivdcnde Wundercur beizukommen ist, sondern nur durch die alten Hausmittel de» Fleißes und der Sparsamkeit, der chrltcheu und nüchternen Arbeit, so giebt e- auch gegen die socialen Wirren kein andere- Medi cament alS Arbeit. Schon mit dem ernsten Svt- schluffe, sich um daß Wohl de- Volke» zu kümmern und zu »ühey, .sich zu diesem Zwecke mit Gleich gesinnten rusammevzuthuri. die socialen und gesetz lichen Hindernisse hinwegräumcn zu Helsen, die der materiellen und geistigen Förderung der niederen Elasten noch im Wege steh«, mit einem Worte an ihrer Hebung zu arbeiten: schon darin liegt ein großer Gewinn. Und wenn di« Männer de» Geraer CongresteS in dieser Richtung thätig sein wollen, so können sie der Unterstützung der Best« au» allen nicht focialtstischen Lagern gewiß sein, obwohl ihr einseitig gefaßte- Programm wenig daraus angelegt ist, die gemäßigt« Partei« zu dtrectem Anschluß VN«- l s-s-nwärtig« »«hältntsi« wohl Wenige Lust ^ I °^en. fich »ach Minister-Sttzen zu dräng«, der A I CultuSmmtster Kalk wiederholt eine ,«stimmende geschmähte Gesetzgebung de- Reiche» bereit» eine große Anzahl der bestgemeint« und heil samsten Anordnung« und Einrichtung« ge schaffen, die den arbeitend« Clafi« zu Gute komm« —, so ist doch andererfett» nicht zu leugnen, daß auf diese« Felde noch wette Streck« brach lieg« und daß die soctalistifche Agitation gerade au- der Hülflbedürfttakett der nieder« Elast«, die fich vecnachläffigt und zurückgesetzt sah«, ihre reichste Nahrung gezogen hat und noch fortwährend zieht. Lausend« und Abertausende sind bei den letzt« Reichstagswahlm der roth« Fahne gefolgt, ohne i» Mindest« Gelüste zu trag« nach den Segnung« de- commuvistischen Volks- staate», und Tausende jubeln noch heute in de« voll-- Brandredner» dieser roth« ! sich erleichtert fühl«, wenn einmal von ihr« Schmerz« und Beschwert»« die Rede ist und wenn Eurer e< au», spricht, daß e« schlecht mit ihn« steht und daß es ander- werden «uß. Daß diese dumpfe Ent fremdung, die mit den positiv« Ziel« der Social- demokratte Nicht-zu schaff« hat, daß dieser ver- wirruvgS- und VerhctzungSproceß nicht immer »ehr um fich greife, dazu mit zuwirk« ist P »licht aller wahr« Volk»freund«, und da die wirksamste Bekämpfung der Socialdemokratie tu der Thätigkeit für die Hebung de» arbeitend« Volkes liegt, so wollen wir dem Geraer Eongreß, der fich dies« Thätigkeit widmen will, von Herz« wünsch«, daß sein Streb« nicht ganz »hue Früchte bleib« möge. und zwischen Schlachtenschri Schritt ist I r»-e»-eschichtlicht Ilwrrkcht. Leipzig, Sv. October Die vo« dem Abg. Lasker Namens der nationalltberalm Partei bei der Debatte a» 27. October abgegebene Eiklärung beruht auf eurem von ber uationalltberalm Partei einstimmig gefaßt« Beschlüsse folgevd« Inhalts: „Die Ver form ist unter der ausdrücklich« vor- gönnen word«, daß 1) »war mit sorduuug für die fünf östlich« Provinz« al» dem dringendst« Bedürfmß angesangm, a N «alt»ug<resor> E aussetzung »eg > der Kreisordm, Die Lectüre der Kriegsberichte «acht sich auch in den Leitartikeln, welche höchst friedliche Gegenständ« behandeln, bemerkbar. So schreibt die , Rat -Zig ' über die Abgeordnetenhauses Redner hält« „vor der isches ihr Plewna gefunden ', der „leicht« Keck- eit Virchow'scher Reiterfchwärme" fei die „aus chtSlos vachströmmd« Richter'sche Reserve" gefolgt