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L'LS»°PL, mit Rußland scheint Salisbury läge» Masse, jasse, mle ;en und Bä hen Blum, sres herzeiz- hmals mistu 885. rltem und Friui, em. on Liebe Md als auch bei uren hi eraus reiche, eichen Wm z unsern heg- nk. l885. )interlasM 38. Jahrgang. Sonntag, den 9. August k stattfind«, NastwiNH. ter bier reize, uä krsii. 885. und Tageblatt. Amtsblatt für die königlichen nnd städtischen Behörden zn Freiberg » RE-»r: IAAF Die Woche. Immer großartiger entwickelt sich die durch den deut schen Reichskanzler mächtig geförderte Kolonialpolitik, welche gleichzeitig der sich prächtig entfaltenden deutschen Seemacht Gelegenheit bietet, ihre Kraft zu erproben. Fürst BiSmarck ist den deutschen Interessen in Ostafrika seit der Übertragung des kaiserlichen Schutzbriefes an die deutsche ostasrikanische Gesellschaft mit ersichtlichem Eifer gefolgt; n war es, welcher dem schwierigen Vorgehen der Agenten dieser Gesellschaft die Wege ebnete und im Voraus Vor kehrungen traf, deren Neuerwerbungen gegen fremde Ränke sicher zu stellen. Für die erwähnte Gesellschaft hat vr. Jülke zu Anfang Juli ferner die um den hohen Berg Lilimandjaro gelegenen Gebiete erworben, so daß nun die deutschen Ländereien in Ostafrika über 2500 Quadratmeilen Tagesschau. Freiberg, den 8. August. Bei dem Eintreffen des österreichischen Kaiserpaarcs in Gastein antwortet- der deutsch-Kaffer auf die Frage der Kaiserin Elisabeth nach seinem Befinden: „Die österreichische Luft und die österreichischen Heilquellen üben be, mir eine geradezu wunderthätige Wirkung," worauf der Kaiser Franz Josef be merkte- Nun, so Gott will, sollen Maiestat noch oft diele Wirkung "erproben." Gestern früh machte der deutsche Kaiser erst seine Morgenpromenade und stattete dann uni S Uhr den österreichischen Majestäten einen Besuch im Hotel Straubinger ab Nachdem Kaiser Wilhelm etwa eine halbe Stunde bei den österreichischen Majestäten verweilt hatte, verabschiedete sich die Kaiserin Elisabeth, um einen Spaziergang in das nach Böckstein führende Thal zu machen. Beide Kaiser ver blieben dann noch eine Viertelstunde allein. Zu dem gestern bei dem deutschen Kaiser stattgefundenen Diner waren außer dem beiderseitigen Gefolge der Staatsminister v. Bötticher, der Kardinal von Fürstenberg, der Statthalter Graf Thun, der Landeshauptmann Graf Chorinsky und die Grafen Beust, Palffy, Lamberg und Zichy geladen. Nachmittag 31/1 Uhr begab sich der Kaiser von Oesterreich, die Kaiserin am Arme führend, zu diesem Diner. Kaiser Franz Josef trug die Uniform des Franz-Regiments, die Kaiserin ein schwarzes Spitzenkleid, schwarze Federn im Haar und ein schwarzes Sammetband mit Brillanten um den Hals. Die Bevölkerung Gasteins begrüßte die Majestäten mit lebhaften Hochrufen. Hinter dem Kaiserpaar schritten Baron von Nopsca, Frau von Mailath, Baron von Mondel, Frei herr von Christalnigg und Freiherr von Fliessen, sämmtlich wie auch der Kaiser mit Trauerflor um den linken Unterarm, da die Hoftrauer um die Gräfin Meran begonnen hatte. Auf der zur Terrasse des Badeschlosses hinaufführenden Treppe erwarteten Hofmarschall Graf Perponcher und Baron Reischach die österreichischen Majestäten. Kaiser Wilhelm erschien beim Diner in österreichischer Uniform. Es war an zwei Tafeln im Speisesaale