EINLEITUNG. Die Weltausstellung in Philadelphia, welche in allen Ge bieten der Technik dem Fachmanne so viel des Interessanten und Lehrreichen bot, und in ihrer Gesammtheit den Laien durch ihre imposante Grösse erdrückte, versprach dem Che miker von vornherein wenig Neues. Die Befürchtung, dass uns in Philadelphia mit Ausnahme weniger wichtiger Einzelheiten nur die bereits bekannten und mehr oder weniger häutig ge sehenen Schaustellungen begegnen werden, war wohl begründet, wenn man in Betracht zog, dass in der kurzen Zeit, welche seit der letzten Wiener Ausstellung verflossen ist, in der che mischen Technik keine Erfindungen von wahrhaft epoche machender Bedeutung gemacht worden sind. Hiezu kommt noch der Umstand, dass die in der chemischen Technik voranschrei tenden europäischen Länder wegen der grossen Kosten, welche die Beschickung der Ausstellung verursachte, und wegen der in gewissen Zweigen wenigstens verschwindend kleinen Aussicht geschäftlichen Erfolges durchaus nicht in der Weise vertreten waren, dass der Besucher der Ausstellung in der Lage gewesen wäre, sich ein richtiges Bild von dem Zustand dieser Industrie in den betreffenden Ländern zu machen. Bei dem Besuche der Ausstellung kam ich daher bald zur Ueberzeugung, dass der Bericht, mit dessen Ausarbeitung ich betraut war, wenn er sich programmmässig darauf beschränken sollte, nur auf der Centennial-Ausstellung und auf dem ameri kanischen ContinenteGesehenes zu erörtern, sich wesentlich von Bericht Über die Ausstellung zu Philadelphia. VII. 1