III. ABSCHNITT. FALLHÄMMER UND STIELHÄMMER. A. Fallhämmer (Drop Hammer, oder Drop Presses). Diese werden überall dort angewendet, wo die Druckpresse mit ihrer Kraft nicht mehr ausreicht, oder doch, um Kraft genug zu besitzen, in grossen Dimensionen ausgeführt werden müsste und desshalb zu kostspielig wäre, oder für die Arbeiten, die besser durch Schlag, als durch Druck erzeugt werden. Insbesondere sind diese Fallhämmer in Schmiedewerkstätten anzutreffen, in welchen kleine gleichgeformte Gegenstände in grösser Anzahl anzufertigen sind, also in Schraubenfabriken, Werkzeugfabriken, bei der Fabri kation von Handfeuerwaffen, Nähmaschinen u. s. w. Die amerikanischen Fallhämmer besitzen dieselben Vorzüge, welche an den Druckpressen zu finden waren. Sie gestatten, dass man einen Schlag oder eine beliebige Anzahl Schläge, und in beliebigen Zeiträumen hintereinander geben kann. Der Hammer bär, nachdem er den Schlag ertheilt, geht sofort in die Höhe und bleibt an einer bestimmten Stelle stehen, bereit den nächsten Schlag zu ertheilen. Die Höhe, von welcher man ihn fallen lassen kann, ist ebenfalls, je nach der Arbeit verstellbar. Beim Herab fallen sowohl, wie beim Aufwärtsgehen, kann man den Hammer bären an einer beliebigen Stelle auffangen. Es wird dadurch mög lich, erstens den Aufschlag zu vermeiden, und zweitens, den Schlag mit verschiedener Stärke, respective aus verschiedener Höhe zu ertheilen. Bei einem Fallhammer war es sogar möglich, den Ham merbären aus beliebiger Höhe langsam herabgleiten zu lassen und auch an jeder Stelle zum Stillstand zu bringen.