Volltext Seite (XML)
87. 2 D? Erscheint jeden Wochentag Nachmttl. H.SUHr für den MO D^ALH^ andern Tag. Preis vierteljährlich r Mark 2S Pf., zweimonatlich 1 M. SO Pf. und rimnanatlich 7b Pf. den rsta«d. M. ihaustt saltu«-. m Die beidm vom Reichstage angenommenen, ied sanft en unser atte und merze an atti« tag, den Marge» durch dar lz nach dem ruschen. >e und da scheid« w> den beste« nd Fra«. i887. :en Ent» ichmittag «ige. . Juli L v. rellim. d um zahl- 7 kenntniß lrch Be ¬ reu Ge- mrstadt; ngskraft reiberg adt ein- -eins" t». 2ahr»m« Sonntag, den 26. Juni thie LUNV» tshause«, erg re. äsn rs. a. e. tag- btt günstiger Inserate »erden bi« Bormittag 11 Mr angeuam- !I F«a»MI men und beUSgt^ncP^strd^e^spaltrneZeil« KOO T- . 16.5«R. - 10,, ° 8 : 16 °k Bei dem 50jährigen Regierungs-Jubiläum der Königin werden vorgelegt: die Gesetzentwürfe, betreffend die Abän. von England offenbarte sich die kräftigste monarchische derung des Gesches über dm Verkehr mit Nahrungsmitteln, Begeisterung der britischen Nation, welche das Interesse an wegen Ergänzung des Gesetzes, betreffend die PostdampfschiffL- allen anderen politischen Dingen in dm letzten Tagen voll« Verbindungen mit überseeischen Ländern, und die Gesetzentwürfe ständig in den Hintergrund drängte. Die Festlichkeiten, zu! für Elsaß.Lothringen über die Ernennung und Besoldung der denen sich ein großer und auserlesener Kreis fremder Mo-! Bürgermeister und Beigeordneten und über die Anwendung narchen und fürstlicher Vertreter europäischer Regentenhäuser der abgcändertcn ReichSgesche auf landesgesetzliche Augelegen- in London eingefunden hatte, verliefen wahrhaft glanzvoll, heiten Elsaß-Lothringens. lieber die Gescheutwürfe, betreffend Allen Theilnehmern wird der am Dienstag stattgesundene die Unfallversicherung der Seeleute und anderer bei der See- Jubiläumszug vom Buckingham-Palast nach der Westminster-I schifffahtt betheiligten Personen, und betreffend die Besteuerung Abtei und der Dankgottesdienst in dieser ältgeschichtlichen I der Zuckers, soll in einer der nächsten Sitzungen Beschluß Kirche unvergeßlich bleiben. Die übrigen Veranstaltungen, I gefaßt werden. Die beidm vom Reichstage angenommen«, die wiederholte Illumination der Riesenstadt an der Themse,! auf Anträgen aus der Mitte deS Hauses beruhenden Gesetz« die Speisung der Schulkinder, die Parade zu Aldershot'entwürfe zur Abänderung der Gewerbe-Ordnung (Arbeiter- tage beschlossenen Amderungm zu dem Entwurf über die Unfallversicherung der bei Bauten beschäftigten Personen. Außerdem enthielt die reichhaltige Tagesordnung dieser Sitzung die Reichstagsbeschlüsse über das Branntweingesetz, das Kunstbuttergesetz, das Gesetz über die Verwendung ge sundheitsschädlicher Farbm bei der Herstellung rc. von Nahrungsmitteln u. A. m. Auch sonst ist die parlamentarische Bewegung in Deutschland in diesem Sommer noch nicht vollstän dig zum Stillstand gekommen. In Darmstadt tagt augenblicklich noch die hessische Ständeversammlung, doch dürften deren Arbeiten jetzt so ziemlich erledigt sein, nachdem die erste hessische Kammer am Donnerstag die wichtige kirchen politische Vorlage einstimmig angenommen hat. Mit dem Ergebniß der in den letzt« Tagen in Baiern stattgefundenen Urwahlen ist die bisher im Besitze der Landtagsmehrheit befindliche ultramontane Partei sehr unzufrieden. Seit achtzehn Jahren ist diese Partei, welche sich früher die „patriotische" nannte, sich aber im vorigen Jahre den Namen „bairische Zentrumspartei" beilegte, falt bei jeder Wahl gewachsen. Bei der letzten im