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d oen tische lord- astag, entö- tlicn. steten. , dm m. nfang tor. mk. Seiden, j Uhr, jwager zurück- istlosen , noch en daS ie vom ochenen nähme, schmuck Beglei» mg auf stände, indern. tuusche, chläzcn en und 'z>tz m nen. - Geyer nk auS' hlthaten n treue» d Ver- n guten bewvhl! »sch: Montag, den 25. Februar. 1881. 47 Pesth, 21. Febr. In der heutigen MagistratSfitzung wurde ein königl. Schreiben verlesen, durch welches der Landtag zum 2. April nach Ofen einbernfen wird, behufs Inauguration und feier licher Krönung des Kaisers als König von Ungarn, Ueberreichung des königlichen JnanguraldiplomS an die Stände und Landesver tretung, Wahl eines Palatins und Berathung höchst wichtiger ge setzlicher Lerfügungen. Das Schreiben besagt", der Kaiser werbe mit Gottes Gnade den Landtag persönlich leiten. — Aus Losoncz vom 15. Febr. schreibt man dem Pesther Lloyd: „Der letzte Jahrmarkt in Losoncz, der gestern stattgesunden, hat sich durch ein trauriges Ereigniß bemerkbar gemacht. Einer von den ucuerrichteten Comitatspanduren forderte von einem Bauer einen Bichpaß. Dieser konnte keinen vorweisen, worauf zwischen beiden ein Wortstrcit entstand, dem der betrunkene Pandur damit ein Ende machte, daß er ein Pistol zog und den Bauer niederschoß. Die Ladung traf die Magengegend, so daß der Arme sogleich zu sammenstürzte. Kaum war dies geschehen, als auch der berittene Pandur das Weite suchen wollte; die erbitterte Volksmenge jedoch umringte ihn, zog ihn vom Pserde und schlug ihn der Art, daß er bewußtlos fvrtgclragen wurde. Der Bauer ist gestorben, der Pandur wird wahrscheinlich aufkommen. Leider hört man auch au- andern Gegenden von solchen rohen Gewaltmaßregcln; sie machen nicht nur bei den Gebildeten, sondern auch beim Volk einen nieder- Amtsblatt des Königl. Bezirksgerichts zu Freiberg, sowie der Königl. Gerichtsämter und der Stadträthe zu Freiberg, Sayda und Brand. Tagesljeschichte. Meerane, 21. Februar. (Dr. I.) Ein höchst betrübender erschreckender Vorfall hat sich in früher Morgenstunde bei uns er eignet. Die Gattin eines in schweres Unglück gekommenen jungen Juristen, welcher aber wahnsinnig geworden und aus den Mitteln der hiesigen Stadt bereits zum zweiten Male der Heil- und Ver- Pflegungsaustalt Sonnenstciu anvertraut worden ist, hat, in Ver zweiflung gerathen, diesen Morgen ihr jüngstes, dreiviertcl Jahre altes Kind iu dem Dietrickbache ertränkt und sich hierauf mit ihrem fünfjährigen Kinde in einen nicht weit davon befindlichen Teich begeben, um sich und dem Kinde das Leben zu nehmen. Das Angstgeschrei des letzter» hat Leute hcrbeigezogen, welche die Bedauernswürdige an der Ausführung ihres Vorsatzes behindert und in das hiesige Stadtkrankenhaus sofort gebracht haben. Das jüngste Kind dagegen ist todt. Erfurt, 21. Februar. (Dr. I.) Eine dieser Tage hier er folgte Verhaftung wird im Publikum vielfach diScutirt. ES betraf nämlich dieselbe einen geborenen Preußen, der vor etwa 10 Jahren nach den Vereinigten Staaten Amerikas auSwanderte, dort auch eine höhere Postbeamteustelle bekleidete und jetzt auf einer Besnchs- reise in hiesiger Stadt verweilte. Die Militärbehörde hielt sich nun verpflichtet, seine Verhaftung zu veranlassen, da er seine dies seitige Militärpflicht noch nicht erfüllt hat. Der amerikanische Bürger hat dagegen Protest eingelegt und die Intervention des nordameri kanischen Gesandten in Berlin angerufen, die dieser auch zugesagt haben soll. München, 19. Februar. Ein jüngst erschienenes Ministerial- rescript bezüglich der Gleichstellung der Israeliten mit den christ lichen Staatsbürgern Baierns in gewerblicher Beziehung hat bereits practische Anwendung gefunden. Der hiesige Magistrat entschied in heutiger Sitzung, daß den Gesuchen von zwei Israeliten, von denen einer eine Priechlergerechtsame kaufte und der Andere eine Schneidergcrechtsame pachtete, ohne sich ansässig zu machen, um Be willigung zur Ausübung dieser „Rechte" kein Hinderniß mehr ent- gegenstehe. Bisher