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WlaülürdMmlWMVMMkl r 3S M." r ^ für ^/,S.17^N.sta1t I8Dl. Stellengesuche werden mit 10^. pro ; ^ r? L2 Nr. 1S0. Leipzig, Mittwoch den 7. Juni 1916, 83. Jahrgang. Redaktioneller Teil Verein der Deutschen Musikalienhändler zu Leipzig. Geschäftsbericht des Vorstandes über das Bereinsjahr 1915/1916, erstattet in der ordentlichen Hauptversammlung Dienstag, den 23, Mai 1916, nachm, 3 Uhr, im Sachsenzimmer des Deutschen Buchgewerbehauses, Noch immer umbraust uns der Weltkrieg, neue Feinde sind aus uns gehetzt, und noch ist leider kein Ende des blutigen Völler ringens abzusehen. Um so mehr können wir mit Stolz und Freude bekennen, datz auch in diesem verflossenen Jahre sich die wirtschaftliche Kraft des deutsche» Musikalienhandels glänzend bewährt hat. Wir müssen und wir werden durchhalten! Mit diesem Rufe wollen wir auch im kommenden Geschäftsjahr vertrauensvoll der Zukunft entgegensehen. Zu den Waffen einberufen wurden, soweit uns bekannt ge worden ist, folgende Mitglieder: die Herren vr, Robert Astor, Otto Fürstner, vr, Hermann von Hase, Max Kutschmann, Richard Leede, Wilhelm Lienau, Adolf Schellenberg, Willy Stahr, Her mann Sturer, P. I, Tanger; an weiteren Musikalienhändlern, Söhnen von Mitgliedern, Teilhabern usw,: die Herren Waller Bisping, Walter Doert, Otto Fritz Heins, Herbert Junne, Otto Teich, Eine fortlaufende Liste aller im Felde stehenden oder zu den Waffen eingezogenen Berufsgenossen befindet sich fast in jeder Nummer unserer Vereinszeitschrift; wir bitten um entspre chende Ergänzung, Mit dem Eisernen Kreuz wurden ausgezeichnet unsere Mit glieder: die Herren Wilh, Dencker, Alfred Engel, Otto Fürstner, vr, plnt, Bernh. Klemm; dieselbe Auszeichnung erhielten die Söhne unserer Mitglieder: die Herren Otto Fritz Heins, vr, L, Strecker, Otto Teich, Von unser» Gehilfen erwarben das Eiserne Kreuz die Herren Eduard Lucas <N. Simrock G, m, b, H,, Berlin), Franz Mäding (Schriftleiter der Süddeutschen Sängerzeitung, Karl Hochstein, Heidelberg), Fritz Peil (C. F, Peters, Leipzig), Weitere Kriegsauszeichnungen erhielten die Herren Georg Merseburger und Curt Oelsner, und zwar das Ritterkreuz des Sächs, Albrechtsordens mit Schwertern, die Herren Walter Richard Linncmann, Carl Reinecke und unser früherer Vereins anwalt Herr vr, Miltclstaedt, das Sächs, Kriegsverdienstkreuz, Der Verein der Deutschen Musikalienhändler zu Leipzig be steht zurzeit aus 135 ordentlichen und 259 außerordentlichen Mitgliedern: außerdem gehören ihm noch 5 anerkannte Vereine an; der Verein zählt also insgesamt 399 Mitglieder mit 463 Firmen, Durch den Tod schieden aus unfern Reihen die Herren Richard Albrecht in Leipzig, ein eifriges Mitglied des Vereinsausschusses, Oscar Brandstetter in Leipzig, Carl Dieckmann in Leipzig, Ernst Fischer in Berlin, Otto Raßmann in Jena und Kommerzienrat Hugo Wolff-Röder in Leipzig, dessen edler Gesin nung wir die Wolfs-Röder-Stiftung verdanken. Durch Gründung dieser segensreichen Stiftung hat er seinen Wunsch verwirklicht, unfern Mitgliedern und Fachgenossen oder deren Angehörigen im Falle der Not helfend zur Seite zu