und im Salon fervirt; an der ersten, in Hufeisenform arrangirt, saß Kaiser Wilhelm in der Mitte, zur Rechten die Kaiserin, links der Kaiser Franz Josef. Um 5 Uhr war die Tafel beendet. Der Kaiser von Oesterreich führte feine Gemahlin und der Hofmarschall Graf Perponcher begleitete dieselben bis zum Fuße der Terrassentreppe. Bald darauf kam Se. Majestät Kaiser Wilhelm in österreichischer gefolgt von der gefammten Suite, die Treppe herab, A/'" über den Straubinger Platz und begab sich zu den L'ÄL"! ^'7. Rach w-mg°7 ,-m die Treuw eOesterreich führend, -nieder Jales Hotels herunter, hinter ihnen Kaiser Franz Wilbel? österreichischer Generalsuniform. Kaiser b? ests^ Kaiserin bis zum Wagenschlag der Postkutsche Beide Kaiser um- völkeruna dreimal herzlich, während die Be- Wilbelmg kiiklok" ^begeisterte Hochs ausbrachte. Kaiser Vm Kaiser n die Hand^ Als sich der Wagen deutschen Kaiser setzte, reichte die Kaiserin Elisabeth dem küßt? Erst L Hand, die derselbe abermals deutsche Kaiser in« entschwunden war, kehrte der '»8 Badeschloß zurück. Den Herren des , . ^„isnalime besitzt. Die Verhandlungen Ml aus den Aeußerunaen des d°b das n« «'«LS s«'" rr« selbst zu fuyren un« das neue ew . Schatzkanzlers aber den Emir von von jedem Schwdsn« nicht nur Herat stark »tia^s^ beständig Truppen nach dem Zulfikarpäß vorrücken läßt. . M in Mount Macgregor stattgefundcnen Dem am 4. d. M. m ^com. des verstorbenen methodistischen Trau gotte Ulysses Grantzvohnten Nordamerikanifcy Adcock und viele Senatoren di- gerate Shemmn un und Heerführers bei. Die ^^nacb Albany überführt, von wo sie nach wurde zunachst nach H^ße Voksmassen hatten sich Mw^°rk g^ de? Bahnzug mit der Leiche auf den Stationen, cy General ihre Achtung passirte, emgefunde - . ^ide die Leiche von einer SiL «-»-im am F-°»°S um de, B-. erdigung beizuwohnen. umfassen. Es würde dies ein sehr zweifelhafter Gewinn sein, wenn die Ansprüche des Sultans von Zanzibar, Said Bargasch, der südlich und östlich des erwähnten Berges seine rothe Fahne aufhissen ließ, nicht zurückgewiesen werden könnten, wenn es kein Mittel gäbe, diesen Sultan, den die Abberufung des deutschen Generalkonsuls Gerhard Rohlfs noch keineswegs umgestimmt hat und dessen Soldaten wiederholt die deutschen Stationen belästigen, gründlich zur Vernunft zu bringen. "Der Versuch dazu wird schon in allernächster Zeit gemacht werden und voraussichtlich wesent lich dazu dienen, dem deutschen Namen und der deutschen Flagge auch bei allen anderen Völkerschaften im Osten Afrikas Respekt zu verschaffen. Eine Anzahl deutscher KricgSsahrzcuge hat sich bereits bei der Insel Mauritius versammelt, um der diplomatischen Aktion des neuen deut schen Generalkonsuls in Zanzibar, Travers, den nöthigen Nachdruck zu geben. Dem Sultan wird der Ernst der Situation inzwischen schon dadurch klar geworden sein, daß die bisher in den ostafrikanischen Gewässern stationirten englischen Panzerkolosse sich schon seit Anfang Juli von der Küste von Zanzibar entfernten. Wie jetzt bekannt wird, ist bereits vor zwei Monaten zwischen Deutschland und Eng land über alle schwebenden Differenzen ein vollständiges Einvemehmcn erzielt worden. Die deutsche Regierung ver zichtete damals auf die Santa Lucia-Bai, England auf das Hinterland Kameruns, das Gebiet am oberen Benutz; gleich zeitig