ANHANG. Amerikanische Methode zur Markirung von Schafen, Rindern u. s. w. In vielen amerikanischen Wirtschaften ist es üblich, das sämmtliehe Vieh mit Marken zu versehen, welche ausser einer laufenden Nummer den Namen und die Adresse des Besitzers tragen. Der Zweck dieser Bezeichnung ist hauptsächlich, ver laufenes Vieh zurückerhalten zu können, was nicht möglich wäre, wenn die Thiere nicht den Namen des Besitzers an sich trügen. Für Zuchtthiere ist die Bezeichnung die nämliche wie für den gewöhnlichen Viehstand; die beigefügte Nummer entspricht dem Stammregister, so dass man aus diesem alles Wissenswerte über die Abstammung erfahren kann. Eine complicirtere Bezeichnung des Thieres, um mit Hilfe einer Chifferschrift direct Abstammung, Alter u. s. w. zu erkennen, ist nach den mir gewordenen Mit teilungen nicht üblich. Die Bezeichnung wird häufig mittelst eines Ohrringes aus flach gewalztem, verzinntem Eisendraht ausgeführt (Fig. 171), auf welchem einerseits die laufende Nummer, andererseits Namen und Adresse des Besitzers eingeprägt sind. C. H. Dana zu West Lebanon, New Hampshire, hatte den Apparat zur Herstel lung dieser Hinge, ein Walz- und Prägewerk, sowie diese letzteren selbst in den verschiedenen Grössen zur Ausstellung gebracht. Das Ohr wird mittelst einer Lochzange durchstossen, der läng liche Ring, welcher um ein Geringes geöffnet ist, eingezogen und derartig zusammengedrückt, dass er sich nicht auslösen kann. Fig. 172 zeigt die Ringe für Schafe und Schweine in natürlicher Grösse (0-022 Meter lang) und Fig. 173 die Ringe für Rindvieh und Pferde (0-036 Meter lang), ebenfalls in natürlicher Grösse. Die Schafringe gestatten für die Adresse neun Buchstaben, die