dürften nämlich die Israeliten nur dann ein Gewerbe ausüben, wenn sie vorher die Ansässtgmachung, resp. die Ausnahme in die Judenmatrikel, erlangt hatten. Jetzt sind sie nur noch von Brau- und Wirthsgewerben ganz ausgeschlossen. München. Baierische Blätter berichten: ,, Der König Max hat abermals einen Act der Munificenz für die Wissenschaft be- thätigt, indem er zur Herstellung einer Geschichte in Deutschland die Summe von 50000 Fl. aus der Cabinetscasse angewiesen hat. Die Bearbeitung dieses höchst umfassenden Werks geschieht unab hängig von dem beständigen Fonds der historischen Comission." Bremen, 17. Februar. Nach der „Wes.-Ztg." ist den luthe rischen Bewohnern Bremerhavens heute ein sehr wichtiges und für die gesammten kirchlichen Verhältnisse inhaltschweres Ereigniß zur Kunde gekommen. Der Senat hat die Bildung einer lutherischen Gemeinde verboten. Eine Anzahl dem lutherischen Bekenntnisse angehöriger Einwohner Bremerhavens hatte vor kurzem dem Senat die Erklärung abgegeben, daß sie gesonnen seien, zu einer selbst ständigen, von der hier stehenden vereinigten evangelischen.Kirche unabhängigen lutherischen Gemeinde zusammenzutreten, wobei sie in- deß die pccuniären Mittel selbst herbeizuschaffen bereit seien, ohne hierfür eine öffentliche Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Dieser Erklärung ist von Seiten des Senats die obenerwähnte Antwort zu Theil geworden, welche das Zusammentreten zu einer selbststän digen lutherischen Gemeinde als nicht statthaft untersagt. schlagenden Eindruck, und wir waren Zeugen einer Aeußerung vo/r Seiten eines Bauern, die ein bedenkliches Zeugniß von der Stim mung in diesen Schichten des Volks abgiebt. Der Bauer sagte in ungarischer Sprache: „Das ist entsetzlich! Wenn dies die Das ist entsetzlich! Wenn dies die Deutschen gethan hätten, so wäre es nicht zu verwundern; aber so handeln unsere eigenen Lepte!" — AuS Innsbruck vom 19. Februar schreibt man der Allge meinen Zeitung: „Der israelitische Friedhof ist neuerdings wieder arg verwüstet worden; man hat fast alle Denkmäler umgestürzt und die Marmorplatten zerschlagen. DaS ist ein Seitenstück zum protestantischen Gottesacker, den man im vorigen Sommer zum Anbau von Gemüse benutzte. Soll vielleicht damit die Gleichbe rechtigung der Religionen cingeleitet werden?" Neapel, 18. Februar. Mit 1. Juli wird das Justizwesen wie in Oberitalien eingeführt. In Gaeta wurden die in Neapel publicirten Gesetze in Kraft gesetzt. Der Statthalter ertheilte den minder politisch Compromittirten eine Amnestie. Das Concordat vom Jahre 1818 wurde annullirt, der geistliche Gerichtshof aufge hoben; der Staatsrath wird Conflicte zwischen dem Civil und der Geistlichkeit erledigen. Die Ordensklöster mit wenigen Ausnahmen werden aufgehoben, deren Güter von der Kirchenkasse verwaltet. — Nach Turiner Meldungen verlangte der Kommandant der Citadelle von Messina, General Fergola, 24 Stunden Bedenkzeit, um den Postdampfer mit der amtlichen Bestätigung von der Uedergabe Gaetas zu erwarten. Nach Eintreffen desselben hofft man die Ucbcrgabe dieses Platzes. Rom, 18. Februar. Unter den Personen, welche den König Franz II. hierher begleiteten, sind Fürst»v. S. Ruffano, die Her zogin v. S. Cesario, Graf v. Capaccio, Ritter Ulloa, Msgr. Gallo und sein Assistent, Ritter Ruitz, General Riedmatten, General Bosco General Schumacher, General Pasqua, Oberst Pisacane, Oberst Besio, Major Winspeare, Hauptmann Lutrec, Hauptmann Psysser und ungefähr 40 bis 50 andere Offiziere. Kopenhagen. Die dänische Regierung «cbehrdel sich überaus kriegerisch; sie läßt durch die „Berling sche Ztg- einen förmlichen Kreuzzug gegen dies ruchlose Deutschland predigen, das zu einer Execution ganz und gar nicht berechtigt sei und dessen Heere, fall» sie gegen Dänemark marschiren sollten, von einem möglichst weit vorgeschobenen Posten aus zurückgeschlagen werden müßten.' Nun Freiberger Anzeiger dm bi« Nachmittags Ull^ gespaltene Zeile oder Z Mr fUr die nächst- deren Raum mit» Pf. ^77° Tagevlatt. .