aber gelang es damals auch der Staatskunst des deutschen Reichskanzlers, die Schwierigkeiten aus der Welt zu schaffen, welche von englischen Agenten in Zanzibar dem Zustandekommen einer Verständigung des dortigen deutschen Vertreters mit dem Said Sultan Bargasch bereitet worden waren. Die schon mit dem Kabinet Gladstone vereinbarte und der Politik Salisbury's erst recht entsprechende Ab berufung der englischen Kriegsschiffe aus den Gewässern der Somaliküste und von Zanzibar sichert nicht nur die neuen Erwerbungen Deutschlands in Ostafrika, sondern verscheucht auch die letzte Trübung unseres Verhältnisses zu dem stammverwandten englischen Jnselreich. Um so weniger hat aber das Deutsche Reich Veran lassung, sich die Provokationen gefallen zu lassen, zu welchen sich gerade neuerdings die Franzosen in Wort und Schrift hinrcißcn ließen. Um des lieben Friedens willen legte das monarchische Deutsche Reich der Entwickelung und Befesti gung republikanischer Einrichtungen jenseits der Vogesen nicht nur keine Hindernisse in den Weg, sondern lieh der französischen Regierung die von letzterer dankend ange nommene hilfreiche Hand, als es galt, derfclben über inter nationale Schwierigkeiten hinwegzuhelfen, deren aus eigener Kraft Herr zu werden, dem schwachen politischen Kredit des republikanischen Regiments nicht sogleich gelingen wollte. Soweit geht aber die deutsche Friedensliebe nicht, den Un bank ruhig hinzunehmen, daß das kaum etwas erstarkte Frankreich Jedem zusubelt, der ihm eine Wiedererwerbung von Elsaß Lothnngen als wünschenswerth und möglich andeutet. Das hat in sehr überraschender Weise der Exminister Ferry in seiner letzten Kammerrede gethan, um sich wieder in der Volksgunst zu befestigen und das ministerielle Blatt „Temps" lieferte durch einen merk würdigen Artikel über die Dislokation der französischen KavaUen- der Ostgrenze dazu die nöthigen Illustrationen. Dat a-rn des Reichskanzlers, die „Nordd. Allg. Ztg." .-.c sofort einen so starken kalten Strahl nach Paris, daß sich die von Revanchelust erhitzten Ge- müthcr in Frankreich sehr schnell wieder abgekühlt haben und ganz bestürzt versichern, nichts Verfängliches geäußert zu haben. Jahren innig verbindet. . „ in Am Grabe des heiligen Bonifazms m Fulda waren den letzten Tagen die deutschen Bischöfe zu erns rathungen versammelt. Der von Paderborn aus nach Herzen des Kulturkampfes entsandte „Probepfeil s höchster kirchlicher Stelle als unberechtigt zuruckgewlesen worden. Es handelt sich in Fulda nun darum, auf andere Weise den Mißständen ein Ende zu machen, welche zu einer Lösung der Geistlichen - Vorbildungs - Frage gebiete sch drängen. Von Gastein aus wird sich der österreichische Monarch zu dem Bundesschießen nach Innsbruck begeben, wo seiner ein enthusiastischer Empfang bei den treuen Tirolern harrt. Später verfügt sich Kaiser ssranz Jvsts zu de« Manövern nach Böhmen. Die Zusammenkunft mit dem russischen Zaren steht bis jetzt nur im Prinzipe fest und hält man es noch für zweifelhaft, ob die Vorberel 'n gen in Kremsier mit der Begegnung des Kaisers Franz Josts mit dem Zaren im Zusammenhänge stehen. An dem er folgten Hinscheiden der 82 Jahre alten Wittwe des ehe maligen deutschen Reichsverwesers, des Erzherzogs Johann, der Gräfin von Meran, nahm das österreichische Kaffer- paar