— 59 — Als durch den Reichskommissar Wißmaun diese Nachricht nach Europa gelaugte, war man überall sehr erfreut. „Wie aber," fragte man, „ist es Stanley seit August 1888, wo mau zuletzt Sicheres von ihm hörte, ergangen? Wie kommt es, daß Emiu seine Provinz verlassen hat, nachdem er noch 1887 erklärt hatte, daß er seine Leute nicht verlasse?" Die Beantwortung dieser Fragen bildet eine lange Leidensgeschichte. Mit seinen Leuten zog Stanley vom Arnwimi zum Albertsee. „Die bloße Aufzählung der Er eignisse," sagt Stanley, „würde verschiedene Buch Papier füllen." Ein einziger großer zusammen hängender unwirtlicher Urwald, das Wachstum un- gezählterJahrhunderte, war zu durchwandern, ein Wald, der in Zwischenräumen von bösartigen Menschen fressern und listigen, unermüdlich plackenden Zwergen wimmelt. Stanley schildert ihn in einem seiner Briese: „Stellen Sie sich einen dichten Wald Schottlands vor, der das Unterholz eines Hochwaldes von 30 bis 45 Meter Höhe bildet, ein unlösbares Gewirr von Dornsträuchen, in welches niemals das Sonnenlicht dringt; Büche, die träge in dem Schilfdickicht dahin fließen; von Zeit zn Zeit einen tieferen Strom. Das Summen allerlei geflügelter Insekten begleitet das Geschrei der Affen und der Vögel. Von Zeit zu Zeit zeigt sich eine Herde Elefanten und ver schwindet sofort in den Tiefen des Waldes. Manch mal lauert ein häßlicher Zwerg in dem Dickicht und schnellt gegen uns den vergifteten Pfeil ab, oder ein