nv »wisch« beiden Hab« sich der „wuchtige chritt der Hänel'schen Rede" (dieser keineswegs Infanterie-, sondern Cavallerie-Schritt, da die Rede eine Zeile weiter mit Roland's todter Stute verglich« wird) er hob«. Ein ärgeres Blatt läßt gar Herrn Lasker als „schwer« Panzerreiter" cuftreten. Sicher ist da» „tn der Hitze des Gefechtes" gebraucht« Bild, viß sehr kühn. Das Weitestgehend« bietet ab« das „Montagsblatt", in welchem dt« Alteovserda- tivm „schweres Geschütz" auffahrm, die Rational- liberal« „zahllose Infanteriewaffen" entwickeln, Lasker als pattt euporul, die Freiconservattv« als Husar« tntroducirt werden, „General HSoel" der „durch seine elegant« und prachtliebmd« Form« an Joachim Murat erinnert", da» Cm- trurn der „Armada" des Fortschritts führt, „General Virchow" mit Secirmesier und Sonde dm recht« und „Mvisionair Richter" den linken Flügel commandirt rc. Das Anlethegefetz, welches dem pr«s Abgeordnetenhaus« vmmeleat wird, fordert Staatsbaut«, vammtlich ,« Restort des Justiz- und des Handel-Ministers) eine Summe von 125 Million« Mark. Aus Breslau, 29 October, wird gemeldet: Der Kronprinz divirte gestern im Osficier cafivo des 2. fchlcsischen Grenadier.Regtmevts Nr. 11 und wohnt« Abends der Vorstellung tm Stadttbmter bet. - Heute früh begab fich der Kronprinz rtch Oels zu feine» Dragonerregt- m«t (2. schlefiscbes Nr. 8) «ad wird von dort Nachmittag- hicher zurückkcbr«, um fich de« Kaiser auf der Reis« »ach Ohlau anzuschlteß« Das am Montag über dm ZHiand des Feld- marschalls Wrang el ausgegebme Bulletin lautet: „Der Zustand Sr Excellevz hat sich fett aestern nicht verändert; die Nacht war ruhig, vr Habn." Das andauernde Abnehmm der Kräfte giebt zu B« sorg nisten Anlaß. Zur möglich« Aufrecht er Haltung der Kräfte werden de» Krank« von Zeit zu Zeit einige Austern, so wie etwa» Kraft brühe nebst etwa» Champagner gereicht, von viel« Seit« komm« Anfragen nach de» Be find« de- Patimt«. Der Direktor des Statistischen Bureau tn Berlin, Geh Ober-Regierungsrath Vr. Engel, ist an der Brustfell- nnd rheumatisch« Nippeusellmtzündung erkrankt und daher genöthtgt, den a-, dm 2. k. M. angesetzt« Beginn der Vorlesung« im Statistisch« Seminar vorläufig bi» Mitte k. MtS zu ver schieb«. Die übrig« Vorlesung« und praktisch« Hebungen am Seminar werden dadurch nicht beeinflußt. Die Stichwahlen in Frankreich Hab« einen unzweifelhaft« Triumph des Ministerium» ergeben, der freilich nur in beschränkt« Grenzen erfochten ist, de« aber die Beschaffenheit der Lage eine desto weiter gehende eutung beilegt. So groß die Herrn de Fourto« mit dem Be wohner des Elyfse fein mag: der Minister des Innern gebietet doch keineswegs über ein« so unbedingten Einfluß, daß er nicht jede» Ereigniß benutzen sollte, welches ihm alS neue Waffe in seinem Kampfe gegen die Eonsolidirung der Republik dienen könnte. Das Ergeoniß der Stichwahl« ist nun ein solches Ereigniß und Herr de Fourtou ist allem Anschein nach der Mann, dasselbe in sein« letzt« Conskquenz« für sein Negierung»- snftem auszubeuten. Wenn in Folge der am Sonnabend gehaltenen MtnifierrathSfitzung, worin Vernehme» nach über die Gruvdzüge der zu erlassend« parlamentarisch« Eröffnung»- botschaft verhandelt Hab« soll, das Gerücht auf- tauch« konnte, die Lebensdauer des Eabrnels de Broglie-Fourto» gebe spätestens mit dem 5. k. M. zu E«d«, so erscheint dies« vorausfich bereits überhol^ nachdem das Ergebviß der Stich wähl« nunmehr als ein neuer Factor in dem Cal«! der Staats!