den herzlichsten Antheil. Die ehemalige Postmcisters- tochter starb im Vaterhause, in dem alten Posthofe zu Aussee, den sie jeden Sommer zum Aufenthalte wählte. Vor allen anderen Staaten hat sich Italien beeilt, gegen das Einschleppen der Cholera von Marseille aus Vorkehrungen zu treffen, welche für den französischen Handel sehr empfindlich sind, aber nach den im Vorjahr mit der Epidemie gemachten Erfahrungen vollkommen gerechtfertigt erscheinen. Bei den Franzosen drängte der bereits erwähnte Warnungsartikel der Berliner „Norddeutschen Allgemeinen Zeitung" jedes andere politische Interesse in den Hinter grund. Die meisten republikanischen Blättler drücken ihr Erstaunen aus über den Ton, in welchem ihre letzten Kund gebungen beantwortet worden, stimmen aber ihren eigenen Ton wesentlich herab. Die Anstrengungen der französischen Radikalen, das Ministerium Brisson dahin zu bringen, sich von Ferry loszusotzen, sind nicht nur gescheitert, sondern Brisson hat sogar die Kolonialpolitik Ferry's insofern ge billigt, als er die von Cltzmenceau und den Radikalen geforderte Politik des Verzichtes auf koloniale Erwerbungen zurückwies und unter Berufung auf die Interessen und die Ehre Frankreichs betonte, daß man das Erworbene fest halten müsse. Damit haben sich auch die Monarchisten durch bereitwillige Zustimmung zu dem Kredit von 12^/, Millionen für Madagaskar einverstanden erklärt, so daß der Kammerschluß in sehr friedlicher Stimmung erfolgte. Der durch den Widerspruch Belgiens verursachte plötzliche Abbruch der Pariser Münzkonfercnz bewies die große Schwierigkeit, inteniationale Währungsfragen rasch zu er ledigen und wirkte entmuthigcnd auf alle Freunde der Doppelwährung zurück. Das spanische Königshaus ist von der Katastrophe, welche das Land neuerdings betroffen hat, auf das Schmerz lichste berührt und stellt alle Festlichkeiten ein. Das ganze Königreich ist voller Anerkennung der unermüdlichen Thätiq- keit Canovas, die gesundheitM^ubZerhältnisse Spaniens zu bessern. ge. ed saust ms liebte AM mgerin, Fm eb. Wittiz. Tmit an enker, Hinterlassem S85. mntag Mituz - statt. !ge. n RathM Uhr sanft md , Krankenlaza : Frau, MM Fischer, g» m 3 Mona» Freunden and jricht mit da st 1885. terlaffem. nntag, Mj Marquis Salisbury gab im englischen Oberhause Erklärungen ab, welche den Charakter, den seine Führung der auswärtigen Angelegenheiten tragen wird, in bestimmten Zügen erkennen ließen. Nachdem seit dem Regierungs wechsel in die stockenden egyptischen Angelegenheiten wieder Fluß und Bewegung gekommen, zeigte Salisbury daß er auch die zentralasiatische Angelegenheit mit einer unver kennbaren Energie in Angriff genommen und seine Maß nahmen konsequent durchzuführen begonnen hat Die Regelung der egyptischen Frage ist in der Hauptsache Sir . -- .Drummond Wolff anvertraut, der sowohl mit dem Sultan Diese nach Westen gerichtete energische Warnung trifft wie mit dem Kliedive im Auftrage Salisbury's versönlick auffällig zusammen mit der am Donnerstag stattgefundcnenIverhandeln wird und jedenfalls weitgehende Vollmachten -oimad.NtB wein«. vlfk l. ch-Leher, such. seist. ladet M rwattE jes. - st « 1 LH Erscheint jeden Wochentag AbcndS »/,7 Uhr sür den »S Iandern Tag. Preis vierteljährlich 2 Mark 25 Pf., K-W* zweimonatlich 1 M. 50 Pf. und einmonatlich 7b Pf.