21 VI. Wasserhebung. 37. Hydropneumatische Pumpe ohne Kolben von Zaronbine in Petersburg. Diese im Modell ausgestellte Pumpe besteht aus 9 Glascylindern, welche durch Kränze mitBöden von einander abgeschieden sind. In dem Boden ' eines jeden Cylinders, mit Ausnahme des tiefsten, befindet sich ein nach oben sich öffnendes Ventil, an welches sich nach unten ein Rohr anschliesst, welches bis fast an den Boden des nächst tieferen Cylinders reicht ; hievon macht jedoch der zweite Cylinder eine Ausnahme. Alle Cylinder sind unge fähr zur Hälfte, die beiden äussersten jedoch ganz mit Wasser gefüllt. Der oberste Raum aller mit geraden Ziffern bezeiclineten Cylinder steht durch Röhrchen mit dem Luftrohre a in Verbindung, in welchem durch das Zusammendrücken des Kaut schukballons b die Luft zeitweise verdichtet werden kann; die ungeraden Cylinder, mit Ausnahme der beiden äussersten, stehen ebenfalls durch Röhrchen mit dem Rohre c in Verbindung, welches mit der Atmosphäre communicirt. Das Heben des Wassers aus dem Reservoir d bis f geschieht nun in folgender Weise: Wird der Ballon b zusammengedruckt, so treibt die in den geradziffrigen Cylindern hiedurch comprimirte Luft einen Tlieil des darin enthaltenen Wassers durch das Rohr und Ventil in den nächst liöhem Cylinder. Beim Nachlassen des Druckes auf den Ballon entsteht in den geraden Cylin dern ein luftverdünnter Raum, und die äussere atmosphärische Luft treibt einen Tlieil des Wassers aus den ungeraden Cylindern durch die Röhren und Ventile in die geraden Cylinder, wodurch sich das von letztem abgegebene Wasser wieder ersetzt. Dadurch gelangt allmälig das Wasser aus dem untersten Cylinder in den obersten, aus dem es sodann abfliesst. Es versteht sich von selbst, dass bei der Anwendung im Grossen der Ballon b durch einen Luft- cylinder mit Kolben oder durch eine Wasserglocke ersetzt werden muss. Diese Einrichtung gestattet eine Transmission der Arbeit zum Wasser heben auf grosse Entfernungen.