«!« In CHLtea« Bonaparttst «ipeuiue «u 82LS Tttmm« ge wählt Word«. Der republikanische Gegenkandidat, Gudtn, erhielt 7180 Stimm«; bei der Wahl am 14. d. hatte er der« 7045 erhalten. Der russische .,Regieruagsanzctaer" meldet offictell die Verleihung des St. Georgsorden» erster Elaste an dm Großfürsten Michael Ein Telegramm der „Politisch« Correfpondeuz" au» Bukarest meldet, »aß die Ruff« am 28 d. Le lisch genommen Hab«. 11 Eompagni« Türk«, ein Pascha und mehrere Officiere wurden gefangen genommen, 3 Kanon« erobert. Nihad Pascha (vormals BillmSki) ist zum Ehes de» Tmeralstabcs in Schumla ernannt Word bet« letzt« Landtag beantragte Errichtung eines neu« Seminars keine ausreichende Abhülfe gegen dm feit jener Zeit zwar nicht unwesentlich ge mildert«, aber doch noch nicht gehobenen Lehrermangel aewährt werdev kann, vielmehr die Lrrichtung noch eines Seminars ins Auge zu fast« ist. Die zu Michaeli» 1878 ins Leben getretene Maß regel einer außerordentlich« Entlastung von Schul- amtscandidatm aus dm Seminaren hat nämlich zwar dm erwartet« günstig« Erfolg insoweit gehabt, daß ISS vacante Lehrerstellm im Laufe de» Jahres 1878/77 mehr besetzt werden könnt«, als unter gewöhnlich« Verhältnissen möglich ge wesen sein würde. Die Hoffnung aber, daß da durch alle von älterer Zeit her noch »ndcsrtz: gebliebenen Stell« versorgt werden und völlig geordnete Verhältnisse gewonnen werden könnt«, hat fich gleichwohl noch nicht erfüllt, zumal im ^mannten Schuljahr die Neugründung von S<s Ausdehi'.ina i 8 elleu eine unerwartete (328 Stell« von 240)." hnung erlangt gegenüber der Durchschnitts^ Ui Au» Thüringen, 28. October. Seit längerer Zelt deschäfligt die Gcmüther in den thüringi schen Kleinstaaten die Frage der Gerichts- o rgauifation und die Bestimmung über die Sitze der zu errichtenden Landgerichte und auch wohl nirgend» in Deutschland ist eine befriedigend« Lösung dieser Frage schwieriger als in unsere» »er- stückelt« Thüringen mit seiner territorial« Zer- ristenheit, da jede» Staatchen und Refideuzchm auch sein eigenes Landgericht haben möchte. Während tn rg «uv lgtschen itaat« zu« Theil noch in de« Stadium der Berathuugeu und Erwägung«, ja tm fürstlich Ministerium in Gondershausen Halle —.befindet »an sich in dev übrigeuthürinx El schwarzbngiscben Mini ist sogar der definitive Beitritt zu« gemeivschast- »«. -r Dresden, 29. Ott Die Zweite Kammer trat heute zu einer öffentlich« Sitzung zusammen, in welcher nach Verlesung der Reglstrande die Deputation-Wahlen vorgeuommen wurdm. Gewählt wurden: Petitions-Deputation: Barth-Stenn, v Beste, Brettfeld. Säuffer, Leh mann. Metschver, vr. Pfeiffer, Speck, Zeuner. Uhle ll Rechenschafts-Deputation: Grahl,Gü» ther, vr. Heine, Häckl, Hildebraudt. Klopfer, Mathe». Schieck. Seydel. Werner. Kinanz-Deputation L.: Bunde, Ktrbach, Leuteritz, Mrhnert, vr Minckwttz, v. Oehlschlägel. Oehmich«. Pmzig, Starke-MM Weida, Uhlemauv Finanz-Deputation 8.: Hartwig. Kökert. May, Philipp, Roth, Scheller. Schmidt, Schreck. Starke (Pirna), Stauß. Gesetzaebungs-Deputatiou: Ackermann, v. Shrevstein, Syfoldt, Körner, vr. Krause, vr. Schaffrath, vr. Stephani, Streit, Vodel. Querver. -r- Dresden, 29. Oktober >« heutig« Tage