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lt za Inserat« »erden bi» Bormittag II Uhr angenom- ü men und beträgt der Preis für die gespalten« Zeile ü H MAO M »der deren Raum Ib Hf. I M »0 ee- Die verwandelte Pariser Ausstellung. r- ,r. otto in»e gaffe. Kaiser trefflich bekommen, so daß dessen Abreise nach Ems den ersten Tagen nächster Woche erfolgen I volle Mitarbeit bei den sozialpolitischen Maßregeln. welcke der unzweifelhaft in -L mter- führr sn ten, >rizirl> unter >»kd, ervor- ehlt ir. 11. , m»e.- »be«. ms in neuerer Zeit das Deutschthum so oft zum Gegenstand der bittersten Schmähungen machte, von der sie außerdem beenden und dann die Ausarbeitung des Einführungsgesetzes für die einzelnen Länder, Landschasten und Rechtsgebiete vornehmen. — Der gestern in Frankfurt am Main stattgefundenen Versammlung von 150 Vertretern deutscher Berufs- genossenschaften wohnten der Staatssekretär v. Bötticher, Ministerialdirektor v. Bosse, Präsident Bödicker und Ober bürgermeister Miguel bei. Staatssekretär v. Bötticher drückte seine Freude darüber aus, den Vertretern der deutschen Indu strie seinen Dank aussprechen zu können für die verständuiß- Um die Lieferung vollständiger Exemplare ohne Mehrkosten bewirken zu können, ersuchen wir nm gefällige rechtzeitige Vrnenerung des Abonnements. Aie Expedition -es Ireiberger Anzeiger und Tageblatt. Tagesschau Freiberg, den 28. Juni. Als gestern Mittag 1 Uhr der deutsche Kaiser auf der Veranda des Palais unter den Linden erschien, um die neu aufziehende Wache vorüberdefiliren zu lassen, brachte das nach Tausenden zählende Publikum dem Monarchen enthusiastische Huldigungen dar. Die bisherigen Spazierfahrten find dem kann. Nachdem die Genesung des greisen Monarchen so Veit vorgeschritten, ist dir treue Pflegerin desselben, die Groß herzogin von Baden, Sonntag Abend nach Baden zurückgereist. — Heber die letzte ReichStagSsession bringt die »Pol. Korresp." eine Betrachtung eine- Süddeutschen, in der e» heißt: .Die frmdige Bereitwilligkeit der Mehrheit d«S Reichs tage- hätte vielleicht kaum auSgereicht oder wäre auch nicht in solchem Umfange hervorgrtrelm, wenn nicht derselb« Sinn für die StaatSzwecke deS Reiches auch auf Seiten aller verbün deten Regierungen Vorhand« gewesen wäre. Wie der selbe ich in erfreulichster Weise bei der im Dezember und Januar bestanden« schwer« Lage bekundete und in der kritischen Periode der Wahlbewegung bewährte, so hab« amh die deutschen Fürst« selbst, der Regmt von Baier», die Könige von Sachsen und Württemberg, die Großherzög« von Bad« und Mecklenburg und andere nicht nur dem Er gebnisse der Wahlen ihren voll« und warm« Beifall gezollt, sondern auch zur Erreichung desselben entschlossen beigetrage». DaS Reich hat solchergestalt eine große Kraft probe glänzend bestanden. Schneller und fester al» im Jahr» 1871 erwartet werd« konnte, hat sich da- ans gegenseitigem Vertrauen, auf der Treue um Trme beruhend« Band schönster Eintracht geknüpft, well Pr«ß« die Em- müthigkeit höher stellt« als di, Einheit, »ad im BundeSrath nicht sein Uebergewicht, sondern die überzeugende Kraft de» nationalen Gedanken- wirk« läßt, durch Rücksichtnahme im Klein« das Große fördernd. Diese Einmüthigkeit für di« Zweck« de» Reiche- trat deutlich hervor b«i dm Verhand lungen, welche der Militärvorlage voraoSging«, nicht ««der bei den Verhandlungen über die strategisch« Eism- bahnen. Derselbe Geist der Eintracht hat sich auch bei der Branntwein« und der Zuckersteuer bethättgt; «stere ist wesentlich unt« der fördernd« Mitwirklmg