Statistische Daten über die Gussstahlfabrik von Fried. Krupp bei Essen, nebst den sonstigen dazu gehörenden Berg- und Hüttenwerken. Die Gussstahlfabrik bei Essen besteht seit dem Jahre 1810. Sie wurde von dem zeitigen Inhaber Alfred Krupp seit dem Jahre 1826 betrieben und im Jahre 1848 für alleinige Rechnung übernommen. Das Etablissement hat sich allmälig entwickelt. Zur Zeit (Januar 1873) bedeckt dasselbe einen zusammenhängenden Flächen raum von über 400 Hectaren (circa 1600 preuss. Morgen), von denen etwa 75 Hectare überdacht sind, und beschäftigt über 12,000 Arbeiter, abgesehen von reichlich 2000, welche durch Bauunternehmer gestellt werden. In den sonstigen Borg- und Hüttenwerken der Firma Fried. Krupp werden ausserdem noch ca. 5000 Arbeiter beschäftigt; die Totalsumme stellt stellt sich mithin auf etwa 17,000 Arbeiter. Die Zahl der Beamten und Fixirten beträgt gegenwärtig 739. Im Jahre 1872 überstieg das Quantum des producirten Stahls in Güssen 125 Millionen Kilogr. (125,000 Tonnen). Die daraus angefertigten Gegenstände waren: Achsen, Rad reife, Räder, Herzstücke, für Eisenbahnen, Schienen und Federn für Eisenbahnen und Gruben, Achsen für Dampfschiffe, diverse Maschinentheile, Kesselhleche, Walzen, Federstahl, Werkzeugstahl, Kanonen, Lalfeten, Geschosse u. s. w.