Jabre 1881 statt gefunden« Wahl errang diese Pattei 85 Mandate (5 über die absolute Mehrheit), während es die Liberal« nur aus 69 bracht«. Diesmal dürften höchstens 75 Sitze den Ul tramontanen zufall«, doch ist bis jetzt auch der liberal« Partei in Barem noch keineswegs eine zuverlässige Kammer mehrheft gesichert. Für die österreichische Regierung giebt es jetzt zwei schwere Sorgen, die Ungewißheit über das künftige handelspolitische Verhältniß zu Deutschland und über dre wahrscheinlich durch d« Ministerwechsel in Belgrad wesent lich veränderten Beziehung« zu Serbien. Von österreichischer Seite wird sicher Mes aufgewendet werden, zu stabilen Handelsbeziehungen zu Deutschland dadurch zu gelangen, daß an die Stäle des Ende dieses Jahres ablaufenden Meistbegünstigungsvettrages ein richtiger Handelsvertrag gesetzt wird. Die Aeußerungen, welche seitens der Regierungs- Vertreter gerade während der jüngsten Session des deutschen Reichstages bezüglich neuer Zollerhöhungen für Getreide und andere Artikel gemacht wurden, lass« aber kaum er warten, daß die österreichischen Unterhändler in Berlin mit ihr« Wünschen geneigtes Gehör finden werden. In Bezug auf das neue serbische Ministerium tröstet man sich Wien damit, daß Ristics zwar freuudliche Beziehungen zu Rußland anstrebe, es aber keineswegs mit Oesterreich ver derben wolle. Nichtsdestoweniger steht fest, daß der Sturz des Ministenums Garaschanin hauptsächlich durch die finanz politischen Beziehungen zu Oesterreich herbeigeführt wurde sBergerMM^ und TllgMM. Amtsblatt für die königlichen und städtischen Behörden zn Freiberg md Brand. Serrntwottlicher Redakt«: Julius Brau« iu Freiberg. Die Woche. In einem eigenhändigen Schreiben drückte der deutsche Kaiser dem Staatssekretär von Bötticher seinen herzlichen Dank für die Ausführung seines Auftrages an den deutschen Reichstag und gleichzeitig die Hoffnung aus, daß seine Worte den beabsichtigten Eindruck auf die Volksvertretung gemacht hab« möchten. Ferner dankte der Kaiser dem Minister für die würdige Anordnung der Kieler Grundstein- leaungsfeier, der beigewohnt zu haben ihn mit Genugthuung erfülle, trotzdem er darunter habe leiden müssen. Zum Glück schreitet die Genesung des Kaisers derartig fort, daß er vielleicht schon in d« nächsten Tag« mit seiner treuen Pflegerin, der Großherzogin von Bad«, wird nach Bad Ems abreisen können. Das innige Verhältniß zwischen dem kaiserlich« Vater und der fürstlichen Tochter giebt sich bei jeder Gelegenheit zu erkennen. Seit der Rückkehr von Kiel ist die Großherzogin kaum von des Kaisers Seite gewichen, so daß dieser seme Tochter zu wiederholt« Malm gebet« hat, ihre Gesundheit zu schon« und die täglich« Ausfahrten nicht zu unterbrech«. Als der Monarch am Montag Nachmittag am Fenster seines Palais erschien und sich der angesammelt« Menge zeigte, erschien die Groß herzogin Luise denn auch an der Seite der erlaucht« Held«, wie wenn der Letztere aller Welt kund thun wollte, daß seine glückliche Genesung nicht zum Letzten der auf opfernd« Wege der Tochter zu dank« sei. Während die Reichstagsabgeordneten mit den herzlichen DankeSwort« des Kaisers in die Heimath entlassen wurden, ist der deutsche Bundesrath noch gezwungen, seine Thättgkeit in Berlin fortzusetzen und allwöchentlich Plenarsitzungen abzuhalten. An dem letzten Donnerstag beschäftigten dm deutschen Bundesrath die Mittheilungen des Reichstagspräsidenten über die Beschlüsse des Reichstages betreffs der Besteuerung des Zuckers, ferner Vorlag«, bett. Amderungen des Be standes von