der süddeutschen Regierungen zu Stande gekommm, wie die» auch aus ihren iu den Kommissionen wie im Plenum deS Reichstages abgrgebmen Erklärung« «rhellt. Je mehr man in Süddeutschland der Einblick in die Vielseitigkeit der um spannend« Interessen des Reiches und seiner Bedürfnisse zu nimmt, desto mehr befestigt sich auch in BolkSkreism, wie schon längst bei dm Fürsten, die Ueberzeugung, daß die Exi stenz der Einzelstaatm zu keiner Zeit gesichert«^, wohl aber meist viel unsicherer gewesen, als heute im Reichsverbande. — Deutschlands Feinde hat im Laufe der Jahrhunderte die leider nur zu oft nicht vergebliche Rechnung aus unsere Zwie tracht ermuthigt und ihnen zu Erfolg« verholfen, welche die Nation schwer genug empfunden hat. Derartiges ist wohl auf ange Zeit hinaus ausgeschlossen, wmn die Parteien der Mehr« seit auch ferner die Eintracht der Reichsgeftnnung bewahren, welche sie bei den letzten Wahlen bekundeten und in welcher sie auch im Reichstage gesiegt hab«. Daß solche Resultat« ohne eine eingreifende Betheiligung des Fürst« BiSmarck möglich warm — ist nicht minder ein Erfolg des nationalen Gedankens." — Endlich hat die Kommission zur Ausarbeitung eines einheitlichen bürgerlichen Gesetzbuchs für ganz Deutschland ihre Arbeit zum Abschluß gebracht und ist dieselbe nur noch mit der Durchsicht des Entwurfs beschäftigt, dessen Fertigstellung aber in etwa acht Tagen zu erwarten steht, worauf der Vorsitzende, Wirkt. Geh. Rath vr. Pape, und die Mitglieder in die Ferien gehen werdm. In letzterer Zeit beschäftigte sich die Kommission sehr eifrig mit dem letzten (fünft«) Theil deS Gesetzbuchs, das das Erbrecht betrifft und vom Kgl. bairischen Ober-LandesgerichtS-Präsidenten vr. von Schmitt redigirt wurde. Die Beendigung der ersten Lesung des bürgerlichen Gesetzbuchs wäre schon einige Wochen früher erfolgt, wenn nicht Meinungsverschiedenheiten in Sachen deS Erbrechts und des internationalen Rechts hervorgetreten wären. In welcher Form der Gesammtmtwurf nunmehr der öffent lichen Kritik unterbreitet wird, soll noch unentschieden sein. Die Kommission dürfte ihre Ferien Anfangs September 10. Jahr,«,. Mittwoch, den SS. Juni pe, e« re. lität ttKs deutschen Reichskanzler auf die andern Mächte ausgeübte Pression stempeln die Pariser Ausstellung zu einem ziemlich aussichtslosen Unternehmen; das thut vielmehr der von den Chauvinisten der Patriotenliga und von dem radikalen Anhang Boulangers unsinnig gesteigerte Haß vieler Fran zosen gegen die Angehörigen der meisten fremden Völker. Nur ein Leichtsinniger oder ein Wahnsinniger wird der Einladung zu dem Feste eines Feindes folgen. Ehe Frank reich Weltausstellungen veranstaltet, leiste es deshalb Bürg schaften für seine ehrliche und aufrichtige friedliche Ge sinnung ! MMFiyeiüE m- Tageblatt. Amtsblatt für die königlichen und städtischen Behörden zn Freiberg nnd^Bnmd LrrmttwortliLer Redakteur: Julius Srau» i« Freiberg. selbst weit eher häßliche Behelligungen als eine gerechte Anerkennung zu erwarten haben. Die Veranstaltung von Weltausstellungen setzt nicht nur eine hohe internationale Gastfreundschaft, sondern auch eine Art weltbürgerlicher Gesinnung voraus, Dinge, die jetzt in Frankreich zu den Unmöglichkeiten gehören. Nicht die republikanische Staats form, nicht der Widerwille der monarchischen Staaten gegm das Jubiläum des Bastillensturms, nicht eine etwa von dem zu wissen, daß Herr Dautresme, der fest entschlossen ist, die Ausstellung am festgesetzt« Datum zu eröffnen, im Prin zip dieser Methode nicht abgeneigt