ist eine für Leipzig besonders wichtige Vorlage, der Entwurf des Gesetzes, welches d,e Aufhebung der akademisch« Gerichtsbarkeit verfügt, dm Kammern zugegavgm. De« Universitälsgerichte verbleibt die Diseiplinargewalt. Verhand lung« und Entscheidung«, sowie fachen gegen Studirevd« müssen noch nicht Hätten die entschließen können, etwa» von ihren Hoheitsrecht« zu opfern, so würden sich die Landgertchts-Bezirke in Thüringen recht gut Hab« arrondirm last«; so aber treibt der ob« gepflegte Parti- cnlarismus auch nach »nt« Wurzel und es werden deshalb Petitionen und Agitation« ms Werk gesetzt, um tm Sinne des Localpatriotismus etwa» zu gewinn«. Wenn man auch zugeben muß, daß manche Städte, wie z. B. Eisenach, welche» gleichwie Hildburghausm das Appella- tionSgericht und Kretsgericht verliert und auch ohne Landgericht bleiben soll, «ommran in Nack theit komm«, so läßt fich die» doch im Interefie des groß« Ganzen nicht ändern. De« Ver nehmen nach «acht mau jetzt in erster« Stadt Anstrengungen, »« ein Landgericht zu erhalt« und soll gegenwärtig nach einer stattgchm- dm« Audienz sogar eine Petition direct an den Großherzog nu Gange fein Ob die selbe jetzt, nachdem sich das Sroßherzogthu« Sachs« vom Herzogthum Meiningen hat über- fiügeln last«, von Erfolg fein wird, ist i zweifelhaft; denn der ca 90 800 Seel« Eifmacher Kreis ist für die Errichtung sonder« Landgericht» mit 11 Rächen zu klein; möglich wäre dieses nur gewesm durch eine Ver einigung mit den preußisch« Kreis« Schmal- kald« und Schlrustngm-Sichl. Leider ist diese Verbindung nun schon mit Meiningen erfolgt, welches die von Preußen gestellt« Vedi angenommen hat Nach letzter« ficht Besetzung zweier o desgerichte in Jena Vorbehalt« und rung gestellt, daß die Besoldung der Räche derselün Höh« wie in Preußen strUsiudtt. . Herr stücke, digen richt« Ru Statt m>» r«l». Verschiede akreichläi gebracht »erd« erklärte Haftstrafm i« Carcer zu verbüß« —r Lttpötg, »0. October. Durch eine Vorlage der Regieruug an den Lcwdtag wird bestätigt, d-ß j in Sachs« noch eine LehrerbUdungsaustalt errichtet werden soll. Es »erden für die Errich tuvg eines Seminars i» Rochlitz 400,004 gefordert In dm Motiv« de: Borlage heißt es: „Das Ministerin« des Enltus nnd öffmt lichm Unterrichts hat dmcch neuerliche Erhebung« über dm Stand de« volksschnlwrsms im König reich ans» Neue fich üi»rz«gt. daß durch die 3» October. Uuher Mitbürger er hat t« Haft seines Grund ., Ltndenstraße Nr. 6. ein Miethhaus mit Dampskrast für verschiedene Gewerbe- treiteude nach de» in Frankreich längst bekannt« Muster erbaut. Derartige Anlag« ermöglich«« Industriell« die miethweis« Benutzung eines ihr« «; weg« Uebertretuna« I Zwecke» entsprechenden Arbeitsraumes und zwar find von dm Studirmvm I verbünd« «tt der vothigm Dampskrast Der m re. I tn Ache stehend« Van enthält fünf solcher )ct«ber. D ^ - ... m Landtag ekeyrerb verfügbar« Kraft von io ist somtt fünf verschied«« geboten, ihre Stätt« dazu trttt weiter die Räume «tt einer erdekriiftev. Es Vverkm die Möglichkett daselbst auszuschlag«, »ad prakttschc Einrichtung des Transports der Roh stoffe »vd fertig« Fabrikate aus dm einzelnen Etagen mitte» Fahrschachte». Wir h«tt« Ge- leg«hett, die maschwell« Siurichtuug zu bestchtigev. sowie der« Inbetriebsktzuog b«t»»wohu« uuv Hab« ein« durchweg günstig« Ecvdrnä davon