Berufsgenossmschaften und der vom Reichs ¬ und daß eine Fortsetzung der letzteren deshalb unmöglichl u, A. m. machten darnach ein« weit mäßiger« Eindruck, in der Absicht des jetzigen serbisch« KabinetS lieg« kann, obgleich sich auch hierbei viel Enthusiasmus kund gab. — Die ungarischen ReichStagSwahlen ergaben einen — großen Sieg der Liberal«, d. h. also der Anhänger des Sowohl auf der Balkanhalbinsel wie in Mittelasien er« Ministerpräsidenten Tisza. Von den bisher bekannten regt die russische Agitation ernste Besorgnisse. Durch 402 Wahl« entfall« 257 auf die liberale Partei, 41 auf die Thatsache, daß die Russ« südlich von Tschardschui eine ie gemäßigte Opposition, 7b auf die Unabhängigkeits- Bahnsttecke biS KHamiab absteck«, gewinnt die Ueberzeuomig Zattel, 9 auf die Parteilosen, S aus die Nattonalen, 11 auf an Bod«, daß es auf die Einverleibung deS afghanisch« ie Antisemiten. In 6 Bezirken sind Stichwahlen, in einem Turkestan abgesehen ist. Nicht minder bedenklich scheint der eine Neuwahl erforderlich. Die liberale Partei hat 52 ve- Einfluß, d« die Politik des Zar« neuerdings in Belgrad irke gewann«, 28 verlor«, die äußerste Linke 25 Sitze gewonnen hat und der ein« Ersatz für das in Bulgarien cwonnen und 22 verlor«, die gemäßigte Opposition 9 Sitze Verlorene biet« zu soll« scheint. Die Ernennung deS ewonnen und 23 verlor«. Dre Parteilosen büßten 4, die von Oesterreich mit großem Mißtrauen betrachteten Russ«. 7attonal« 4 und die Antisemiten 4 Bezirke ein. Die freundes Sawa Gnucs zum Kriegsminister zeigt deutlich Freude der ungarische« Regierungspartei über dies« über- genug d« Grundcharakter deS neu« Kabmets RisticS. raschend günstigen Wahlausfall ist aber vielfach getrübt Um so auffallender ist es, daß König Müan von Serbien wordm durch häßliche Aufruhrszrnen mit Blutvergießen den Muth hat, bei der jetzt in seinem Lande herrschend« und Brandstiftungen, zu welchen die Parteileidenschaft die I Aufregung Belgrad auf längere Zeit zu verlass« und sich unterlegenen Fraktionen oder doch einen Theil der von über Wim zu einem mehrwöchig« Kurgebrauch nach Glei« ihn« aufgrstachelten Bevölkerung Hinriß. chenberg zu begeb« --7-— , . I Der bulgarische Regmt Stambulow reiste in Be- Da in letzter Zeit die Gichtanfälle d«S italienischen gleftung des Ministers Jwantschow nach Timowa, wohin Ministerpräsidenten DepretiS ein« sehr heftigen Charakter ur der nächst« Zeit die große Sobranje einberufm wird, angmommen haben und der greise Staatsmann bei der! Damit dürfte auch binnen Kurzem die bulgarische Ange lnmöglichkeit, feste Nahrung zu sich zu nehm«, seine legmheft wieder auf der tageSpolittschrn Bildfläche erschei- kräste immer mehr verfall« sieht, scheint der baldige Rück-1 nm. DaS von russischer Seite verbreitete Gerücht, daß ritt desselben unvermeidlich. In den Kreis« der italienischen I Stambulow durch eine Verschwörung seiner Mitregentm Abgeordneten hält man eS für unmöglich, daß DepretiS bedroht sei, hat sich bis jetzt nicht bestätigt, doch pfleg« sie Geschäfte noch länger fortführt und sieht man bereits gewisse Ereignisse ihre Schatten vorauSzuwerfm und wird m Crispi seinen geeignetsten Nachfolger, zumal wenn es auch von anderer Seite das nahe Bevorstehm merkwür« lemselben gelingen sollte, sich wieder mit fein« ehemaligen diger Ueberraschungen in Bulgarien all« Ernstes angckündigt. Freunden Nicotera und Rudini zu versöhnen, die noch in )er Opposition verharren. Bei den tiefernsten und hoch- TLsreAscktttU wichtigen Fragen, die jetzt in Italien ihrer Lösung