ABSCHNITT V. DIE SÄEMASCHINEN. Es lässt sich wohl mit gutem Rechte behaupten, dass die bei uns angewendeten Säemaschinen für breitwiirfige und Reihen saat den Anforderungen der Landwirthschaft genügen, und dass das Bedürfniss nach weiteren Verbesserungen derselben im All gemeinen kein erhebliches ist. Die Maschinen für die Breitsaat speciell zeigen bei grösser quantitativer Leistung hinlängliche Genauigkeit'der Bemessung und Ausstreuung; sie erfordern nur geringe Zugkraft, sind dauerhaft und im Allgemeinen nicht zu kostspielig. Unser Drill, angeordnet nach dem Muster der Garrett’schen Maschine, mit den Verbesserungen, welche nament lich einige deutsche Fabrikanten, wie Sack und Zimmermann, an demselben anbrachten, zeichnet sich in erster Reihe durch vorzügliche Genauigkeit in der Bemessung und Unterbringung des Saatgutes sowie durch die Möglichkeit aus, die anschliessen den Reihentouren genau in dem normalen Abstande , der Reihen zu befahren. Er setzt einen wohl vorbereiteten Acker, frei von Steinen oder harten Erdschollen, voraus, sowie ein Terrain mit nicht zu erheblichen Steigungen, weil hierbei die Zugkraft zu beträchtlich ausfällt. Dieser letztere Umstand, herrührend aus dem hohen Gewichte unseres Drills, wird vielfach und wohl mit Recht als ein Nachtheil desselben bezeichnet, ebenso wie die Nothwen- digkeit, mindestens zwei, in der Regel aber drei Arbeiter zum Betriebe der Maschine zu verwenden. Hierdurch wird die Feld bestellung mittelst der Drillsäemaschine stets kostspieliger als mittelst Handsaat oder der breitwürfigen Maschine, und nur die anderweitigen Vortheile der Drillcultur sind die Veranlassung zu