ist. Er theilt mit Herrn Berger die Ansicht, daß die Ausstellung dadurch eine mäch tige Karavanserei würde, der allgemeinen Vertretung sämmt- licher Industrien offen. Ein Jeder begebe sich dahin, ge leitet von seinen Handels- und Gewerbe-Interessen. Man hätte demnach weit «ehr als ein« offiziell«, aber be schränkten Ueberblick der industriell« Lage eines jeden Lan des, und die Resultate, die man von einer internationalen Ausstellung erwarten muß, wären darum bedeutender." Unverkennbar ist zwar Dautresme mit dem Vor schläge Bergers einverstanden, zweifett aber noch an der Möglichkeit, den Widerspruch der Andersdenkenden zu be siegen. An solch« Gegnern fehlt es natürlich um so weniger, als die Ultraradikalen eS den Opportunisten nicht gönnen, eine Ausstellung zu vollenden, die ein radikales Ministerium begann« hat, und die Monarchist« für dm Schiffbruch des Unternehmens zu gern die republikanische Staatsform verantwortlich mach« möchten. Demgemäß verhöhnt der monarchistische „Figaro" den „Frontwechsel" der Leiter der Ausstellung und die völlig ,im Fahrwasser Boulangers segelnde „France" prophezeit in Folge der Umänderung des ursprünglichen Plans dessen völlige Vereitelung. Der voll ständige Verzicht auf die Veranstaltung einer Pariser Aus stellung scheint der „France" schon deshalb Vortheilhafter, weil sie befürchtet, daß die Erzeugnisse der französischen In dustrie hinter den fremden Ausstellungs-Objekten zurück stehen werden. Wenn sie die Meinung äußert, daß nur solche fremde Aussteller nach Paris kommen werden, welche überzeugt sind, den Franzosen, mit denen sie jetzt Seite an Seite kämpfen sollen, überlegen zu sein, so hat diese Ansicht Manches für sich. Wer nicht ganz sicher ist, mit den Franzos« erfolgreich zu konkurriren, der wird sich hüten, ohne den Schutz seiner Regierung und ohne sonderliche Bürgschaft für eine wohlwollende Beurtheilung seiner Leistungen mit riesigen Unkosten seine Erzeugnisse mitten unter französisch« Fabrikaten aufzustellen. Ebenso schmach voll und den Spott reizend, wie es für deutsche oder englische Aussteller wäre, hinter den Leistungen der in den letzten politisch so bewegten Jahren nicht sonderlich vorge schrittenen französischen Industrie zurückzusteh«, ebenso ge fährlich wäre es für sie, die letztere in einer Weise zu verdunkeln, welche der ohnehin schon hinreichend erbitterten französischen Natton klar machte, daß sie industriell ebenso zurückgegangen ist wie auf dem po litischen Gebiete. Hoffentlich verzichten die deutschen Nachdem fast alle europäischen Großstaaten die Be theiligung an der Pariser Ausstellung im Jahre 1889 in einer höflich«, aber bestimmten Weise abgelehnt hatten, trat die Frage an die französische Regierung heran, ob sie auf die offizielle Betheiligung fremder Staaten überhaupt ver- zichten oder zu einem späteren Termine doch noch eine richtige Weltausstellung versuch« wolle. Das Letztere würde zumeist den Wünschen der zahlreichen Monarchist« in Frankreich entsprochen hab«, welche die ablehnende Haltung der fremden Mächte nur der Abneigung derselben zuschreib«, das Jubiläum des Baskllm- smrms und der französischen Revolution verherrlichen zu helfen. Daß der intime Freund Clsmenceaus und Boulangers, der ehemalige radikale Führer Lockrov, als HandelSminister Frankreichs die einleitenden Geschäfte der Pariser Weltausstellung besorgte, war für das großgeplante Unternehm« nichts weniger als vortheilhast. Als der jetzige Handelsminister Dautresme als Mitglied des ge- mäßigt-liberalen Kabinets Rouvier