stehen. Von den Söhnen unserer Mitglieder erlitten den Heldentod die Herren: Otto Fritz Heins, Sohn des Herrn Carl Heins in Berlin, Walter Koch, Sohn des Herrn Reinhold Koch in Halle a, S,, Otto Teich, Sohn des Herrn Otto Teich in Leipzig; ferner die Herren: Paul Fischer (Robert Meißner in Leipzig), Karl Fritz (Hug L Co, in Leipzig), Max Arthur Große (Carl Rühle's Musikvcrlag in Leipzig), Paul Richter (Emil Richter in Hamburg) und Ferdinand Strunck (Ludwig Hupfeld in Böhlitz-Ehrenberg), Ehre ihrem Andenken! Die Feier ihres 56jährigen Bestehens konnten die Firmen G, Alsbach L Co, in Amsterdam, Bellmann L Thümer in Potschappel, Karl Ewald in Frei berg i,S,, Louis Oertel in Hannover, Eugen Pfeiffer in Heidelberg, Otto Schmemann in Essen (Ruhr), F, Schuckert's Musikalienhandlung (O, Rettke) in Krefeld begehen, während Herr Willibald Challier in Berlin als Inhaber seit 56 Jahren der Firma C. A, Challier L Co, in Berlin beglückwünscht werden konnte, 25 Jahre waren verflossen seit Gründung der Firmen: Rudolf Dietrich, Franz Jost und Gebrüder Reinecke, sämtlich in Leipzig; Herr Wilh, Thies ist seit 25 Jahren Inhaber von Max Kott in Braunschweig, Von den Zinsen der Wolff-Röder «Stiftung gelangte ein Teil an zwei Musikalienhändler und an die Witwe eines Fach genossen zur Auszahlung, 17 Jahre sind seit Erscheinen der ersten Nummer unserer Vereinszeitschrift »Musikhandel und Musikpflege« vergangen; sie konnte am I, Januar 1916 den 18, Jahrgang beginnen. Be schlußgemäß erscheint sie infolge des Krieges nicht regelmäßig, sondern nur nach Bedarf oder bei wichtigen Ereignissen. Erfreu licherweise ergab infolge tunlichster Einschränkung der Posten »Zeitung« im Rechnungsabschluß 1915 statt des angenommenen Verlustes einen kleinen Gewinn, Die Mitglieder erhalten ein Exemplar der Zeitung kostenlos, weitere Exemplare für die Ge hilfen stehen zu dem sehr mäßigen Bezugspreise von je 5 Mark jährlich zur Verfügung, Um freiwillige Mitarbeiterschaft an der Zeitschrift zur Klärung von Berufsfragen, Anregungen zur Be seitigung von Mißständen sei auch an dieser Stell« gebeten, damit »Musikhandel und Musikpslege« seinen Zweck, das Sprach- organ des deutschen Musikalienhandels zu sein, ganz erfülle. Der Vereins-Wahlzettel, das Anzeigenblatt unseres Ver eins, konnte gleichfalls besser abschließen, als im Voranschlag angenommen war. Aber ein noch größerer Überschuß könnte er reicht werden, wenn alle Vereinsmitglieder den Vereins-Wahl zelle! — als ihre eigene Gründung — besser und nachhaltiger unterstützen wollten. Die Schriftleitung kommt durch die Doppel- uatur der Zeitschrift und des Vereins-Wahlzettels, als Vereins- organe einerseits, als Geschäftsunternehmen andererseits, oft in eine eigentümliche Lage. Von den Verlagsartikeln ist soeben eine neue Ausgabe der Scheine zur Abtretung des Urheberrechts, infolge der Gründung der »Genossenschaft zur Verwertung musikalischer Aufführungs rechte« (Gema), erschienen, Di« im Voranschlag für den Absatz eingesetzte Summe wurde nicht erreicht, da eben der Hauptver lagsartikel, die alten Verlagsscheine, im letzten Jahre nicht mehr zum Verkauf gelangt ist. 713