VORWORT. Die vorliegenden Mittheilungen über die Pariser Ausstellung 1867 stimmen in der Form mit jenen ganz überein, welche ich Uber die Pariser Ausstellung- 1855 und die Londoner Ausstellung von 1862 veröffentlicht habe. Sie mögen gleich den beiden letztem bloss als kurze Notizen eines Fachmannes für sich und seine Fachgenossen aufgenommen werden; sie können durchaus keinen Anspruch auf Vollständigkeit machen, weil bei der zu grossen Zahl der Gegenstände und bei der kurzen Zeit von kaum 5 Wochen, welche ich dem Besuche der Ausstellung widmen konnte, ein vollständiges Studium der ausgestellten Objecte absolut unmöglich ist; aber selbst bei einem etwas langem Besuch würde eine Vollständig keit in den Mittheilungen jedenfalls die Benützung-jener Nachweisungen voraussetzen, welche die Aussteller für die Mitglieder der Ausstellungs- Commission und der Jury geliefert haben, die jedoch dem gewöhnlichen Besucher der Ausstellung nicht zugänglich sind und tiberdiess zur Durchsicht und Benützung zu viel Zeit erfordern würden. Der gewöhnliche Besucher der Ausstellung ist bei Besichtigung der Gegenstände grösstentheils bloss auf den Katalog und seine eigenen Combinationen angewiesen und er kann es meist bloss dem Zufalle ver danken, wenn er über einzelne Gegenstände auf anderen Wegen Einiges in Erfahrung bringt. Es ist zu verwundern, dass man trotz der nun zum vierten Male sich wiederholenden grössern Ausstellung noch immer das Ausstellen nicht gelernt hat: Noch immer fehlen bei den meisten Gegen ständen die Tafeln und Zetteln mit Angabe des Namens und Wohnortes des Ausstellers, dann der Bezeichnung des Gegenstandes und seines Zweckes nebst kurzen Andeutungen Uber das Eigenthümliche und Wesentliche des betreffenden Gegenstandes. Man muss sich oft glück lich schätzen, die richtige Katalogs-Nummer bei dem Gegenstände vor zufinden ! — In erster Linie fällt in dieser Beziehung die Schuld auf die Aussteller selbst, welche diese Tafeln den Gegenständen nicht sogleich bei deren Versendung beiscldiessen; in zweiter Linie sind es jedoch die