die Sache übernahm, war dieselbe bereits so verfahr«, daß eS ihm kaum gelingen konnte, sie wieder in das rechte Geleis zu bringen. So rünschenswerth ihm von seinem Standpunkte eine offizielle Betheiligung des Auslandes sein mußte, war er doch ge- rwungen anzunehmm, daß darauf selbst bei einer Ver- schiebung des Termins nicht zu hoff« sei, weil bis dahin die feindselige Gesinnung seiner Landsleute gegen die meisten fremden Nation« sich kaum geändert haben wird. Die verurtheilSvolle Beurtheilung, welche jetzt alle Nichtfranzos« mit Ausnahme der Russen in Frankreich erfahren, und das gehässige Mißtrauen, mit dem dort besonders die Deutsch«, die deutsche.aenden Oesterreicher und Schweizer, nicht minder! aber die Engländer und Italiener, behandelt werd«, sind Dinge, welche einen friedlich« Wettbewerb auf industriellem Gebiet in Frankreich nicht nur jetzt unmöglich machen, sondern auf viele Jahre hinaus erschwer«. Eine Besserung ist dabei zunächst nicht zu erhoffen. An dem Vorschlag, der Ausstellung ein« rein nationalen Charakter zu geb«, dieselbe aber zum Jubiläum der Revolution doch noch stattfinden zu lassen, mißfiel dem neuen französischen Handelsminister der Umstand, daß die damit verbundene Versteinerung des Unternehmens unliebsame Vergleiche zwischen dem jetzigen opportunistischen Kabinet Rouvier und dem ehemalig« Ministenum Goblet veranlass« könnte. Solche Erwägungen ließen dem Minister einen aus- gleichenden Vorschlag des Generaldirektors der Ausstellung. Berger, willkommen erscheinen, wonach die Ausländer trotz 's Fabrikanten auf jedm Wettbewerb mit einer Natton, welche der mangelnden offiziellen Betheiligung ihrer Regierungen kn »ke m-n-nkknnk als Aussteller zugelass« werden, wenn sie neben und zwi schen den Franzosen und zu denselben Bedingungen wie diese ausstellen wollen. Die Scheidung der Aussteller nach Nattonalitäten käme dann vollständig in Wegfall, doch würde eine entsprechende Zahl von Ausstellern in das Preisrichter-Kollegium gewählt werden. Verschiedene Pariser Blätter versichern, daß bereits zahlreiche direkte Anmeldungen fremder Aussteller vorlägen; die Zahl derselben kann aber doch nicht so erheblich fein, da an maßgebender Stelle be schlossen wurde, schon in der nächsten Zeit Alle, welche im Jahre 1878 in Paris ausgestellt hab«, durch ein Rund schreiben zur Theilnahme an der diesmaligen Ausstellung aufzufordern. Jedenfalls werden sich die Leiter des Unter nehmens, noch bevor sie solche Einladungen ergehen lassen, über den Charakter, den sie der Ausstellung geben wollen, endgiltig einigen müssen. Daß dies bis jetzt noch nichtge- lungen ist, geht aus folgender Aeußerung des ministeriellen Organs „TempS" hervor: „Ein Morgenblatt erwähnt in dem Berichte über den Besuch, welchen der Minister des Handels und der Industrie, Herr Dautresme, gestern in den Bauplätzen der Ausstellung machte, von einer Veränderung, die für die Zulasfuna der Aussteller vorgenommen würde. Diese Veränderung ist noch keineswegs entschieden, da Herr Berger, der sie vorschlägt, sie noch mcht offiziell dem Direk- twnskomitv und der Kommission der 43 unterbreitet hat. ^ie bestände in der einfachen Unterdrückung der nationalen Abtheilungen; die fremden Aussteller würden den franzö- Wen gleichgestellt und theilt« mit diesen je nach Klassen ^ "ämlichen Säle; als solche hätten sie den gleichen An theil an der Einrichtung und Dekoration. Wir glauben Erschemt jeden Wochentag Nacqmu^ -/,v tthr für »ev , HO H / andern Tag. 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