harr«, ^"*** „' - önnen die bisherigen kleinlichen Fraktionsunterschieoe solcher Freiberg, dm 25. Ium. mrch die Verhältnisse dringend gebotenen Verständigung Der deutsche Kaiser erschien gestern Mittag gegen äum hinderlich sein. I Uhr beim Aufziehen der neuen Wache, welche vom Kaiser Franz c- c r^. , Garde-Grenadierregiment Nr. 2 gestellt wurde, auf der nach . Mehrheit der Franzosen scheint das Urtheü I Berliner Opernplatz zu gelegen« Veranda deS königlich« des AAsgerichts zu Leipzig rn dem Prozeß gegen die! und wurde, sobald die schon seit Stunden vor dem acht Elsasser emen sehr erbitternden Eindruck gemacht zu dies« Augenblick harrende Menge deS Monarchen haben. Lie PattwtenlM fordette dm Präsidenten Gr^ wurde, mit enthusiastisch« Lebehochrufen begrüßt. Der 'N Fkmlich energischer Wei^ diese Ovation sichtlich bewegt, dankte nach Elsasser zu verwenden und ist dieser Schritt vielleicht mch Seiten durch mehrmaliges Neigen des Hauptes. Zugleich ganz erfolglos geblieben. Das Journal »Pans erzählt dem Kaiser war auch die Frau Großherzogin von Badm wenigstens, dm radlka^ der Veranda des Königlichen PalaL erschienen. Nach Kammer die Besttafung der m Frankreich lebenden Aus- Vorbeimarsch der Wache wurde vom Publikum die Na« lander, welche Mitglieder eines un Auslande bestehenden jionalhymne gesungen, worauf der Monarch sich in sein ArbeitS« feindseligen Vereins sind, beantragen wollen, se, aber wrmer zurückzog. Gegm 2 Uhr unternahm Se. Maj. der durch den Minister Flourens bewogen worden, d'e ^^ in Begleitung der Großherzogin v on Einbringung zu vertagen, da die Regierung bereits im offenen Wagen zum ersten Male nach Schutt zu Gunsten der Verurthellt« Wiederherstellung eine kurze Spazier« D,e Bestätigung dieser Nachricht düfftt abzuwa^ Gestern wurde -in kaflerlicher Erlaß veröffentlicht, em. Jedenfalls mchren sich m Frankreich die Gehässig-1 welcher die Ausnahme einer dreieiuhalbprozentigen Reichsanleihe ^ni gegen die Deutschen mit jeder Stunde. So I Gelammtbettage von 238004970 Mark betrifft. Die Til ¬ beschloß der Pariser GememderMh, den Semeprafekten I gmig erfolgt durch die im Reichsetat dazu bestimmten Mittel; dem ersuchen, sofort sammtliche durch die Verwaltung beschaf-1 Reich bleibt das Recht, binnen einer gesetzlich sestzustellenden deutschen zu entlassen, eure Maßregel, welche aus-zu kündigen. Die Anleihe ist bestimmt zur Deckung der schließlich arme Elsasser treffen wurde. Die jetzige Sttm-1 des Zollanschlusses von Hamburg, Bremm, für mung m Pans ist emer raschen Erledigung des E Nord - OMee - Kanal, die Verwaltung deS Reichsheeres Militargesetzes durch die Deputtrtenkammer außerordentlich I der Marine, wie fitt die Vervollständigung des Eisen« günstig. Die Rechte der Kammer leistet dabei der ^Pu-Ihg^^ im Interesse der Vettheidigung des Landes. — bttkamsch« Regierungspartei m sehr «tgegenkommender I deutsche BundeSrath ertheilte seine Zustimmung Weise Beistand und wird wohl auch noch ihre jetzig« Be^ nachstehenden, vom Reichstage angenommenen Gesetzent- denkm gegen die außerdem von dem Kriegsmmister FerE über die Besteuerung des Branntweins, betreffend emgebracht« vier ^militärischen Entwürfe besieg«, die von die Unfallversicherung der bei Bauten beschäftigt« Personen, dem Oberkiegsrathe gebilligt wurden m,d deren Annahme die Verwendung gesundheitsschädlicher Farben, über di« von dem Mlnlstenum Rouvier zur Kabmetsfrage gemacht I Rechtsverhältnisse der deutsch« Schutzgebiete und weg« Ab werd« dürfte. I ünderuug der Gewerbe-Ordnung. Zur allerhöchsten Vollziehung